Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhaeltnis zum Pflegepersonal
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Mietzekatze
09.10.2009, 15:25
:-party
ajmalina
09.10.2009, 15:26
Hallo!
Ich antworte Dir mal aus der Sicht einer Krankenschwester
Ja, weil DIE sich vorbereitet haben und vielleicht gemeinsam schon überlegt haben, was sie in dem Gespräch alles anbringen wollen.
Das mit dem "ins Bein geschossen" verstehe ich nicht ganz.
Aber sei gewiss, Krankenschwester haben auch einen Ablaufplan, um ihren Kram zu schaffen. Du hast es bestimmt auch nicht gerne, ständig bei irgendwelchen Sachen unterbrochen zu werden, oder?
Wir arbeiten mit Menschen. Da ist es KLAR, dass man nicht jeden notfall einplanen kann. und nein, mich stört es nicht wenn ich einen arztbrief schreibe und es einem patienten auf station schlecht geht und ich gerufen werde. ich gehe dorthin und mache meine arbeit so gut es geht. soll ich den patienten anschreien was ihm einfällt dass ihm jetzt übel ist, wenn ich doch meine briefe schreiben muss? na klar haben KKS einen ablaufplan...aber wenn ein notfall kommt, muss das essen halt mal noch 5 minuten warten. geht nicht, oder?
Ehrlich gesagt, mit dieser Antwort (falls Du sie wirklich so gegeben hast), hättest Du Dich bei mir völlig disqualifiziert. Die sagt nämlich rein gar nix aus. Ausserdem lasse ich mich nicht gern mit irgendwelchen Kaninchen, für die Du auf der Straße bremst, auf eine Stufe setzen...
:-)) haha, jetzt musste ich mal kurz lachen. so habe ich sie natürlich nicht gegeben. ich habe gesagt, dass ich sie respektiere wie jeden anderen auch. lebewesen habe ich nicht gesagt :-)) und dass ich wirklich nicht weiss, wieso sie das denken.
Ich nehme mal an, dass "Deine" Oberärzte nicht zur Besprechung erschienen wären, hätten sie sie nicht für wichtig empfunden. Wennes Quatsch gewesen wäre, hätten sie ja auch das Ganze abbrechen können
Ja klar. Meine OÄ sind 2 super leute, die wollen, dass alles ok ist. deswegen haben die das mitgemacht. glaub mir...in der nicht anwesenheit der KKS heisst es: da ist die station mal voll und da haben die schwestern wieder zu meckern.
Tja, denn was nützt diese Antwort? Schade, dass es Dir schlecht geht, aber mir geht es noch viiiieeeel schlechter. Ja, und nu?
Was ich damit sagen wolllte ist, dass Menschen die noch mehr arbeiten müssen nicht so am rumheulen sind und das es anscheindend daran liegt, dass die einen belastbarer sind als die anderen.
Ah ja, der "Kram" der Krankenschwestern ist banal, aber Du hast die wichtigen Dinge zu sagen...
Was ist wichtiger: Dass sich irgendwelche 2 Leute auf dem Flur grüssen oder dass die Patienten ihre Medikamente zu der Zeit kriegen, zu der sie sie nehmen sollen? Die Antwort kannst du dir selber geben.
Ganz ehrlich, kann es sein, dass Du bei den Schwestern einfach inzwischen einen total schlechten Stand hast und sie einfach keinen Bock auf eine (gute) Zusammenarbeit mit Dir haben? Natürlich sind die Vorfälle, die Du genannt hast, absolut nicht ok, aber ich denke, der Hund liegt woanders begraben. Passieren solche Sachen auch bei anderen Kollegen?
Ja. Sie passieren auch bei anderen Kollegen. Und ehrlich gesagt...ich habe einen schlechten Stand bei den Schwestern, die ihre Frühstückspause ERZWINGEN müssen und keinen BOCK haben zu arbeiten. bei denjenigen, die lieber draussen stehen und rauchen anstatt an die klingel zu gehen und den patienten nicht 30 min auf dem topf sitzen zu lassen. bei denen die, wenn das wort ´schweinegrippe´fällt lauf anfangen auf dem flur zu grunzen wie ein schwein. genau bei diesen habe ich einen schlechten stand, jawohl. weil ich solche faulheiten und unseriöses verhalten einfach nicht abhaben kann.
Na, da hat sich Dein Oberarzt aber auch schön sachte aus der Affäre gezogen. Es reicht aber nicht nur, fachlich gut zu sein - Emotionale Intelligenz ist das Zauberwort.
Wer fachlich nicht gut ist, versucht in der emotionallen Intelligenz, welche ja ganz bestimmt bei den Schwesternübergaben am meisten trainiert wird ( die soziale Kompetenz lach ) noch besser zu werden.
Na das hast Du ja super hingekriegt... Ich fürchte, jetzt ist ein paar Tage Ruhe und dann geht es so weiter wie bisher. Ich sehe nämlich nicht, dass Ihr irgendwie versucht habt, eine Lösung für die Probleme zu finden (z.B. für die organisatorischen Sachen, die hohe Belastung etc.). Es sei denn, Du hast hier nichts davon geschrieben.
Nun meine liebe, es lässt sich nunmal nicht planen, dass EKGs nur um 9 Uhr morgens geschrieben werden. Und die hohe Belastung...wie gesagt..meine Nachtdienste können die schwestern nicht machen...und wenn ich medikamenten austeile,...wer schreibt dann die briefe?:-bee
ajmalina
09.10.2009, 15:30
Weil die KS damit vielleicht ausdrücken will, dass Du Dein Sch***- EKG selbst schreiben sollst ?:-nix
ja, klar, ich hätte kein problem damit.
wie ich schon öfters angedeutet habe...das problem liegt, meiner meinung nach, in der zuständigkeitsaufteilung. ich kann dem patienten auch selber das essen geben! hätte ich auch kein problem damit. nur was macht dann die pflege im krankenhaus?
ajmalina
09.10.2009, 15:36
Na, dann kannst Du ja demnächst Deine ausserplanmäßigen EKGs und BEs auch alleine machen... Und überhapt alles, was so den ganzen Tag anfällt. Sorry, aber das musste sein. So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört.
Ich glaube, da verstehst Du was falsch. Du hast scheinbar nur Deine fachlichen Dinge im Blick...
Allerdings finde ich, dass manche Schwester, die schon lange im Dienst ist, einfach auch sehr viel Erfahrung hat und deshalb meiner Meinung nach auch Anordnungen infrage stellen darf.
Na klar kann ich die alleine machen. Alle ärzte können die alleine machen. aber das ist doch nicht das problem. und genau durch DIESES aussage `dann kannst du ja demnächst deine ausserplanmässigen EKGs und BEs auch alleine machen `zeigt die allgemeine grundhaltung. ´sie kannst doch selber machen´. ja klar kann sie! aber SIE hat eben dinge zu erledigen, die DU nicht kannst, und deswegen zur ENTLASTUNG bist DU da. mietzekatze, stellt du meine diagnosen in der ambulanz und ich übernehme deine arbeit. ist das dein wunsch?
Ja, die fachlichen Dinge sind das wichtigste. Die gesundheit des Patienten ist das wichtigste, und somit die fachliche Kompetenz.
Eine Krankenschwester die 20 jahre arbeitet darf eine anordnung in frage stellen? vielleicht sollte man eine regelung einführen: alle schwestern die über 30 jahre im dienst sind können ab morgen die ambulanz schmeissen und die jungen ärzte gehen nach hause. wäre auch im sinn der patienten, oder?
ajmalina
09.10.2009, 15:44
Also, ich möchte mal ein Krankenhaus sehen, das ohne die Pflege funktioniert ;)
Nichts für ungut, aber wenn Du Dergleichen auch gegenüber dem Pflegepersonal vertrittst wundert es mich nicht so sehr, dass Du dort keinen guten Stand hast.
Mich würde interessieren, wie du denn die sache siehst.
ajmalina
09.10.2009, 15:47
Bei uns war´s damals auch so, dass der wo Visite gemacht hat, die Anordnungen auch selber aufgeschrieben hat und die SChwestern haben´s danach ausgearbeitet.
Hat auch nicht immer geklappt. Vor allem das Röhrchenstellen für die Blutentnahmen haben die nciht hinbekommen. Die waren ja auch fest der Meinung ,dass es die Aufgabe von uns ÄRzten ist, das zu kontrollieren. Einerseits haben die ganz gerne mal so getan, als ob sie die besseren Ärzte wären, aber wenn´s um Verantwortung ging, waren wir ÄRzte immer in der Bütt, weil wir letztendlich für die Patienten verantwortlich waren.
Das Verhältnis zur Pflege war in der Inneren fürchterlich, regelrechtes Mobbing. Kein Respekt uns Ärzten gegenüber. Arrogant ohne Ende. Bei denen stand wohl in der Dienstanweisung, dass sie zwei Rundgänge pro SChicht machen sollten, tja wenn man dann außer der Reihe noch Blut für´s Labor hatte (weil Notfall), hieß es dann- Wir haben schon unsere Rundgänge gemacht, wenn du´s Blut in´s LAbor haben willst, dann mach es gefälligst selber! Ansonsten haben die sich gerne mal extrem dämlich angestellt- wehe es gab mal ne Untersuchung, die nicht zum Standardprogramm gehört hat.
Schon mal Hungerversuch mit Patienten gemacht? Sehr witzig, wenn jeder! LAborzettel falsch ausgefüllt ist und der BLutzucker statt mit dem BZ- Gerät zu machen in´s LAbor zur Auswertung am nächsten Tag gebracht wird. Tja der Abstand zur Folgeuntersuchung hängt ja auch nur vom BZ ab. Trotz detailliertem Plan, wo genau drin stand wann was gemacht werden sollte.
Während den Visiten sind wir wegen jedem Pups gestört worden. Wenn jemand auf Station angerufen hatte und nach nem Arzt gekräht hat, hat die Pflege natürlich nicht gefragt was derjenige will. Merkwürdigerweise ist nach einem Anruf der Handapparat immer auf dem Visitenwagen geblieben. Auf Visite sind die natürlich auch nur mitgegangen wenn sie mal Bock hatten (also fast nie). Aber wehe es gab während den heiligen Übergaben mal was dringendes und wir mussten mal stören- Alaaarm. Überhaupt wurde um jede Tätigkeit ein riesen Bohai gemacht. Uaahhhh- Rundgang, Visite ausarbeiten, Übergabe. Ich hab mich immer gewundert was das für spanndende Sachen sein könnten. Bis ich mal bei ner ÜBergabe dabei saß: Die unwichtigen Infos wurden weitergegeben, aber die wirklich wichtigen Sachen (z.B. dass eine Untersuchung noch gaanz dringend angemeldet werden musst, weil die dringlich stattfinden sollte etc. oder wichtige Diagnosen) wurden nicht weitergegeben.
Achso- dem Praktikanten (oder wer das war) wurde noch nciht mal zugetraut auszurichten, dass Patient x zur Untersuchung y abgerufen wurde. Begründung: Er wäre ja keine examinierte Kraft- ja ne is klar.
Den gleichen Spass hab ich dann auch von Patientenseite mitgemacht- als Arzt hat man da echt verloren.
Ah-bevor ich´s vergess: Zur Zeit ist das Verhältnis zum qualifizierten Assistenzpersonal echt super. Nur die ungelernten machen hin und wieder Probleme- aber nix wirklich unerwartetes.
Wir haben so viel Spass. Die unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Verantwortungen werden respektiert. Wenn ich Zeit hab, mach ich auch mal ne Arbeit von den Arzthelferinnen mit, vor allem wenn´s schnell gehen muss und die auch zu tun haben, dafür arbeiten die mir echt super zu, wenn´s bei mir brennt (sonst natürlich auch)
Dafür kotzt mich gerade die Zusammenarbeit mit einer meiner Kolleginnen extrem an.
Das ist mal ein Beitrag, den ich 1:1 unterschreiben kann. Es ist genau das selbe. überall.
ajmalina
09.10.2009, 15:50
Bei uns ist es alles ein wenig angespannt z.T.
Verbänden werden grundsätzlich, auch wenn sie durchgeblutet sind mitten in der Nacht, nur von uns Docs gemacht, dafür wird dann auch mal auf dem Diensttelefon sturm geklingelt.
Zugänge werden selbständig von der Pflege entfernt, auch bei Patienten, die eine riesigen Wirbelsäulen-OP hatten, ohne das 1. postop. Labor abzuwarten. Wenn wir dann vielleicht doch noch was geben müssen, dann kommt der schöne Spruch "Tja, da musst Du wohl noch nen Zugang legen..."
Visite geht zwar jemand mit, aber gemacht wird davon auch nur die Hälfte was wir sagen hab ich manchmal den Eindruck.
Naja, alles schwierig muss ich sagen...
das ist auch wieder typisch.
und ich glaube nicht, dass sunrise und wackendoc einen knall haben. sie regen sich über die gleichen dinge auf, über die ich mich auch aufregen würde und über die sich jeder arzt aufregen würde.
vielleicht regst du dich ja über das selbe auf, wenn dir aber zwischen deinen und den von dir zitierten texten/einstellung kein unterschied auffällt, dann braucht man sich nicht zu wundern. schlagwort nabel der welt vs respekt?
das ganze hat bei dir schon alttestamentarische züge, die hat angefangen, ich machs genauso ********.
btw mit einer ansammlung von möglichst vielen fachausdrücken hintereinander beeindruckst du höchstens das impp
ajmalina
09.10.2009, 16:01
Das ist Urkundenfälschung - da würd ich ziemlich fuchsig werden und denjenigen zur Verantwortung ziehen ...
Oh ja! Das ist eine Unverschämheit, dafür würde ich gleich mal das gehalt kürzen.
Aber unsere Miezekatze hier wird wahrscheinlich gleich wieder miauen:
Wenn es eine erfahrene Schwester ist kann sie durchaus mal die Anordnungen in Frage stellen.
Oder etwas nicht, Miezekatze?
ajmalina
09.10.2009, 16:05
vielleicht regst du dich ja über das selbe auf, wenn dir aber zwischen deinen und den von dir zitierten texten/einstellung kein unterschied auffällt, dann braucht man sich nicht zu wundern. schlagwort nabel der welt vs respekt?
das ganze hat bei dir schon alttestamentarische züge, die hat angefangen, ich machs genauso ********.
btw mit einer ansammlung von möglichst vielen fachausdrücken hintereinander beeindruckst du höchstens das impp
Was ist denn mit Dir los? Ich möchte niemanden beeindrucken, das war ein ganz einfaches Beispiel einer Situation die bei Visite stattfinden kann. Von beeindrucken wollten keine Spur.
Mir fällt sehr wohl ein Unterschied auf. Aber die Botschaft ist die selbe. Der eine sagt es durch die Blume, der andere nicht.
ajmalina
09.10.2009, 16:09
Also ich weiss nicht - Kuchen, damit die Pflege netter ist? Alles was wichtig ist selbst machen, weil die Pflege Anordnungen nicht ausführen können?
Das ist doch einfach zum Schreien. Mir scheint den Leuten ist nicht immer ganz klar, in welcher Berufsrolle sie sich eigentlich befinden, dass es dazu keine Diskusionen gibt und es auch keinen Krieg geben sollte.
D Dimere einfach mal so abnehmen? Diagnosen im Vorraus stellen? Verordnungen nicht ausführen. *kopfschüttel*
Leider erlebe ich as auch immer mal wieder....
Da ist die Pflege dann nicht so ganz einverstanden mit ärztlichen Verordnungen und schon wird einfach im Anordnungsblatt gestrichen oder "verbessert". Dazu kann ich nur sagen, wenns verordnungtechnisch so daneben sein sollte, dann kann man das vernünftig an-/ besprechen, ebenso wie Therapievorschläge auf der Visite.
Laborparameter sollten je nach Fachbereich zum Teil schon von der Pflege bestimmt werden. Ich meine da sowas wie BZ, Elektrolyte und BGA`s - da sollten die Leute auch was von verstehen und das Zeugs selbst steuern können. Alles andere gehört den Docs.
Der fast beste Knaller, den ich vor kurzem erlebte:
Pfleger zur Narkoseärztin: hast du schon oft narkosen bei kindern gemacht?
Narkoseärztin: nein.
Pfleger: na dann mach ich das wohl gescheiter.
:-((:-kotz
Man könnte ja notfalls auch n bissle die Ärztin unterstützen, wenn sie es denn möchte und ihr net gleich das ganze Ruder aus der Hand reissen.
Genau das selbe wieder in grün.
Mietzekatze
09.10.2009, 16:14
Na klar kann ich die alleine machen. Alle ärzte können die alleine machen. aber das ist doch nicht das problem. und genau durch DIESES aussage `dann kannst du ja demnächst deine ausserplanmässigen EKGs und BEs auch alleine machen `zeigt die allgemeine grundhaltung. ´sie kannst doch selber machen´. ja klar kann sie! aber SIE hat eben dinge zu erledigen, die DU nicht kannst, und deswegen zur ENTLASTUNG bist DU da.
Hallo? Das ist Doch DEINE Aussage gewesen! DU brauchst doch kein Pflegepersonal!
Ausserdem - ICH bin zu DEINER Entlastung da? Na, herzlichen Dank. Ich bin für die Pflege da, das ist ein eigenständiges Aufgabenfeld. Und ich bin nicht dazu da, um Dir den Arsch hinterher zu tragen *sorry*.
mietzekatze, stellt du meine diagnosen in der ambulanz und ich übernehme deine arbeit. ist das dein wunsch?
DARUM GEHT ES HIER GAR NICHT!!!
Ja, die fachlichen Dinge sind das wichtigste. Die gesundheit des Patienten ist das wichtigste, und somit die fachliche Kompetenz.
Natürlich ist die Gesundheit das wichtigste, aber das heisst doch nicht, dass mit dem Einstellen des Diabetes, mit dem Zusammenflicken der Knochen oder der Chemo alles wieder gut ist. Wie stellst Du Dir das vor? Warst Du selber schon mal Patientin? Und zwar so richtig? Was macht Ihr denn mit Euren älteren/alten Patienten? Du hast Dich doch vorhin beschwert, dass die Schwestern jemanden 30 Min. auf dem Steckbecken sitzen gelassen haben. Sollte Dir das nicht egal sein? Aber nein, da haben die Schwestern ja was falsch gemacht. Ich glaube, Du kannst überhaupt nicht einschätzen, was man als Pflegepersonal den ganzen Tag zu tun hat. Du siehst nur Dein nicht geschriebenes EKG. Weil Du eben gelernt hast, dass in dem und dem Fall ein EKG geschrieben werden muss.
Eine Krankenschwester die 20 jahre arbeitet darf eine anordnung in frage stellen? vielleicht sollte man eine regelung einführen: alle schwestern die über 30 jahre im dienst sind können ab morgen die ambulanz schmeissen und die jungen ärzte gehen nach hause. wäre auch im sinn der patienten, oder?
UND NOCHMAL: DARUM GEHT ES HIER NICHT!!!
Und ich wünsche Dir, dass Du niemals in die Situation kommst, auf die Hilfe von Kollegen (pflegerischerseits) angewiesen zu sein. Ich habe schon Ärzte gesehen, die im Nachhinein verdammt froh waren, dass Anordnungen nicht einfach so ausgeführt worden waren.
papiertiger
09.10.2009, 16:14
Was ist denn mit Dir los? Ich möchte niemanden beeindrucken, das war ein ganz einfaches Beispiel einer Situation die bei Visite stattfinden kann. Von beeindrucken wollten keine Spur.
Mir fällt sehr wohl ein Unterschied auf. Aber die Botschaft ist die selbe. Der eine sagt es durch die Blume, der andere nicht.
Ich hoffe doch sehr (und gehe davon aus), dass die von Dir zitierten User nicht "durch die Blume" das gleiche ausdrücken wollten, was Du in Deinen letzten Beiträgen hier illustriert hast.
Es geht (mir) nicht darum, dass Du dich nicht über problematische Verhaltensweisen seitens der Pflege aufregen darfst - natürlich kommt sowas vor (andersrum im Übrigen auch), und natürlich darf man das thematisieren.
Aber: Du erweckst hier den Eindruck, die Arbeit der Pflege für überflüssig zu halten und Deine Eigene für ungleich viel wichtiger. Und das tut außer Dir hier niemand. Weil es schlicht nicht der Realität entspricht.
Ein Krankenhaus funktioniert nun mal nur, wenn jede der dort tätigen Berufsgruppen (und das umfasst noch einige mehr als Ärzte und Pflegende) ihre Arbeit macht. Wenn Du das nicht siehst hast du meines Erachtens etwas Grundlegenes nicht verstanden.
Mietzekatze
09.10.2009, 16:16
Oh ja! Das ist eine Unverschämheit, dafür würde ich gleich mal das gehalt kürzen.
Aber unsere Miezekatze hier wird wahrscheinlich gleich wieder miauen:
Wenn es eine erfahrene Schwester ist kann sie durchaus mal die Anordnungen in Frage stellen.
Oder etwas nicht, Miezekatze?
Ehrlich gesagt, lass mich einfach in Ruhe.
Hier wird bitte nicht provoziert! Persönliches per PN klären oder unterlassen.
ajmalina
09.10.2009, 16:28
Hallo? Das ist Doch DEINE Aussage gewesen! DU brauchst doch kein Pflegepersonal!
Ausserdem - ICH bin zu DEINER Entlastung da? Na, herzlichen Dank. Ich bin für die Pflege da, das ist ein eigenständiges Aufgabenfeld. Und ich bin nicht dazu da, um Dir den Arsch hinterher zu tragen *sorry*.
DARUM GEHT ES HIER GAR NICHT!!!
Natürlich ist die Gesundheit das wichtigste, aber das heisst doch nicht, dass mit dem Einstellen des Diabetes, mit dem Zusammenflicken der Knochen oder der Chemo alles wieder gut ist. Wie stellst Du Dir das vor? Warst Du selber schon mal Patientin? Und zwar so richtig? Was macht Ihr denn mit Euren älteren/alten Patienten? Du hast Dich doch vorhin beschwert, dass die Schwestern jemanden 30 Min. auf dem Steckbecken sitzen gelassen haben. Sollte Dir das nicht egal sein? Aber nein, da haben die Schwestern ja was falsch gemacht. Ich glaube, Du kannst überhaupt nicht einschätzen, was man als Pflegepersonal den ganzen Tag zu tun hat. Du siehst nur Dein nicht geschriebenes EKG. Weil Du eben gelernt hast, dass in dem und dem Fall ein EKG geschrieben werden muss.
UND NOCHMAL: DARUM GEHT ES HIER NICHT!!!
Und ich wünsche Dir, dass Du niemals in die Situation kommst, auf die Hilfe von Kollegen (pflegerischerseits) angewiesen zu sein. Ich habe schon Ärzte gesehen, die im Nachhinein verdammt froh waren, dass Anordnungen nicht einfach so ausgeführt worden waren.
Ich habs gewusst! Hier ist wiedermal das Problem: Die Pflege ist ein eigenständiges Aufgabenfeld. Natürlich ist er das. Aber: Wieso werden dann nicht Menschen eingestellt, die alles andere machen AUSSER Pflege und medizinische Betreuung? Leute die essen austeilen, die Medikamente richten und austeilen, usw? Was genau gehört denn in die Pflege? Die Leute zu waschen..und was noch? Mach einen Vorschlag. Ärzte ordnen Medikamente an, holen sie auch selber aus dem Schrank und geben sie den Patienten. ok. Damit wärt ihr entlasstet, oder? Hm...mal überlegen. Blutdruck und Temperatur jeden Morgen. Können wir auch machen. Gehört ja auch nicht zur Pflege. Also haben wir euch schonmal das Medis austeilen und Blutdruck und Temp messen abgenommen. Ist das recht so? Das sind ja sachen die nicht zur pflege gehören, sehe ich das richtig?
Keiner hat gesagt, dass du jemandem dem Arsch hinterhertragen sollst. Ich habe noch NIE eine KKS um einen persönlichen Gefallen gebeten. Wenn ich ein EKG anordne und eine KKS hat keinen BOCK darauf, dann habe nicht ICH ein Problem, sondern die KKS.
ajmalina
09.10.2009, 16:48
Warum werden denn eigentlich Anordnungen gemacht? Die Anordnungen werden VON den Ärzten, ÜBER die Patienten AN die KKS weitergegeben. Das habe nicht ich erfunden. Das ist seit 10000 Jahren so. Ist also nicht meine Schuld.
Und warum? Richtig! Damit die Krankenschwester das ausführt, was der Arzt da hinschreibt. Oder sehe ich das falsch? Und warum soll das die Krankenschwester machen? Richtig! Weil sie dadurch den Arzt unterstützt.
Natürlich kann man das mit den Anordnungen auch sein lassen...dann geht der Arzt durch, macht seine Visite, schreibt sich auf ein Blatt Papier was der Patient benötigt und geht um 13 Uhr an den Schrank und holt die Medikamente raus. Für jeden einzelnen Patienten. Und gibt sie ihm. Gar kein Problem. Und Blutdruck messen 3 mal täglich...auch kein Problem. Können wir alles machen. Dann müssen die KKS uns nichts mehr ´hinterhertragen´. Und dann wären alle froh. Das Pflegepersonal müsste dann auch nur noch 4 pro Tag arbeiten, weil ja die arbeit, mit der WIR sie beauftragen ( Anordnungen bearbeiten!! )wegfällt. Aber das wäre ja nur korrekt, denn die Anordnungen bearbeiten...das gehört ja nicht zur Pflege. Das gehört zum Kapitel dem Arzt den Arsch hinterhertragen. Soll er es demnach doch selber machen.
Hoppla-Daisy
09.10.2009, 16:53
Du merkst es nicht, oder? Die ART, wie du Dinge vorträgst (und ich denke, dass es im täglichen Miteinander nicht großartig anders ist ;-)), lässt einfach gegenseitigen Respekt vermissen. Und wie heißt es doch so schön: Wie man in den Wald hineinruft....... den Rest des Satzes spar ich mir ;-)
vielleicht ist es möglich, HIER mal wieder den Ball etwas flacher zu halten? :-)
Es ist manches Mal nicht einfach, wenn ein "Anfänger"-Arzt von einem Tag auf den anderen alleine eine Station schmeissen soll (und das trifft auch für "Erfahrene" zu, die an einer neuen Stelle arbeiten).
Selbstverständlich ist dann ein Großteil des Pflegepersonals - sowohl fachlich als auch (natürlich auch) organisatorisch - dem "Neuankömmling" überlegen.
Das Problem ist, dass der "Anfänger" oft auf sich allein gestellt ist, d.h. nicht adäquat von den Kollegen und/oder OAs eingelernt wird.
Damit ist vorprogrammiert, dass der Neuling auf die Hilfe der Pflegenden angewiesen ist, die sich - verständlicherweise - für das Einlernen eines neuen Arztes nicht verantwortlich fühlen.
Unter dieser Situation leiden häufig gerade die fachlich-theoretisch kompetenten mit einem ausgeprägten Selbst- bewußtsein ausgestatten Ärzte.
Andererseits sind manche Tipps des Pflegepersonals zu hinterfragen -> dann entstehen Reibungspunkte, weil letztlich der Arzt die Verantwortung hat.
Manche Pflegende reagieren - wenn sie um Rat gefragt werden - mit "was kann der neue Arzt denn überhaupt"??
Und dies verunsichert einige der "Anfänger" im Arztberuf. Oft sind es genau die Docs, die recht gut ausgebildet sind und verantwortungsvoll handeln, deren Selbstwertgefühl aber nicht besonders ausgeprägt íst.
Dieses mangelnde Selbstwertgefühl überspielen sie dann durch - scheinbare - Arroganz.
Manche der Pflegenden können damit gut umgehen und helfen dem "Anfänger" ohne ihn ständig spüren zu lassen, dass sie in einigen Dingen dem Arzt/der Ärztin zwangsläufig überlegen sind.
Wenn die Pflegenden dies vermitteln (können) und der Arzt auch - sinnvolle - Tipps des Pflegepersonals annimmt - kann ein gutes Miteinander entstehen.
Die oben geschilderte Problematik ist einer der Gründe, warum das Verhältnis von Pflegenden und Ärzten oft nicht einfach ist.
ajmalina
09.10.2009, 16:59
Ich hoffe doch sehr (und gehe davon aus), dass die von Dir zitierten User nicht "durch die Blume" das gleiche ausdrücken wollten, was Du in Deinen letzten Beiträgen hier illustriert hast.
Es geht (mir) nicht darum, dass Du dich nicht über problematische Verhaltensweisen seitens der Pflege aufregen darfst - natürlich kommt sowas vor (andersrum im Übrigen auch), und natürlich darf man das thematisieren.
Aber: Du erweckst hier den Eindruck, die Arbeit der Pflege für überflüssig zu halten und Deine Eigene für ungleich viel wichtiger. Und das tut außer Dir hier niemand. Weil es schlicht nicht der Realität entspricht.
Ein Krankenhaus funktioniert nun mal nur, wenn jede der dort tätigen Berufsgruppen (und das umfasst noch einige mehr als Ärzte und Pflegende) ihre Arbeit macht. Wenn Du das nicht siehst hast du meines Erachtens etwas Grundlegenes nicht verstanden.
Liebe Papiertiger,
ich halte die Arbeit nicht für überflüssig, im Gegenteil. Das habe ich auch nie behauptet. Sie ist sogar sehr wichtig! Sonst würde, wie du schon gesagt hast, alles nicht funktionieren. Das was ich versuche zu vermitteln ist, dass der Grundpfeiler eines KKH die Medizin ist. Und nicht die Pflege. Es geht nicht um überflüssig, sondern darum, anschauliches Beispiel: Was ist wichtiger: Dass ein Patient jetzt sein essen bekommt beim Essen austeilen, oder dass einem anderen Patienten rasch eine 500 ml Glukose drangehängt wird weil er einen BZ von 15 hat. Eine KKS die viel zu tun hat und ihre arbeit zu ende machen will sagt: Ich habe jetzt keine Zeit, ich muss essen austeilen. Machs selbst. Und wenn man dann meckert, wird man als arrogant abgestempelt. Klar kann man es selber machen. Aber wie schon gesagt: Man kann ( wir können ) alles selber machen.
Ich denke dieses Beispiel bringt es auf den Punkt.
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