Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leidenschaftliche Mediziner
roger rekless
06.01.2009, 21:22
Es ist doch eine müßige Diskussion ob man etwas mit Leidenschaft machen sollte/darf/muss oder eben nicht.
Wichtiger is dass man den Job irgendwie auf die Kette kriegt. Ob der Ansporn jetzt die Leidenschaft für die Medizin ist oder eher für den monatlichen Gehaltscheck. Evt. geht ja auch beides? Klar ist der primär leidendschaftlich motivierte Berufsanfänger der großen Gefahr erlegen, komplett desillusioniert zu werden... da hat es der Pragmatiker wohl leichter. Aber manchen Leuten gelingt es trotzdem etwas von diesem Antrieb (der meist aus der Zeit stammt bevor er mit der Realität konfrontiert wurde) über die Jahre mit in den Job zu retten. Oder ihn zumindest zu späterer Zeit wieder zu entdecken.
Ich seh hier immer nur die "naiven" Abiturienten v.s. die leicht frustrierten Jungärzte. Es gibt aber auch alte Hasen, und da kenne ich einige, die durchaus noch sowas wie Begeisterung für ihren Beruf übrighaben. Und auch wenn ich nicht weiss ob ich nach dem Aufprall im Berufsleben mir sowas beibehalten kann (im gesunden Maße), so hoffe ich es doch sehr. Denn das wird vieles einfacher und erträglicher machen.
little_lunatic
06.01.2009, 21:27
Es ist doch eine müßige Diskussion ob man etwas mit Leidenschaft machen sollte/darf/muss oder eben nicht.
Wichtiger is dass man den Job irgendwie auf die Kette kriegt. Ob der Ansporn jetzt die Leidenschaft für die Medizin ist oder eher für den monatlichen Gehaltscheck. Evt. geht ja auch beides? Klar ist der primär leidendschaftlich motivierte Berufsanfänger der großen Gefahr erlegen, komplett desillusioniert zu werden... da hat es der Pragmatiker wohl leichter. Aber manchen Leuten gelingt es trotzdem etwas von diesem Antrieb (der meist aus der Zeit stammt bevor er mit der Realität konfrontiert wurde) über die Jahre mit in den Job zu retten. Oder ihn zumindest zu späterer Zeit wieder zu entdecken.
Ich seh hier immer nur die "naiven" Abiturienten v.s. die leicht frustrierten Jungärzte. Es gibt aber auch alte Hasen, und da kenne ich einige, die durchaus noch sowas wie Begeisterung für ihren Beruf übrighaben. Und auch wenn ich nicht weiss ob ich nach dem Aufprall im Berufsleben mir sowas beibehalten kann (im gesunden Maße), so hoffe ich es doch sehr. Denn das wird vieles einfacher und erträglicher machen.
:-love
Ehemaliger User 05022011
06.01.2009, 21:48
Ich finde es einfach sehr schwer, die Arbeit mit Menschen so abgeklärt zu sehen wie du, was du schließlich beschreibst ist in einer so festen Schiene eingefahren, dass man überhaupt nicht raushören kann, in welcher Beziehung du als Arzt zu deinen Patienten stehst.
Ich glaube einfach, da steckt viel mehr Verantwortung dahinter, dieses Roboter-Verhalten, bewirkt einfach Gänsehaut, vor allem wenn es jemand schreibt der schon im Beruf als Arzt steht.:-?
ich hab es ja aufgegeben in diesem Forum zu inhaltliche Diskussionen etwas zu schreiben, weil alle Leute ( so wie du Mebahel) die noch nicht völlig desillusioniert sind, sofort von all den ach so weisen (meist frustrierten? Ärzten, die sich hier tummeln, als naiv beschimpft werden e.c. e.c. und ein nettes Miteinanderreden zwischen den Älteren und Erfahrenerer und den Jüngeren hier im Forum nicht zustande kommt, sondern leider meist nur ein arrogantes Belehren erfolgt oder ein Sich-über-den-anderen- lustig-(oder diesen sogar verächtlich)-machen - wollt dir aber schreiben Mebahel, dass ich all das, was du hier geschrieben hast, gern gelesen habe
Gruß Khiri
Ehemaliger User 05022011
06.01.2009, 21:53
Es ist doch eine müßige Diskussion ob man etwas mit Leidenschaft machen sollte/darf/muss oder eben nicht.
Wichtiger is dass man den Job irgendwie auf die Kette kriegt. Ob der Ansporn jetzt die Leidenschaft für die Medizin ist oder eher für den monatlichen Gehaltscheck. Evt. geht ja auch beides? Klar ist der primär leidendschaftlich motivierte Berufsanfänger der großen Gefahr erlegen, komplett desillusioniert zu werden... da hat es der Pragmatiker wohl leichter. Aber manchen Leuten gelingt es trotzdem etwas von diesem Antrieb (der meist aus der Zeit stammt bevor er mit der Realität konfrontiert wurde) über die Jahre mit in den Job zu retten. Oder ihn zumindest zu späterer Zeit wieder zu entdecken.
Ich seh hier immer nur die "naiven" Abiturienten v.s. die leicht frustrierten Jungärzte. Es gibt aber auch alte Hasen, und da kenne ich einige, die durchaus noch sowas wie Begeisterung für ihren Beruf übrighaben. Und auch wenn ich nicht weiss ob ich nach dem Aufprall im Berufsleben mir sowas beibehalten kann (im gesunden Maße), so hoffe ich es doch sehr. Denn das wird vieles einfacher und erträglicher machen.
:-dafür
das gleiche hoffe ich auch und denke (zu mindestens jetzt noch), dass man dann auch was dafür tun muss, damit es auch so wird
wollt dir aber schreiben Mebahel, dass ich all das, was du hier geschrieben hast, gern gelesen habe
Gruß Khiri
ich auch, ist besser wie Kino :-))
Schon mal daran gedacht, dass es zwischen "voller Leidenschaft" und "völlig desillusioniert" auch noch ein Paar gesunde Abstufungen gibt?
Hellequin
06.01.2009, 22:41
ich bin übrigens nackt.
Könntest du bitte die Webcam ausschalten, ich werde sonst blind. :-))
Muriel hat ihre Ansicht zu dem Beruf auch deutlicher gefestigt.
Zu den anderen "alten", "weisen" Menschen.
Ich verstehe einfach nicht, wie weit man sich so angegriffen fühlen kann, dass man sich um jeden Preis von einer Emotionalen Bindung zu seinem Beruf lossprechen will und der Leidenschaft in seinem Beruf einfach keinen Zugang gewähren kann, als ob ihr euch selbst dazu zwingt.
Ich finde einfach, dass man einer Verantwortung nicht in dieser Weise den Rücken zudrehen kann, manche Einstellungen die hier einfach festgehalten werden, sind für mich als, "junger", Mensch unerträglich.
Gerade wollte ich was zu der Verpflichtung und dem H.Eid schreiben, doch das spare ich mir mal.
Jeder sucht sich seinen eigenen Antrieb in seinem Leben aus, was ich auch in keinster Weise verurteile, nur sollte man einfach mal versuchen objektiv gewisse Dinge zu beobachten, was dann in einer überlegten Antwort zum Thema enden sollte.
@Stuntman Mike
Der "Glaube", wie du es formulierst, steht weniger mit meiner Wartezeit in Verbinung, als mit den tragisch vorgelebten Umständen, die mir die Überzeugung geben das gewisse Dinge einfach nicht richtig sind bzw. in einem viel besseren Umstand möglich sind.
Muriel hat seine Ansicht zu dem Beruf auch deutlicher gefestigt.
Muriel ist ne SIE (wie schon der Name sagt^^) !!! :-))
Wie Khiri geschrieben hat, manchmal ist es als Mensch, der schon in seinem Beruf steht und sich Jahrzehnte treu seinen Lebensprinzipien verschrieben hat, oft schwierig, eine Idee, die das eigene Leben aus seinen Grundbahnen werfen würde, zuzulassen.
Natürlich ist es nicht einfach, und wenn ich mich in solch eine Lage versetzen würde, selbst für mich einfach unverständlich.
Doch ich verweise gerne wieder auf unsere Geschichte, oft wurden ganzen Grundgedanken auf den Kopf geworfen, wie die Menschen auf solche Dinge reagieren muss ich ja nicht weiter ausweiten, in welchen Prinzipien wir nun Leben, und auf denen sich unser Leben stützt, und uns die Möglichkeiten gibt, aus denen wir heute unser Nutzen ziehen, sollte jedem klar werden, bevor man von Geistheilern spricht :-((
:-lesen
horsedoc
06.01.2009, 23:04
Doch ich verweise gerne wieder auf unsere Geschichte, oft wurden ganzen Grundgedanken auf den Kopf geworfen, wie die Menschen auf solche Dinge reagieren muss ich ja nicht weiter ausweiten, in welchen Prinzipien wir nun Leben, und auf denen sich unser Leben stützt, und uns die Möglichkeiten gibt, aus denen wir heute unser Nutzen ziehen, sollte jedem klar werden, bevor man von Geistheilern spricht :-((
:-lesen
Klar, wenn man mit Argumenten nicht weiterkommt wird der Herr mit Schnäuzer ausgemottet-wie originell :-keks
Klar, wenn man mit Argumenten nicht weiterkommt wird der Herr mit Schnäuzer ausgemottet-wie originell :-keks
Entschuldige an ihn hatte ich jetzt gar nicht gedacht, ist wohl eher deiner Strategie horsedoc, aber gut zu wissen :-stud
Ich meinte eher die Zeiten der Aufklärung in Europa, wenn dir das "auch" was sagen sollte.
Vielleicht editiest du einfach deinen Beitrag dann ist es weniger... :-blush
horsedoc
06.01.2009, 23:10
Entschuldige an ihn hatte ich jetzt gar nicht gedacht, ist wohl eher deiner Strategie horsedoc, aber gut zu wissen :-stud
Ich meinte eher die Zeiten der Afklärung in Europa, wenn dir das "auch" was sagen sollte.
*g* ne, is klar, haste nicht, würd ich an deiner Stelle jetzt auch behaupten :-))
von der Afklärung in Europa hab ich tatsächlich noch nie gehört...
*g* ne, is klar, haste nicht, würd ich an deiner Stelle jetzt auch behaupten :-))
von der Afklärung in Europa hab ich tatsächlich noch nie gehört...
:-top
Manchmal ist es echt so schön, wenn man selbst nichts mehr dazu schreiben muss. Mehr will ich jetzt nicht mehr zu deiner Abschweifung dazugeben. :-party
Ich verstehe einfach nicht, wie weit man sich so angegriffen fühlen kann, dass man sich um jeden Preis von einer Emotionalen Bindung zu seinem Beruf lossprechen will und der Leidenschaft in seinem Beruf einfach keinen Zugang gewähren kann, als ob ihr euch selbst dazu zwingt.
ich muss mich jeden tag zwingen zur arbeit zu gehen - weil es eben nur ein job ist! ich muss das jeden tag machen, ob ich nun will oder nicht. ich gehe gern zur arbeit (mach das ja auch noch nicht so lange..) und hab großen spaß dabei- aber deshalb bin ich nicht leidenschaftlich gerne arzt. ich wäre lieber im cafe als im op. oder noch lieber im bett. dafür gibts aber keine kohle.
deshalb bin ich aber noch lange nicht abgeklärt, ich brauche einfach einen nüchternen blick auf die dinge, ich muss mit kühlem kopf entscheidungen treffen und kann nicht immer für alles brennen, ich laufe sonst gefahr fehler zu machen und mich zu verausgaben. ich muss den job noch ne weile durchhalten.
hier sagt doch niemand, dass er nicht eine gewisse emotionale bindung zu seinem beruf hat und den job nicht gerne macht- es ist aber nicht das wichtigste im leben und nicht alleinige daseinsberechtigung.
horsedoc
06.01.2009, 23:14
:-party
@Mehabel: Kannst oder willst du nicht auf meine Frage eingehen: Gibt's bei dir zwischen "leidenschaftlich" und "desillusioniert" keinerlei Zwischenstufen? Würde mich mal interessieren. Jedenfalls beruhen deine bisherigen "Argumente", wenn man die mal wohlwollend so bezeichnet, auf diese recht einfach gestrickte Annahme.
Jugtail (die sich lieber vom kühlköpfigen als vom leidenschaftlichen Chirurg den Blinddarm rausnehme lassen würde, wenn's mal sein muss) :-))
Coxy-Baby
06.01.2009, 23:36
Entschuldige an ihn hatte ich jetzt gar nicht gedacht, ist wohl eher deiner Strategie horsedoc, aber gut zu wissen :-stud
Ich meinte eher die Zeiten der Aufklärung in Europa, wenn dir das "auch" was sagen sollte.
Vielleicht editiest du einfach deinen Beitrag dann ist es weniger... :-blush
Um der Pferdelady mal beizupflichten, ich habe auch an
den Herrn mit Schnäuzer und der krächzenden Stimme
gedacht und wäre nie darauf gekommen, daß du damit
mal eben die Epoche der Aufklärung gemeint hättest.
Und welche Strategie sollte auch dahinterstecken???
Somit schlage ich vor :-keks für alle.
@Mehabel: Kannst oder willst du nicht auf meine Frage eingehen: Gibt's bei dir zwischen "leidenschaftlich" und "desillusioniert" keinerlei Zwischenstufen? Würde mich mal interessieren. Jedenfalls beruhen deine bisherigen "Argumente", wenn man die mal wohlwollend so bezeichnet, auf diese recht einfach gestrickte Annahme.
Jugtail (die sich lieber vom kühlköpfigen als vom leidenschaftlichen Chirurg den Blinddarm rausnehme lassen würde, wenn's mal sein muss) :-))
Entschuldige ist wohl im ganzen Trouble verloren gegangen.
Was erwartest du denn für eine Antwort auf solch eine Frage, besonders lange überlegt hast du wohl nicht?
Du stellst eine Frage wie (einfaches Beispiel), "Hallo Künstler, ich habe gehört sie lieben die Farbe Schwarz und legen es bei all ihren Malereien als Hintergrund fest. Gibt es für sie keine andere Farbe als "Schwarz"?"
Alles was ich bis jetzt, in meinem "jungen" Leben gemeistert habe, habe ich immer Leidenschaftlich gemacht, die Resultate haben mich erst dann zufrieden gestellt, wenn ich von mir sagen konnte, du hast dein bestes gegeben, wenn das immernoch nicht deutlich geworden ist. "Kannst oder willst du nicht auf meine Argumente eingehen".
Du hast ja schon Probleme in einer Diskussion, genug Respekt gegenüber Menschen entgegen zu bringen, die eine andere Vorstellungen von gewissen Dingen haben als du. :-((
Um der Pferdelady mal beizupflichten, ich habe auch an
den Herrn mit Schnäuzer und der krächzenden Stimme
gedacht und wäre nie darauf gekommen, daß du damit
mal eben die Epoche der Aufklärung gemeint hättest.
Und welche Strategie sollte auch dahinterstecken???
Somit schlage ich vor :-keks für alle.
Ich bin eigentlich der Meinung, dass ich es ausgesprochen deutlich formuliert habe. Hm.., vielleicht sind ja am 07.01.2008 auch andere Menschen in dieser Diskussion online.
:-party
Skalpella
06.01.2009, 23:59
Um der Pferdelady mal beizupflichten, ich habe auch an
den Herrn mit Schnäuzer und der krächzenden Stimme
gedacht und wäre nie darauf gekommen, daß du damit
mal eben die Epoche der Aufklärung gemeint hättest.
Und welche Strategie sollte auch dahinterstecken???
Somit schlage ich vor :-keks für alle.
Da sich mir nicht erschließt, welche großen Erkenntnisse der Tenor dieses Freds bezüglich der Aufklärung übersehen haben könnte, schließe ich mich coxy und horsi an, mit der Behauptung: Mebahel ist ein Opfer von Godwins Law geworden :-))
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