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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miniumfrage: Was halten eigentlich Medizinstudenten vom NC?



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viting
13.06.2011, 15:27
Okay Viting. Wenn du dich mit der Fragestellung beschäftigen willst, dann solltest du dir den Begriff NC erst mal begreiflich machen. Sofern du Latein in der Schule hattest wird das hoffentlich kein Problem sein. Den NC kann und wird man nicht abschaffen können.
Falls du auf die Korrelation von DN und Studienerfolg anspielst, von der du behauptest sie sei nicht gegeben, dann muss ich dir widersprechen. Da gibt es eine positive Korrelation. Interessanterweise gibt es wohl sogar eine positive Korrelation zwischen TMS und DN.
Und zu guter letzt solltest du dir vllt doch noch die Zeit nehmen, die Vergabeverfahren in anderen europäischen Ländern mal unter die Lupe zu nehmen bevor sowas rauskommt:

Der größte Quatsch den ich je gehört habe. An fast allen europäischen Unis läuft die Auswahl über horrende Studiengebühren oder eben über Stipendien. Wenn man von Österreich mal absieht, die haben den EMS (über die Korrelation von TMS/EMS und DN hab ich ja bereits schon geschrieben) und Frankreich die nach 1 Jahr alles rauskicken was nicht einigermaßen zu Pötte kommt, hat man doch überall das selbe spiel. Ich finde Deutschland ist dabei am fortschrittlichsten.

warum wirste gleich so persönlich und unterstellst mir ich wäre unfähig den begriff bzw. die abkürzung NC richtig zu deuten?
außerdem, wer redet davon den nc abzuschaffen? ja natürlich im hinblick auf die auswahl geeigneter studenten für das medizinstudium -nachweislig kein besserer arzt mit gutem nc als mit schlechtem.
:-D
vlt, um diesen ständigen persönlichen angriffen einmal entgegenzuwirken solltest du dir erstmal den begriff korrelation zu gemüte führen...
wenn ich mich recht erinnere habe ich einen satz wie folgt zu besten gegeben:
jmd, der gut in der schule war warscheinlich deutlich besser im lernverhalten im studium.
korrelation im sinne von zusammenhang gegeben, sogar beeinflusst. heisst, dass es sogar einen kausalzusammenhang gibt. nc im studium = erfolg. wie groß der zusammenhang ist, lässt sich jedoch nur durch abschlusszahlen nachweisen, welche man nicht wirklich bewerten kann, da nur 20% über wartezeit das studium absolvieren. vlt hat da ja jmd mal en paar werte. um diesen zusammenhang zu klären.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Korrelation) ;-)
wer sagt denn, dass da nicht ein dritter faktor mitspielt?^^

um ehrlich zu sein bin ich erstaunt wie persönlich es einer nimmt, dass man den nc als einziges kriterium, was de facto so ist, kritisiert...
ich würde doch einfach argumente bringen... als versuchen die des gegensprechers ständig zu kritisieren (ja, ich habe innerhalb kurzer zeit zweimal das gleiche wort verwendet. in diesem fall ein sogenantes verb. hmmm vlt war ich ja doch nicht soooo blöd mit einem "schlechtem" abi :-D)...
lustig wie man auf nebensächliche dinge ausweicht, wie groß und kleinschreibung, oder latein im abitur. oder seltenst genutzte fremdwörter wie korrelation:-D
ja, jetzt war ich mal persönlich weil man hier anscheinend auch ein wenig frustbewältigung tätigt;-)

Hades
13.06.2011, 15:29
Es ist keine Kunst, wenn man vorher eine Ausbildung gemacht hat und in der Patientenbetreuung war, besser mit Patienten umgehen zu können. Das erklärt sich ja schon von selbst.
Jemand der schonmal einige ikea Schränke zusammengebaut hat wird das auch besser können, als jemand der das erste mal einen Schraubenzieher in der Hand hält.
Der Unterschied wird aber recht schnell ausgebügelt, entweder schon durch Studijobs, Famulaturen oder spätestens im PJ.
Wie empathisch ein Arzt ist liegt ja wohl eher an dem Menschen selbst und nicht an irgendeiner Ausbildung die er vorher gemacht hat, es gibt nämlich auch im Rettungsdienst und in der Pflege genügend arrogante Arschlöcher die sich für was besseres halten.
Wenn ich mal überlege wer der empathischste bei mir im Semester ist, dann ist das tatsächlich eine, die vorher eine Ausbildung gemacht hat. Wenn ein Pat. anfängt zu weinen, würde sie am liebsten mitweinen... wär mir als Pat. relativ unangenehm.
Es ist schön wenn man als Arzt gut mit den Patienten umgehen kann, aber Fachwissen würde ich da schon in den Vordergund stellen. Jeder hat die Möglichkeit sich dieses anzueignen.
Falls aber der Gewinn durch eine Ausbildung so toll ist, sollte man das System lieber nicht ändern. Es würden ja ansonsten die Leute nicht so lange warten müssen und dann würden sie ja auch keine Ausbildung mehr machen. Da wär ja der ganze Vorteil im Eimer.

Übrigens hab ich 6 Jahre gewartet~ :-kaffee

Mr. Pink online
13.06.2011, 15:59
viting, du bist echt unbelehrbar.
Numerus Clausus und Durchschnittsnote sind zwei völlig verschiedene Sachen. Wie gesagt, führ dir DAS mal zu gemüte.

THawk
13.06.2011, 16:03
Was wir uns wohl alle zu messen wünschen - den 'guten Arzt' oder den Erfolg im späteren Berufsleben ist kaum zu messen. Was Studien zeigen konnten waren bestimmte Korrelationen zu Noten im vorklinischen Abschnitt. Hier gibt es eindrückliche Ergebnisse. Aber bereits zu Noten in OSCE-Prüfungen des klinischen Abschnitts oder insgesamt zu Noten im klinischen Teil gibt es kaum vernünftige Vorhersagetools.

Daher ist es zwar schön immer auf Ausbildung und Praktika und sonstwas zu verweisen und auch einen durchaus nicht unsinnigen Gedanken dahinter zu haben (vorstellbar erscheint es schließlich, dass genau dieser Teil der Studenten besonders motiviert ist), aber am Ende ist das alles nur 'explanation-based' und weit von 'evidence-based' entfernt. Eine schöne Übersichtsarbeit von 2009 zum Thema Zulassung zum Medizinstudium und Prediktoren für Studienerfolg etc. findet man übrigens hier: http://www.springerlink.com/content/nk063w4u7261538g/

Vielleicht sollten sich die Diskutierenden erstmal mit der Datenbasis beschäftigen und dann weiterschreiben....


Edit:
Und weil ich es gerade oben noch lese (merkt man, dass ich eigentlich paper lesen sollte?!): Eine Korrelation sagt gar nichts(!) über einen Kausalzusammenhang aus. Alter statistischer Fehler, bestes Beispiel ist die Korrelation zwischen Störchen und Geburten in Rheinland-Pfalz.

Lightning_Bolt
13.06.2011, 20:34
Diese ganze Diskussion IST nonsense - jeder streckt hier seinen ePenis hervor und macht hier einen auf ganz wichtig&oberschlau.

Das Leben ist manchmal ungerecht, man verliert Familienangehörige, erlebt ein tragisches Ereignis, erkrankt lebensgefährlich, bekommt keinen Medizinstudienplatz, schneidet sich beim Rasieren des Schambereiches, stirbt. Es ist das Schicksal eines Jeden, dass einem Dinge widerfahren, die man sich einfach nicht wünscht.

Aber man muss allen Rückschlägen etwas positives abgewinnen - man kommt erstarkt und um viele Erfahrungen reicher aus der ganzen Sache raus.

Vllt. flutscht das recht leicht über meine Lippen, denn ich habe das große Privileg das zu studieren, was ich mir erträumt habe. Direkt nach dem Abi'. Das war gar nicht so selbstverständlich. Auch ich habe geflucht, gebrüllt, und jeden <1,5er DN'er verflucht, hat er doch "bestimmt nur Kunst-LK und Deutsch" gehabt, und nicht den naturwissenschaftlichen Zweig ausgewählt. Rückblickend muss ich sagen, dass diese Denkweise totaler Bullshit war. Denn ehrlich gesagt ist auch jeder seines Glückes Schmiedes. Ich hätte theoretisch mehr Engagement zeigen können in der Schule, habe ich aber nicht, gab es und GIBT es noch meinen Leistungssport. Ich hätte früher anfangen können strukturiert zu lernen, habe ich aber nicht. Ich habe viele Fehler in meiner Schulzeit gemacht, über die ich jetzt lache und z.T. weine. Jetzt, ein Jahr später und zehnmal reifer, weiß ich, was der Ernst des Lebens ist.

Nichts, aber auch gar nichts sagt über die Fähigkeit des späteren Studienerfolgs aus. Dieses Studium erfordert nur ein paar banale Komponenten - Durchhaltevermögen, Organisationsgeschick beim Lernen,Disziplin und Selbstmotivation. Und wer gut zeichnen kann, der hat seinen Spaß bei Anatomie&Co. Vllt. haben all diese "Brains" sich viel früher diese einfachen Eigenschaften angeeignet. Und ich mag meine "Brains" im Semester. Ich hingegen bin eine Art "Lückenfüller", zwischen den Brains und den Anderen. Und ich musste auch erst lernen zu LERNEN.

Also, stoppt dieses Battle. Macht lieber was produktives. Ich war den Tag über am lernen, habe die Defäkation im Kopf perfektioniert, bis ich nur Shit im Kopf hatte, war gegen Abend schön hart Intervallen beim Laufen prügeln, habe zwischenzeitlich meinen Kittel gewaschen und gebügelt...werde mich gleich noch mit meiner Prometheus-Abendlektüre vergnügen. Und dann das Bett küssen. Und morgen mein Situs-Testat bestehen. Amen.

Angeletta
13.06.2011, 22:14
Lighning Bolt, ich liebe deine Phallus-Metaphorik XD

Auswahlgespräche finde ich doof (wobei KölnerMedizin so seinen verdienten [!] Platz bekommen hat), weil es da stark vom Selbstbewusstsein, von der Rhetorik und sogar vom Aussehen des Bewerbers abhängen kann.
Er kann nen schlechten Tag haben, seine Haare sitzen schlecht und deswegen ist seine Laune im Arsch, die gemeine Exfreundin vom Gesprächsführer sah aus wie die Studienplatzanwärterin usw.
Der EMS ist sinnvoll, auch wenn es da ebenfalls von der Tagesform abhängt.
Daher finde ich Noten gar nicht mal so schlecht, weil sie den Fleiß und/oder das Aufnahmevermögen eines Schülers über einen längeren Zeitraum wiedergeben.

Mr. Pink online
14.06.2011, 12:14
Man wird immer und an Allem irgendetwas ungerechtes finden. Wir haben in Deutschland ein wunderbar großes Angebot an verschiedenen Aufnahmeverfahren, von HamNat, TMS, Auswahlgesprächen bis großzügig bonierten Ausbildungen. Aber bei hohem Bewerbungsdruck gibts eben auch da seine Grenzen. Und mit ner Note jenseits dieser Grenze muss man dann eben warten.
Dass die Unis es sich leicht machen wollen indem sie rein nach DN gehen, bzw. die kosten für etwaige Auswahlverfahren scheuen, hat auch irgendwie seine Berechtigung. Zumindest wenn ich sehe, dass die manchmal an jedem Ausdruck oder Glühbirne sparen. Scheinbar is einfach das Geld nicht da.

PRIND
14.06.2011, 13:23
(...) bis großzügig bonierten Ausbildungen.

Prinzipiell stimme ich dir zu, nur bei dem zitierten Punkt bin ich nicht deiner Meinung. Viele Unis honorieren eine Ausbildung in zu geringem Maße (z.B. Erlangen mit einem Bonus von 0,1...).

Man absolviert eine zwei bis drei-jährige Ausbildung, sammelt wertvolle praktische Erfahrungen und erlangt in gewissen Bereichen auch ein sehr fundiertes medizinisches Wissen und dennoch bekommt man nur einen in Relation geringen Bonus dafür.

Ich denke gerade in diesem Punkt müsste das System verbessert werden. Wenn ich überlege wie wertvoll mein Vorwissen aus meiner MTRA Ausbildung für die Vorklinik war und wie leicht es mir gefallen ist damit bis jetzt zum Physikum zu kommen, dann verstehe ich nicht, warum diese Vorbildung nur so gering honoriert wird.

Schaut man sich den Ausbildungkatalog für den Beruf des MTRA an, stellt man fest, dass alle Fächer der Vorklinik vertreten sind und mehr: Chemie/Radiochemie, Physik/Radiophysik, Biologie, Hygiene, Mathe und Statistik, Anatomie (Fokus natürlich auf Oseteologie und Schnittbildanatomie), Physiologie, Immunologie, Pathologie, Psychologie etc. pp.; dazu noch klinische Fächer wie Nuklearmedizin, Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie, Endokrinologie....

Sicherlich alles nur mit dem Zusatz "light", aber das Grundwissen, das man durch so eine Ausbildung erlangt qualifiziert einen durchaus in größerer Weise als die Boni wiederspiegeln. Bei anderen Ausbildungen sieht es da sicherlich ähnlich aus (MFA und RA möglicherweise in etwas geringerem Maße, da Ausbildungszeit nur 2 Jahre).

Mfg

Mr. Pink online
14.06.2011, 13:56
in Freiburg, Ulm und Tübingen gibts 0,5 für die Ausbildung. Das finde ich äusserst großzügig. Man muss halt wissen wie und wo man sich bewerben muss.
Ich persönlich finde, dass das Gewichten von Ausbildungen ein zweischneidiges Schwert ist. Einerseits ist es sinnvoll denjenigen, die bereits Erfahrung aus dem Krankenhausalltag mitbringen, einen Vorteil einzuräumen. Die mehr oder weniger diskutablen Gründe kennt man ja: mehr Erfahrung im Patientenumgang, Sie wissen worauf es im Beruf ankommt, hohe Motivation, mehr Sozialkompetenz, hohe fachliche Vorkenntnisse... usw.
Andererseits entzieht man dem Gesundheitswesen dadurch ausgebildetes Pflegepersonal. Mehr noch, viele beginnen eine Ausbildung von vorneherein mit dem Vorhaben nach 3 Jahren an die Uni zu gehen. Da erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz.

Colourful
14.06.2011, 14:02
Klar sollte das eine Rolle spielen, genauso wie auch eine "gute" (sehr gutes bis gutes Examen, viel Erfahrung) Krankenschwester mit einigen Jahren Berufserfahrung auch ohne Abitur leichter Medizin studieren können sollte.

Leider ist das nicht so und ich glaube auch nicht, dass sich das schnell in diese Richtung ändern wird. (Handwerksmeister können jedoch auch oftmals ohne Abitur studieren...) Allerdings tut sich auch so einiges - immer mehr Auswahlverfahren, weniger Unis, die nur über den Durchschnitt auswählen - vielleicht kommt es ja noch dazu.

Persönlich habe ich mit dem NC nicht so das Problem, weil es eben oftmals (nicht immer) so ist, dass manchen Leuten eben erst hinterher auffällt, dass sie doch eigentlich hätten etwas besser/fleißiger sein müssen, um ihren Wunschstudienplatz in ihrer Wunschstadt zu bekommen.
Und soviel Grips sollte man als Abiturient schon haben, dass man sich da vorher informiert und dann die Arbeitseinstellung entsprechend anpasst.

LG!

Rico
14.06.2011, 14:14
Andererseits entzieht man dem Gesundheitswesen dadurch ausgebildetes Pflegepersonal. Mehr noch, viele beginnen eine Ausbildung von vorneherein mit dem Vorhaben nach 3 Jahren an die Uni zu gehen. Da erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz.Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Deshalb fände ich es z.B. als Alternative gut, den neuen Bundesfreiwilligendienst (den Ersatz für den Zivildienst) verhältnismäßig stark zu bonieren, z.B. 0,2 pro Jahr und 0,3 pro Jahr bei Einsatz in einem medizinischen Feld und dabei eine maximale Anrechenbarkeit von 2 Jahren. Mit 0,6 + evt. weiteren Boni aus TMS oder Jugend forscht kann man schon was reissen. :-dafür
Der Bewerber hätte in dieser Konstellation vom Bundesfreiwilligendienst außer dem Bonus Einblick und Erfahrung in der Medizin, außerdem ist bei einem Job in der Pflege das Pflegepraktikum schon mit erledigt (und sogar noch bezahlt).
Die Klinik würde einerseits profitieren von einer günstigen Arbeitskraft, die längerfristig da ist und bei der es sich lohnt, sie auch auf etwas anspruchsvollere Tätigkeiten einzulernen - andererseits würden die Studienbewerber nicht länger denjenigen, die wirklich langfristig in einem medizinischen Ausbildungsberuf arbeiten wollen nicht mehr länger die Plätze wegschnappen und sich nach der Ausbildung und einigen wenigen Jahren im Beruf ins Studium zu verabschieden.

Insgesamt eine win-win-Situation für alle Beteiligten.
Nur die mit einem Abi fernab der NCs müssten halt nachwievor für die Wartezeit planen.

Mr. Pink online
14.06.2011, 14:58
Gute Idee Rico. Wahrscheinlich könnten sich die KHs dann gar nicht mehr retten vor den ganzen Bewerbern. ^^

Ich will hier auch gar niemandem auf den Schlipps treten, nur, wie schon gesagt, ich finde die Bonierung der Ausbildung nicht sehr sinnvoll. Eben weil man dadurch dem Gesundheitswesen das Personal entzieht und weil es nüchtern und ehrlich gesprochen auch keinen Vorteil einbringt fürs Medizinstudium.
Prind hat zwar vorher ein paar Sachen genannt, allerdings versteh ich nicht wo hier der Vorteil gegenüber den normalen Abiturienten entstehen soll?! Vllt hat man bei den IMPP Bildern nen Vorteil?! Keine Ahnung, aber der Rest (chemie, Physik, usw.) macht man in der Vorklinik doch so oder so. Bei den krassen Fächern wie Physio und Biochemie kommts doch eh nicht auf die Basics an. Die hat man in paar Tagen locker begriffen. WIchtiger sind doch dann die Details, von offenwahrscheinlichkeiten des Kir-channel bis zu kleinsten schritten in irgendwelchen cholesterinsynthesestufen. Das macht keiner in einer Ausbildung, zumindest niemand den ich kennengelernt habe. Falls das doch der Fall sein sollte, bitte um AUfklärung.

PRIND
14.06.2011, 15:41
Ich bin grad ein bisschen platt...

Wie möchtest du denn "nüchtern und ehrlich" beurteilen ob eine Ausbildung einen Vorteil bringt oder nicht? Vielleicht irre ich mich, aber du scheinst keine Ausbildung gemacht zu haben. Ich schon und mir persönlich hat es ne ganze Menge gebracht. Aber nun gut, das mag individuell ja auch unterschiedlich sein und davon abhängen wie ernst man die Ausbildung genommen hat und wie engagiert man war. Dennoch halte ich es für falsch dem durch eine Ausbildung angeeigneten Fachwissen hier jegliche Relevanz und Sinnigkeit abzusprechen.

Viel mehr irritiert mich aber der andere Punkt... Was meinst du mit "Wo ist der Sinn eine Ausbildung anzufangen, wenn man danach doch eh studieren möchte"? Wie soll man denn die Wartezeit sonst nutzen? Wie von Rico vorgeschlagen ein anders genanntes FSJ machen? Damit überbrückt man doch lange nicht die Wartezeit. Ausserdem ist das auch keine berufliche Grundlage. Soll man nur rumsitzen und nichts tun? Ist ja auch Quark - so hat man immerhin eine Zeit lang Geld verdient und Steuern gezahlt...

Sicherlich geht ein gewisser Prozentsatz der KuGP, MTA´s etc. dem Gesundheitswesen verloren, aber jetzt bleibt mal bitte fair, das ist auch in anderen Bereichen (Wirtschaft etc.) so und jeder ist nunmal seines eigenen Glückes Schmied und selbst dafür verantwortlich wie er seinen beruflichen Werdegang gestaltet. Finde es schon etwas verwunderlich, dass man hier dafür "verurteilt" wird.

Sonnenschein2
14.06.2011, 15:56
Gute Idee Rico. Wahrscheinlich könnten sich die KHs dann gar nicht mehr retten vor den ganzen Bewerbern. ^^

Ich will hier auch gar niemandem auf den Schlipps treten, nur, wie schon gesagt, ich finde die Bonierung der Ausbildung nicht sehr sinnvoll. Eben weil man dadurch dem Gesundheitswesen das Personal entzieht und weil es nüchtern und ehrlich gesprochen auch keinen Vorteil einbringt fürs Medizinstudium.


Um Letzteres geht es doch aber nicht nur. Es geht doch auch darum, die Wartezeit sinnvoll zu "überbrücken". Jungen Leuten zu sagen - warte mal 6 Jahre, mach ne Weltreise, geh kellnern oder mach sonst was, aber nicht ne Ausbildung, wenn du später eventuell in diesem Beruf nicht arbeitest, dass kann es doch auch nicht sein.

Rico
14.06.2011, 16:10
Vielleicht irre ich mich, aber du scheinst keine Ausbildung gemacht zu haben. Ich schon und mir persönlich hat es ne ganze Menge gebracht. Aber nun gut, das mag individuell ja auch unterschiedlich sein und davon abhängen wie ernst man die Ausbildung genommen hat und wie engagiert man war.Ich glaube, was Pinky aussagen wollte war, dass Du die entsprechenden Themen wohl auch verstanden hättest ohne vorherige Ausbildung und vermutlich auch nicht daran verzweifelt wärst. Deshalb müsste man halt kritisch hinterfragen (und z.B. mal in Studien analysieren) inwieweit durch die Ausbildung tatsächlich ein studientechnischer Vorteil entsteht, wenn man einen solchen bei der Studienplatzvergabe in Form eines Bonus auf die Note gewährt.

Dennoch halte ich es für falsch dem durch eine Ausbildung angeeigneten Fachwissen hier jegliche Relevanz und Sinnigkeit abzusprechen.Das hat hier glaub ich keiner getan.
Die Frage ist eher ob der der Aufwand (3 Jahre) in einem adequaten Verhältnis zum Nutzen steht. Das ist allerdings eine theoretische Frage, die man sich dann stellen muss, wenn man jemandem mit Ausbildung einen Vorteil gegenüber jemandem ohne verschafft.
Die hierzu vorhandenen Überlegungen (Praxiserfahrung, etc, s.o.) sind ja durchaus logisch und nachvollziehbar, aber einerseits lehrt uns die Medizin, dass viele Dinge oft nicht so sind wie sie theoretisch sein sollten, andererseits müsste man halt mal versuchen diesen Vorteil zu quantifizieren, z.B. in Form von Physikumsnote oder HEX-Note...

Viel mehr irritiert mich aber der andere Punkt... Was meinst du mit "Wo ist der Sinn eine Ausbildung anzufangen, wenn man danach doch eh studieren möchte"? Wie soll man denn die Wartezeit sonst nutzen? Wie von Rico vorgeschlagen ein anders genanntes FSJ machen? Damit überbrückt man doch lange nicht die Wartezeit. Wie ich geschrieben habe wäre das nur als Alternative für Leute, die sich im AdH Chancen ausrechnen. Für jemanden, der sechs Jahre überbrücken muss ist der Bundesfreiwilligendienst (nach dem von mir vorgeschlagenen Bonierungskonzept) natürlich keine Option - da er ja kein Studium aufnehmen darf um seine Wartesemester nicht zu gefährden wird der weiterhin eine Ausbildung machen müssen. Aber für den ist es auch unerheblich ob er 0,5 oder 0,1 oder gar keinen Bonus kriegt, da er ja über die Wartezeit zugelassen wird und nicht über das AdH.

Ausserdem ist das auch keine berufliche Grundlage. Soll man nur rumsitzen und nichts tun? Ist ja auch Quark - so hat man immerhin eine Zeit lang Geld verdient und Steuern gezahlt...

Sicherlich geht ein gewisser Prozentsatz der KuGP, MTA´s etc. dem Gesundheitswesen verloren, aber jetzt bleibt mal bitte fair, das ist auch in anderen Bereichen (Wirtschaft etc.) so und jeder ist nunmal seines eigenen Glückes Schmied und selbst dafür verantwortlich wie er seinen beruflichen Werdegang gestaltet. Finde es schon etwas verwunderlich, dass man hier dafür "verurteilt" wird.Um das klar zu stellen: Es wird hier keine "verurteilt", dass er derzeit eine Ausbildung zur Überbrückung der Wartezeit macht. Wieso auch? Das ist durch das "Verbot" des Parkstudiums und die Bonierung der Ausbildung im AdH und in den Auswahlgesprächen einerseits die eizige Möglichkeit, die man hat wenn man in Deutschland bleiben möchte, und andererseits ja sogar politisch gewollt - wieso sollte das sonst Boni geben?
Wir diskutieren hier ja ob es vielleicht bessere grundsätzliche Systeme gibt (wie z.B. den Freiwilligendienst statt der Ausbildung für die Leute, die über's AdH an ihren Platz wollen) und nicht über individuelles Verhalten unter dem derzeitigen System.

Mr. Pink online
14.06.2011, 16:16
wie und mit was man seine Wartezeit überbrückt, das bleibt jedem selbst überlassen. Aber bei der Bonierung gehts doch nicht um Wartezeit. Da gehts darum, dass jemand nach drei Jahren die Kurve kratzt. Und genau DAS unterstützt die Bonierung von Ausbildungen. Ich kenn inzwischen ausreichend Personen die nur aus diesem Grund eine Ausbildung gemacht haben. Und das wirds auch in Zukunft geben, wenn das so bleibt. Keine gute Sache meiner Meinung nach.
Und zum Thema Fachwissen aus der Ausbildung: klar hab ich keine Ausbildung gemacht, ich weiss nicht welchen Impact das später in der klinischen Tätigkeit hat. Aber im Studium bringts halt scheinbar nichts, das sagen mir die Pfleger u. Schwestern rechts und links von mir auch. Die haben mit Sicherheit ne Menge praktische Kenntnisse und Lebenserfahrung, usw. Aber das bringt der Uni keine bessere Physikumskohorte. Von daher weiss ich nicht warum einen das jetzt mehr für das Studium qualifizieren sollte als irgendwen anders?!

lio
14.06.2011, 16:19
Viel mehr irritiert mich aber der andere Punkt... Was meinst du mit "Wo ist der Sinn eine Ausbildung anzufangen, wenn man danach doch eh studieren möchte"? Wie soll man denn die Wartezeit sonst nutzen? Wie von Rico vorgeschlagen ein anders genanntes FSJ machen? Damit überbrückt man doch lange nicht die Wartezeit. Ausserdem ist das auch keine berufliche Grundlage. Soll man nur rumsitzen und nichts tun? Ist ja auch Quark - so hat man immerhin eine Zeit lang Geld verdient und Steuern gezahlt...
Es geht ja nicht nur um die Wartezeitquote… Es geht doch vor allem um die Leute, die ganz knapp am NC vorbeischlittern (ab einer DN von 1,7) und die dreijährige Ausbildung wirklich nur für den Bonus im AdH machen. Unter Umständen arbeiten diese Leute keinen einzigen Tag in ihrem Ausbildungsberuf - das sind doch verschwendete Kapazitäten.

Sonnenschein2
14.06.2011, 16:20
aber es geht doch nicht nur um die Physikumskohorte oder besser gesagt, darum geht es eigentlich überhaupt nicht


Unter Umständen arbeiten diese Leute keinen einzigen Tag in ihrem Ausbildungsberuf
das gibt es nicht - sie arbeiten nämlich drei Jahre während ihrer Ausbildung schon in diesem Beruf

Mr. Pink online
14.06.2011, 16:31
aber es geht doch nicht nur um die Physikumskohorte oder besser gesagt, darum geht es eigentlich überhaupt nicht

oh doch , genau darum gehts den unis ... Physikum-Ergebnisse und HEx-Ergebnisse. Willkommen in der Realität

Rico
14.06.2011, 16:38
das gibt es nicht - sie arbeiten nämlich drei Jahre während ihrer Ausbildung schon in diesem BerufKomm, jetzt bitte nicht erbsenzählen; Du weißt doch genau was er gemeint hat:
Ein Pflegeschüler arbeitet natürlich, aber das ist halt kein Beruf, sondern die notwendige und bedingende Ausbildung zu einem. Die Arbeit des Pflegeschülers ist kein Selbstzweck oder Broterwerb, sondern erfolgt zum zwecke der Ausbildung um ihm nach ebendieser die Arbeit als im Beruf des GuKP zu ermöglichen.