PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhaeltnis zum Pflegepersonal



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Hoppla-Daisy
09.10.2009, 17:07
Um beim Beispiel Essen zu bleiben:

Was passiert denn, wenn man die Medizin wichtiger nimmt als die pflegerischen Tätigkeiten, die in D nun mal auch Essenausteilen beinhaltet? Dann motzen die Patienten, beschweren sich in ihrem Umfeld über das lahme Pflegepersonal etc pp. Und gerade in den heutigen Zeiten, wo jedes Krankenhaus über jeden Patienten froh ist, der DRG-mäßig was in die Kasse bringt, auch nicht gerade unwichtig. Dass dieses Thema nun ne andere Problematik aufwirft, ist mir klar.

Aber ich brech mir auch keinen ab, wenn ich mal eben ne Infusion selbst anhängem wenn es JETZT UNBEDINGT sein muss und ich sehe, dass das Pflegepersonal seinen Aufgaben nachgeht und es gerade für ALLE eng ist. Und wenn ich trotzdem eine(n) Schwester/Pfleger nett frage und sage: "Sag mal, könntest du bitte mal eben bla bla bla. Das ist jetzt echt wichtig, dass xyz jetzt versorgt wird", dann klappt das auch mit 2 Leuten beim Essenaustragen anstatt mit 3 ;-). Ist eine Frage der "Musik"...

ajmalina
09.10.2009, 17:16
Ja klar, da hast du natürlich auch recht. Deswegen wäre ja auch mein Vorschlag ( ich als Bundeskanzlerin lach ): Für Sachen wie essen austeilen bedarf es keines qualifizierten Personals. Es wäre eine grosse Entlastung für die KKS wenn 3 mal täglich das jemand anderes machen würde. Ein Zivi zum Beispiel. Dann könnten sie die arbeit in ruhe machen, für die sie eine Ausbildung gemacht haben. Dann wären sie vielleicht weniger frustriert, denn es ist wirklich eine Schande, dass eine examinierte Krankenschwester essen austragen muss und bettflaschen leeren. Dafür sind sie zu teuer und zu gut ausgebildet.

na klar bricht man sich keinen ab. aber wenn sowas STÄNDIG ist? dann kann man sich gleich daran gewöhnen wirklich auch bald die medis selber auszuteilen. daran bricht man sich doch auch keinen ab.
hach, das wäre toll, wenn es eine frage der musik wäre. aber komisch...hängt mein verhalten auch von der musik ab, die mein chef spielt? führe ich etwas nicht aus, weil mein OA mal grad nicht bitte gesagt hat? Es ist eine einstellungssache, habe ich lust zu arbeiten, auch unter stress, oder nicht. mein oa muss mir nicht 3 mal sagen was ich machen soll. und auch nicht bitte hinterher.

papiertiger
09.10.2009, 17:17
Liebe Papiertiger,
ich halte die Arbeit nicht für überflüssig, im Gegenteil. Das habe ich auch nie behauptet. Sie ist sogar sehr wichtig! Sonst würde, wie du schon gesagt hast, alles nicht funktionieren. Das was ich versuche zu vermitteln ist, dass der Grundpfeiler eines KKH die Medizin ist. Und nicht die Pflege. Es geht nicht um überflüssig, sondern darum, anschauliches Beispiel: Was ist wichtiger: Dass ein Patient jetzt sein essen bekommt beim Essen austeilen, oder dass einem anderen Patienten rasch eine 500 ml Glukose drangehängt wird weil er einen BZ von 15 hat. Eine KKS die viel zu tun hat und ihre arbeit zu ende machen will sagt: Ich habe jetzt keine Zeit, ich muss essen austeilen. Machs selbst. Und wenn man dann meckert, wird man als arrogant abgestempelt. Klar kann man es selber machen. Aber wie schon gesagt: Man kann ( wir können ) alles selber machen.
Ich denke dieses Beispiel bringt es auf den Punkt.

Wenn ich sehe, dass der Pat. einen BZ von 15 mg/dl hat dann suche ich mir nicht erst eine Schwester, um dieser den Auftrag zu geben, Glucose anzuhängen, sondern mache das mal ganz zackig selber ;)

Davon abgesehen: Es mag ggf. in der Pflege Individuen geben, die in dieser Situation das Essen austeilen für wichtiger halten. Das ist erschreckend, sollte aber nicht die Regel sein. Und ist es meiner bescheidenen Erfahrung nach auch nicht.
Aus deinen Beiträgen entsteht (mir persönlich) allerdings der Eindruck, du würdest dem gesamten Berufsstand der Pflege unterstellen wollen, grundsätzlich so zu handeln.

Und auch hier macht einfach der Ton die Musik/es kommt auf die Gesamtsituation an. Das mag jetzt sehr schwammig klingen, aber unabhängig davon, ob das, was man gerade tut jetzt von vergleichbarer Wichtigkeit ist oder nicht, kann es einen durchaus mal sehr ankeksen, wenn man beschäftigt ist und von jemandem etwas aufgetragen bekommt, was die auftragende Person mit weniger Aufwand als betreffende Tätigkeit jetzt für einen selbst bedeutet auch selbst erledigen hätte können. ;)

Hoppla-Daisy
09.10.2009, 17:23
Um es mal auf den Punkt zu bringen:

Deine Ausführungen lassen anklingen, dass in deinen Augen Pflegepersonal sich nen lauen Lenz macht (bei der Übergabe hauptsächlich Privates erörtern, essen, rauchen, Kaffee trinken, Fingernägelchen lackieren, über die bösen Ärzte lästern, lieber Essen austragen als verantwortungsvollere Arbeiten verrichten....).

Wenn man MITEINANDER arbeitet, gibt es keine (oder fast keine) Probleme. So habe ich es bisher immer erlebt. So ein Rumgezicke wie von dir geschildert, ist mir weder in meiner Arbeit in der Pflege (Aushilfskraft) noch in Famulaturen/Blockpraktika jemals begegnet. Ich denke nicht, dass es im Berufsleben so viel anders ist :-nix.

ajmalina
09.10.2009, 17:25
Wenn ich sehe, dass der Pat. einen BZ von 15 mg/dl hat dann suche ich mir nicht erst eine Schwester, um dieser den Auftrag zu geben, Glucose anzuhängen, sondern mache das mal ganz zackig selber ;)

Davon abgesehen: Es mag ggf. in der Pflege Individuen geben, die in dieser Situation das Essen austeilen für wichtiger halten. Das ist erschreckend, sollte aber nicht die Regel sein. Und ist es meiner bescheidenen Erfahrung nach auch nicht.
Aus deinen Beiträgen entsteht (mir persönlich) allerdings der Eindruck, du würdest dem gesamten Berufsstand der Pflege unterstellen wollen, grundsätzlich so zu handeln.

Also wie gesagt...ich mache es selber. Ich mache gerne alles selber, ich habe wirklich kein Problem damit. Aber ich habe ein Problem damit, wenn ich mal WIRKLICH keine Zeit habe weil die Ambulanz voll ist, und dann sowas passiert. Sowas DARF nicht passieren. Ich verhalte mich korrekt, das heisst, ich würde nie die Pflegekraft mit etwas beauftragen, was nicht nötig wäre und im gegenzug erwarte ich, dass dann auch gemacht wird, wenn ich in einem kritischen moment etwas sage. sonst kann man nich arbeiten.
nein, nicht der gesamte berufsstand. es gibt schwestern auf unserer station, die sind toll. wirklich. die machen ihren beruf super, sind nett, hilfsbereicht und freundlich. auf gar keinen fall der gesamte berufsstand. aber einige eben...
aber nun gut....es gibt natürlich auch unter uns ärzten exemplare, die man schlagen könnte. ich glaube, im grossen und ganzen ist der prozentanteil der bescheuerten ärzte genauso gross wie die der bescheuerten schwestern:-)). wir haben auch ärzte die sind ziemlich faul, haben keinen bock, kommen erst nach was weiss ich wie langer zeit nachdem sie angerufen wurden, schreiben ihre anordnungen wie die sau, dass keiner es lesen kann usw. ist auch ********, klar.
also wie gesagt...auf keinen fall der gesamte berufsstand..nur einige exemplare die es in sich haben :-)).

ajmalina
09.10.2009, 17:33
Um es mal auf den Punkt zu bringen:

Deine Ausführungen lassen anklingen, dass in deinen Augen Pflegepersonal sich nen lauen Lenz macht (bei der Übergabe hauptsächlich Privates erörtern, essen, rauchen, Kaffee trinken, Fingernägelchen lackieren, über die bösen Ärzte lästern, lieber Essen austragen als verantwortungsvollere Arbeiten verrichten....).

Wenn man MITEINANDER arbeitet, gibt es keine (oder fast keine) Probleme. So habe ich es bisher immer erlebt. So ein Rumgezicke wie von dir geschildert, ist mir weder in meiner Arbeit in der Pflege (Aushilfskraft) noch in Famulaturen/Blockpraktika jemals begegnet. Ich denke nicht, dass es im Berufsleben so viel anders ist :-nix.

Naja...beginnen mit `herr x., der wollte vohin aufs klo. dann...´. und wie hier vorhin schonmal jemand sagte...die wirklich wichtigen dinge werden nicht gesagt bei der übergabe.
Leider war es bei mir vorher auch nicht so...
als ich in der Pflege als Aushilfe tätig war, habe ich es so auch nicht gekannt und nicht gesehen. In den Famulaturen auch nicht. Wir kamen immer alle gut miteinander aus. Erst jetzt, bei meiner ersten Stelle. Aber vorher, Hoppla-Daisy, musst du dir darüber im klaren sein, dass du keine Anordnungen gegeben hast. Du hast immer nur welche bekommen. Und du hattest quasi keine verantwortliche Position. Und als Famulant kein Geld. Es spielen so viele ( Neid ) Faktoren in diesem ´Konflikt´eine Rolle.
Eine Kollegin von mir hat mir erzählt, dass bei ihrer letzten Stelle die Stationsleitung ihre Anordnung DURCHGESTRICHEN hat. Sie hatte zum glück eine ÖÄ die hat ihr danach was erzählt.
Eine andere kollegin hat erzählt, dass sie wegen jedem scheiss rausgeklingelt wurde nachts. also ich bin bei weitem nicht die einzige, die schlechte erfahrungen macht. und ich bin wirklich ein netter mensch :-))

MissGarfield83
09.10.2009, 17:34
Liebe Ajmalina,

bei dem Ton den du am Leib hast, verwundert es mich kaum dass die Kollegen der Pflege dich schneiden. Der Pflegeberuf ist sicher nicht unnütz und auch nicht alleine dazu da die Ärzte zu entlasten. Pflege bedeutet auch nicht nur Körperpflege, Betten machen oder Essen austeilen. Wenn du deine Kollegen aber diese Meinung spüren lässt dann kann ich verstehen dass sie widerborstig werden.

Ich kann sehr gut verstehen dass du ein gewisses Maß an Professionalität verlangst - aber das kriegst du am besten hin, wenn du den Kollegen der Pflege ein gewisses Maß an Respekt erweist, denn du würdest ihren Job nicht machen wollen. Mit Respekt und Höflichkeit kommt man eher ans Ziel, als die Pflegenden als Personal zu behandeln.

In meinen bisherigen Krankenhauspraktika bin ich bisher großtenteils auf sehr motivierte und gut ausgebildete pflegerische Kollegen getroffen, die versucht haben ihren Aufgaben, den Anordnungen der Ärzte - aber auch vor allem den Bedürfnissen der PAtienten nachzukommen. Dass es an allen Ecken und Enden an Personal fehlt dürfte dir wirklich nicht unbekannt sein oder? Das ist zwar kein Grund für Schlampereien oder gar Fälschungen ( die strafrechtlich relevant sind ... ) - aber auch kein Grund die Pflegenden als Leibeigene zu behandeln. Ein Bitte und ein Danke sind gerne gesehen :) Beide Seiten haben es definitiv nicht leicht - aber ich habe gesehen wie es reibungslos funktionieren kann - die Pflege entlastet wurde bei alltäglichen Aufgaben, diese sich dadurch auf Behandlungspflege konzentrieren konnte ( Verbände, Drainagen ziehen ( speziell ausgebildete Pflegende ) , BE's bei Patientenaufnahme, Medikamentenanamnese bei Aufnahme - so dass die Ärzte dies nur noch abgleichen mussten .... ) und somit das ärztliche Personal gut entlasten konnten. Alles was wichtig war wurde just in time erledigt, Anordnungen auf fachlicher Ebene diskutiert ( denn jeder kann einmal nen Fehler machen ... ) - Insgesamt war es ein äußerst angenehmes Klima zwischen Ärzten und Pflegenden :)

Was ich damit sagen will ist dass du von deinem hohen Ross herunterkommen sollst und Respekt gegenüber der Leistung und der Erfahrung anderer entwickeln solltest ... auch du kannst einen Patienten mit einer Unachtsamkeit umbringen - wärest du da nicht froh wenn ein pflegender Kollege dich auf deinen Fehler hinweisen würde bevor du ihn begehst ?

MissGarfield83
09.10.2009, 17:36
Eine Kollegin von mir hat mir erzählt, dass bei ihrer letzten Stelle die Stationsleitung ihre Anordnung DURCHGESTRICHEN hat. Sie hatte zum glück eine ÖÄ die hat ihr danach was erzählt.

Da dies Urkundenfälschung ist kann das zum Jobverlust der Pflegenden führen, die gefälscht hat und weitere Strafrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen ... wundert mich echt dass da so locker mit umgegangen wird ...

Hoppla-Daisy
09.10.2009, 17:44
Aber vorher, Hoppla-Daisy, musst du dir darüber im klaren sein, dass du keine Anordnungen gegeben hast. Du hast immer nur welche bekommen. Und du hattest quasi keine verantwortliche Position. Und als Famulant kein Geld. Es spielen so viele ( Neid ) Faktoren in diesem ´Konflikt´eine Rolle.
Na wenn du dich da mal nicht irrst! Da ich bisher 3 Famulaturen in der gleichen Abteilung gemacht habe, durfte ich sehr wohl Anordnungen machen! Wenn die Vorwässerung bei ner Chemo angehangen werden konnte, hab ich das den Schwestern gesagt. Wenn ein Patient jetzt gleich runter in die Ambulanz sollte, damit ich mit den Untersuchungen weitermachen konnte, hab ich das den Schwestern gesagt und die haben dafür gesorgt, dass die (meist bettlägerigen) Patienten transportiert wurden. Zugegeben, Pillepalle vielleicht in deinen Augen, aber dennoch Anweisungen für's Pflegepersonal. Und es gab noch viele andere Beispiele. Es muss nicht immer die große Anordnung "EKG" oder "Röntgen" oder sonstwas sein. Viele Dinge hab ich "angeordnet" und direkt dabei gesagt, dass das gleich von den Ärzten noch gegengezeichnet wird, damit alles seine Ordnung hat. War NIE ein Problem!


Eine Kollegin von mir hat mir erzählt, dass bei ihrer letzten Stelle die Stationsleitung ihre Anordnung DURCHGESTRICHEN hat. Sie hatte zum glück eine ÖÄ die hat ihr danach was erzählt.
Na, ich denke, so eine Schwester - ob nun Stationsleitung hin oder her - könnte sich überall warm anziehen, wenn das rauskäme!

ajmalina
09.10.2009, 17:46
Liebe Ajmalina,

bei dem Ton den du am Leib hast, verwundert es mich kaum dass die Kollegen der Pflege dich schneiden. Der Pflegeberuf ist sicher nicht unnütz und auch nicht alleine dazu da die Ärzte zu entlasten. Pflege bedeutet auch nicht nur Körperpflege, Betten machen oder Essen austeilen. Wenn du deine Kollegen aber diese Meinung spüren lässt dann kann ich verstehen dass sie widerborstig werden.

Ich kann sehr gut verstehen dass du ein gewisses Maß an Professionalität verlangst - aber das kriegst du am besten hin, wenn du den Kollegen der Pflege ein gewisses Maß an Respekt erweist, denn du würdest ihren Job nicht machen wollen. Mit Respekt und Höflichkeit kommt man eher ans Ziel, als die Pflegenden als Personal zu behandeln.

In meinen bisherigen Krankenhauspraktika bin ich bisher großtenteils auf sehr motivierte und gut ausgebildete pflegerische Kollegen getroffen, die versucht haben ihren Aufgaben, den Anordnungen der Ärzte - aber auch vor allem den Bedürfnissen der PAtienten nachzukommen. Dass es an allen Ecken und Enden an Personal fehlt dürfte dir wirklich nicht unbekannt sein oder? Das ist zwar kein Grund für Schlampereien oder gar Fälschungen ( die strafrechtlich relevant sind ... ) - aber auch kein Grund die Pflegenden als Leibeigene zu behandeln. Ein Bitte und ein Danke sind gerne gesehen :) Beide Seiten haben es definitiv nicht leicht - aber ich habe gesehen wie es reibungslos funktionieren kann - die Pflege entlastet wurde bei alltäglichen Aufgaben, diese sich dadurch auf Behandlungspflege konzentrieren konnte ( Verbände, Drainagen ziehen ( speziell ausgebildete Pflegende ) , BE's bei Patientenaufnahme, Medikamentenanamnese bei Aufnahme - so dass die Ärzte dies nur noch abgleichen mussten .... ) und somit das ärztliche Personal gut entlasten konnten. Alles was wichtig war wurde just in time erledigt, Anordnungen auf fachlicher Ebene diskutiert ( denn jeder kann einmal nen Fehler machen ... ) - Insgesamt war es ein äußerst angenehmes Klima zwischen Ärzten und Pflegenden :)

Was ich damit sagen will ist dass du von deinem hohen Ross herunterkommen sollst und Respekt gegenüber der Leistung und der Erfahrung anderer entwickeln solltest ... auch du kannst einen Patienten mit einer Unachtsamkeit umbringen - wärest du da nicht froh wenn ein pflegender Kollege dich auf deinen Fehler hinweisen würde bevor du ihn begehst ?

Ja, ich wäre froh. Aber darum geht es doch gar nicht.
Welches hohe Ross? Ich HABE respekt gegenüber der leistung und erfahrung anderer...aber die ÄRZTE werden nicht respektiert.
wie anders erklärst du dir denn sonst dass anordnungen der ärzte DURCHGESTRICHEN werden??? was hat DAS mit respekt zu tun?? wird man aus RESPEKT nachts wegen jedem scheiss angerufen? ( passiert mir zum glück nicht, aber kollegen schon ). ich weiss was respekt heisst. es gibt wohl andere, die das nicht wissen. anordnungen werden aus respekt nicht durchgeführt oder wie? und pampige antworten kommen auch aus respekt? wieso sollte ich jemandem respekt entgegebringen ( was ich auch noch tue ) wenn ich selber keinen kriege? und das ohne jemandem was getan zu haben. noch nich einmal den mund aufgemacht zu haben.

tortet
09.10.2009, 17:48
@ajmalina

Irgendwie drängt sich mir ein Eindruck auf:
Kann es sein, dass Du kein Krankenpflegepraktikum ableisten musstest?

Vielleicht liege ich mit meinem Eindruck auch falsch...

ajmalina
09.10.2009, 17:48
Da dies Urkundenfälschung ist kann das zum Jobverlust der Pflegenden führen, die gefälscht hat und weitere Strafrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen ... wundert mich echt dass da so locker mit umgegangen wird ...

Warum wundert dich das? Diese lasche Einstellung ist weit verbreitet und genau DAS ist es was mich aufregt.

ajmalina
09.10.2009, 17:50
@ajmalina

Irgendwie drängt sich mir ein Eindruck auf:
Kann es sein, dass Du kein Krankenpflegepraktikum ableisten musstest?

Vielleicht liege ich mit meinem Eindruck auch falsch...

Ich musste sehr wohl ein Krankenpflegepraktikum ableisten. Zwar nicht 3 Monate wie jetzt, jedoch 2 Monate.

Hoppla-Daisy
09.10.2009, 17:54
Soso, die ÄRZTE werden nicht mit Respekt behandelt. Ich liebe Pauschalurteile. Und damit sind wir wieder beim Thema. Denn ich denke, dass es das ist, was bei deinen pflegenden Kollegen (ja, ihr seid Kollegen!) ankommt. Du sitzt weiter oben als sie ;-).

THawk
09.10.2009, 18:00
Ich habe in meinem letzten Tertial auch drei Wochen erlebt, in der das klima zwischen Ärzten und Pflege auf unserer Station total im Keller war. Da haben sicherlich alle drunter gelitten und wahrscheinlich auch am Ende die Patienten. In der Zeit kamen z.B. auch Beschwerden warum wir bei so vielen Patienten 3x tgl. RR/P oder 3x tgl. BZ ansetzen würden. Okay, ich habs RR-Messen auf der ganzen Station auch nie gemocht, aber für eine Blutdruckeinstellung und BZ unter Prednisolon braucht man einfach ein paar Werte. Und diese Anordnungen wurden dann durch die Bank einfach nicht ausgeführt. Da haben wir uns gefreut, wenn nach 3 Tagen insgesamt 3 Werte in der Kurve standen. Dass sich die Pflegenden im dümmsten Fall damit ins eigene Bein schießen haben sie leider nicht verstanden.
Prinzipiell war das Pflegeteam der Station nicht schlecht und hat auch viel selber gemacht. Aber da habe ich gesehen, wie verheerend ein solches Klima sein kann. Lösen konnten wir es dann mit mehreren Gesprächen durch den OA und sehr deutlichen Worten.

Das mit dem angesprochenen BZ von 15 ist so eine Sache: Wenn ich gerade wenig zu tun habe, würde ich auch die Glc selbst anhängen. Aber wenn ich eh gerade rotiere, denke ich ist es auch von der Pflege zu verlangen, eine solche Anordnung direkt umzusetzen. Das selber anhängen ist ein Entgegenkommen (ich hab im übrigen noch keine Station erlebt, auf der das ein Problem gewesen wäre!).

tortet
09.10.2009, 18:02
Ich musste sehr wohl ein Krankenpflegepraktikum ableisten. Zwar nicht 3 Monate wie jetzt, jedoch 2 Monate.

Wenn dem so ist und Du Dich daran zurückerinnerst..... welche Erfahrungen hast Du damals mit dem Pflegepersonal und den Ärzten gemacht?

Und wie hast Du die (doch körperlich recht anstrengende, wie ich finde) Arbeit empfunden?

ajmalina
09.10.2009, 18:24
Ich habe in meinem letzten Tertial auch drei Wochen erlebt, in der das klima zwischen Ärzten und Pflege auf unserer Station total im Keller war. Da haben sicherlich alle drunter gelitten und wahrscheinlich auch am Ende die Patienten. In der Zeit kamen z.B. auch Beschwerden warum wir bei so vielen Patienten 3x tgl. RR/P oder 3x tgl. BZ ansetzen würden. Okay, ich habs RR-Messen auf der ganzen Station auch nie gemocht, aber für eine Blutdruckeinstellung und BZ unter Prednisolon braucht man einfach ein paar Werte. Und diese Anordnungen wurden dann durch die Bank einfach nicht ausgeführt. Da haben wir uns gefreut, wenn nach 3 Tagen insgesamt 3 Werte in der Kurve standen. Dass sich die Pflegenden im dümmsten Fall damit ins eigene Bein schießen haben sie leider nicht verstanden.
Prinzipiell war das Pflegeteam der Station nicht schlecht und hat auch viel selber gemacht. Aber da habe ich gesehen, wie verheerend ein solches Klima sein kann. Lösen konnten wir es dann mit mehreren Gesprächen durch den OA und sehr deutlichen Worten.

Das mit dem angesprochenen BZ von 15 ist so eine Sache: Wenn ich gerade wenig zu tun habe, würde ich auch die Glc selbst anhängen. Aber wenn ich eh gerade rotiere, denke ich ist es auch von der Pflege zu verlangen, eine solche Anordnung direkt umzusetzen. Das selber anhängen ist ein Entgegenkommen (ich hab im übrigen noch keine Station erlebt, auf der das ein Problem gewesen wäre!).


Druch die Bank hinweg nicht ausgeführt...das Problem ist, wenn es nicht mal ein richtiges Donnerwetter gibt, dann wird das weiterhin auch so bleiben. Wenn man weiss, mann kein etwas ohne negative Konsequenzen tun und hat dabei auch kein schlechtes Gewissen ( was man ja nicht hat, sonst würde man die anordnungen befolgen )...dann wird man es ewig tun. zu so einer situation kommt es nur, weil 1000 augen zugedrückt werden. wem nützt das? der patient hat darunter zu leiden. und ein assistenzarzt, der es sich nicht mit dem pflegepersonal verscherzen will, des schweigt dann halt auch.
was heissz deutliche worte? was wurde gesagt?
Das selber anhängen ist ein entgegenkommen...das hast du schön gesagt.

ajmalina
09.10.2009, 18:28
Wenn dem so ist und Du Dich daran zurückerinnerst..... welche Erfahrungen hast Du damals mit dem Pflegepersonal und den Ärzten gemacht?

Und wie hast Du die (doch körperlich recht anstrengende, wie ich finde) Arbeit empfunden?


Mit den Ärzten hatte ich kaum was zu tun. Ich war ja den ganzen Tag damit beschäftigt RR, Temp, und HF zu messen, Essen auszuteilen und Bettflaschen zu leeren.
Die Schwestern waren nett. Viele erzählten, dass sie selber gerne Medizin studiert hätten.
Ja, es war eine körperlich relativ schwere Arbeit. Am Ende des Tages war ich fix und alle.

MissGarfield83
09.10.2009, 18:43
Bevor das hier in weiteres Ajmalina Bashing ausartet ... Back to topic :)

Stellen wir soweit fest -

es gibt engagierte plegerische Kollegen , aber auch Flachpfeifen. Es gibt falsche Organisation - die , wenn man sie versucht zu ändern doch so bleibt wie ise ist aufgrund des Standesdünkels beider Seiten - ärztlicher wie auch pflegerischer und dort wo es klappt, verbessert sich die Effizenz der Station drastisch.

Was lernen wir daraus ? Nie aufhören es zu versuchen ein positives Klima und eine optimale Organisation durchzusetzen ... !!!

Evil
09.10.2009, 18:52
Kleine Anmerkung am Rande:

wenn ich als mittlerweile Altassistent sehe, daß eine neuer Kollege bei einem BZ von 15 mg/dl nicht schnurstracks selber eine G40 spritzt und dann eine G10 anhängt, zieh ich dem die Ohren lang!
Das ist eine lebensbedrohende Situation wo der Patient zumindest kurzzeitig ärztlich überwacht gehört; da ist nicht anordnen und dann verpissen!