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Skalpella
07.01.2009, 13:44
Na gut, Unterstellungen auf beiden Seiten. Dann noch ein leidiges Definitionsproblem :-nix
Ich bin raus.

alley_cat75
07.01.2009, 14:09
Hier mitzulesen wird langsam gefährlich. Ich musste die letzten 10 Minuten mehrfach so laut lachen, dass mich mein OA schon fast nach Hause geschickt hätte. *zerebrale Fruchtwasserintoxikation*

Einige meiner frustrierten Jungarzt-Kollegen haben ja schon geschrieben, dass man als Arzt eine gewisse Abgeklärtheit besitzen sollte. :-meinung Und Du sprichst mir aus meinem vereisten Herzen, Muriel, dass man Bewerber mit Leidenschaft und Helfer-Syndrom besser anderen Kliniken überlassen sollte. Ich arbeite in einem Onkologie-lastigen Fach und engagiere mich seit Jahren bei Ärzte-ohne-Grenzen. Ich erledige meine Arbeit mit größtem Engagement, aber eben nicht mit Leidenschaft. Halb verhungerte, kranke Kinder und Frauen, gepeinigt von Krieg und ökonomischen Missständen lassen mir mein Herz nicht warm werden oder mich extatisch helfen. In diesen Situationen, als auch im Umgang mit präfinalen Tumorpatienten ist reiner Menschenverstand gefragt. Kein Arzt könnte zu dieser Arbeit fähig sein, wenn Leidenschaft ihn treiben würde. :-meinung

@roger rekless: ich zumindestens bin in keinster Weise frustriert - weder im Job noch privat. Würde mir meine Arbeit keine Freude bereiten, würde ich von meinem sehr gut verdienendem Ehemann einfach mehr Taschengeld einfordern, seinen Mercedes spazieren fahren und den Umsatz des Einzelhandels ankurbeln. Und Du kannst mal davon ausgehen, dass alle Assis, die hier leidenschaftlich diskutieren, ebenfalls nicht frustriert sind.

Ich finde es mehr als engstirnig, Menschen, die leidenschaftslos arbeiten, als frustriert abzustempeln. Für mich ein Zeichen dafür, dass ihr keine Ahnung vom Medizinerberuf habt und Euch mit Euren verklärten Vorstellungen später definitiv auf die Fr.... packen werdet. In unserer Klinik sind schon einige nach der Probezeit gegangen worden, weil sie das Leid und die hohen Anforderungen völlig verkannt haben. :-party

HorstHützel
07.01.2009, 14:20
Vielleicht kann ich es für mich einfach damit definieren, dass mich die Leidenschaft dazu antreibt, meine eigenen Grenzen zu erkennen, mich durch Probleme zu führen die unlösbar scheinen und mich am Ende meiner Tage darin befestigen, die Dinge die ich mit Leidenschaft gemacht habe, gut und mit ganzem Herzen vollbringen konnte.
.


Hallo,

3 kurze Fragen (bitte mit ja od. nein beantworten):

1. Liest du deinen Beitrag überhaupt nochmal durch bevor du auf "Antworten" klickst ?

2. Du bist nicht zufällig der Gleiche unter anderem Nick, der begeistert Ektoplasma verteidigt hast ?

3. Bist du Heilpraktiker ?

HH

alley_cat75
07.01.2009, 14:27
Mehabel, wo bist Du? Du warst doch eben noch online. Musst Du Dir einen neuen Abrisskalender kaufen gehen? Oder gehst Du die Eiskristalle draußen befragen, wie Du auf Horstis Fragen antwortest? :-))

Coxy-Baby
07.01.2009, 14:29
Bist du Heilpraktiker ?
HH

Mhm da ist sie wieder, die Frage mit dem höchsten Zündpotential.....
;-)

HorstHützel
07.01.2009, 14:31
Das will ich doch sehr hoffen, vielleicht schaffen's wir es doch noch bis zum Ektoplasma. ;-)

alley_cat75
07.01.2009, 14:32
Ach, Quatsch, einem leidenschaftlichen Heilpraktiker macht so eine Frage nichts aus.

Meuli
07.01.2009, 14:34
Ektoplasma

:-love :-love :-love



:-))

Ehemaliger User 05022011
07.01.2009, 15:51
Sagt mal, ist das etwa besonders konstruktiv??

ja, denn bei einer Diskussion wie dieser hier, ist es unabdingbar, dass man zunächst die Begrifflichkeit klärt, um die man letztentlich ja streitet bzw. sich vermittelt, in welchem Sinne man sie verwendet sehen will


Ihr kommt doch eh nicht auf einen gemeinsamen Nenner.

glaubst du ?
Wenn man so pessimistisch an eine Diskusion geht, dann sollte man sich nicht an ihr beteiligen (weitergehende Kommentare sollte man sich dann aber auch schenken, jedenfalls ist deiner hier nicht besonders konstruktiv -um es mal mit deinen eigenen Worten zu sagen)

alley_cat75
07.01.2009, 15:56
Wenn man so pessimistisch an eine Diskusion geht, dann sollte man sich nicht an ihr beteiligen.

So, findest Du? Was hat die emotionale Tagesform mit der Diskussionsfähigkeit zu tun, Khiri? Oh, ich habe gerade Lust auf Schmierkäsebrote... :-))

Ehemaliger User 05022011
07.01.2009, 16:03
So, findest Du? Was hat die emotionale Tagesform mit der Diskussionsfähigkeit zu tun, Khiri?

ev. kleines Missverständis? Ich hab ja nicht geschrieben, dass jemand, der gerade pessimistisch drauf ist sich nicht an einer Diskussion beteiliegen soll oder eine schlechte Diskussionsfähigkeit hat, sondern lediglich, dass, wenn man der Auffassung ist, dass man eh nicht auf einen Nenner kommen bzw. sich sowieso nicht gegenseitig verstehen kann ( also so pessimistisch denkt), sich nicht an einer Disskusion zu beteiligen braucht.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich den anderen eh nicht verstehen werde und er auch mich nicht ( bzw. es ev. auch gar nicht will) und dass ich mit ihm eh nicht auf einen Nenner komme kann ( Letzeres ist natürlich nicht immer erforderlich, ich kann auch sehr gut mit unterschiedlichen Positionen leben), dann hätte zumindest ich keine Lust auf eine Diskussion bzw. würde sie als Zeitverschwendung ansehen

Ehemaliger User 05022011
07.01.2009, 16:06
Dann noch ein leidiges Definitionsproblem :-nix
.

ich denke ja

alley_cat75
07.01.2009, 16:11
kleines Missverständis? ... Wenn ich davon ausgehe, dass ich den anderen eh nicht verstehen werde und er auch mich nicht...

Nö, kein Missverständnis. Verwunderung, wovon Menschen so ausgehen. :-)) So, jetzt muss ich übrigens nach Hause. Bitte nicht bis Seite 50 weiter diskutieren. Habe morgen CA-Visite und werde es nicht schaffen, alles zu lesen. :-))

Ehemaliger User 05022011
07.01.2009, 16:22
Nö, kein Missverständnis. Verwunderung, wovon Menschen so ausgehen. :-)) So, jetzt muss ich übrigens nach Hause. Bitte nicht bis Seite 50 weiter diskutieren. Habe morgen CA-Visite und werde es nicht schaffen, alles zu lesen. :-))



o.k. - hier hätte ich richtiger weise schreiben müssen "wenn ich davon ausgehen würde" ( aber ich denke mal, du hast das schon richtig verstanden ;-)), denn wie im weiteren Text zu lesen ist, gehe ich eben gerade nicht davon aus, dass man sich nicht gegenseitig verstehen kann, wenn man z.B. bei einer Disskusion wie dieser genauer hinterfragt, wie es der andere meinte - hier also, was der jeweilige Beitragschreiber unter Leidenschaft im Beruf versteht (blindes seinen Gefühlen Nachrennen oder seine Arbeit mit "Leidenschaft, Eifer und Feuer" - wie der Duden Leidenschaft auch definiert - verrichten)

-schnitzel-
07.01.2009, 16:28
Gibt es eigentlich noch irgendeinen anderen Beruf der so dermaßen verklärt wird wie der des Arztes?

Ja, der des Piloten :/

On Topic:

Ich denke das man bei Aussagen wie "Nur mit Leidenschaft kann man Arzt werden" und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen, dass Leidenschaft nur dann vorhanden ist, wenn man 10WS auf den Studienplatz wartet, vorsichtig sein sollte. Auch wenn es Anfangs DER Traumberuf schlechthin sein sollte, irgendwann "verpufft" die Leidenschaft einfach, ob man nun will oder nicht (selbst erlebt, selbst erlebt).
Und letzten Endes bleibt das ganze ja auch nur ein Job, d.h Broterwerb. Da ist es unter Umständen etwas zu viel, da sein ganzes Herzblut reinzustecken.

Cheers....

Ehemaliger User 05022011
07.01.2009, 16:34
, dass Leidenschaft nur dann vorhanden ist, wenn man 10WS auf den Studienplatz wartet,

nun sind ja schon viele Seiten geschrieben und alles hat man ja nicht immer im Kopf, aber ich glaube, dass hat hier nie jemand behauptet

-schnitzel-
07.01.2009, 16:42
nun sind ja schon viele Seiten geschrieben und alles hat man ja nicht immer im Kopf, aber ich glaube, dass hat hier nie jemand behauptet

Aber es klingt teilweise, nicht nur hier, ein bisschen raus....

Nur meine subjektive Meinung, bin ja nicht einmal vom Fach.

Jedoch habe ich in Sachen Leidenschaft, Traumberuf und Wunschdenken meine Erfahrung gemacht und wollte eigentlich nur anbringen, dass man als Blinder nicht über die Farbe reden sollte, wie einige es teilweise hier tun.

Cheerio

NiclaS
07.01.2009, 16:45
Das will ich doch sehr hoffen, vielleicht schaffen's wir es doch noch bis zum Ektoplasma. ;-)Hallo Hotte :-love, frönst Du gerade mal wieder Deiner großen Leidenschaft, der Heilpraktiker- und Trolljagd? :-bee

Autolyse
07.01.2009, 17:30
ev. kleines Missverständis? Ich hab ja nicht geschrieben, dass jemand, der gerade pessimistisch drauf ist sich nicht an einer Diskussion beteiliegen soll oder eine schlechte Diskussionsfähigkeit hat, sondern lediglich, dass, wenn man der Auffassung ist, dass man eh nicht auf einen Nenner kommen bzw. sich sowieso nicht gegenseitig verstehen kann ( also so pessimistisch denkt), sich nicht an einer Disskusion zu beteiligen braucht.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich den anderen eh nicht verstehen werde und er auch mich nicht ( bzw. es ev. auch gar nicht will) und dass ich mit ihm eh nicht auf einen Nenner komme kann ( Letzeres ist natürlich nicht immer erforderlich, ich kann auch sehr gut mit unterschiedlichen Positionen leben), dann hätte zumindest ich keine Lust auf eine Diskussion bzw. würde sie als Zeitverschwendung ansehen
Das ist deine Meinung und Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder hat eine.

Soweit ich mich erinnern kann wurde noch nicht bindend festgelegt, dass man sich an einer Diskussion nur beteiligen darf, wenn man auch konsensfähig(von Konsensbereitschaft wollen wir mal gar nicht sprechen) ist, genauso wenig wie jemand festgelegt hat, dass man nur Medizin studiert, wenn man Arzt werden will...
Man kann sich auch an einer Diskussion beteiligen, weil man den hanebüchenen Unsinn, der verzapft wird nicht einfach so stehen lassen möchte, wobei im Regelfall davon auszugehen ist, dass man sich mit Fundamentalisten aller Couleur nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen können wird.

Jugtail
07.01.2009, 17:39
Was hat das eigentlich mir dem Ektoplasma auf sich - habe ich etwa eine andere Fünfsterne-Unterhaltungsdiskussion verpasst? :-))