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Ich war als Zivi an einem großen katholischen Haus - ist glaub ich sogar das größte in Deutschland - und da musste ich unterschreiben, dass ich nicht Scientology angehöre und ich hätte kein Atheist sein dürfen. Bezweifle mal stark, dass man als Scientologe an einem kirchlichen Haus in Deutschland genommen wird.
*malschnell"TomCruise"nemailschreib*
Kirchliche Krankenhäuser sind reine Wirtschaftsbetriebe, die Gewinn machen wollen. Das christliche Gedankengut wird aus scheinheiligen Gründen mit ins Spiel gebracht, spielt aber tatsächlich nicht die geringste Rolle.
Solange man kostenlos arbeitet, z.B. als PJler, ist man willkommen. Will man Geld, ist man nur noch akzeptabel, wenn man vorgetäuscht, oder aus echter Überzeugung, zu einer der gewünschten Religionen gehört.
Das ist ein derart zweizüngiges Spiel, daß ich nicht im Geringsten verstehe, wie man das gut finden oder rechtfertigen kann :-nix
Hier kommen wir also wieder zur Finanzierungsfrage. Da sich die Häuser überwiegend aus Geldern finanziert, die kirchenzugehörigkeitsunabhängig eingetrieben werden (Krankenkassenbeiträge, Landeszuschüsse), ist es in keinster Weise einzusehen, daß die Spielregeln der Mitarbeitereinstellung zu 100% von pseudoreligiösen Argumenten bestimmt werden.
Ist das jetzt reine Behauptung oder kannst Du das irgendwie belegen?
Abgesehen davon ist die Tarifgeschichte auch bloß ein Schweinezyklus: vor Einführung des TV-Ä durch den MB haben die kirchlichen Häuser besser gezahlt als die kommunalen Häuser ;-)
John Silver
05.06.2008, 21:00
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Wie kommt es nur, dass ich genau diese Entwicklung irgendwie vorausgeahnt habe? :-sleppy
Johnny ist auf Godwin's law reingefallen :-))
The thread went nazi and died.
beckspistol
05.06.2008, 21:50
danke evil - hab die ganze zeit überlegt was der "fachterminus" war :-D
köstlich!
Lifendhil
05.06.2008, 23:46
Ich kritisiere nicht "die Kirche", schon gar nicht, weil es "en vogue" sei. Diese Vereine gehen mir persönlich am Allerwertesten vorbei, und sind es in meinen Augen nicht wert, groß darüber zu lamentieren. Ich bin der Meinung, daß die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft persönliche Sache jedes Menschen ist, und keine Diskussionsgrundlage bietet. Wer Mitglied einer Kirche sein will, soll es sein, wer es nicht will, soll es eben nicht. Mehr gibt es da nicht zu reden. Aber aus genau diesem Grund werde ich auch weiterhin jeden kirchlichen Träger als einen Verein verlogener Heuchler bezeichnen, der sich das Recht erschlichen hat, zu diskriminieren, wo andere es nicht mehr dürfen. Manche sind vor dem Gesetz halt gleicher als der Rest.
Die Diskussion hier ist langweilig, wie auch das "dann bewirb Dich halt dort nicht"-Geschwafel. Ich warte nur noch darauf, daß jemand kommt und sagt, niemand habe ja auch jüdische Ärzte gezwungen, sich an einem Krankenhaus zu bewerben, welches nur "arische" Bewerber akzeptierte. Dann wird es so typisch deutsch, daß man lieber gleich kotzt und schlafen geht.
Auch wenn es wohl "uncool" ist: 100% deiner Meinung!
Was Du nicht verändern kannst, kannst Du nur begrüssen.
Es ist immer die Gleiche und es regen sich immer die gleichen Leute mit den gleichen Ideen darüber auf.
Wo ist das Problem? Wenn die Einstellungsvorraussetzungen vorher schon klar sind, braucht man sich im Zweifelsfall da nicht zu bewerben.
Es wurde glaube ich oben schon angesprochen: Wenn ich so argumentiere, dann kann ich zB. auch sagen, warum soll man sich - anderes Thema - über die Arbeitsbedingungen in Deutschland aufregen, man muss ja nicht hier arbeiten. Oder da Godwin's law sowieso schon erfüllt ist: Man muss sich als Ausländer auch keine Wohnung in ostdeutschen Vorstädten nehmen, selber schuld also, wenn man dort unangenehme Begegnungen hat. Angebot und Nachfrage, ganz simpel.
Leelaacoo
06.06.2008, 09:45
Genau aus diesem Grund bin ich in vollem Bewußtsein der möglichen Nachteile aus der Kirche ausgetreten (in der ich übrigens nur war, weil meine Oma unbedingt wollte, daß ich konfirmiert werde, so wie die meisten andren, die sich nie bewußt entschieden haben). Mein Galube ist deshalb nicht weniger wert, ich bin auch kein Atheist, ich bin nur ein Gegener organisierter Religionen, die den Glauben und das Denken in Schubladen stecken und die alleinige Wahrheit für sich reklamieren. Der evangelische Pfarrer, den ich im Übrigen seit ca. 10 Jahren nicht mehr gesehen habe (und der NICHT anrief, als mein Vater starb und ich noch in der Kirche war) versuchte es mit mildem Telefon- und Briefterror mit Androhung der Konsequenzen, die ich mit meiner schändlichen Tat begehe...das war der Punkt für mich, NIEMALS auch nur einen Fuß in christliche KHs zu setzen...die Heuchelei ist einfach unerträglich und ich lasse mich in einem freien Staat nicht fragen, ob ich an den richtigen oder falschen Gott glaube. Wenn ihr sagt, daß man es sich schließlich aussuchen kann, wo man sich bewirbt, ist das zum Teil richtig, ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß das Aussuchen der Bewerber nach Religion und nicht nach Befähigung in Deutschland einfach nichts verloren hat. Entweder, oder. Klar gibt es weniger tolerante Länder, aber das darf nicht das Maß sein. Eine Schwester wurde in einem Vorstellungsgepräch in einem katholischen Haus mal gefragt, ob sie Sex mit ihrem Freund hat, mit dem sie zusammenlebt, denn das wäre schon sehr sehr böse...wo sind wir denn?
Der arme Christus wäre dann wohl selbst nicht in einem christlichen Haus eingestellt worde...komisch irgendwie... :-))
LG Lee
Witzig, was für ein Krieg hier losbricht...
Aber Relaxo hat zumindest in einer Hinsicht Recht: derzeit arbeite als ich Atheist tatsächlich in einem kirchlichen Haus, wenn auch nur auf 400€ Basis als Hakenhalter. Dabei hat mich nie jemand nach Religion gefragt. Ich bin ja mal sooo gespannt, was passiert, wenn ich mich nicht bei genau diesem, aber einem anderen kirchlichen Haus desselben Verbandes (RKK - Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser) als Assi bewerbe. :-party
Ach ja, Religion oder Glaube hat in den ganzen 8 Monaten, die ich nun schon da arbeite, nie eine Rolle gespielt im Arbeitsalltag (jedenfalls im OP - auf Station arbeiten ja viele Nonnen). In einem der 4 OPs hing mal ein Kruzifix, aber das hängt auch schon seit einigen Monaten nicht mehr da :-nix
Rene_Weller
06.06.2008, 17:49
Auch ich kann nicht länger schweigen, nein, denn es ist einfach ungeheuerlich, dass ein kirchlich geführtes Krankenhaus auch nur daran denkt, christliche Bewerber zu bevorzugen. Bei solchen menschenverachtenden Unverschämtheiten kann ich gar nicht (pardon für die Wortwahl, aber es bricht einfach aus mir heraus) soviel fressen wie ich kotzen möchte. Aber das ist gar nichts gegen das, was mir letztens passiert ist. Da wollte doch diese junge Frau nicht mit mir schlafen, weil ihr mein Gesicht nicht gefallen hat. Hallo? Was kann ich denn für mein angeborenes Aussehen? Aber diese Kopfvermessermentalität ist nur zu typisch deutsch. Nicht besser sind diejenigen, die dann sagen: "Geh doch zu einer anderen Frau, der vielleicht dein Gesicht gefällt." Wie bitte? Ihr hättet den jüdischen Ärzten damals wohl auch geraten, sich einfach nicht an den Nazikrankenhäusern zu bewerben, sondern es woanders zu versuchen. Ist denn der Ungeist immer noch so tief verwurzelt? Ich bin empört und kann nur noch schlafen gehen. :-kotz :-dagegen
Skalpella
06.06.2008, 17:56
Auch ich kann nicht länger schweigen, nein, denn es ist einfach ungeheuerlich, dass ein kirchlich geführtes Krankenhaus auch nur daran denkt, christliche Bewerber zu bevorzugen. Bei solchen menschenverachtenden Unverschämtheiten kann ich gar nicht (pardon für die Wortwahl, aber es bricht einfach aus mir heraus) soviel fressen wie ich kotzen möchte. Aber das ist gar nichts gegen das, was mir letztens passiert ist. Da wollte doch diese junge Frau nicht mit mir schlafen, weil ihr mein Gesicht nicht gefallen hat. Hallo? Was kann ich denn für mein angeborenes Aussehen? Aber diese Kopfvermessermentalität ist nur zu typisch deutsch. Nicht besser sind diejenigen, die dann sagen: "Geh doch zu einer anderen Frau, der vielleicht dein Gesicht gefällt." Wie bitte? Ihr hättet den jüdischen Ärzten damals wohl auch geraten, sich einfach nicht an den Nazikrankenhäusern zu bewerben, sondern es woanders zu versuchen. Ist denn der Ungeist immer noch so tief verwurzelt? Ich bin empört und kann nur noch schlafen gehen. :-kotz :-dagegen
:-)) :-top *schlapplach*
:-wow
Es ist schon klar, dass Firmen von ihren Mitarbeitern fordern können, was sie wollen (von Einschränkungen wie Frauen- und Behindertenquote abgesehen). Aber vielleicht darf man ja trotzdem äußern, was einen daran stört und weswegen man da vielleicht nicht arbeiten wollen würde oder auch warum man das vielleicht gut findet, was ja auch gut sein kann. Mich stört z.B. die Scheinheiligkeit dieser Betriebe, wo es ja soo "christlich" zugeht. Aber nun genug, das war mein Senf zum Thema.
Es ist schon klar, dass Firmen von ihren Mitarbeitern fordern können, was sie wollen (von Einschränkungen wie Frauen- und Behindertenquote abgesehen). Aber vielleicht darf man ja trotzdem äußern, was einen daran stört und weswegen man da vielleicht nicht arbeiten wollen würde oder auch warum man das vielleicht gut findet, was ja auch gut sein kann. Mich stört z.B. die Scheinheiligkeit dieser Betriebe, wo es ja soo "christlich" zugeht. Aber nun genug, das war mein Senf zum Thema.
Ich finde es scheinheilig wenn hier Atheisten vorgeben zu wissen was "christlich" sei...
Ich finde es scheinheilig wenn hier Atheisten vorgeben zu wissen was "christlich" sei...
a) Nicht jeder kommt als Atheist auf die Welt und b) man muss auch keine Kondylome haben, um sich über Kondylome eine Meinung bilden zu können.
John Silver
06.06.2008, 18:42
Die Diskussion hier ist langweilig, wie auch das "dann bewirb Dich halt dort nicht"-Geschwafel. Ich warte nur noch darauf, daß jemand kommt und sagt, niemand habe ja auch jüdische Ärzte gezwungen, sich an einem Krankenhaus zu bewerben, welches nur "arische" Bewerber akzeptierte. Dann wird es so typisch deutsch, daß man lieber gleich kotzt und schlafen geht.
Das habe ich geschrieben. Der Sinn dieser Passage ist in etwa wie folgt: Es fehlt nur noch, daß jemand kommt und die Nazis und Juden ins Spiel bringt, und dann wird es recht zum :-kotz . Anders ausgedrückt, für die alternativ intelligenten unter uns: Ich habe diesen ewigen Nazi-Vergleich nicht herangeführt. Es handelte sich lediglich um eine Übertreibung, eher satirischer Natur. Ich habe in meiner Naivität angenommen, daß zumindest die meisten Teilnehmer in der Lage seien, die satirische Übertreibung auch als solche zu erkennen, zumal sie nun wirklich nicht allzu kompliziert formuliert war. Offenbar habe ich mich geirrt, weshalb auch die Diskussion aus meiner Sicht den Gipfel der Langeweile erreicht hat. Um euch die Mühe zu ersparen, empfehle ich mir hiermit selbst, ein anderes Forum und ein anderes Land zu suchen, wenn es mir hier nicht gefällt. Ein Forum wird sich wohl noch die Teilnehmer mit der richtigen Einstellung aussuchen dürfen?
a) Nicht jeder kommt als Atheist auf die Welt und b) man muss auch keine Kondylome haben, um sich über Kondylome eine Meinung bilden zu können.
Ich wuerde das so sehen, dass christliches Handeln nur aus der christlichen Gemeinschaft heraus erfahrbar und erklaerbar ist. Jemand der ausserhalb dieser Gemeinschaft steht oder sich ausserhalb dieser Gemeinschaft stellt kann sich da kein Urteil ueber den Glauben anderer anmassen geschweige denn fuer sich irgendein Definitionsrecht beanspruchen.
Im uebrigen halte ich es fuer legitim, dass ein kirchliches Haus sein menschliches Leitbild auch in der Anstellungspraxis umsetzt. Und wenn jemand "nur" seine Kirchensteuer zahlt, dann leistet er dennoch einen Beitrag zu dieser Gemeinschaft.
Der Vergleich mit Deinen Kondylomen ist im uebrigen gelinde gesagt geschmacklos. Man merkt eben doch sofort aus was fuer einem Hause der eine oder andere hier kommt :-))
Auch ich kann nicht länger schweigen, nein, denn es ist einfach ungeheuerlich, dass ein kirchlich geführtes Krankenhaus auch nur daran denkt, christliche Bewerber zu bevorzugen. Bei solchen menschenverachtenden Unverschämtheiten kann ich gar nicht (pardon für die Wortwahl, aber es bricht einfach aus mir heraus) soviel fressen wie ich kotzen möchte. Aber das ist gar nichts gegen das, was mir letztens passiert ist. Da wollte doch diese junge Frau nicht mit mir schlafen, weil ihr mein Gesicht nicht gefallen hat. Hallo? Was kann ich denn für mein angeborenes Aussehen? Aber diese Kopfvermessermentalität ist nur zu typisch deutsch. Nicht besser sind diejenigen, die dann sagen: "Geh doch zu einer anderen Frau, der vielleicht dein Gesicht gefällt." Wie bitte? Ihr hättet den jüdischen Ärzten damals wohl auch geraten, sich einfach nicht an den Nazikrankenhäusern zu bewerben, sondern es woanders zu versuchen. Ist denn der Ungeist immer noch so tief verwurzelt? Ich bin empört und kann nur noch schlafen gehen. :-kotz :-dagegen
:-D :-meinung :-top
Der Praktikant
06.06.2008, 19:54
Ich wuerde das so sehen, dass christliches Handeln nur aus der christlichen Gemeinschaft heraus erfahrbar und erklaerbar ist. Jemand der ausserhalb dieser Gemeinschaft steht oder sich ausserhalb dieser Gemeinschaft stellt kann sich da kein Urteil ueber den Glauben anderer anmassen geschweige denn fuer sich irgendein Definitionsrecht beanspruchen.
Im uebrigen halte ich es fuer legitim, dass ein kirchliches Haus sein menschliches Leitbild auch in der Anstellungspraxis umsetzt. Und wenn jemand "nur" seine Kirchensteuer zahlt, dann leistet er dennoch einen Beitrag zu dieser Gemeinschaft.
Der Vergleich mit Deinen Kondylomen ist im uebrigen gelinde gesagt geschmacklos. Man merkt eben doch sofort aus was fuer einem Hause der eine oder andere hier kommt :-))
Ja, da geb ich Dir vollkommen Recht, denn viele Teile, die im christlichen Handeln eingeschlossen sind wie: Barmherzigkeit, Sanftmut,
Friedfertigkeit, Verzicht auf Vergeltung um mal paar Dinge aus der Bergpredigt zu nennen, sind halt Eigenschaften, die dem (christlichen) Glauben vorbehalten sind, deshalb würde ich an Stelle eines Gläubigen auch nicht von nem Atheist behandelt werden wollen, der ohne Taufschein an solche Werte per se nicht glauben kann und sich auch kein Urteil darüber erlauben sollte. :-sleppy
Ja, da geb ich Dir vollkommen Recht, denn viele Teile, die im christlichen Handeln eingeschlossen sind wie: Barmherzigkeit, Sanftmut,
Friedfertigkeit, Verzicht auf Vergeltung um mal paar Dinge aus der Bergpredigt zu nennen, sind halt Eigenschaften, die dem (christlichen) Glauben vorbehalten sind, deshalb würde ich an Stelle eines Gläubigen auch nicht von nem Atheist behandelt werden wollen, der ohne Taufschein an solche Werte per se nicht glauben kann und sich auch kein Urteil darüber erlauben sollte. :-sleppy
Danke! :-meinung
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