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1234556
27.04.2003, 16:24
Original geschrieben von hobbes

1)
Ich bin der Auffassung, dass die Welt friedlicher wäre ohne Religionen.
2)
Nicht dass es weniger Konfliktgründe gäbe,
3)
aber die Mobilisierung der Massen zur feindlichen Auseinandersetzung wäre viel schwieriger.

Dies zeigt das Beispiel Europa:
4)
Grosse Bevölkerungsmehrheiten und praktisch alle
5)
westeuropäischen Regierungen haben sich von der praktizierenden Religiosität abgewandt.
6)
In Westeuropa gab seit über 50 Jahren keinen Krieg (innerhalb des Gebietes; alle Einsätze wären sogenanntes Peace-keeping oder Peace-making).
1)
Ich nicht...darf ich daran errinern dass der viel an humanitärer und karittiver Arbeit in Europa, seinen Ursprung in den Religion findet, sogar der Gründer des Roten Kreuzes, gehörte einer sehr frommen Galaubensrichtung an, auch wenn das Rote Kreuz, den Menschen als solches in den Mittelpunkt stellt, es gibt genug Menschen die Ihren Kampf gegen Leiden und ugerechtigkeit aus der Religion herleiten...Arbeitersamariter, Malteser, Johaniter, Diakonie, Caritas Lazarus usw und die Globalisierungsgegner (Erlassjahr)
2)
Eben, aber wenn sie sich schon die köpfe einschalgen kann man dies mit Religösen geboten lindern...
3)
Ausgerechtet begann die Mobiliseriung der Massen für den Kreig als die "gottgewollte" Feudal-Ordnug durch die Franz. Revolution zusammenbrach
4)
dazu gleich etwas...
5)
natürlich ist Staat und kirche voneinader zu trennen
6)
Wobei ic dies nicht wirklich auf die Religion zurückführen würde, ersten hatten alle beide Weltkriege nichts mit der Religion zu tun, zweites wenn ich denke den menschen in europa reichten die ersten 50 jahre mit den Millionen toten im WK1+2 und dritten wäre jeder kreig mit der Bilblischen Apokalypse gleichzusetzen, da jeder grössere Kreig nuklar enden würde, also exportierten wir unsere kreige nach Afganistan, Korea, Lateinamerika, Cuba, Vietnam usw...

airmaria
27.04.2003, 17:08
Original geschrieben von hobbes
1)
Ich bin der Auffassung, dass die Welt friedlicher wäre ohne Religionen.
...
6)
In Westeuropa gab seit über 50 Jahren keinen Krieg (innerhalb des Gebietes; alle Einsätze wären sogenanntes Peace-keeping oder Peace-making).



Original geschrieben von 1234556

1)
Ich nicht...darf ich daran errinern dass der viel an humanitärer und karittiver Arbeit in Europa, seinen Ursprung in den Religion findet, sogar der Gründer des Roten Kreuzes, gehörte einer sehr frommen Galaubensrichtung an, auch wenn das Rote Kreuz, den Menschen als solches in den Mittelpunkt stellt, es gibt genug Menschen die Ihren Kampf gegen Leiden und ugerechtigkeit aus der Religion herleiten...Arbeitersamariter, Malteser, Johaniter, Diakonie, Caritas Lazarus usw und die Globalisierungsgegner (Erlassjahr)
...
6)
Wobei ic dies nicht wirklich auf die Religion zurückführen würde, ersten hatten alle beide Weltkriege nichts mit der Religion zu tun, zweites wenn ich denke den menschen in europa reichten die ersten 50 jahre mit den Millionen toten im WK1+2 und dritten wäre jeder kreig mit der Bilblischen Apokalypse gleichzusetzen, da jeder grössere Kreig nuklar enden würde, also exportierten wir unsere kreige nach Afganistan, Korea, Lateinamerika, Cuba, Vietnam usw...


1)
Wenn man sich die gesamte Weltgeschichte anschaut, muß man wohl zwangsläufig zu dem Schluß kommen, daß die Religionen mit Sicherheit ein zusätzliches Gefährdungspotential neben den rein weltlichen Dingen darstellen, wenn nicht gar hauptverantwortlich für die bislang meisten Kriege auf der Erde sind!
Ich denke dabei auch, daß die religiös begründeten Hilfsorganisationen kaum dieses Leid und Elend, welches durch die religiösen Kriege insgesamt verursacht wurde, wieder aufwiegeln können, zumal es eben auch zahlreiche außerreligiöse Hilfsorganisationen gibt und gab... und diese dann dementsprechend mehr Gewicht hätten oder gehabt hätten.

6)
Hm, zunächsteinmal frage ich mich, was ich in Nordirland dann falsch verstanden habe... und zudem habe ich gerade in jüngster Zeit recht häufig etwas von "heiligem Krieg" gehört...
Um nochmal auf mein "zusätzliches Gefährdungspotential" zurückzukommen: selbst, wenn die Religion im Zweiten Weltkrieg z.B. nich als Hauptgrund angeführt werden kann, so gab es hier wohl diesbezüglich doch erhebliche Kollateralschäden, oder etwa nicht?!
Die Aussage über die exportierten Kriege ist mir eigentlich zu flach, um darauf einzugehen, aber nur soviel:
diese Behauptung beißt sich selbst schon, da die Reichweiten der heutigen Waffen keine Grenzen als solche mehr kennen... womit die eigentliche "Apokalypse" dann trotzdem eintreten müßte, wenn es wirklich exportierte Kriege wären!

"Mary" airmaria

Alles wird gut
27.04.2003, 17:16
Ich bin ja schwer beeindruckt, welch fundiertes Wissen über Paragraphen und Bibelzitate hier von allen an den Tag gelegt wird...
aber Ihr seid ja alle sowas vom eigentlichen Thema entfernt, dass es knallt!
Ging's nicht anfangs um die Frage, ob man dem Staat als "allmächtiges" Wesen eine Gendatenbank zur totalen Überwachung der Bevölkerung erlauben sollte!?

Froschkönig
27.04.2003, 17:25
Ja anfangs...so vor ungefähr 127 Postings. Aber da die letzten 80 Postings oder so gerade mal von 1234556, hobbes, lucky, Rico und gelegentlich Mary bestritten wurden, werden sich die paar verbliebenen doch auch über was anderes unterhalten dürfen ?

1234556
27.04.2003, 18:19
Original geschrieben von airmaria


Blödsinn!

Um das Ganze zu vereinfachen:
angenommen ein Drittel glaubt an Wiedergeburt, ein Drittel an das Ewige Leben und das weitere Drittel ans Nirwarna, dann gibt es genau zwei Lösungen:

1.: ein Drittel liegt richtig bzw. zwei Drittel liegen falsch
2.: alle liegen falsch

Der Umkehrschluß mit dem Beispiel der Erdform, daß wenn es eine Mehrheit gibt, diese dann richtig liegen müßte, ist hier überhaupt nicht zulässig als Gegenbeweis der Behauptung!

"Mary" airmaria
[QUOTE]Original geschrieben von hobbes
[B]
dreht sich sie Sonne umd die Erde oder die erde um die Sonne...
Du hast doch physik und die relativitätstheotie gehabt...
jedes mal wenn du auf eine Röntengaufnahme blickst, ist dann licht ein teilchen mit den photo/Compot-effekt oder eine Welle mit dem Regenbogen...
In der eigenen Religion sollte man zu hause sein, und in all den anderen ein gern gesehener Gast...

1234556
27.04.2003, 18:26
Original geschrieben von airmaria





1)
Wenn man sich die gesamte Weltgeschichte anschaut, muß man wohl zwangsläufig zu dem Schluß kommen, daß die Religionen mit Sicherheit ein zusätzliches Gefährdungspotential neben den rein weltlichen Dingen darstellen, wenn nicht gar hauptverantwortlich für die bislang meisten Kriege auf der Erde sind!
Ich denke dabei auch, daß die religiös begründeten Hilfsorganisationen kaum dieses Leid und Elend, welches durch die religiösen Kriege insgesamt verursacht wurde, wieder aufwiegeln können, zumal es eben auch zahlreiche außerreligiöse Hilfsorganisationen gibt und gab... und diese dann dementsprechend mehr Gewicht hätten oder gehabt hätten.

6)
Hm, zunächsteinmal frage ich mich, was ich in Nordirland dann falsch verstanden habe... und zudem habe ich gerade in jüngster Zeit recht häufig etwas von "heiligem Krieg" gehört...
Um nochmal auf mein "zusätzliches Gefährdungspotential" zurückzukommen: selbst, wenn die Religion im Zweiten Weltkrieg z.B. nich als Hauptgrund angeführt werden kann, so gab es hier wohl diesbezüglich doch erhebliche Kollateralschäden, oder etwa nicht?!
Die Aussage über die exportierten Kriege ist mir eigentlich zu flach, um darauf einzugehen, aber nur soviel:
diese Behauptung beißt sich selbst schon, da die Reichweiten der heutigen Waffen keine Grenzen als solche mehr kennen... womit die eigentliche "Apokalypse" dann trotzdem eintreten müßte, wenn es wirklich exportierte Kriege wären!

"Mary" airmaria
Ich behaupte dass menschen per se auf der einen seite Gutes und auf der einen seite Böses trun werden, die religion wird in beiden fällen benutzt einal gebraucht einmal missbraucht...

Der Heilige krieg in Nordirland, nu ja aber es hindert in dnicht die Katholische Jumnge geneide ind deutschald zusammen mit der evangelichen Jugend wegzufahren...in norirland handelt es sich um einen Naionalen konflikt und keinen religösen, er wird nur als ideologischer "überbau" missbraucht...

Als ich finde die behauptung nicht so flach dass der Ost-Wast Konflikt mit stellvertreterkriegen auf der ganzen Welt ausgefochten wurde...die recihweitten der heutingen waffen wurden durch die Diplomatie in Schach gehalten...

1234556
27.04.2003, 18:28
Original geschrieben von hobbes


Der zweite Schritt (in Europa ebenfalls weitgehend vollzogen) wäre die Abkehr vom Nationalismus.
die Abkehr von Nationalismaus bedettet nicht die vom nationalstaat und die vom Fanatismus nicht die von der Religion

1234556
27.04.2003, 18:32
Original geschrieben von Froschkönig


Du brauchst eine Stütze, um Gegner der Todesstrafe zu sein ???
Versagt da der gesunde Menschenverstand sonst gelegentlich und Du bist wieder unentschlossen oder wie ?

Nicht bei der Todesstrafe, aber manchmal hilft einen die religion wirklich um gegen Unrecht anzugehen, ich hätte sonst die den Mut bessesen die Einsatzkräfte des Bundesgrezschutzes bei der Durchführung einer Abscheibung zu behindern...

1234556
27.04.2003, 18:44
Original geschrieben von Alles wird gut
Ich bin ja schwer beeindruckt, welch fundiertes Wissen über Paragraphen und Bibelzitate hier von allen an den Tag gelegt wird...
aber Ihr seid ja alle sowas vom eigentlichen Thema entfernt, dass es knallt!
Ging's nicht anfangs um die Frage, ob man dem Staat als "allmächtiges" Wesen eine Gendatenbank zur totalen Überwachung der Bevölkerung erlauben sollte!?

Nun die Allmächtigkeit der Staates ist nicht mit zwei Prinzipien des Rechtsstaates vereinbar denn sie setz dann das recht des bürgers auf wiederstand gegen den Staat z.B. bei Abschiebung de facto ausser Kraft und sie Wiederspricht den Geboten der Menschlichkeit...nun ja deswegen find ich is der genetische fingerabdruck nur bei Sexualldelikten, Tötungsdelikten und sonstigen Schwerstverbrechen einzusetzen

"Mein Gott, wir haben Monster geschaffen, ohne die menschliche Seite als gibt es kein Recht mehr, nur noch die Volltreckung von Gesetz und Ordnung" (aus der Comic-version von Robocop)


Ausserdem, ich habe nicht ohne grund die trunkenheitsdelikte aufgeführt, können wir wirklich noch von einem freiheitlichen Rechtsstat sprechen wenn man nun plötzlich die möglichkeit hätte jede Ruhestörung zu unterbinden, oider das Fahren zwischen 50 un 60 Km/h in geschlossenen Ortschaften...darf ich daran errinern das ed gerade die Dienstgrupen der Schutzpolizie, die Hundertschaften der bereitschaftpolizei, löschügie der feuerwehren, Kompanien der Soldaten oft snd die da gröllen im Zick-Zack nach hause torkeln...die 100% durchsetung von recht und Gesetz vertägt sich mit dem rechtsstaat ex-definitionem nicht...

1234556
27.04.2003, 19:01
un ich habe mich über das argument mit der ordnungbehördlichen Anordnug, des Massengentests etwas lustig gemacht, aber hier die offiziele Ablehnug: Die ordnugsbehörden dürfen nur in den öffentlicehn raum und nicht in den Privaten (Arbeitsplatz; Wohnung eingreiffen) auf das Private haben sie keinen Zugriff (es sei denn z.B. ich bin an meinem Arbeitsplatz an der Öffentlichkeit beteiligt, z.B. durch die brandgefahr einer Chemiefabrik) also könnte die Polizei nur eimne Ausgansperre gegen Männer ohne gentest verhängen, da aber das ausehen ein grundrecht (freizügigkeit) ist, darf da nur mit dinem Gesetz eingegriffen werrden also ist auch ein Bundestagsbeschluss erforderlich. In dem gesetz dürfen zur wahrnehmung eines grungrechts keine unzumutbaren Auflagen (z:b. ärtzliche Invassive Eingriffe wie Knochenmarks/Rückenmarkspunktion) das grungrech in seinem Wesen beienträchtigen, un damit entfällt auch der gentest da er als sehr invasive ärtzliche massnahme zu betrachten ist. Das Wattestäbchen ist aufgrung seines Scvhwerwiegenden Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte des Betroffen als sehr invasiv zu betrachen, weswegen der Gentest ja einer richterlichen Anordnug bedarf.

1234556
27.04.2003, 19:04
Original geschrieben von 1234556


Nun die Allmächtigkeit der Staates ist nicht mit zwei Prinzipien des Rechtsstaates vereinbar denn sie setz dann das recht des bürgers auf wiederstand gegen den Staat z.B. bei Abschiebung Globalisierungsprotesten umweltprotesten wie castor trnasporte und sonst den kompletten zivilen úngehorsam de facto ausser Kraft und sie Wiederspricht den Geboten der Menschlichkeit...nun ja deswegen find ich is der genetische fingerabdruck nur bei Sexualldelikten, Tötungsdelikten und sonstigen Schwerstverbrechen einzusetzen

"Mein Gott, wir haben Monster geschaffen, ohne die menschliche Seite als gibt es kein Recht mehr, nur noch die Volltreckung von Gesetz und Ordnung" (aus der Comic-version von Robocop)


Ausserdem, ich habe nicht ohne grund die trunkenheitsdelikte aufgeführt, können wir wirklich noch von einem freiheitlichen Rechtsstat sprechen wenn man nun plötzlich die möglichkeit hätte jede Ruhestörung zu unterbinden, oider das Fahren zwischen 50 un 60 Km/h in geschlossenen Ortschaften...darf ich daran errinern das ed gerade die Dienstgrupen der Schutzpolizie, die Hundertschaften der bereitschaftpolizei, löschügie der feuerwehren, Kompanien der Soldaten oft snd die da gröllen im Zick-Zack nach hause torkeln...die 100% durchsetung von recht und Gesetz vertägt sich mit dem rechtsstaat ex-definitionem nicht...

luckyblue
27.04.2003, 19:08
Original geschrieben von Froschkönig
[...] 1) Nur verifizierbares hat Gültigkeit. Da ein Glauben nicht verifizierbar ist (Weil er dann außerdem ja auch zu "Wissen" würde :-)) ), ist also jeder glaube nach obiger prämisse falsch.

2) völlig irrelevant ist, ob man einen Glauben nun für richtig oder falsch hält, weil es GLAUBE ist.
Wenn jemand fest genug glaubt, ist er mit nichts vom Gegenteil zu überzeugen, egal ob das was er glaubt nun richtig oder falsch ist.

Ad 1)
Nach Popper ist m. W. überhaupt nichts verifizierbar, weil immer irgendwer kommen kann mit dem ganz großen Bulldozer-Argument, das das ganze Gedankenbäude wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lässt. Aber mal ganz davon abgesehen, denn von Popper wollen wir ja nicht weiter sprechen;-)

Nicht verifizierbar ist der Glaubensinhalt. Der Glaubensinhalt könnte also falsch sein. Der religiöse Glaube als solcher ist entweder da oder nicht. Ließe sich also demnach verifizieren;-)

Ad 2)
Du unterscheidest hier ebenfalls zwishcen Glaube und Glaubensinhalt. Das ist auch gut so. Allerdings ist es dann m. E. nicht egal, ob ein religiöser Glaube richtig ist oder falsch. Wer einen Glauben als falsch einstuft, beurteilt den Glaubensinhalt mit. Und das ist problematisch, weil der weder verifizierbar noch falsifizierbar ist, unabhängig von den Voraussetzungen.

Ich bin im übrigen überhaupt nicht irgendwie religiös veranlagt. Nur dass da keine Missverständnisse aufkommen.

cu
luckyblue

1234556
27.04.2003, 19:21
Original geschrieben von luckyblue
Wenn der "Nummerische" mit den Paragraphen aufhört, führe ich halt die Tradition fort;-)



Mit dem Unterschied, dass du gemäß § 113 StGB Absatz 2 Alternative 2 (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, besonders schwerer Fall) in Tateinheit mit § 212 StGB (Totschlag) aufgrund derselben gemäß § 52 StGB Absatz 2 Alternative 1 für fünf Jahre in den Bau zu wandern drohst. Vorausgesetzt, dass es sich bei der Knüppelei des Ordnungshüters um eine rechtmäßige Diensthandlung handelt. Unrechtmäßig wäre sie, wenn sie den Tatbestand der Körperverletzung im Amt gemäß § 340 StGB erfüllte. Die Beweisführung dürfte sich hier vor der Kulisse eines emotionalen Pêle-mêles mit gewaltbereiten Demonstranten allerdings auf sehr dünnem Eis bewegen. Selbst dann, wenn der Wachtmeister den Demonstranten zu TOde knüppelt. Selbst dann greift nämlich noch der Artikel 2 Absatz 2 Alternative c der "5. Konvention zum Schutze der MEnschenrechte und Grundfreiheiten in der Fassung vom 17. Mai 2002": Dort wird dokumentiert, dass die Tötung eines Menschen nicht rechtwidrig ist, wenn sie aus einer Handlung resultiert, die zwingend erforderlich ist, um einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen. Dass das Niederschlagen einer Demonstration rechtmäßig sein kann, besagt Artikel 8 GG Absatz 2: Einschränkung der Versammlungsfreiheit unter freiem Himmel. Das dürfte insbesondere bei Erfüllung des Artikel 18 GG (Verwirkung der Grundrechte) der Fall sein: Missbrauch der VersammlungsfreiheitInsofern ist von der Rechtmäßigkeit der Diensthandlung des Polizisten erst einmal auszugehen.
Unabhängig davon besteht für den Geknüppelten - angenommen, er hat die Stock-Jonglage überlebt - ein Beschwerderecht gemäß Artikel 13 der oben genannten Konvention und gemäß Artikel 103 GG (Grundrechte vor Gericht) Absatz 1, wenn er sich in seinen Grundrechten durch die Amtsträger beschnitten fühlt.

Deine Verteidigung wird auf den Tatbestand der Notwehr gemäß § 32 StGB plädieren. Gemäß Absatz 2 kann aber von Notwehr nur dann die Rede sein, wenn ein rechtswidriger Angriff vorliegt. Die Verteidigung müsste also beweisen, dass der Tatbestand gemäß § 340 StGB tatsächlich erfüllt ist (vgl. oben). Wenn sie das nicht schafft, kann sie einpacken. Dann bleibt ihr nur ein Plädieren auf § 16 StGB (Irrtum über Tatumstände), was deine Schuld zwar mindern, aber nicht tilgen dürfte. Kann sie hingegen den Tatbestand gemäß § 340 StGB nachweisen, sähe es für dich schon rosiger aus. Für den Fall, dass es sich um ein bloßes Niederknüppeln ohne Todesfolge vonseiten des Polizisten und um eine Erschießung mit Todesfolge von deiner Seite handelt, bleibt natürlich der Aspekt der mangelnden Verhältnismäßigkeit. Gemäß § 34 StGB Alternative 2 dürte hier das Argument des rechtfertigenden Notstands wegfallen. Das des entschuldigenden Notfalls (§ 35 StGB) fällt ohnehin weg (gemäß Absatz 1 Alternative 2), weil du bzw. der angegriffene Demonstrant die Gefahr mitverursacht haben dürftet. Bleibt nur ein Plädoyer auf § 33 StGB (Überschreitung der Notwehr), da im Rahmen einer emotionsgeladenen Demonstration durchaus von dem Vorhandensein von Verwirrung, Furcht und Schrecken auf deiner Seite auszugehen ist.

Fazit: Ich bin der letzte, der hier für aus dem Leim geratene Staatsdiener Partei ergreifen will. Und Hobbes These, Polizisten seien vor einer Gewaltekstase (Rechtschreibung will gelernt sein;-)) gefeit, halte ich doch für diskussionswürdig. Wer hautnah erlebt, wie rabiat einige Polizei-Einheiten unter dem Deckmantel der Amtsausübung vorgehen, wenn sie unter dem Schutz der Anonymität auftreten, der wird diese Aussage nicht unterschreiben. Auch Polizisten sind nur Menschen, und Menschen, wenn sie im Rudel auftreten, werden gewöhnlich Opfer einer Massenhysterie, die kurzen Prozess macht mit allen verinnerlichten Werten des gesellschaftlichen Miteinanders. Wenn der zivilisatorische Lack abblättert, bricht sich der Dschungel wieder Bahn. Das zeigen zuletzt auch die Auswüchse der Ermittlungsarbeit im Fall Metzler.

Aber einseitige Schuldzuweisungen à la 99 % Schwar/Weiß - das ist immer problematisch.

cu
luckyblue Du hast § 77c StGB unterschlagen (Wechselseitg begangene Taten)

und bei §113 StGB

(3) Die Tat ist nicht nach dieser Vorschrift strafbar, wenn die Diensthandlung nicht rechtmäßig ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.

(4) Nimmt der Täter bei Begehung der Tat irrig an, die Diensthandlung sei nicht rechtmäßig, und konnte er den Irrtum vermeiden, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder bei geringer Schuld von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen. Konnte der Täter den Irrtum nicht vermeiden und war ihm nach den ihm bekannten Umständen auch nicht zuzumuten, sich mit Rechtsbehelfen gegen die vermeintlich rechtswidrige Diensthandlung zu wehren, so ist die Tat nicht nach dieser Vorschrift strafbar; war ihm dies zuzumuten, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.


ganz nebenbei versuch ich wirklich bei der berliner Staatsanwaltschaft zu erreiche dass die Polizeiaktion in ihrer gesamtheit als nicht rechtmässig eingestzuft werden und die Misshandlungen nicht ala einzelne gefähriliche Körperverletzuing sondern vor allem im Fall vom GSF als "versuchter gemeinschaftlich begengene Totschlag", damit bräuchte man dort den meist vermummten Polizisten die einzelen unrechtshandlungen nicht mehr nachzuweisen...

luckyblue
27.04.2003, 19:40
Blödsinn!

Um das Ganze zu vereinfachen:
angenommen ein Drittel glaubt an Wiedergeburt, ein Drittel an das Ewige Leben und das weitere Drittel ans Nirwarna, dann gibt es genau zwei Lösungen:

1.: ein Drittel liegt richtig bzw. zwei Drittel liegen falsch
2.: alle liegen falsch

Der Umkehrschluß mit dem Beispiel der Erdform, daß wenn es eine Mehrheit gibt, diese dann richtig liegen müßte, ist hier überhaupt nicht zulässig als Gegenbeweis der Behauptung

Bei solchen Reaktionen höre ich immer die Bierkorken knallen. Also, Prost erst mal. Du hast dir nicht im entferntesten Mühe gegeben, meine Argumenation inhatlich nachzuvollziehen. Von einem Umkehrschluss, geschweige denn, dass die Mehrheit die Wahrheit für sich gepachtet hat, war nie die Rede.

Deine Argumentation geht von vollkommen unsinnigen VOraussetzungen aus, weil sie Glaubensinhalt und religiösen Glauben als solchen miteinander vermengt und im Ergebnis gleichsetzt. Das ist eine Methodik, die im Rahmen naturwissenschaftlicher Experimente ihre Berechtigung haben kann, nicht aber in Fragen des religiösen Glaubens, weil der Glaubensinhalt weder verifizierbar noch falsifizierbar ist.

Über den Glaubensinhalt einer Religion kann man geteilter Meinung sein. Aber wer den Glauben als solchen für falsch hält, diskriminiert nicht nur dessen Anhänger, sondern verstößt auch gegen Art. 4 des Grundgesetzes.

luckyblue
27.04.2003, 19:48
@1234556

Den Absatz 3 des § 113 StGB habe ich meinen Überlegungen zugrunde gelegt: "Voraussetzung dafür ist, dass es sich bei der Knüppelei um eine rechtmäßige Diensthandlung handelt ..."

Absatz 4, also mildere Betrafung, bleibt deshalb außen vor, weil es sich um eine Tat in Tateinheit mit ... handelt. Das wiederum bedeutet, dass die Gesamtstrafe nicht milder sein darf, als die mildeste Bestrafung des schwerwiegenden Verstoßes es rechtfertigt. Der schwerwiegendste wäre hier der Totschlag. Dafür beläuft sich die mildeste Strafe auf 5 Jahre. Demnch winken dir fünf Jahre.

Das andere schaue ich mir morgen mal an. Hab jetzt keine Zeit mehr;-)

cu
luckyblue

1234556
27.04.2003, 20:55
Original geschrieben von luckyblue
@1234556

Den Absatz 3 des § 113 StGB habe ich meinen Überlegungen zugrunde gelegt: "Voraussetzung dafür ist, dass es sich bei der Knüppelei um eine rechtmäßige Diensthandlung handelt ..."

Absatz 4, also mildere Betrafung, bleibt deshalb außen vor, weil es sich um eine Tat in Tateinheit mit ... handelt. Das wiederum bedeutet, dass die Gesamtstrafe nicht milder sein darf, als die mildeste Bestrafung des schwerwiegenden Verstoßes es rechtfertigt. Der schwerwiegendste wäre hier der Totschlag. Dafür beläuft sich die mildeste Strafe auf 5 Jahre. Demnch winken dir fünf Jahre.

Das andere schaue ich mir morgen mal an. Hab jetzt keine Zeit mehr;-)

cu
luckyblue

es war ein zwar ein joke...ebr so ganz nebenbei in genau was die sitution wirklich so, dass der Irtum unvermeidbar war, und andere mittel unzumutbar...
also genau: "Konnte der Täter den Irrtum nicht vermeiden und war ihm nach den ihm bekannten Umständen auch nicht zuzumuten, sich mit Rechtsbehelfen gegen die vermeintlich rechtswidrige Diensthandlung zu wehren, so ist die Tat nicht nach dieser Vorschrift strafbar"
übrigens wollte ich eigentlich nur auf die absurdität der These von hobes an den haaren herbeigezogen hinweisen, dass dar gezilte kofschuss in relation zum feuerlöscherangriff steht, wenn man dies annimmt so ist man kaum davon entfernt von Atombomben nach tachendieben zu schmeissen...
da hobes hier zwischen lebenswert und unlebensunwert unterscheidet (nach geselschaficher nützlichkeit) wollte ich den speis umdrehen um zu gucken , da ja vor gesetz alle menschen gleich sind, mit ohne uniform wieso da nicht ein in panik vor polizisten geratener demonstant jemanden den schädel spalten darf....das zweirele mass messen ist mir unbegreiflich...natürlich werd ich keinen Politzisten den schädel spalten

airmaria
28.04.2003, 12:27
Original geschrieben von luckyblue

Bei solchen Reaktionen höre ich immer die Bierkorken knallen. Also, Prost erst mal.
Vielleicht solltes Du Dich einfach nicht so arrogant herablassen, nur weil ich mich nicht hinter ausgefeilter abstruser Eloquenz verstecke, wie manch andere hier.


Original geschrieben von luckyblue

Du hast dir nicht im entferntesten Mühe gegeben, meine Argumenation inhatlich nachzuvollziehen. Von einem Umkehrschluss, geschweige denn, dass die Mehrheit die Wahrheit für sich gepachtet hat, war nie die Rede.

Doch, nur teile ich Deine "Feststellung" nicht, daß Glauben immer richtig ist.


Original geschrieben von luckyblue

Deine Argumentation geht von vollkommen unsinnigen VOraussetzungen aus, weil sie Glaubensinhalt und religiösen Glauben als solchen miteinander vermengt und im Ergebnis gleichsetzt. Das ist eine Methodik, die im Rahmen naturwissenschaftlicher Experimente ihre Berechtigung haben kann, nicht aber in Fragen des religiösen Glaubens, weil der Glaubensinhalt weder verifizierbar noch falsifizierbar ist.

Ich vermenge hier garnichts! Mich interessiert lediglich, was beim Glauben rauskommt: das Verhalten der Leute.
Wenn die Religionen dann regelmäßig zu sektenähnlichen Ritualen bis hin zum Fanatismus - gleich welcher glaubensgrundlage - führen, halte ich das eben für bedenklich... und um zum Thema zurückzukommen: mitverantwortlich für Kriege.


Original geschrieben von luckyblue

Über den Glaubensinhalt einer Religion kann man geteilter Meinung sein. Aber wer den Glauben als solchen für falsch hält, diskriminiert nicht nur dessen Anhänger, sondern verstößt auch gegen Art. 4 des Grundgesetzes.
Sorry, aber jetzt hast du dann wohl wirklich zu tief ins Glas geschaut!!!
Wenn ich etwas für falsch halte, verstoße ich doch nicht gegen ein Gesetz!!! Ansonsten kannst Du wohl gleich die gesamte Weltbevölkerung einsperren, weil jeder irgendein Gesetz finden wird, was er perönlich nicht für gut hält: aber da war doch noch irgendetwas von wegen freier Meinungsäußerung, oder nicht?
... und bitte komm mir jetzt nicht mit Diskreminierung, diese Aussage ist eine Frechheit!

"Mary" airmaria

luckyblue
28.04.2003, 13:19
Um meine Arroganz mache ich mir wenig Sorgen. Es gibt hier andere Platzhirsche.

Wir werden da keinen gemeinsamen Nenner finden. Glaubensinhalte wurden und werden missbraucht zur Rechtfertigung von Gewalt, insofern geht von ihnen ein Gefährdungspotential für eine "multikuturelle" Welt aus. Da stimme ich dir durchaus zu. Aber der Glaube als solcher wird damit nicht ungültig, weil er losgelöst ist von den Inhalten. :-meinung


Ich vermenge hier garnichts! Mich interessiert lediglich, was beim Glauben rauskommt: das Verhalten der Leute.

Wenn das keine Vermengung zwischen Glaubensinhalt und Glauben ist - was dann?


da war doch noch irgendetwas von wegen freier Meinungsäußerung, oder nicht?

Dazu schrieb ich bereits:


Über den Glaubensinhalt einer Religion kann man geteilter Meinung sein.

Die freie Meinungsäußerung hört da auf, wo die Rechte eines anderen missachtet werden. Und ansonsten kann ich mich nur wiederholen. Deine Aussage, jeder Glaube sei falsch, hört sich zwar erst mal nach Nivellierung an, heißt doch aber auch: Der und der Glaube ist falsch. Damit stellst du die Anhänger dieses Glaubens als "Idioten" hin - oder bedienst dich, um es mit deinen Worten zu sagen, einer ...

Diskreminierung derselben. Das wäre ein Verstoß gegen Art. 4 GG.

Wenn du (rein hypothetisch) so ein Statement laut und vernehmbar vor einem Kirchenportal oder dergleichen abgeben würdest und sich ein paar Gläubige in ihrer Andacht oder sonst was gestört fühlen, könnten sie dich bei guter Beweisführung sogar auf Schadensersatz gemäß § 823 BGB Absatz 1 verklagen (Stichwort: widerrechtliche Verletzung eines sonstigen REchts). Na, die Wahrscheinlichkeit, dass es in diesem Fall zu einem Prozess kommt, ist wohl doch eher gering;-)

Natürlich bringt dieses ganze Geschwurbel nichts, wenn man sich nicht einig ist, zwischen Glaubensinhalt auf der einen und Glaube auf der anderen Seite eine klare Demarkationslinie zu ziehen.

Ist ja eigentlich auch egal. Gibt Wichtigeres zu tun.

cu
luckyblue

hobbes
28.04.2003, 13:52
Offensichtlich nimmt so langsam aber sicher die Haarspalterei in diesem thread Überhand. Dies trägt nicht gerade zu einer befruchtenden Diskussion bei.

Tatsache bleibt, dass
- in Nordirland Katholiken und Protestanten aneinandergeraten
- Sunniten Schiiten unterdrückt haben
- Pakistanische Muslime gegen indische Hinduisten kämpfen und vice versa
- Juden aufgrund ihrer Glaubensangehörigkeit verfolgt wurden.
- Fanatische Muslime vielerorts den Heiligem Kriege gegen die "Ungläubigen" ausrufen.
- dass es Reibereien zwischen der arabischen Welt und Israel (von diesen als zionistisches Gebilde bezeichnet) gibt
- fanatische Muslime wie Taliban Afghanistan terrorisiert haben
- die Abu Sajew Rebellen gibt
- Religion im zweiten Weltkrieg missbraucht wurde
- dass Kirchenoberhäupter sowohl im ersten und zweiten Weltkrieg, wie auch in den meisten anderen Kriegen die Kampfhandlung legitimiert haben und den Soldaten den Schutz und die Anerkennung durch Gott versprochen haben.

Es geht viel weniger darum, dass die Konflikte wirklich aus dem Glauben resultieren, sondern der Glaube dazu missbraucht wird, die Massen zu mobilisieren. Dies hat bis jetzt niemand entkräftigt.

Tatsache ist auch, dass es im atheistischen Sinn vollkommen wiedersinnig wäre, sich einer Kampfhandlung mit potentieller Todesfolge hinzugeben - es sei denn man opfere sich für seine Nachkommen (seine Gene).
Auf jeden Fall fällt beim echten Atheisten das gesamte "Märtyrertum" ersatzlos weg.

Noch ein Wort zum Gründer des Roten Kreuzes. Dunant wurde in seiner Schulzeit calvinistisch geprägt. Und Calvinisten waren und sind eigentlich mehr intellektuelle Vordenker und Angehörige einer wohl durchdachten und differenzierten Philosophie - denn einer Religion im klassischen Sinne. Die Reformatoren wie Calvin haben ja eben jene Missstände in der Kirche beschrieben, die oben erwähnt sind. Nur haben sie sich nicht dem Atheismus zugewandt, sondern einem modifizierten Glauben. Zudem hat Dunant das Rote Kreuz nach einer eigenen Traumatisierung als Zeuge von Kampfhandlungen (Schlacht bei Solferino) gegründet - mit Kirche hatte dies reichlich wenig zu tun. Das Rote Kreuz ist die einzige Hilfsorganisation welche streng neutral und damit unabhängig (auch von Religion) ist und allermeistens Zugang findet, auch in der Kampfsituation.

luckyblue
28.04.2003, 19:02
sondern der Glaube dazu missbraucht wird, die Massen zu mobilisieren. Dies hat bis jetzt niemand entkräftigt.

Warum auch? Dass unter dem Deckmantel der Rechtgläubigkeit Kriege geführt wurden und werden, war doch hier nie strittig;-)
Letztendlich speist sich ja schon die Verwendung des Begriffs "Märtyrer" durch islamis(tis)che Regimes aus einem Missbrauch der Religion. Waren doch die Prototypen des Märtyrertums fromme Menschen, die mit der herrschenden Meinung von der Rechtgläubigkeit in Konflikt gerieten und ihren Eigensinn nach dem Motto "cuius regio, eius religio" mit dem Leben bezahlen mussten. Kampfhandlungen standen damals nicht auf dem Programm.

cu
luckyblue