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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was sollte man als "Anfänger-Assi" fachlich wissen/können?



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Moorhühnchen
23.01.2008, 20:17
Da bin ich platt. Erklärt zumindestens einiges. Jedoch: hatten wir nicht alle einen Radiologie-Kurs? Ich schon und der war Pflicht - 1 Semester, jede Woche 2 h Bildchen anschauen. Befunde könnte ich auch nicht dazu verfassen, aber einen Normalbefund von einem pathologischen unterscheiden? Kinderspiel.
Ich kann mich nicht einnern, einen solchen Kurs jemals gehabt zu haben..... :-nix

psycho1899
23.01.2008, 20:22
das ist doch jetzt inszeniert, oder? :-D

Offensichtlich jedoch gut genug, dass schon zwei Leute es geglaubt haben ;-)

Mändy, Jackeliene und Schantall :-D

Doktor_No
23.01.2008, 20:25
und was ist mit pamela und john???????????????????

Anilila
23.01.2008, 20:35
Offensichtlich jedoch gut genug, dass schon zwei Leute es geglaubt haben ;-)

Mändy, Jackeliene und Schantall :-D

Du meinst wohl Schackeliene, man muss die Namen schon richtig aussprechen können! :-))

Huepftigger
23.01.2008, 20:57
Ihr doofen Säcke. Verwundert war ich schon, aber geglaubt hätt ich es durchaus. Wäre besser als in einer Soap und immerhin mutig. Och Mann... :-))

Rene_Weller
23.01.2008, 21:09
Mal abgesehen vom Rest, aber wenn dir ein Arzt sagt "Ach, der war niereninsuffizient, ich dachte der hätte gar keine Nieren. Und wenn man keine Nieren hat, dann muss man sich um die Nierenwerte auch nicht mehr kümmern (Nieren sind ja weg) und kann den Leuten soviel Kontrastmittel spritzen wie man will." wirst du nicht stutzig? :-oopss ;-)

docmoechtegern
23.01.2008, 21:17
Dass das 'ne Satire war, war ja sogar mir sofort aufgefallen. :-))

psycho1899
23.01.2008, 21:23
Du meinst wohl Schackeliene, man muss die Namen schon richtig aussprechen können! :-))

Exotische Namen waren noch nie meine Stärke ;-)

Rene_Weller
23.01.2008, 21:35
Außerdem pO2 von 558 mmHg :-top :-wow :-oopss

Sebastian1
23.01.2008, 21:38
[admin on]
UNd jetzt lassen bitte alle mal die Eskapaden oder verlegen die in den Offtopicbereich, damit das eigentlich ernst gemeinte Thema hier weiter diskutiert werden kann. Ansonsten muss der Thread leider (zumindest vorübergehend) dicht gemacht werden, und damit ist dann auch keinem geholfen. Danke.
[/off]

alley_cat75
25.01.2008, 13:15
@Rene Weller: :-top :-top :-top

... schade, wenn man seine Witze erklären muss. Aber ich fand`s lustig. Nur hast Du Dich verraten, weil es nicht um Herrn U., sondern um Herrn J. ging. ;-) Wobei, so richtig habe ich es gemerkt bei dem Satz ... sie die Unsichere ist... Da habe ich mich gleich nicht mehr angesprochen gefühlt. :-dance

Die Niere
25.01.2008, 14:24
Ich melde mich auch mal schnell...

Ich persönlich finde es normal, dass viele Dinge, die ich heutzutage als selbstverständlich kann, in den ersten Wochen das AA-Daseins einfach noch nicht parat sind. Auch ich habe in meinem Studium nie etwas ausführlicher EKG-Befundungen gelernt...gleiches gilt für den Röntgen-Thorax, so dass ich es einem Frischling nicht übel nehme, so etwas nicht zu können, solange er sich bemüht sich zu verbessern.

Die Patienten auf Station zu kennen ist etwas, dass nach 3 Wochen nicht unebdingt von jedem behrrscht werden muss, denn ich finde je nach Fach und Komplexität, dauert es eine Weile, sich in seinem Fach wohl zu fühlen und dementsprechend auch die wichtigen Stichpunkte zu kennen, statt einer ganzen Diagnoseliste. Ich muss bei meiner aktuellen Stelle hier auf der IMC (jeden Tag mind. 4 Aus- und Eintritte) auch ziemlich schwimmen und weiss noch immer nicht von jedem der ein VHFli / VHFla / SR / AVB oder so hat...

Rest kommt später...muss zum Rapport!

gruesse, die niere

Lava
25.01.2008, 15:31
Die Patienten auf Station zu kennen ist etwas, dass nach 3 Wochen nicht unebdingt von jedem behrrscht werden muss,

Puh, das beruhigt mich. Das war nämlich ein Kritikpunkt, den meine Oberärztin in meinem Wahlfach schon nach wenigen Wochen mir gegenüber ganz offen angesprochen hat. Dass ich oft nicht wusste, was genau der Pat hat, wie bestimmte Laborwerte waren usw. Am Ende wurde es zwar deutlich besser, aber trotzdem fällt mir die Zuordnung nach wie vor schwer, welcher Pat was. Bandscheibenvorfall klar, aber welche Höhe? Links oder rechts? Wann operiert? Usw. :-kotz

psycho1899
25.01.2008, 16:29
Ich melde mich auch mal schnell...

Ich persönlich finde es normal, dass viele Dinge, die ich heutzutage als selbstverständlich kann, in den ersten Wochen das AA-Daseins einfach noch nicht parat sind. Auch ich habe in meinem Studium nie etwas ausführlicher EKG-Befundungen gelernt...gleiches gilt für den Röntgen-Thorax, so dass ich es einem Frischling nicht übel nehme, so etwas nicht zu können, solange er sich bemüht sich zu verbessern.

Die Patienten auf Station zu kennen ist etwas, dass nach 3 Wochen nicht unebdingt von jedem behrrscht werden muss, denn ich finde je nach Fach und Komplexität, dauert es eine Weile, sich in seinem Fach wohl zu fühlen und dementsprechend auch die wichtigen Stichpunkte zu kennen, statt einer ganzen Diagnoseliste. Ich muss bei meiner aktuellen Stelle hier auf der IMC (jeden Tag mind. 4 Aus- und Eintritte) auch ziemlich schwimmen und weiss noch immer nicht von jedem der ein VHFli / VHFla / SR / AVB oder so hat...

Rest kommt später...muss zum Rapport!

gruesse, die niere

Na endlich... und ich dachte schon, ich sei nicht nur zu unseren Famulanten und PJs, sondern auch zu unseren Neuankömmlingen viel zu lieb und nachsichtig, wenn sie am Anfang, wie Du so schön sagtest, 'schwimmen'.

Ich war damals schon sehr dankbar, dass ich verständnisvolle Kollegen und OÄ hatte, die ich mitunter mit Banalitäten nerven konnte.

annekii
25.01.2008, 16:52
Hallo!

Ich war zuerst für 2 Monate in der INneren, wo ich nicht hin wollte, aber eben keine andere Stelle bekommen habe. Da konnte ich einiges auch gar nicht, was hier gefordert wird. Und ich hatte tatsächlich auch keinen Überblick über die Patienten, allerdings durften die kleinen Assistenten auch nicht zur Visite mit, so war es ziemlich schwierig.

Wir haben an der Uni nie radiologische Beurteilungen gelernt, das EKG habe ich im PJ gelernt, aber eher zufällig, weil eine Ärztin so nett war, es mit mir immer wieder zu üben bei jedem Patienten. Notfälle kannte ich auch, aber nicht das ganze Prozedere dann, also die praktische Umsetzung.

Jetzt in der Pädiatrie war ich recht schnell drin und merkte auch, dass mein mitgebrachtes Können und Wissen ausreichend war und ich auch sehr schnell dazulernte.

LG
Annekii

alley_cat75
25.01.2008, 17:40
Keine Frage, dass eigenes Interesse maßgeblich am Gelingen im Job beteiligt ist. Ich selbst könnte monatelang in der Neuro arbeiten und würde dennoch immer "schwimmen". :-blush Meine Kollegin macht jetzt freiwillig Wochenenddienste mit; da habe ich mehr Zeit und Ruhe, ihr etwas zu erklären. Dennoch ist mein OA sehr unzufrieden über die ausbleibenden Fortschritte, dass mit dem Chef gerade über die Herabsetzung auf eine halbe Stelle diskutiert wird. :-wow Ich finde schon, dass man nach 4 Wochen auf einer Station langsam mal in der Lage sein sollte, die Patienten grob zu kennen. Chefvisite war heute katastrophal; Hauptdiagnose von der Kurve abgelesen und das war`s. Kein Prozedere erklärt, keine Laborwerte im Kopf... :-???

psycho1899
25.01.2008, 17:53
Ist doch lobenswert, dass die Kollegin freiwillig Wochenenddienste mitmacht.

Laborwerte im Kopf haben ist in der Regel doch unnötige kognitive Belastung. Kann mal alles in kürzester Zeit in den Kurven nachlesen. Internisten, tss tss...

Feuerblick
25.01.2008, 17:55
Patienten und Laborwerte komplett im Kopf haben, ist nach vier Wochen mit allgemeinem Einarbeitungschaos sicher schwierig. Immerhin scheinen da ja auf anderen Gebieten auch Defizite zu bestehen. Aber als einarbeitender Stationsarzt muss man sich dann wenigstens die Zeit nehmen, dem Kollegen klarzumachen, dass man eine Chefvisite vorbereiten muss. Ich mache mir beispielsweise (im PJ von nem netten Assi gelernt, auch wenn ichs nie gebraucht hätte) zu jedem Patienten Notizen mit
-Name
-Alter
(-zuweisender Arzt)
-Hauptdiagnose
-relevante Nebendiagnosen
-Medikation soweit relevant
-wichtigste Befunde aus unserer Diagnostik
-ggf relevante Laborwerte
-geplantes Procedere.

Durch das Zusammenschreiben lernt man 1. die Patienten schnell kennen (und wer seine Liste täglich überarbeitet und ergänzt, der braucht bald auch kaum noch Zeit dafür), 2. schnell auswendig, wer mit welchem Problem auf Station liegt und 3. hat man seinen Spickzettel für die Chefvisite, wenn das Gehirn nicht mitspielt.
Sowas muss man neuen Kollegen aber eben auch beibringen. Genauso wie eine "To do"-Liste, die im Stationszimmer liegt und von der jeder das wegstreicht, was er abgearbeitet hat. Vermeidet Übersichtsprobleme und verhindert Doppelarbeit.
Neue Kollegen können nicht alles können und je nach PJ-Stelle ist das Wasser als Assistent verdammt kalt. Also trotz Stress versuchen, wenigstens ein bißchen Organisation zu vermitteln und dem unwissenden Kollegen helfen.

Ich weiss, dass man im größten Stress verdammt genervt sein kann, wenn eine vermeintliche Hilfe eher noch mehr Arbeit macht, aber was hilfts?

Die Niere
25.01.2008, 18:14
Ich finde Fire hat einen schönen Punkt angesprochen. Man kann es neuen Kollegen schwer oder eben auch ein wenig leichter machen. Und je nachdem, wie man von den neuen Kollegen aufgenommen wird verhält man sich, fühlt sich wohl in seiner Haut, ist motiviert, lernt schneller und traut sich auch mehr.

Wenn ich dann im Kontrast dazu lese, was Alley mit ihrer neuen Kollegin macht, muss ich sagen, dass ich es als Anfänger auch schwer gehabt hätte.

Man mag mich manchmal als A***loch bezeichnen, aber ein Kameradenschwein war ich nie und bisher hat sich noch nie jemals beschwert, wenn ich ihn eingearbeitet habe...ganz unabhängig davon, ob die Leute kompetent waren, nur eine Rotation auf die Chirurgie machen wollten oder einfach noch sehr viel lernen mussten.

gruesse, die niere

alley_cat75
25.01.2008, 18:22
Wenn ich dann im Kontrast dazu lese, was Alley mit ihrer neuen Kollegin macht, muss ich sagen, dass ich es als Anfänger auch schwer gehabt hätte.

So, was genau mache ich denn, was auch Dir das Leben schwer gemacht hätte? Ich bin seit 4 Wochen wirklich nur am Erklären, habe ihr meinen Palm geliehen (um Medikamente + Symptome schneller nachlesen zu können), ihr 6 Patienten zugewiesen (um die anderen 24 kümmere ich mich) - die sie mit meiner Hilfe betreut. Eigentlich geht sie nur alleine auf`s Klo, trotzdem läuft ganz viel falsch. Mag sein, dass ich mich nicht mehr 100% an meinen ersten Monat erinnere, aber ich habe hier sonst PJler und Famulanten, die wirklich um Welten fähiger sind. Letztendlich geht es hier aber nicht um meine Art, Kollegen einzuarbeiten oder ob ich ein Kameradenschwein bin, sondern darum, wieviel man nach 6 Jahren Studium mitbringen sollte. Und das sollte definitiv mehr sein, als mir momentan geboten wird. Und das finde ich persönlich wirklich traurig.