Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leidenschaftliche Mediziner
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Hoppla-Daisy
15.01.2009, 17:56
Du machst dich ein wenig lächerlich, aber sei's drum...
Daisy, die sich gerade fragt, ob Khiri wohl bei allem so leidenschaftlich ist :-))
Sebastian1
15.01.2009, 18:07
Ich frag mich, wie der ganze Mist in die Tastatur passt, der hier so vom Stapel gelassen wird ;-)
Shakespeareslady
15.01.2009, 18:11
dann lassen wir es doch endlich alle mal sein...
jule, die keine lust mehr hat, hier weiter zu lesen
Ich kenne eine Reihe sehr guter Aerzte, die in der Schule keine naturwissenschaftlichen Leuchten waren und sich sicher nicht als Freaks auf diesem Gebiet bezeichnen wuerden. Wichtig fuer einen guten Arzt ist konzentriertes Arbeiten, Sammeln relevanter Infos, kritisches Beurteilen von Studien/Literatur und das Interesse und der Fleiss, sich staendig fortzubilden. Gute Kommunikationsfaehigkeiten sind ebenfalls essentiell und koennen durchaus systematisch erlernt und ausgebaut werden. Man muss auch in der Lage sein, seinen Denkprozess begruenden zu koennen ("Wieso dieses Antibiotikum? Warum ein Herzecho bei diesem Patienten, aber nicht bei dem? Wieso antibiotische Abschirmung bei diesem Saeugling und nicht beim anderen? etc)
Fuer diese Kompetenzen muss man nicht unbedingt ein guter Naturwissenschaftler sein, aber selbstkritsich und ganz sicher kein Duennbrettbohrer - wenn Faecher wie Deutsch und Geschichte anstaendig und anspruchsvoll unterrichtet wuerden (was leider oft nicht der Fall ist) koennten auch sie schnell zu "Einserbremsen" werden.
Ehemaliger User 05022011
15.01.2009, 18:27
dann lassen wir es doch endlich alle mal sein...
:-dafür
jule, die keine lust mehr hat, hier weiter zu lesen
geht mir auch so, deswegen schau ich hier jetzt auch nicht mehr rein
little_lunatic
15.01.2009, 19:51
*leidenschaftlichindenthreadROAR*
John Silver
15.01.2009, 19:59
Ich kenne eine Reihe sehr guter Aerzte, die in der Schule keine naturwissenschaftlichen Leuchten waren und sich sicher nicht als Freaks auf diesem Gebiet bezeichnen wuerden. Wichtig fuer einen guten Arzt ist konzentriertes Arbeiten, Sammeln relevanter Infos, kritisches Beurteilen von Studien/Literatur und das Interesse und der Fleiss, sich staendig fortzubilden. Gute Kommunikationsfaehigkeiten sind ebenfalls essentiell und koennen durchaus systematisch erlernt und ausgebaut werden. Man muss auch in der Lage sein, seinen Denkprozess begruenden zu koennen ("Wieso dieses Antibiotikum? Warum ein Herzecho bei diesem Patienten, aber nicht bei dem? Wieso antibiotische Abschirmung bei diesem Saeugling und nicht beim anderen? etc)
Fuer diese Kompetenzen muss man nicht unbedingt ein guter Naturwissenschaftler sein, aber selbstkritsich und ganz sicher kein Duennbrettbohrer - wenn Faecher wie Deutsch und Geschichte anstaendig und anspruchsvoll unterrichtet wuerden (was leider oft nicht der Fall ist) koennten auch sie schnell zu "Einserbremsen" werden.
Da muß ich widersprechen. Insbesondere die Physik ist ein reines Verständnis-Fach. Kein fleißiger Auswendiglerner wird jemals gute Noten in Physik haben, weil einem gelerntes Wissen nichts nützt - Verständnis aber umso mehr. Leute, die nie gute Noten in Physik hatten, und während des Studiums beim Wort "Physik" zischten und spuckten wie der Teufel beim Weihwasser, sind meistens auch die, die die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin nicht verstehen. Sie werden keine guten Ärzte sein. Sie werden vielleicht eine gar nicht so schlechte Trefferquote in der Diagnostik haben - aber sie werden niemals die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin verstehen, und deswegen wird Medizin für diese Kollegen immer mehr Schamanentum als Wissenschaft sein, und es gibt leider sehr viele solche.
Sebastian1
15.01.2009, 20:29
Falsch.
Ich bin zum Beispiel nicht der geborene Mathematiker, ergo fällt mir auch die Physik auf Formelbasis häufig schwer, auch wenn ich die Materie als solches grundsätzlich nachvollziehen kann. Zeigte sich dementsprechend auch bei anderen naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern wie der Chemie oder Biochemie, das ging im Studium sehr gut.
So sehr manch einer es sich wünschen mag, es gibt keinen singulären Prädiktor für den Faktor "wird ein guter Arzt". Menschlichkeit, Abi, Leidenschaft oder sonstwas sind es sicher nicht. Die Abinote korreliert nach wie vor signifikant mit den Examensnoten, aber damit hat es sich auch schon. Ein gutes Examen ergibt nicht zwangsläufig einen guten Arzt et vice versa. Leidenschaft, Engagement oder wie auch immer man es nennen will, ebenso nicht.
Talent, Wissen und viiiiiiel Erfahrung schon eher, wenn ich mir einige Kollegen ansehe, die den Job ein paar Jahrzehnte länger machen als die meisten Nutzer dieses Forums.
John Silver
15.01.2009, 20:46
Falsch :-))
Erstens hat Mathe mit Physik nicht soo viel zu tun wie Leute meinen, die nichts davon verstehen. Mathematik ist rein abstrakt; Physik basiert vielmehr auf Analytik. Ein guter Mathematiker ist nicht gut zum Arztsein gerüstet, denn abstraktes Denken hilft einem in der Medizin herzlich wenig. Analytisches Denken dagegen schon.
Was für meinen Geschmack viel zu häufig verwechselt wird, ist Verständnis und schulische Leistungen. Ich habe oft und viel Nachhilfe in Mathe, Physik und Chemie gegeben. Auch vielen meiner Kommilitonen habe ich in den ersten Semestern Nachhilfe gegeben. Es soll mir keiner erzählen, daß jemand, der das Talent hat, um ein guter Arzt zu sein, dabei auch eine absolute Null in Physik sein kann. Das Talent zum Arztsein ist nichts anderes als eine ausreichende soziale Kompetenz, gepaart mit gutem analytischem Denkvermögen. Alle, die Medizin studieren und die Physik nicht verstehen, unterteilen sich in zwei Gruppen: die einen verstehen's nicht, weil niemand ihnen die Sachverhalte mal verständlich erklärt, und andere verstehen's nicht, weil's ihnen an analytischem Denkvermögen mangelt. Die erste Gruppe ist zum Glück wesentlich größer, und diese Leute haben alle Chancen, gute Ärzte zu werden - wenn ihnen jemand alles gut erklärt, verstehen sie auch alles. Die zweite Gruppe hingegen - nun ja, dumm sind diese Leute gewiß nicht, aber gute Ärzte werden sie niemals, da helfen noch so viel soziale Kompetenz, Erfahrung und Wissen nichts.
...aber sie werden niemals die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin verstehen, und deswegen wird Medizin für diese Kollegen immer mehr Schamanentum als Wissenschaft sein..
Ich bin zum Beispiel nicht der geborene Mathematiker, ergo fällt mir auch die Physik auf Formelbasis häufig schwer, auch wenn ich die Materie als solches grundsätzlich nachvollziehen kann. Zeigte sich dementsprechend auch bei anderen naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern wie der Chemie oder Biochemie, das ging im Studium sehr gut.
Ein guter Mathematiker ist nicht gut zum Arztsein gerüstet, denn abstraktes Denken hilft einem in der Medizin herzlich wenig. Analytisches Denken dagegen schon.Genau! Es geht um analytisches Denken. Das ist Grundlage aller Naturwissenschaften,
aber in Physik und physikalischer Chemie kommt eben noch mehr mathematischer Formalismus dazu, und das macht diese Gebiete noch etwas schwieriger.
Wer aber mit der naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweise grundsätzlich auf Kriegsfuß steht, könnte auch Probleme mit der naturwissenschaftlicher Seite der Medizin haben und anfälliger für schamanistischen Humbug wie Homöopathie und Co. sein.
Talent, Wissen und viiiiiiel Erfahrung....Damit hast Du sicher auch Recht. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass eines - und zwar ein wichtiges - dieser Talente eine Begabung für analytisches Denken/naturwissenschaftliches Denken ist.
Sebastian, sag mal, bin ich blind? Da hat doch gerade noch ein Beitrag von Dir von 22:33 Uhr gestanden.:-nix
Sebastian1
16.01.2009, 06:03
Hatte, für etwa 20 Sekunden. Ich hab mich dann geärgert, dass ich in diesem Thread wieder angefangen habe zu diskutieren (weil es zu nix führt) und ihn daher selbst direkt wieder entfernt.
Ich weiß gar nicht, was Ihr alle gegen diesen Thread habt, der Unterhaltungsfaktor ist doch größer als bei jeder Arztserie im Fernsehen :-))
konsequenterweise hab ich ihn auch mal in die Speakers Corner verschoben
dabei erinnere ich mich an die schönen erklärungen zu konsequenz von heinz becker: "etwas ist konsequent, konsequenzen ziehen, jemand ist konsequent, also mehr beispiele..." :-)
Leidenschaft? Das Einzige, das Leiden schafft...
little_lunatic
17.01.2009, 20:04
ich werf mal konfuzius in den raum... bzw ein zitat von ihm - er selbst währe wohl heute etwas staubig...:
Suche Dir einen Beruf, den Du liebst - und Du brauchst niemals in Deinem Leben zu arbeiten!
stud_tir
17.01.2009, 20:57
Allerdings hat das Zitat wenig (bis gar nichts) mit Leidenschaft zu tun :-)
Ehemaliger User 05022011
17.01.2009, 21:38
Allerdings hat das Zitat wenig (bis gar nichts) mit Leidenschaft zu tun :-)
aber es ist doch sehr schön und vor allem auch mal konstruktiv und das tut doch diesem Thread hier mal gut - also ein großes Dankeschön an little lunatic ! mit so einem schönen Zitat können wir doch wieder mit Elan ans Studium (bzw. die, die schon fertig sind an die Arbeit ) gehen und können uns freuen, dass wir uns für die Medizin entschieden haben
Linda.1001
17.01.2009, 21:41
wenn s danach geht, arbeite ich die ganze Zeit
Ehemaliger User 05022011
17.01.2009, 21:45
wenn s danach geht, arbeite ich die ganze Zeit
naja aber das bleibt doch nichts so, die größte strecke des weges hast du doch schon hinter dich gebracht
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