PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ohne Konfession



Seiten : 1 2 3 4 5 6 [7] 8 9 10

jemand
10.06.2008, 18:19
Ein kirchliches Haus, das weltliche Aufgaben übernimmt ist aus meiner Sicht weltlich, auch wenn es sich auf einen Gott beruft.

Gut, das ist Deine Einzelmeinung.

Die Nonne xyz die im St. Hiernoymus KH in Oberpfaffenhofen arbeitet wird das aber u.U. anders sehen. ;-)

Kackbratze
10.06.2008, 19:02
Dir kann man einfach nicht mehr helfen.
Ich bereue es bereits wieder, hier etwas geschrieben zu haben, weil einige hier einfach nicht mit Argumenten diskutieren können.
Dreh ruhig anderen die Worte im Mund um.
Bei Leuten wie dir, brauchen wir leider weiterhin solche staatlichen Regelungen (auch wenn das sehr sehr schade ist), da sich ansonsten überhaupt nichts bewegt. Wäre sonst ja auch zu einfach.

Aso, wenn man kein passendes Gegenargument hat, diskreditiert man einfach den gegenüber und damit ist dann gut.
Auch eine Methode.

Und das Du für Dich herausnimmst hier die Allgemeinheit zu vertreten finde ich auch äußerst fragwürdig...
Vielleicht noch ein kleines "Umerziehungslager" für Leute "wie mich"?
So auf staatlicher Basis vielleicht?

jemand
10.06.2008, 19:14
Aso, wenn man kein passendes Gegenargument hat, diskreditiert man einfach den gegenüber und damit ist dann gut.
Auch eine Methode.

Und das Du für Dich herausnimmst hier die Allgemeinheit zu vertreten finde ich auch äußerst fragwürdig...
Vielleicht noch ein kleines "Umerziehungslager" für Leute "wie mich"?
So auf staatlicher Basis vielleicht?

Du wirst hiermit dazu verurteilt 12 Wochen lang in einem lokalen feministischen Arbeitskreis Deiner Wahl öffentlich Deinen Penis zu verleugnen! :-party :-D

Evil
10.06.2008, 19:24
Oh Mann, was für ein Gesülze hier :-peng

Kackbratze
10.06.2008, 19:29
Krawall und Remmidemmi :-party :-music

vlsime
10.06.2008, 20:17
Die Nonne xyz die im St. Hiernoymus KH in Oberpfaffenhofen arbeitet wird das aber u.U. anders sehen. ;-)

Ich würde hier gerne einen Punkt zu bedenken geben, der bisher noch nicht aufgetaucht ist: auch das Krankenhaus St. Hieronymus in Oberpfaffenhofen wird nicht von der Katholischen Kirche finanziert, sondern - wie alle anderen Häuser im Krankenhausplan des jeweiligen Bundeslandes - vom Staat (Investitionskosten) sowie von den Krankenkassen / Kostenträgern (laufende Kosten), also aus Steuergeldern und Krankenkassenbeiträgen ALLER Bürger!

Wenn eine Glaubensgemeinschaft, welche auch immer es sein möge, allein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge eine Einrichtung betreibt, soll sie ja meinetwegen einstellen, wen sie will. Aber es klingt irgendwie seltsam, daß man sich einerseits von der Gemeinschaft aller Bürger finanzieren lassen kann, aber dann trotzdem so tun kann, als wäre man ein "kirchlicher" Betrieb.

Grüße!

John Silver
10.06.2008, 20:46
-----

Hellequin
10.06.2008, 20:46
Frauen und Behinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt....
und dann soll der Glauben das Hauptkriterium bei Diskriminierung und Intoleranz sein?
Wie Intolerant ist dann der obige Satz, der in fast jeder Stellenanzeige in abgewandelter Form zu finden ist?
Hier vergleichst du aber Äpfel und Birnen.
Im ersten genannten Beispiel wirst du trotzdem eingestellt, wenn du eine höhere Qualifikation als der/die Behinderte oder Doppel-X-Chromosomträgerin hast. Sprich Behinderung/weiblich ist ein Zweitkriterium. Wenn du dich als Atheist in einem konfessionellen Haus bewirbst, kann deine Qualifikation Welten über der eines Konfessionellen liegen, du wirst trotzdem nicht eingestellt, weil die Religion Primärkriterium ist.

Evil
10.06.2008, 21:24
Insbesondere Kackbratze: Gä-hä-hääähn! Hab Dich irgendwie für intelligenter gehalten. Sorry, mein Fehler.

Ich bleibe dabei: die Einstellungspolitik der kirchlichen Häuser ist ein typisch obsoletes Überbleibsel aus Zeiten, in denen eine unverheiratete Frau Röcke nicht über Knöchelhöhe tragen durfte. Wenn man nicht organisiert ist, ist man nichts - das ist noch typisch deutscher und noch brechreizerzeugender, als die allgegenwärtigen Nazivergleiche. Der Spruch, ein Arbeitgeber könne nun mal Einstellungskriterien nach Gusto auswählen, ist falsch. Ein Arbeitgeber kann eben nicht einfach so irgendeine Eigenschaft eines Bewerbers zum Auswahlkriterium machen; da gibt es klare Regeln, die besagen, was erlaubt ist, und was nicht. Es gibt gute Gründe, weshalb bei jedem anderen, außer dem "kirchlichen", Arbeitgeber auch nur die Andeutung, das Privatleben des Bewerbers, dessen Glaubenszugehörigkeit, Familienplanung oder sonstige private Sachen sei in irgendeiner Weise relevant, zu saftigen Strafen führt. Die meisten Menschen sind nämlich kleine Mitläufer, auch wenn sie sich für Gottchen wie gebildet und emanzipiert halten. Sieht man auch hier an einigen Exemplaren sehr deutlich. Und es ist völlig unwichtig, welche Kacke irgendein "Anführer" sich ausdenkt - die Kacke muß nur mit der richtigen Sauce serviert werden, und schon finden sich genug Leute, die die Kacke gutheißen, und jedem Kritiker empfehlen, "doch nach drüben zu gehen". Menschen sind in ihrer Masse Popolöcher, und Gesetze gegen Diskriminierung werden im Bestreben erschaffen, dem Popolochhaften in diesen Popolöchern möglichst weitgehend Einhalt zu gebieten. Gäbe es dieses Umdenken nicht, würden die meisten Frauen nach wie vor für KKK zuständig sein etc. Weil's halt immer so war. Und wem das nicht gefällt, der soll doch nach drüben gehen.
Indiana John Silver auf dem Letzten Kreuzzug... möge die Macht mit Dir sein :-winky

John Silver
10.06.2008, 21:39
Indiana John Silver auf dem Letzten Kreuzzug... möge die Macht mit Dir sein :-winky

Muß man da auch so Beiträge für zahlen?

Kackbratze
11.06.2008, 10:41
Insbesondere Kackbratze: Gä-hä-hääähn! Hab Dich irgendwie für intelligenter gehalten. Sorry, mein Fehler.
[...]


Nachdem ich also erst gegen die Mehrheit antreten musste, wird mir nun die Intelligenz abgesprochen.
Sehr originell, einfach in der Argumentation und man muss sich dann auch nicht weiter mit der Realität befassen.
Ich wurde in eine Schublade gesteckt und damit offiziell diskriminiert....
Als Advocatus diaboli hat man es nicht leicht...
(im übrigen vergebe ich Dir deinen Fehler, als Angehöriger einer Weltreligion darf ich das ohne Probleme...)

Warum nicht einfach selber Chef werden und danach selber die Bewerber frei und ungebunden einstellen und damit einen Unterschied machen?
Oder ist das "Chefwerdenwollen" dochnicht das große Ziel derer, die die mangelnde Gleichberechtigung in Deutschland anprangern?
Wenn man einen Unterschied machen will, ist der gerade in solchen Dingen eher selten von den "niederen Positionen" aus durchführbar.

jemand
11.06.2008, 12:25
Ich würde hier gerne einen Punkt zu bedenken geben, der bisher noch nicht aufgetaucht ist: auch das Krankenhaus St. Hieronymus in Oberpfaffenhofen wird nicht von der Katholischen Kirche finanziert, sondern - wie alle anderen Häuser im Krankenhausplan des jeweiligen Bundeslandes - vom Staat (Investitionskosten) sowie von den Krankenkassen / Kostenträgern (laufende Kosten), also aus Steuergeldern und Krankenkassenbeiträgen ALLER Bürger!

Wenn eine Glaubensgemeinschaft, welche auch immer es sein möge, allein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge eine Einrichtung betreibt, soll sie ja meinetwegen einstellen, wen sie will. Aber es klingt irgendwie seltsam, daß man sich einerseits von der Gemeinschaft aller Bürger finanzieren lassen kann, aber dann trotzdem so tun kann, als wäre man ein "kirchlicher" Betrieb.

Grüße!

Kirchliche Krankenhäuser erbringen eine Leistung die eben von denjenigen, die diese Leistung in Anspruch nehmen finanziert wird. Das schliesst die Behandlung des einzelnen Patienten mit ein, aber auch Katastrophenpläne einer Gemeinde o.ä.. Damit profitieren also auch ALLE Bürger von diesen KH. Ebensogut könnten die Gemeinden allerdings auch nicht-kirchliche KH errichten und unterhalten. Das tun sie aber nicht.:-))
Dass ein kirchlicher Betrieb sich seine Finanzierung selbst erwirtschaftet steht nicht im Widerspruch dazu, dass dieser Betrieb durch seine Trägerschaft dem Leitbild einer anerkannten kirchlichen Gemeinschaft unterliegt. Es gibt auch Bauernhöfe, handwerkliche Betriebe etc. die als kirchliche Betriebe bewirtschaftet werden.
Es ist im Gegenteil so, dass eine Bezuschussung kirchlicher KH aus Kirchensteuermitteln zu einem Ungleichgewicht zwischen kirchlichen und nicht-kirchlichen KHs führen würde.

Die Grundrechte einer anerkannten kirchlichen Gemeinschaft bleiben von wirtschaftlichen Erwägungen sowieso völlig unbenommen.

John Silver
11.06.2008, 18:05
-----

John Silver
11.06.2008, 18:21
-----

Kackbratze
11.06.2008, 21:47
Und Mitläufer wie Du werden garantiert nichts ändern wollen, weil's ja auch so gut ist, nicht wahr? Solange der eigene Arsch gemütlich sitzt, stößt Veränderungswille auf taube Ohren.

Wie kommst Du darauf das ich ein Mitläufer bin? Weil ich in so einem KH arbeite?
Oder wie kommst Du auf den Gedanken, dass ich keine Veränderungen möchte?

Was wäre denn in deinem MiniRevoluzzer-Universum der passende Schritt?
Den Pastor erschießen und danach die Kündigung formal einreichen? Oder einfach nur alle anderen Mitarbeiter anspucken, weil sie auch keinen Willen zu einer besseren Welt zeigen, sondern sich in dem bestehenden System als Alibi-Gläubige nur einen Arbeitsplatz erschlichen haben, der eigentlich einem Atheisten gehört?

Christoph_A
12.06.2008, 09:51
@ Bratze: Ohja, oder vielleicht ein Krankenhaus nur für Atheisten, wo man zuallererst allen Göttern feierlich auf ein Nietzsche Werk abschwören muß und in dem dann alles gaaaaanz toll und human zugehen wird, da die ausbeuterischen Religionen nicht mehr beteiligt sind. Das wär genau das Richtige für unseren Che Guevara Silver. Weiter so Junge, hasta las estrellas y la victoria siempre!

Gichin_Funakoshi
12.06.2008, 10:29
@ Christopher

Ich verstehe nicht, wieso du in Schubladen denkst. Das ist doch genau das, was ich zumindest NICHT will. Ein atheistisches Krankenhaus... So ein quatsch. Es geht doch eben darum, dass diese Dinge KEINE Rolle spielen. Krankenhäuser sollen eben nicht zwischen Christen und Atheisten unterscheiden.
Ich würde die historischen Wurzeln dieser Denkweise übrigens nicht bei Ché suchen. Schau am besten nochmal unter Aufklärung nach ;-)

Kackbratze
12.06.2008, 11:43
Solche Dinge spielen aber nunmal eine Rolle.
Man kann versuchen dagegen anzugehen oder sie ignorieren, aber im Endeffekt muss man sie auch als Teil einer Demokratie akzeptieren müssen.

Provokant gefragt: Jüdische und arabische KHs die nach den gleichen Regeln arbeiten und einstellen...was ist mit denen? Werden die dann unter dem Mantel der Gutmenschentums aus der Diskussion ausgeklammert oder sind die genauso schlecht und faschistoid?

wanci
12.06.2008, 12:15
Provokant gefragt: Jüdische und arabische KHs die nach den gleichen Regeln arbeiten und einstellen...was ist mit denen? Werden die dann unter dem Mantel der Gutmenschentums aus der Diskussion ausgeklammert oder sind die genauso schlecht und faschistoid?

Was ist denn daran provokant? Selbstverständlich gilt das für die genauso. Aber irgendwie rennt man hier eh nur gegen konservative Mauern, die unerschütterlich die Ungerechtigkeit als gottgegeben akzeptieren. Mal etwas überspitzt ausgedrückt
:-))

Christoph_A
12.06.2008, 13:46
Lieber Gichin, nett,daß Du mich so gut kennst, daß Du weißt, daß ich in Schubladen denke, in Ungarn scheint die Menschenkenntnis höher zu sein als hier ;-)
Komisch nur, daß Du dann Ironie nicht zu erkennen vermagst, aber danke für die Geschichtsstunde, hatte ich sicher nötig. Der Che war auf unseren Chefrevolutionär gemünzt, nicht darauf, daß es revolutionär wäre Christen und Atheisten im selben Haus zu haben-das kannste überall haben, nur halt nicht in konfessionellen Häusern, da diese unter der Trägerschaft einer Religionsgemeinschaft stehen-und da gibts nun mal Regeln, wenn man mitspielen will. Laß mich mal ein Beispiel machen, das verständlicher ist: Wenn ich beim FC Bayern spielen will, muß ich auch ein rotes Trikot anziehen, obwohl mir gelb vielleicht besser steht, das ist schon hart, diskriminierend der Farbe gelb gegenüber und gemein, ne? Klag doch mal gegen die Vereinsfarben von Bayern München, vielleicht werden die dann ja geändert.
Wie schon tausendmal gesagt-es gibt so viele Häuser in D mit so wenigen Ärzten-wems nicht passt, der kann gerne woanders hingehen, kein Haus zwingt Dich, für es zu arbeiten.
Was die PJ Studenten angeht, so sind diese ja nur an die Kliniken von den Unis abgestellt, fallen also nicht unter die Hauspolitik und -einstellungsregeln, deshalb hinkt der oft geäußerte Protest an der Aufbietung atheistischer PJs in kirchlichen Häusern etwas.