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Hoppla-Daisy
10.10.2009, 19:34
Wenn jemand mehrfach lautstark (so kommen deine Posts nun mal rüber :-nix) betont, dass er nicht schuld ist oder Recht hat (wie man in mittlerweile 224 Posts in diesem Thread mehrfach lesen durfte), dann keimt in mir der Gedanke, dass da jemand auf etwas pocht, ohne wirklich adäquat zu argumentieren.

Zweifelst du nie an dir bzw. deinem Wissen? Wahrscheinlich nicht. Zumindest ist wohl das, was bei deinen pflegerischen Kollegen rüberkommt. Du stehst über ihnen, in der Hierarchie, im Wissen und überhaupt allein schon deswegen, weil du ARZT bist und sie SCHWESTERN. Und von denen bzw. deren Wissen hältst du leider nicht viel, wie man hier durchaus deutlich herauslesen kann.

Glaub mir, würdest du die Abteilung wechseln, wäre dir dein Ruf schon vorausgeeilt...

umr
10.10.2009, 19:47
Schuld an verfahrenen Situationen trägt niemals nur eine Seite. Das sollten auch alle pro-Pflege-Diskutierer zur Kenntnis nehmen. Es gibt schwarze Schafe auf BEIDEN Seiten, wie eben auch schon mehrfach betont wurde. Was im Einzelnen auf dieser Station los ist, kann doch keiner von uns wirklich beurteilen.
Ich wünschte mir eine etwas fairere Diskussion mit dem Versuch, konstruktive Vorschläge zu liefern, statt sich weitere 200 Beiträge lang die Augen auszukratzen.

:peace:

Lava
10.10.2009, 19:48
Wow, was ist denn hier los? Da ist man ein paar Tage nicht online und der Thread explodiert :-D

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 19:50
Weißt du, was das Problem ist? Wenn man über längere Zeit seine Position so beharrlich verteidigt, wie das ajmalina nun über lange Strecken hier getan hat (genauso wie auf ihrer Station), dann bekommt man so oder so irgendwann kein Bein mehr auf die Erde, so leid es mir tut. Zumindest ist es verdammt schwer! Und dann bedarf es vielleicht auch etwas leiserer Töne. So seh ich das.

umr
10.10.2009, 19:55
Ich sehe das zum großen Teil als Verteidigung auf ebenso laute Töne aus den Reihen der Pro-Pflege-Diskutierer. Ich stelle mich wie gesagt auf keine Seite, WEIL ich es nicht beurteilen kann. Keiner kennt Ajmalina, alle haben sie hier in einer extrem angespannten Situation "kennegelernt", in solchen Situationen ist man gelegentlich auch mal lauter als sonst. Auch wenn viele mit ihrer Meinung nicht unrecht haben, ist es doch ein sehr rauher Ton hier, dagegen würde ich mich sicher auch verteidigen. Vieles ist eine Frage des Tones, aber eben auch hier auf beiden Seiten.

ajmalina
10.10.2009, 19:55
Wenn jemand mehrfach lautstark (so kommen deine Posts nun mal rüber :-nix) betont, dass er nicht schuld ist oder Recht hat (wie man in mittlerweile 224 Posts in diesem Thread mehrfach lesen durfte), dann keimt in mir der Gedanke, dass da jemand auf etwas pocht, ohne wirklich adäquat zu argumentieren.

Zweifelst du nie an dir bzw. deinem Wissen? Wahrscheinlich nicht. Zumindest ist wohl das, was bei deinen pflegerischen Kollegen rüberkommt. Du stehst über ihnen, in der Hierarchie, im Wissen und überhaupt allein schon deswegen, weil du ARZT bist und sie SCHWESTERN. Und von denen bzw. deren Wissen hältst du leider nicht viel, wie man hier durchaus deutlich herauslesen kann.

Glaub mir, würdest du die Abteilung wechseln, wäre dir dein Ruf schon vorausgeeilt...

Doch, ich zweifele. sehr oft sogar. es wäre dumm von mir, nicht zu zweifeln. dumm und gefährlich. das zweifeln hat für jung-assis eine protektive wirkung. man kontrolliert sachen zweimal. fragt nochmal nach. schaut sich das ekg genauer an. interessante frage....wieso hattest du den gedanken, ich würde nie zweifeln? richtig. ich stehe über ihnen mit meinem wissen. das ist ein fakt und müssen wir auch nicht diskutieren denke ich. :-nix

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 19:59
Das Problem ist vielleicht, dass du es ein wenig raushängen lässt, ohne dir dessen vielleicht bewusst zu sein. Capisce? ;-)

ajmalina
10.10.2009, 20:13
Das Problem ist vielleicht, dass du es ein wenig raushängen lässt, ohne dir dessen vielleicht bewusst zu sein. Capisce? ;-)

Wieso raushängen? Das ist eine tatsache. ob ich es nun sage oder nicht.
und jeder der sagt, uuuuh, die meint wohl die steht über dem pflegepersonal, weil sie mehr weiss....macht sich selbst lächerlich. weil es nunmal so ist. und ich bin mir ziemlich sicher: das einzige was da spricht ist der (sozial)neid.
es gibt einige schwestern bei uns die die irgendwie mal anmerken lassen, dass sie selber gerne ärztinnen geworden wären. einer der pfleger sagt das selbe über sich. er hat 2 jahre medizin studiert und musste dann abbrechen. vater krank geworden, kein geld mehr gehabt. wenn dieser wunsch so tief steckt und es aus irgendwelchen gründen nicht geklappt hat ( kein geld, abi nicht geschafft, vielleicht sogar med. studiert 3 semester und dann abgebrochen ) dann lebt ein dicker neid-kern in dieser seele, die am liebsten alle zunichte machen würden die medizin studiert haben.
glaubst du nicht, sr. steffi, dass du eine frustrierte krankenschwester geblieben wärst, wenn du das medizinstudium nicht geschafft hättest ( du bist zwar noch nicht fertig, aber ich nehme mal an du schafft es auf jeden fall. ). ich bin mir sicher vor beginn deines studium haben die zweifel geplagt, ob du es anfangen sollst oder nicht. ob du es schaffst oder nicht. ich meine nach 4 jahren nachtschwestererfahrung und 11 jahren berufserfahrung musst du mindestens 27 gewesen sein, als du mit dem studium begonnen hast.
du wolltest genauso sein wie die assistenzärzte auf station, mit denen du zusammengearbeitet hast. das war und ist immer noch dein ziel. vielleicht nicht genau wie sie.....aber auf jeden fall arzt. nicht mehr ´nur´krankenschwester. du wirst es schaffen. viele haben den gleichen wunsch wie du....können es aber nicht. und so bleiben sie weiterhin frustriert.
ich weiss, ich kenne deine motivation nicht, medizin zu studieren. aber fakt ist: du wolltest keine krankenschwester mehr sein, sondern arzt. vielleicht sogar mit der motivation, es besser zu machen als die ärzte mit denen du zusammengearbeitet hast. oder einfach nur, um nicht mehr diejenige zu sein, die ausführt, sondern die, die anordnet.
:peace:

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 20:19
Ich muss dich enttäuschen, ich war niemals Krankenschwester, sondern habe neben dem Studium fast 2 Jahre auf ner Station als Pflegehilfe gearbeitet, nachdem ich da mein KPP gemacht hatte ;-).

Und nein, nicht jeder, der aus irgendwelchen Gründen nicht Medizin studieren kann oder konnte, ist aus diesem Grunde sozialneidisch. Ich bezweifle nicht, dass es diesen Neid hier und da gibt, aber sorry, da steht man doch drüber und begegnet diesem mit entwaffnender Freundlichkeit.

Ich finde es durchaus überheblich, Pflegekräften, die die krumm kommen, Sozialneid zu unterstellen. Und das tust du (leider).

Und nein, wenn ich persönlich hätte abbrechen müssen (aus welchen Gründen auch immer), wäre ich traurig gewesen, aber gewiss nicht neidisch gegenüber allen, die nun Medizin machen können. Sorry, das ist Schwachfug :-nix.

Lava
10.10.2009, 20:22
Hm, ich hatte zwar viele Kommilitonen, die eine abgeschlosse Pflegeausbildung hatten, aber die wollten meist schon immer Medizin studieren und haben das eher so als Überbrückung der Wartezeit gemacht. Von den Pflegekräften, mit denen ich jetzt arbeite, habe ich nicht den Eindruck, dass irgendeiner von denen lieber Arzt wäre. Daher glaube ich nicht an die Neid-Theorie.

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 20:23
Ajmalina, mir fällt in diesem Zusammenhang nur noch ein Wort ein: Standesdünkel ;-)

ajmalina
10.10.2009, 20:28
Ich muss dich enttäuschen, ich war niemals Krankenschwester, sondern habe neben dem Studium fast 2 Jahre auf ner Station als Pflegehilfe gearbeitet, nachdem ich da mein KPP gemacht hatte ;-).

Und nein, nicht jeder, der aus irgendwelchen Gründen nicht Medizin studieren kann oder konnte, ist aus diesem Grunde sozialneidisch. Ich bezweifle nicht, dass es diesen Neid hier und da gibt, aber sorry, da steht man doch drüber und begegnet diesem mit entwaffnender Freundlichkeit.

Ich finde es durchaus überheblich, Pflegekräften, die die krumm kommen, Sozialneid zu unterstellen. Und das tust du (leider).

Und nein, wenn ich persönlich hätte abbrechen müssen (aus welchen Gründen auch immer), wäre ich traurig gewesen, aber gewiss nicht neidisch gegenüber allen, die nun Medizin machen können. Sorry, das ist Schwachfug :-nix.

sorry, ich meinte sr. steffi.
nein, nicht jeder natürlich ( richtig lesen ). aber denen, die sagen, uuuuh, nur weil du arzt bist, wills du anordnungen geben? ja. genaus deswegen. das glaube ich nicht. ich kenne einige leute, die abbrechen mussten...und es tut ihne verdammmt leid und sagen auch noch, dass es ihnen schwer fällt, damit zu leben. neid spielt da automatisch mit eine rolle.

ajmalina
10.10.2009, 20:32
Hm, ich hatte zwar viele Kommilitonen, die eine abgeschlosse Pflegeausbildung hatten, aber die wollten meist schon immer Medizin studieren und haben das eher so als Überbrückung der Wartezeit gemacht. Von den Pflegekräften, mit denen ich jetzt arbeite, habe ich nicht den Eindruck, dass irgendeiner von denen lieber Arzt wäre. Daher glaube ich nicht an die Neid-Theorie.

Ja, die hatte ich auch. Leute die mit mir abi gemacht haben gewartet haben. und ja, sie sind unglücklich darüber, dass sie noch 4 jahre studieren müssen, während ich in 4 jahren facharzt bin. das gilt nicht nur für mich, sondern für alle jungen assis. die neid theorie gibt es aber. sie ärgern sich darüber dass sie schlecht bezahlt werden und auch noch herumkommandiert werden von irgendjemandem. es ist ja auch frustrierend.

ajmalina
10.10.2009, 20:35
Ajmalina, mir fällt in diesem Zusammenhang nur noch ein Wort ein: Standesdünkel ;-)


das ist eindeutige rollenverteilung und hat mit standesdünkel nichts zu tun.

Dr.Nemo
10.10.2009, 20:54
glaubst du nicht, sr. steffi, dass du eine frustrierte krankenschwester geblieben wärst, wenn du das medizinstudium nicht geschafft hättest ( du bist zwar noch nicht fertig, aber ich nehme mal an du schafft es auf jeden fall. ). ich bin mir sicher vor beginn deines studium haben die zweifel geplagt, ob du es anfangen sollst oder nicht. ob du es schaffst oder nicht. ich meine nach 4 jahren nachtschwestererfahrung und 11 jahren berufserfahrung musst du mindestens 27 gewesen sein, als du mit dem studium begonnen hast.
. nicht mehr ´nur´krankenschwester. du wirst es schaffen. viele haben den gleichen wunsch wie du....können es aber nicht. und so bleiben sie weiterhin frustriert.
ich weiss, ich kenne deine motivation nicht, medizin zu studieren. aber fakt ist: du wolltest keine krankenschwester mehr sein, sondern arzt. vielleicht sogar mit der motivation, es besser zu machen als die ärzte mit denen du zusammengearbeitet hast. oder einfach nur, um nicht mehr diejenige zu sein, die ausführt, sondern die, die anordnet.
:peace:



Ich mußte jetzt mal GANZ EXTREM TIEF DURCHATMEN, bevor ich hier antworten konnte.
1. war und bin ich keine frustrierte Krankenschwester
2. tut mein Alter und meine Beweggründe, warum ich so spät zum Studium gegriffen habe, NICHTS zur Sache, aber sei gewiss es war kein Sozialneid, kein Statuswille und komischerweise bezogen sich die 4Jahre Nachtdienst WÄHREND meines Studiums.



du wolltest genauso sein wie die assistenzärzte auf station, mit denen du zusammengearbeitet hast. das war und ist immer noch dein ziel. vielleicht nicht genau wie sie.....aber auf jeden fall arzt

Falsch: Ich wollte anders sein, weil einige sich so verhielten, wie du hier den Anschein machst. Mein Ziel ist glücklich im Leben zu sein, eine Arbeit zu haben, die mich ausfüllt bis zur Rente. Und jetzt pflücke meine persönlichen Lebensentscheidungen nicht auseinander!!!


wissen denn die schwestern, welche diuretika es gibt?
Ja, auch Schwestern haben Medikamentenlehre.



auf eine erfahrene schwester kann man hören. von garfield die sagte, die schwester war müde um 4 uhr nachts, deswegen hinterfragte sie meine anordnung.

Das habe ich SO nicht geschrieben und scheinbar hast du immer noch nicht verstanden, dass ich besagt KS nicht verteidigt oder entschuldigt habe. Ich habe nur versucht dir klarzumachen dass ein KS-ND MEHR ist, als nur Rauchen und Kaffee-trinken.

*sauer*

Mitosch
10.10.2009, 20:54
Puh, da liegen einige Dinge im Argen. Ich finde es ziemlich schwierig darauf systematisch einzugehen. Aber vielleicht einige Gedanken dazu, ohne jetzt ellenlang Zitate anzuführen und Bezug darauf zu nehmen:

Neben fachlichen, pflegerischen Defiziten, was man dem Pflegepersonal zum Vorwurf machen kann, denn dazu gehört die pflegerische Tätigkeit des angesprochenen Blutdruckmessens (Stichwort: Krankenbeobachtung), persönlichen Defiziten (teilweise Arbeitsunlust, vielleicht auch eine Verweigerungshaltung dir gegenüber? Mögliche Gründe hierfür?) und medizinischem Unwissen (das man der Pflegekraft natürlich nicht zum Vorwurf machen kann), besteht m.E. eine massiv gestörte Kommunikation und Beziehung zwischen Arzt und Pflegekraft. Auch wenn es ausgelutscht klingt, hier tragen wohl beide Seiten die Verantwortung. Des Weiteren sehe ich auf Seiten des Arztes falsche Vorstellungen darüber, was die Aufgaben der Pflege sind. Man sollte sich vielleicht noch mal vergegenwärtigen, dass nicht wenige Tätigkeiten an die Pflege delegierte ärztliche Tätigkeiten sind und gerade hier wäre es deine Aufgabe Dinge transparent und verständlich zu machen.
In aller Regel wird im Stationsalltag deswegen ja kein großes Aufhebens gemacht und Anordnungen ohne viel Tamtam ausgeführt werden (nebenbei zum Thema "Anordnungen ausführen" - eine Pflegekraft hat auch eine Remonstrationspflicht, aber das ist nicht Kern dieses Problems).
Die Pflegekraft muss die Durchführung beherrschen und im Fall von Komplikationen wissen, was zu tun ist und seis auch nur zu wissen, wo sie Hilfe herbekommt. Sie muss das verordnete Medikament nicht in alle Einzelheiten kennen.
Gibt es aber, so wie in deinem Fall, Probleme darüber, solltest du umso mehr darauf bedacht sein, Dinge nachvollziehbar zu machen. Und dir auch nicht für Erklärungen zu schade sein.

ajmalina
10.10.2009, 21:04
Ich mußte jetzt mal GANZ EXTREM TIEF DURCHATMEN, bevor ich hier antworten konnte.
1. war und bin ich keine frustrierte Krankenschwester
2. tut mein Alter und meine Beweggründe, warum ich so spät zum Studium gegriffen habe, NICHTS zur Sache, aber sei gewiss es war kein Sozialneid, kein Statuswille und komischerweise bezogen sich die 4Jahre Nachtdienst WÄHREND meines Studiums.



Falsch: Ich wollte anders sein, weil einige sich so verhielten, wie du hier den Anschein machst. Mein Ziel ist glücklich im Leben zu sein, eine Arbeit zu haben, die mich ausfüllt bis zur Rente. Und jetzt pflücke meine persönlichen Lebensentscheidungen nicht auseinander!!!


Ja, auch Schwestern haben Medikamentenlehre.



Das habe ich SO nicht geschrieben und scheinbar hast du immer noch nicht verstanden, dass ich besagt KS nicht verteidigt oder entschuldigt habe. Ich habe nur versucht dir klarzumachen dass ein KS-ND MEHR ist, als nur Rauchen und Kaffee-trinken.

*sauer*

Ich respektiere deinen wunsch, obwohl ich denke, dass du nicht ganz ehrlich bist. den wunsch arzt zu werden hattest du als du krankenschwester warst. und ich bin mir SICHER, du hast die ärzte bei visite angesehen und dir gedacht: da werde ich auch mal stehen. der gedanke versteht sich von selbst, und es ist ja auch nichts falsches daran.

ja, medikamentenlehre. aber komm, du kannst doch das, was du in der ausbildung gelernt hast, nicht mit pharma im studium vergleichen, ich bitte dich. hey, wenn alles so gleich wäre....wieso kommt bei dem einen dann ein arzt raus und bei dem anderen nicht?

les mal was du da geschrieben hast...du hast gesagt, mitten in der nacht um 4 soll die müde schwester, die grad auch noch lagern muss usw ein bett runterschieben nur weil du es sagst?
ja mensch, genau deswegen. ob jetzt jemand in der situation 5 minuten später gelagert wird oder früher ist total wurscht. ich weiss schon, dass es nicht nur kaffee trinken und rauchen bedeutet. aber auf keinen fall hat das lager priorität und auch die schwere des bettes sollte nicht darüber entscheiden ob eine anordnung jetzt ausgeführt wird oder nicht. das sind faule ausreden weil mein in dem moment einfach keinen BOCK hat. :-meinung

Dr.Nemo
10.10.2009, 21:13
Ich respektiere deinen wunsch, obwohl ich denke, dass du nicht ganz ehrlich bist. den wunsch arzt zu werden hattest du als du krankenschwester warst. und ich bin mir SICHER, du hast die ärzte bei visite angesehen und dir gedacht: da werde ich auch mal stehen. der gedanke versteht sich von selbst, und es ist ja auch nichts falsches daran.

So, ich bin raus!
Fakt ist, das mir als Kind und Jugendliche gesagt wurde, ich sei zu doof und faul, ein Studium zu schaffen. Sei zu dick, um eine Schwimmerin zu sein.
Fakt ist, dass ich KS geworden bin, weil es für mich niemals einen anderen Weg gab, um dort zu arbeiten, wo ich gerne war: in einer Klinik.
Und Fakt ist auch, dass ich mit 24 alt genug und reifer wurde um zu bemerken, dass ich auch deutschen Meisterschaften erfolgreich schwimmen kann und nicht zu doof bin und sogar eine Ärztin werden darf.

Und nichts mehr ist darin zu unterstellen, denn immerhin kenne ich sowas wie Respekt und Mut und Leidenschaft Ehrlichkeit und Freundlichkeit. und vieles von dem haben mich Patienten während meiner KS-Zeit gelehrt. Und nicht die Visiten...

:peace:

ajmalina
10.10.2009, 21:16
Puh, da liegen einige Dinge im Argen. Ich finde es ziemlich schwierig darauf systematisch einzugehen. Aber vielleicht einige Gedanken dazu, ohne jetzt ellenlang Zitate anzuführen und Bezug darauf zu nehmen:

Neben fachlichen, pflegerischen Defiziten, was man dem Pflegepersonal zum Vorwurf machen kann, denn dazu gehört die pflegerische Tätigkeit des angesprochenen Blutdruckmessens (Stichwort: Krankenbeobachtung), persönlichen Defiziten (teilweise Arbeitsunlust, vielleicht auch eine Verweigerungshaltung dir gegenüber? Mögliche Gründe hierfür?) und medizinischem Unwissen (das man der Pflegekraft natürlich nicht zum Vorwurf machen kann), besteht m.E. eine massiv gestörte Kommunikation und Beziehung zwischen Arzt und Pflegekraft. Auch wenn es ausgelutscht klingt, hier tragen wohl beide Seiten die Verantwortung. Des Weiteren sehe ich auf Seiten des Arztes falsche Vorstellungen darüber, was die Aufgaben der Pflege sind. Man sollte sich vielleicht noch mal vergegenwärtigen, dass nicht wenige Tätigkeiten an die Pflege delegierte ärztliche Tätigkeiten sind und gerade hier wäre es deine Aufgabe Dinge transparent und verständlich zu machen.
In aller Regel wird im Stationsalltag deswegen ja kein großes Aufhebens gemacht und Anordnungen ohne viel Tamtam ausgeführt werden (nebenbei zum Thema "Anordnungen ausführen" - eine Pflegekraft hat auch eine Remonstrationspflicht, aber das ist nicht Kern dieses Problems).
Die Pflegekraft muss die Durchführung beherrschen und im Fall von Komplikationen wissen, was zu tun ist und seis auch nur zu wissen, wo sie Hilfe herbekommt. Sie muss das verordnete Medikament nicht in alle Einzelheiten kennen.
Gibt es aber, so wie in deinem Fall, Probleme darüber, solltest du umso mehr darauf bedacht sein, Dinge nachvollziehbar zu machen. Und dir auch nicht für Erklärungen zu schade sein.

Hallo!
Danke für deinen beitrag!
Weiss gar nicht wo ich anfangen soll :-))
eine verweigerungshaltung mir gegenüber....vielleicht weil ich grüne augen habe? keine ahnung, möglich ist das. aber das ist doch nicht mein problem. wenn ich nicht das mache was mein OA sagt, weil ich grad kein lust habe, wird dann der CA sagen, der es liegt am oberarzt?? gang bestimmt nicht. dann bin ich diejenige, die ein unverschämtes verhalten an den tag legt und nicht mein oberarzt. wenn derjenige der die arbeit ausführen soll das nicht tut, dann kann mann die schuld nicht bei dem suchen, der die arbeit aufgibt, das ist doch klar. wenn ich einer kks sage, bitte machen sie den patienten an den monitor dran, und sie macht es einfach nicht weil sie jetzt rauchen will, dann habe deffinitiv nicht ich, sondern sie das problem. auch wenn sie mich nicht leiden kann. und das grösste problem hat immer noch der patient, der NICHT darunter leiden sollte, wenn eine kks den arzt nicht mag, und deswegen die anordnungen nicht ausführt. das ist die allerletze frechheit und noch unprofesioneller geht es wohl kaum.

ich bin mir für erklärungen, bei denen ich sehe, dass es eine ernstgemeinte frage ist, mit interesse dahinter, nicht zu schade. aber nicht wenn eine schwester stress macht damit ein patient entlassen wird, damit sie ihn nicht mehr pflegen muss. sowas ist dreist und darauf habe ich keine lust. wenn ich mich korrekt verhalte, erwarte ich das gleiche von der schwester.

ajmalina
10.10.2009, 21:22
So, ich bin raus!
Fakt ist, das mir als Kind und Jugendliche gesagt wurde, ich sei zu doof und faul, ein Studium zu schaffen. Sei zu dick, um eine Schwimmerin zu sein.
Fakt ist, dass ich KS geworden bin, weil es für mich niemals einen anderen Weg gab, um dort zu arbeiten, wo ich gerne war: in einer Klinik.
Und Fakt ist auch, dass ich mit 24 alt genug und reifer wurde um zu bemerken, dass ich auch deutschen Meisterschaften erfolgreich schwimmen kann und nicht zu doof bin und sogar eine Ärztin werden darf.

Und nichts mehr ist darin zu unterstellen, denn immerhin kenne ich sowas wie Respekt und Mut und Leidenschaft Ehrlichkeit und Freundlichkeit. und vieles von dem haben mich Patienten während meiner KS-Zeit gelehrt. Und nicht die Visiten...

:peace:

Das ist toll, was du geschafft hast!:-top Allein dafür gebührt dir viel lob.
Nimm es nicht zu ernst....mir wurde hier auch schon gesagt, dass diverse situationen nicht wahr wären usw. mein tag ist auch im arsch.
Ja, respekt und mut kenne ich auch. leidenschaft, ehrlichkeit und freundlichkeit ebenso. für seine ehrlichkeit kriegt man eins auf den deckel wie man sieht. für seinen mut ebenso. und respekt...ich respektiere die patienten und gebe mein bestes für ihn. im gegesatz zu diversen kks die lieber den patienten entlassen als ihn zu pflegen, die vitalparameter nicht messen und sie trotzdem eintragen und damit fahrlässig handen und das leben des patienten gefähren, indem sie ihn nicht an den monitor binden wollen, wenn es der arzt sagt. soviel zu respekt der pflege gegenüber den patienten.