PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhaeltnis zum Pflegepersonal



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 [13] 14 15

wildcoyote
10.10.2009, 22:02
kann nicht einer der Mods diese "One-Woman-Show" hier mal beenden? gibts schließlich auch Leute die in 3 Tagen das Exam schreiben und vielleicht paar Sachen nachschlagen wollen, stattdessen wird hier Heißluft durch die Gegend geflamet:-dafür

ajmalina
10.10.2009, 22:04
:-??? was hat das eine mit dem anderen zu tun??
was hat mein thread mit irgendwelchen leuten zu tun die in 3 tagen examen schreiben...?

verrückte welt.....
ich bin raus für heute.

Evil
10.10.2009, 22:06
Heisst das mit anderen worten, dass du denkst, dass ICH daran schuld bin, wenn das pflegepersonal nicht tut was es soll? dass ich daran schuld bin, dass die besagte schwester um 4 uhr morgens nicht das bett in die überwachung schieben wollte?
Du hast es erfaßt. Keine Schwester will auf ihrer Station einen akut bedrohten dekompensierenden Patienten behalten, im Gegenteil, die sind ganz wild darauf, die auf Intensiv zu turfen.
Also hast Du die Schwere Situation (oder auch Deine Einschätzung davon, die ja nicht zwingenderweise der Realität entsprechen muß) wohl nicht wirklich vermitteln können.



übrigens...du bist nicht weiter auf sie von mir geschilderte und erlebte situation eingegangen. habe ich in deinen augen irgendetwas falsch gemacht? wieso kannst du nicht einfach sagen: ja, die schwester hätte das tun sollen, was du wolltest. ohne herumzudiskutieren.
wieso kannst du das nicht sagen? es ist doch offensichtlich, dass es hier keinen raum für interpretationen gab und ich schon gar nicht minutenlang die situation erklären musste. aber du sagst es nicht. statt dessen sagst du mir, ich soll führungsqualitäten entwickeln. das ist doch absurd.
Nein, ich zweifle schlicht an, daß sich die Situation wirklich so ereignet hat, wie Du es hier darstellst.
Ich glaube eher, daß Du mit der Lage insgesamt überfordert warst, denn 2 kritische Patienten auf einen Schlag sind für einen Anfänger wie Du es bist wirklich übel.
Nur, wenn dann tatsächlich was schlecht gelaufen ist und Du die Schuld dafür allein dem Pflegepersonal gibst, klingt das nicht gerade nach Selbstreflexion.

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 22:14
[Mod-Modus ON]Hier wird diskutiert. Es wird nicht beleidigt. Ton hier und da etwas rauher, aber nicht moderationswürdig.[Mod-Modus OFF]

Autolyse
10.10.2009, 22:28
Richtig. Die Autorität hat der Arzt in einem Krankenhaus, WEIL er die kompetenz hat. wenn die schwester die kompetenz hätte, hätte sie die autorität. und dass der arzt in medizinischen sachen kompetenter ist als die schwester, brauchen wir hier hoffentlich nicht diskutieren.
Auch wenn ich genauso gut mit einer Wand sprechen könnte, die würde vermutlich eher begreifen was ich schreibe, dennoch: Es gibt nicht die Autorität, sondern mehrere Formen.


Das ist keine irrelevante Annahme. ich habe dir mit diesem beispiel demonstriert, dass du nicht recht hast. übrigens: so konstruiert ist der fall nicht. wir haben bei uns einen assistenzarzt ( facharzt ) welcher vorher an einem anderen krankenhaus oberarzt war. es ist das selbe. die person ist die selbe, die stelle nicht mehr. er hat also die autoriät, die er vorher hatte, verloren. noch fragen?
Ach, er hat also keine Autorität mehr? Komisch, warum kann der Altassi dich als Anfänger dann rundlutschen?


Verständnis. Es gibt bücher, da kann man reinschauen. dann versteht man es. Meine Aufgabe ist es nicht einer 40 jährigen Schwester zu erklären, warum man bei bauchschmerzen durchaus RR messen sollte. Ich will es nicht, weil es auch der schwester nicht ums verstehen geht, sondern schlicht und einfach um das nicht arbeiten wollen. sie versteht so viele sachen nicht und tut sie trotzdem! sie kennen die medikamente nicht die sie anhängen und tun es trotzdem!
Wissen != Verständis

ajmalina
10.10.2009, 22:59
Du hast es erfaßt. Keine Schwester will auf ihrer Station einen akut bedrohten dekompensierenden Patienten behalten, im Gegenteil, die sind ganz wild darauf, die auf Intensiv zu turfen.
Also hast Du die Schwere Situation (oder auch Deine Einschätzung davon, die ja nicht zwingenderweise der Realität entsprechen muß) wohl nicht wirklich vermitteln können.



Nein, ich zweifle schlicht an, daß sich die Situation wirklich so ereignet hat, wie Du es hier darstellst.
Ich glaube eher, daß Du mit der Lage insgesamt überfordert warst, denn 2 kritische Patienten auf einen Schlag sind für einen Anfänger wie Du es bist wirklich übel.
Nur, wenn dann tatsächlich was schlecht gelaufen ist und Du die Schuld dafür allein dem Pflegepersonal gibst, klingt das nicht gerade nach Selbstreflexion.

Ok. Ich bin schuld daran, wenn das Pflegepersonal nicht das tut, was ich sage. Alles klar. Und der OA wäre daran schuld wenn ich nicht das tue was er sagt, muahahah, das ist gut. hört sich fast so an wie ein gewerkschaftsvertreter oder sowas. wahnsinn.
Na klar muss die einschätzung nicht der realität entsprechen, aber ich bin da nun mal leider der arzt, also zählt nunmal meine einschätzung. wenn ich auf die schwester höre und monitorisiere den patienten nicht, und der is morgen tot, wird meinem OA egal sein, wenn ich sage, ich habe auf die erfahrene schwester gehört, die gesagt hat, der patient muss nicht an den monitor. der würde mir den vogel zeigen.
ich war nicht überfordert, ich hatte einen plan den ich zackig umsetzen wollte und letztendlich hat der ja auch so funktioniert wie ich wollte. der punkt ist, dass ich mich für meine entscheidungen rechtfertigen musste. dass m-u-s-s ich nicht. DAS war es was mich gestört hat und zeit geraubt hat.

evil, du sagst ich bin schuld wenn das personal meine anordnungen nicht ausführt. sowas wahnsinniges habe ich schon lange nicht mehr gehört. ich soll schuld daran sein, wenn blutzuckertagesprofile nicht gemacht werden? wenn patienten nicht täglich gewogen werden? langsam reichts.
du zweifelst daran, dass sich die situation so ereignet hat, wie ich sie schildere. warum kannst du mir das nicht einfach glauben? wieso sollte ich lügen? es kommt fast so rüber, als ob du jemanden hier verteidigen möchtest. hast du eine freundin die kks ist?
mir ist schon klar, dass viele eine kks ausbildung vor dem studium gemacht haben und sich durch meine aussgen angegriffen fühlen. oder vielleicht eine mutter oder tante oder freundin haben die krankenschwester ist und meinen, diesen berufsstand nun verteidigen zu müssen.

man, ich komme mir vor wie eine 5 % partei, die im bundestag für ihr recht kämpft, das ist echt mühsam. :-D:-))

ajmalina
10.10.2009, 23:01
Auch wenn ich genauso gut mit einer Wand sprechen könnte, die würde vermutlich eher begreifen was ich schreibe, dennoch: Es gibt nicht die Autorität, sondern mehrere Formen.


Ach, er hat also keine Autorität mehr? Komisch, warum kann der Altassi dich als Anfänger dann rundlutschen?


Wissen != Verständis

Ja klar hat er die autorität noch, aber eben nicht die eines oberarztes. macht dir wohl spass so zu tun, als ob dus nicht kapierst, wa?

nein, wissen ist nicht gleich verständnis. mit wissen besteht man eine prüfung. erst das verständnis erlaubt es, die wirkliche Kraft des wissens freizusetzen. ich weiss, dass digoxin die HF senkt. aber verstanden habe ich es nicht. wie kommst du darauf, dass es das selbe ist?

Autolyse
10.10.2009, 23:08
Klar. Ich verstehe es nicht, weil ich ob deinem umfassenden Wissen, deiner geballten Kompetenz sowie deines selbstsicheren und unfehlbaren Auftretens genau wie der Rest des Forums paralysiert und von Neid zerfressen bin und daher nur danach trachte dich anzugreifen um meiner Minderwertigkeit zu entfliehen.

Kackbratze
10.10.2009, 23:15
[Ironie=on]Es ist doch nett zu sehen, wie jemand versucht das Dasein in einer kleinen Klitsche dadurch aufzuwerten, indem man auf das Pflegepersonal schimpft...scheinbar nicht ausgelastet durch den Job...[Ironie=off]

ajmalina
10.10.2009, 23:22
Klar. Ich verstehe es nicht, weil ich ob deinem umfassenden Wissen, deiner geballten Kompetenz sowie deines selbstsicheren und unfehlbaren Auftretens genau wie der Rest des Forums paralysiert und von Neid zerfressen bin und daher nur danach trachte dich anzugreifen um meiner Minderwertigkeit zu entfliehen.

:-))

ach komm.
man sieht doch, dass viele hier einfach nichts positives sehen. es wird gesehen: ajmalina gegen pflege. nur weil ich oftmals einfach mal gesagt habe wie es ist. es wird so dargestellt, als ob ich dem pflegepersonal an den karren will, um jeden preis. das ist doch quatsch.
wieso hat keiner gesagt, hey, ist super, dass du die, die die temperatur gefälscht hat, nicht verpfiffen hast. nö, hat keiner was gesagt. irgendwo kam ein kleines ´oh da ist urkundenfälschung, wieso wird damit so lasch umgegangen?`aber dann kam man wieder auf mich die böse zurück und eine mal, endlich wichtige aussage, wurde nicht mehr beachtet. wieso gab es keine aufschreie als ich sagte, dass anordnungen von einer kollegin durch eine schwester durchgestrichen wurden? ist sie etwa auch selber daran schuld? das ist doch wahnsinn. stattdessen gab es aufschreie als ich sagte, ich habe keine lust immer alles zu erklären. kommt leute, das ist doch lächerlich. ich habe dieses beispiel hier genannt, um eben zu zeigen, dass ich kein arsch bin, sondern einfach nur möchte, dass die dinge gut laufen, ohne irgendjemanden in die pfanne hauen zu wollen.
wieso ist denn niemand darauf eingegangen als ich sagte, dass es mit den männlichen pflegern gar keine probleme gibt? weder bei mündlichen, noch bei schriftlichen anordnungen. ist doch klar, dass das kein zufall ist.
und es ist auch kein zufall, dass es sich bei den schwestern die so rumzicken um junge exemplare handelt ( durch die reihe weg ) und auch nicht, dass diejenigen die rumzicken auch diejenigen sind die schon abmahnungen im haus haben und rumheulen sobald beim frühstück irgendein patient klingelt. das sind so offensichtliche sachen...hat sie denn keiner hier wahrgenommen?
schwestern über 50, die pfiffig sind und sich nicht darüber beschwerden, dass es gerade klingelt wenn sie essen....mit denen gibts üüüüberhaupt keine probleme. wie auch, wie schon gesagt, mit den männlichen pflegern nicht.wäre schön, wenn dies auch gelesen würde, und nicht nur wenn ich über die pflege ( zurecht ) schimpfe.

Hoppla-Daisy
10.10.2009, 23:22
man, ich komme mir vor wie eine 5 % partei, die im bundestag für ihr recht kämpft, das ist echt mühsam. :-D:-))
Die geben aber irgendwann entnervt auf und lösen sich auf :-))

ajmalina
10.10.2009, 23:31
Die geben aber irgendwann entnervt auf und lösen sich auf :-))

oder kriegen irgendwann mehr und klettern von 5 auf 18

:-D

John Silver
10.10.2009, 23:42
Leute, jetzt entspannt euch mal. Ajmalinas Ansichten mögen nicht viele Sympathien hervorrufen, aber sie ist noch etwas grün; anstatt sie fertigzumachen, halte ich es für sinnvoller, ihr zu erklären, wie sie die Situation anders angehen kann.


Hallo!
In dem was du sagst gebe ich dir recht. klar ist es geschickter eine fundierte erklärung beizusteuern als auf den tisch zu hauen. ABER: Ich muss mich für meine profesionellen Handlungen nicht rechtfertigen, ausser vor meinem Chef. Und in dem Moment, dem Du gefragt wirst, warum machst du es nicht so wie ich es will, kommt es keiner erklärung gleich, sondern einer rechtfertigung. und in der position in der du bist, musst du das absolut nicht tun. klar, man kann es, wenn man zeit hat. aber die haben wir in der regel nicht.

Hm... Ich formuliere meine Aussage etwas allgemeiner: Sicher ist man als Arzt höher qualifiziert als eine Pflegekraft; deswegen trifft man die medizinischen Entscheidungen und trägt dafür auch die Verantwortung. Wenn die Pflege die Entscheidung eines Arztes hinterfragt, fühlt man sich als Arzt schnell respektlos behandelt, weil man als Entscheidungsträger nicht gern von Menschen angemacht wird, die eben kaum Verantwortung tragen, aber gern das Maul aufreißen. Das verstehe ich gut. Worin wir aber nicht übereinstimmen, ist die Taktik, mit welcher man solchen Situationen begegnet. Deine Reaktion ist impulsiv; sie ist zwar verständlich, aber kontraproduktiv. Meine Taktik erscheint mir wesentlich sinnvoller, denn ich komme mit wesentlich geringerem Aufwand und wesentlich höherer Effektivität an das Ziel, den Respekt der Pflege zu bekommen.

Aggressionen und Streitereien führen zu einem Circulus vitiosus. Niemand will klein beigeben, und am Ende gibt es einen großen Knall, wonach letztlich die Arbeitssituation oft unerträglich wird und es zur Kündigung kommt - nur damit es an der neuen Stelle wieder losgeht. Es ist nämlich so, daß die Pflegekräfte zumindest anfangs Deine Entscheidungen immer hinterfragen werden, hauptsächlich deswegen, weil Neulinge die Gepflogenheiten der bestimmten Station/Notaufnahme/etc. noch nicht kennen und ungewohnte Anweisungen machen - und das Pflegepersonal liebt nichts inniger als den üblichen Ablauf. Der übliche Ablauf ist wohlbekannt und eingespielt; deshalb werden schon die kleinsten Änderungen zuerst argwöhnisch aufgenommen. Aus diesem Grund ist es besser, mit Erklärungen statt mit Schwanzlängenvergleichen zu kommen. Wenn man einige Male eigene Entscheidungen der Pflege gegenüber einleuchtend erklärt, gewinnt man in den Augen der Pflege Respekt, und dann werden die eigenen Entscheidungen nicht mehr argwöhnisch hinterfragt, weil die Pflege Vertrauen in Deine Entscheidungen faßt. Letztlich spart man sich auf diese Weise langfristig jede Menge Zeit, die sonst ständig draufgeht, wenn die Pflege gegen Dich arbeitet. Wenn man aber von Anfang an mit der "ich trage hier den weißen Kittel und sage deswegen, wo es langgeht"-Tour anfängt, hat man schon verloren, auch wenn man formal gesehen nicht unbedingt im Unrecht ist.

Das obengesagte gilt freilich nur für normale Menschen. Leider trifft man in der Pflege, wie überall sonst auch, ab und an auf Arschlöcher, faule Säcke und schlichte Idioten. Die ersten findet man besonders häufig in Spezialbereichen wie Endoskopie, OP oder Intensivstation; die letzteren finden sich eher auf peripheren Stationen, wo sie sich leichter durchwurschteln können. Insbesondere die Pflege in Spezialbereichen bietet immer wieder erstaunlich arrogante und selbstverliebte Exemplare, die sich allen Ernstes einbilden, einige Jahre Erfahrung als Intensiv-, Endoskopie- oder OP-Schwester stellten sie über Assistenzärzte, von PJlern und Studenten ganz zu schweigen. Diese Menschen erkennt man daran, daß sie sich erstens von Anfang an einen unangemessen arroganten Ton erlauben, und zweitens auch nach einiger Zeit nicht die geringsten Zeichen von Respekt zeigen, auch wenn man sich diesen bei normalen Menschen bereits verdient hat. Mit solchen Menschen kannst Du nicht vernünftig reden. Da hilft es nur, wenn man sie, möglichst vor versammelter Mannschaft, unterkühlt höflich darauf aufmerksam macht, daß sie sich einen unangemessenen Tonfall erlauben, und daß ein weiterer Vorfall dieser Art schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen werde. Diese Idioten respektieren Dich nur dann, wenn Du sie an den Eiern packst, sanft zudrückst und andeutest, daß Du keine Hemmungen hast, auch fester zuzupacken. Bedauernswerte Würstchen; zum Glück sind sie deutlich in der Unterzahl.

ajmalina
11.10.2009, 00:18
Leute, jetzt entspannt euch mal. Ajmalinas Ansichten mögen nicht viele Sympathien hervorrufen, aber sie ist noch etwas grün; anstatt sie fertigzumachen, halte ich es für sinnvoller, ihr zu erklären, wie sie die Situation anders angehen kann.


Hm... Ich formuliere meine Aussage etwas allgemeiner: Sicher ist man als Arzt höher qualifiziert als eine Pflegekraft; deswegen trifft man die medizinischen Entscheidungen und trägt dafür auch die Verantwortung. Wenn die Pflege die Entscheidung eines Arztes hinterfragt, fühlt man sich als Arzt schnell respektlos behandelt, weil man als Entscheidungsträger nicht gern von Menschen angemacht wird, die eben kaum Verantwortung tragen, aber gern das Maul aufreißen. Das verstehe ich gut. Worin wir aber nicht übereinstimmen, ist die Taktik, mit welcher man solchen Situationen begegnet. Deine Reaktion ist impulsiv; sie ist zwar verständlich, aber kontraproduktiv. Meine Taktik erscheint mir wesentlich sinnvoller, denn ich komme mit wesentlich geringerem Aufwand und wesentlich höherer Effektivität an das Ziel, den Respekt der Pflege zu bekommen.

Aggressionen und Streitereien führen zu einem Circulus vitiosus. Niemand will klein beigeben, und am Ende gibt es einen großen Knall, wonach letztlich die Arbeitssituation oft unerträglich wird und es zur Kündigung kommt - nur damit es an der neuen Stelle wieder losgeht. Es ist nämlich so, daß die Pflegekräfte zumindest anfangs Deine Entscheidungen immer hinterfragen werden, hauptsächlich deswegen, weil Neulinge die Gepflogenheiten der bestimmten Station/Notaufnahme/etc. noch nicht kennen und ungewohnte Anweisungen machen - und das Pflegepersonal liebt nichts inniger als den üblichen Ablauf. Der übliche Ablauf ist wohlbekannt und eingespielt; deshalb werden schon die kleinsten Änderungen zuerst argwöhnisch aufgenommen. Aus diesem Grund ist es besser, mit Erklärungen statt mit Schwanzlängenvergleichen zu kommen. Wenn man einige Male eigene Entscheidungen der Pflege gegenüber einleuchtend erklärt, gewinnt man in den Augen der Pflege Respekt, und dann werden die eigenen Entscheidungen nicht mehr argwöhnisch hinterfragt, weil die Pflege Vertrauen in Deine Entscheidungen faßt. Letztlich spart man sich auf diese Weise langfristig jede Menge Zeit, die sonst ständig draufgeht, wenn die Pflege gegen Dich arbeitet. Wenn man aber von Anfang an mit der "ich trage hier den weißen Kittel und sage deswegen, wo es langgeht"-Tour anfängt, hat man schon verloren, auch wenn man formal gesehen nicht unbedingt im Unrecht ist.

Das obengesagte gilt freilich nur für normale Menschen. Leider trifft man in der Pflege, wie überall sonst auch, ab und an auf Arschlöcher, faule Säcke und schlichte Idioten. Die ersten findet man besonders häufig in Spezialbereichen wie Endoskopie, OP oder Intensivstation; die letzteren finden sich eher auf peripheren Stationen, wo sie sich leichter durchwurschteln können. Insbesondere die Pflege in Spezialbereichen bietet immer wieder erstaunlich arrogante und selbstverliebte Exemplare, die sich allen Ernstes einbilden, einige Jahre Erfahrung als Intensiv-, Endoskopie- oder OP-Schwester stellten sie über Assistenzärzte, von PJlern und Studenten ganz zu schweigen. Diese Menschen erkennt man daran, daß sie sich erstens von Anfang an einen unangemessen arroganten Ton erlauben, und zweitens auch nach einiger Zeit nicht die geringsten Zeichen von Respekt zeigen, auch wenn man sich diesen bei normalen Menschen bereits verdient hat. Mit solchen Menschen kannst Du nicht vernünftig reden. Da hilft es nur, wenn man sie, möglichst vor versammelter Mannschaft, unterkühlt höflich darauf aufmerksam macht, daß sie sich einen unangemessenen Tonfall erlauben, und daß ein weiterer Vorfall dieser Art schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen werde. Diese Idioten respektieren Dich nur dann, wenn Du sie an den Eiern packst, sanft zudrückst und andeutest, daß Du keine Hemmungen hast, auch fester zuzupacken. Bedauernswerte Würstchen; zum Glück sind sie deutlich in der Unterzahl.

Vielen Dank.
Das war der erste Beitrag in dem jemand zeigt, dass er mein Problem verstanden hat und warum ich so angepisst bin.
Dennoch..ich bin kein Fan von Taktiken...ich liebe die Direktheit. Diplomatie ist für mich, wie ein schönes Zitat sagt ´die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man mit einem einzigen Wort sagen könnte ´ oder auch
´ diplomatie ist, mit dem schwein freundlich aber zielorientiert über die notwendigkeit des sonntagsbratens zu verhandeln´.


Danke nochmal. Mal sehen was draus wird.

Moorhühnchen
11.10.2009, 01:57
Meinst Du nicht der Notarzt in Deiner Schilderung aus dem Jahr 2006 (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=388726&postcount=26)
oder eine dame erzählte ihr, dass ihr uralt mutter vom rettungsdienstabgeholt wurde, und der notarzt hätte wohl das EKG FALSCHRUM gehalten und es nicht gemerkt, bis ein sani es ihm gesagt hat. DAS finde ich krass, und natürlich glaube ich das nicht, sondern stude es als "antiärztepropaganda" ab. wäre froh gewesen, wenn ihn der Sani auf seinen Fehler hingewiesen hätte, wenn es doch so gewesen wäre? Stell Dir vor, er hätte in diesem Moment argumentiert "Ich bin ARZT, also habe ich die fachliche Kompetenz dieses EKG auch falschherum zu lesen" - da hättest Du Dir als Sani doch lachend an den Kopf gegriffen. Ein EKG hält man mal schneller falsch als man denkt.... und auch als Arzt macht man Fehler, man ist niemals unfehlbar!!

Ich bin mir sicher, auch Du hast schon den einen oder anderen Fehler gemacht in Deinem bisherigen Berufleben - also genau seit März 2009 (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=52509).

Ich kann Deine Einwände durchaus verstehen - ich möchte im OP schließlich auch nicht rumdiskutieren, daß es JETZT, in diesem Moment, sinnvoller ist, beim Umlagern auf die Arme des Patienten zu achten, anstatt genau JETZT während der Lagerung den Medikamentenbestand aufzufüllen. Allerdings muß man dies auch zum Ausdruck bringen, denn mein Gegenüber schätzt seine Aufgabe auch als wichtig ein und sieht vielleicht nicht "meine" Situation.

Mehr will ich jetzt gar nicht schreiben - fühl Dich also nicht angegriffen, wenn ich das jetzt nicht weiter ausführe. :peace:

Hoppla-Daisy
11.10.2009, 08:45
Ajmalina, Neid scheint dein zentrales Lebensthema zu sein.... wie groß muss ein Minderwertigkeitskomplex sein, um diesen damit zu kompensieren, indem man allen und jedem Neid unterstellt?!

Du bist offensichtlich ständig auf der Suche nach Bestätigung. Bist du dir dessen bewusst? Jeder muss deine ach so großen Leistungen stets und ständig anerkennen. Klar, jeder sucht ab und mal die Bestätigung, dass die eigene Leistung gut war/ist. Aber mit solch einer Vehemenz hab ich das bisher nicht wahrgenommen wie gerade jetzt hier in diesem Thread.

Und die bösen Pflegekräfte erkennen deine Leistung (deiner Meinung nach) nicht an, also wird ihnen Sozialneid unterstellt. Sorry, ich komm aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

Coxy-Baby
11.10.2009, 09:04
Ich bin mir sicher, auch Du hast schon den einen oder anderen Fehler gemacht in Deinem bisherigen Berufleben - also genau seit März 2009 (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=52509).

Oh mein Gott diesen Fred hatte ich ja schon vergessen, aber danke für die Erinnerung.
Da brauch ich ja gar nichts dazusenfen wurde ja alles schon damals gemacht.

PS: Nein es ist nicht der Neid, der aus mir spricht (worauf auch??).

orome
11.10.2009, 09:50
in anlehnung an den verlinkten thread ....
nun ist das kleine mädchen, dass früher von fiesen lehrern durch das absolut überflüssige fach mathe gedemütigt, im krankenhaus angekommen. doch oh weh, welch schreckliche erfahrung musste sie machen? dieses unsägliche pflegepersonal, das eigentlich in ehrfurcht zu erstarren hat, liegt ihr nicht zu füßen! das mittlerweile zur reifen frau gewordene kleine mädchen, ausgestattet mit fachlicher kompetenz, die in ihrem jungen alter ihresgleichen sucht, versteht die welt nicht mehr. manchmal fragt sie sich, hätte ich in geschichte, als halbphilosophische quellen diskutiert wurden nicht vielleicht besser aufgepasst, um ein wenig allgemeinbildung mitzunehmen? aber nein, dies wäre völlig unnötig. wozu braucht die junge frau allgemeinbildung, den richtigen umgang mit untergebenen und vorgesetzten hat sich im studium gelernt. und doch kann sie sich keinen reim darauf machen, warum diese vor neid verdorbenen schwester nicht blind ihren anweisungen folgen, es spricht neben der fachlichen kompetenz, die in ihrem jungen alter ihresgleichen sucht, ja immerhin noch geballte 6 monate berufserfahrung heraus. aber sie wäre nicht sie, die ihren weg trotz der vielen steine gegangen ist, wenn sie nicht den kampf aufnehmen würde. ausgestattet mit einer gesunden potion selbstvertrauen, neider unterstellen arroganz und überheblichkeit, stellt sie sich nun tagtäglich dem kampf gegen die drachen.
und deshalb meine lieben freunde, nur mut! aufgeblasen genug, zwingt man doch jeden in die knie! und wenn sie nicht gestorben ist, dann ärgert sie sich noch heute!

Kackbratze
11.10.2009, 09:52
Vielleicht ist sie auch einfach nur traurig:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=31731&highlight=melancholie

MissGarfield83
11.10.2009, 10:33
Irgendwie vervollständigt sich hier langsam das Bild eines zwangsneurotischen Menschen ...

Und ach ja eines - Kompetenz hat man nicht der Stelle wegen, sondern man muss sie sich verdienen und das Studium alleine ist da sicher kein Garant für :) Mein Wort zum Sonntag :-meinung