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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miniumfrage: Was halten eigentlich Medizinstudenten vom NC?



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schmuggelmaeuschen
23.11.2011, 10:05
ich glaube viele verstehen den NC falsch... Der NC ist nicht da um einen Studienerfolg zusichern. Der NC ist da weil es mehr Nachfrage als Angebot gibt.
Wenn kein A Medizin studieren wollen würde, aber jeder Päda, dann wäre Medizin NC frei und Päda nur etwas für "elite" Abiturienten.

NC und Wartezeit sind die einfachsten, schnellsten und günstigsten Möglichkeiten eine Vergabe zu regeln. Klar könnte man da ein feintuning machen. Ich finde es z.b. ziemlich doof, dass das die Wartesemster ab Abitur und nicht erst an Bewerbung zählen. Jemand der erst nach 3 Jahren auf die Idee kommt Medizin zu studieren sieht das natürlich anders.

Die meisten 1,x Abiturienten werden den Schnitt schon zurecht haben. Das hat nicht nur was mit Intelligenz zutun, manche sind einfaxh nur fleißig, alle müssen mit dem Schulsystem zurecht kommen, etc.... Klar gibt es auch A**** die durch Schleimen und Streben diese Noten haben, aber ich denke die meisten haben sich einfach auf den Hintern gesetzt und gelernt.

Ich hab einen DN von 2,0 und ich habe fast nichts fürs Abi gelernt. Ich habe seit ich 15 war Leistungssport 8Tanzausbildung) gemacht, wollte auch Tanz studieren und bei 18Std.+ bleibt nicht viel Zeit fürs lernen, das mündliche Beteiligung nicht meins ist kommt dazu. Erst als mein Körper mir einen Strich durch die Rechnung machen kam Medizin auf den Plan.
Ausbildung als MTA-L gemacht Examen mit 1,3, Frontalunterricht liegt mir einfach mehr. Jetzt bin ich im Beruf in der Forschung, auch wenn es mich oft nervt. Klar habe ich Angst im Studium zuversagen, weil ich nicht frisch aus dem Lernen komme und alles aufs Spiel setzte, klar wird es da überflieger geben. Ich hoffe einfach von den Erfahrungen aus Ausbildung und (Berufs-)Leben provitieren zukönne.

Was ich damit sagen will ist, fast jeder kann einen 1,x Schnitt schaffen, dazu muss man nicht besondern Intelligent sein. Aber nicht jeder weiß beginnt der Oberstufe schon was er möchte, bzw. hat andere Pläne. Auch nicht jeder mit so einem Schnitt ist ein sozialer Totalschaden. Es wird nie ein System geben was für alle gerecht errscheint und jeder möchte es zu seinen Vorteil ändern. Man muss es halt nehmen wie es ist und akzeptieren, dass man nicht immer auf der Sonnenseite stehen kann. Erfolg wird langfristig der haben, der am Besten mit Rückschlägen und Schwierigkeiten umgehen kann. Kaum einer hat immer Glück.

Miss_H
23.11.2011, 10:11
@ KoelnerMedizin: Ich glaube hirsebreikebab ist einfach sehr unzufrieden und muss sich den Frust von der Seele schreiben.

Zurück zum Thema: Ich mag den NC nicht und finde den Abischnitt auch kein gutes Auswahlkriterium. Wenn ich etwas am System ändern könnte, dann würde ich den Unis die freie Wahl lassen. Im Moment muss auch beim AdH die Abinote noch den größten Anteil ausmachen. Das heißt mit guten Abi (und ich beziehe mich hier auf die Note gut. Also ein Schnitt von 2,3) und super TMS hat man leider trotzdem keine Chance. Wenn die Unis nur den Abischnitt bewerten, dann ist das okay, aber ich finde man sollte sie da nicht einschränken.

Skyreaver
23.11.2011, 11:18
Ich bin nach wie vor dafür das französische System mit Aussiebprüfungen nach einem Jahr einzuführen.

hafenbrille
23.11.2011, 15:59
warum gibts in der umfrage nicht den punkt, dass man den abi-schnitt zwar auch, aber nicht einzigst als kriterium heranziehen sollte?

abischnitt allein is sicher keine lösung, gar kein einfluss des abiturs auf die vorauswahl is ja aber auch käse.

Lava
23.11.2011, 16:15
Ich bin nach wie vor dafür das französische System mit Aussiebprüfungen nach einem Jahr einzuführen.

Und in welchen Hörsälen sollen dann die tausend Erstsemester pro Uni sitzen?

DerSalamander
23.11.2011, 19:39
@hirsebreikebab: Bist du betrunken?


Lol, sorry fürs OT, aber genau das war auch mein erster Gedanke... Leute, Leute!

Sait
23.11.2011, 20:20
@hirsebreikebab: Bist du betrunken?
HAHAHAHAHA ich hab mir den beitrag gerade durchgelesen, man war das geil! :D haaha

medizininteressiert
23.11.2011, 20:27
Toll an der Umfrage ist halt, das jeder abstimmen konnte. Ob nun Student oder nicht.

Mir fällt bei diesem Threadtitel immer ein: Solange es kein einheitliches Abitur (Kernabitur) gibt, ist der NC kein adäquates Mittel.

Melina93
26.11.2011, 18:02
Ich habe zwar noch kein Abitur und 1,0 werde ich gewiss auch nicht haben, aber ich wollte mich mal einschalten :)
Ich finde es eigentlich ganz gut, dass die DN viel zählt. Schließlich muss man ja nach irgendwelchen Kriterien gehen und ich glaube nicht, dass ein subjektives Auswahlgespräch so viel besser ist.
TMS und Berufsausbildungen im medizinischen Berecih könnte man durchaus mehr gewichten. Mag sein, dass man für den TMS lernen kann, aber er ist wenigstens einheitlich.
Aber das einige nur aus Prestigegründen Medizin studieren oder was auch immer, wird man nie verhindern können.
Außerdem bin ich dagegen, dass man das KPP vor dem Studium ableisten sollte. Wann sollten das die bayerischen Abiturienten denn schaffen? Wir bekommen erst Ende Juni unsere Abiturzeugnisse.

Miss_H
26.11.2011, 18:50
Außerdem bin ich dagegen, dass man das KPP vor dem Studium ableisten sollte. Wann sollten das die bayerischen Abiturienten denn schaffen? Wir bekommen erst Ende Juni unsere Abiturzeugnisse.

Juli, August, September?

Melina93
26.11.2011, 19:04
Juli, August, September?

Ich müsste mich aber dann ja schon bis zum 15. Juli bewerben. Wenn das KPP Pflicht wäre, müsste ich es ja ableisten, bevor ich mich bewerbe :)

lio
26.11.2011, 19:06
Juli, August, September?
Ich vermute, dass es Melina um das Auswahlverfahren in Frankfurt geht. Da gibts viele Bonuspunkte fürs KPP, wenn es VOR Bewerbungsschluss (also 15. Juli für Neubewerber) gemacht wurde, was in Bayern definitiv nicht möglich ist, weil man das Abizeugnis erst ein paar Tage vorher bekommt. Die Rheinland-Pfälzer haben da ganz klar einen Vorteil ;-)

WackenDoc
26.11.2011, 20:21
Bonuspunkte für ein KPP halte ich für absoluten Schwachsinn. Am besten gibt´s noch je mehr Punkte, je besser man sich angestellt hat.
Wenn, dann müsste es schon ein Arztpraktikum sein. Das KPP hat mit dem Arztsein rein gar nichts zu tun.

Ja, mir hat es damals einen Einblick in die Pflege gegeben- aber nicht zu Gunsten des Pflegepersonals.

Rico
26.11.2011, 22:08
Mir fällt bei diesem Threadtitel immer ein: Solange es kein einheitliches Abitur (Kernabitur) gibt, ist der NC kein adäquates Mittel.Geht schon, das Zauberwort heißt "Länderquoten"! :-notify
Damit ist das absolut fair.

Und meine Verwunderung darüber, dass die im AdH fehlen und dagegen noch keiner geklagt hat hab ich ja schon des Öfteren kundgetan.

Clara Cecilia
26.11.2011, 22:34
.

Und meine Verwunderung darüber, dass die im AdH fehlen und dagegen noch keiner geklagt hat hab ich ja schon des Öfteren kundgetan.

Mein Bruder hat dagegen geklagt und zwar schon vor 5 Jahren war das glaube ich und zwar mit Erfolg, hat ihm seinen Studienplatz gebracht. Während alle Anwälte nur die Kapazitätsklagen führen, weil dies dickes Geld für wenig juristische Arbeit einbringen, hatte er einen Anwalt den noch wirklich juristische Sachverhalte interessierten, so'n alter Fuchs halt, der hat sich sofort als das neue Verfahren eingeführt wurde intensiv mit diesem beschäftigt und kam zu der Erkenntnis, dass dies angreifbar ist. Geklagt haben mit dieser Argumentation damals gerade mal 2 Kläger, die von ihm vertreten wurden ( im Kapazitätsklageverfahren wahren wie üblich mehrere hundert Leute). Er musste daraufhin von der Uni zugelassen werden, das AdH wurde aber dennoch nicht geändert.

Rico
27.11.2011, 08:05
Er musste daraufhin von der Uni zugelassen werden, das AdH wurde aber dennoch nicht geändert.Interessant, gab es da ein Urteil oder einen Vergleich?
Falls ersteres: Wie begründet das Gericht denn das Urteil - das wäre ja quasi ein Präzidenzfall.
Und hat er ne Uni verklagt, die im AdH nur nach Note vergibt oder war das egal?

lio
27.11.2011, 08:16
Geht schon, das Zauberwort heißt "Länderquoten"! :-notify
Damit ist das absolut fair.
Meineswissens ist die Länderquote auch alles andere als fair. Für Abiturienten aus Berlin, Bremen und Hamburg stehen überproportional viele Plätze aus den 20% Abibestenquote zur Verfügung. (Ich find leider die entsprechende Quelle gerade nicht =/)

Rico
27.11.2011, 09:24
Meineswissens ist die Länderquote auch alles andere als fair. Für Abiturienten aus Berlin, Bremen und Hamburg stehen überproportional viele Plätze aus den 20% Abibestenquote zur Verfügung. (Ich find leider die entsprechende Quelle gerade nicht =/)Du meinst das Hochschulrahmengesetz (http://www.gesetze-im-internet.de/hrg/__32.html):

Solange die Vergleichbarkeit im Verhältnis der Länder untereinander nicht gewährleistet ist, werden für die Auswahl der Studienbewerberinnen und -bewerber Landesquoten gebildet. Die Quote eines Landes bemisst sich zu einem Drittel nach seinem Anteil an der Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber für den betreffenden Studiengang (Bewerberanteil) und zu zwei Dritteln nach seinem Anteil an der Gesamtzahl der Achtzehn- bis unter Einundzwanzigjährigen (Bevölkerungsanteil); für die Länder Berlin, Bremen und Hamburg werden die sich danach ergebenden Quoten um drei Zehntel erhöht. Abgesehen davon, dass diese "überproportional vielen" Plätze sich mit "drei Zehnteln" wahrlich in Grenzen halten ist das ein gerechtes Verfahren um eine Unterrepräsentierung kleiner Bundesländer zu verhindern.
Denn wenn durch bevölkerungsreiche Bundesländer die Stufen, die jeweils einem Studienplatz entsprechen so hoch sind, dass bevölkerungsarme Bundesländer die kaum mehr erklimmen können, dann entsteht ein Nachteil:
Beispiel (vereinfacht mal nur bezogen auf den Bevölkerungsanteil, mit dem Bewerberanteil verhält es sich ja analog):
Bundesland A hat 9.500 Abiturienten, Bundesland B 500. Zu vergeben sind 100 Plätze.
Wenn man es stur ausrechnet, dann kriegt Bundesland A nach diesem Schlüssel 95 Plätze und Bundesland B 5, es entsprechen 100 Abiturienten einem Platz.
Hätte Bundesland B 10% mehr Abiturienten, nämlich 550, dann würde es aber 0% mehr Plätze kriegen, denn erst bei 600 würde es wieder einen Platz mehr geben.
Hätte Bundesland A 10% mehr Abiturienten, nämlich 10450, dann würde es immerhin ~9% mehr Plätze kriegen.
Und um diese Ungerechtigkeit auszugleichen gibt es die kleine Extraquote für die Stadtstaaten... find ich jetzt nicht so unfair.

Clara Cecilia
27.11.2011, 10:09
Interessant, gab es da ein Urteil oder einen Vergleich?
Falls ersteres: Wie begründet das Gericht denn das Urteil - das wäre ja quasi ein Präzidenzfall.
Und hat er ne Uni verklagt, die im AdH nur nach Note vergibt oder war das egal?

Vergleich - so hat die Uni wohlweislich darauf geachtet, dass keine Präzedenzfall geschaffen wird ;-)

die Uni war eine, die im ADH verlangte, dass man sie auf Platz 1-3 setzt, um überhaupt ins Auswahlverfahren zu kommen, ich kann mich noch gut erinnern, dass wir alle sehr geschmunzelt haben über den Satz des Anwaltes im Schriftsatz, nach dem er darlegte, dass das verlangte Bekenntnis zu einen bestimmtes Standort nichts mit der Eignung tun hat, genauso wie "Gustav und Gasthof" rein gar nicht miteinander zu tun haben

medizininteressiert
27.11.2011, 11:27
Aber das einige nur aus Prestigegründen Medizin studieren oder was auch immer, wird man nie verhindern können.
Außerdem bin ich dagegen, dass man das KPP vor dem Studium ableisten sollte. Wann sollten das die bayerischen Abiturienten denn schaffen? Wir bekommen erst Ende Juni unsere Abiturzeugnisse.

Wer Soziale Arbeit in DE studieren will, der muss 6 Wochen Vorpraktikum ableisten. Diese Wochen müssen bis zum Tag der Immatrikulation abgeleistet werden. Andere Studiengänge haben ähnliche Vorgaben. Dagegen hat das KPP durchaus einen Vorteil, weil man es noch während der Semesterferien ableisten darf.


Unterrepräsentierung kleiner Bundesländer zu verhindern.

Warum ist das ein "gerechtes Verfahren"? Im Bundesrat macht man so eine Bevorzugung nicht.

Land;Einwohner;Stimmen
Bayern;12,56;6
Bremen;0,66;3
Hamburg;1,79;3
Niedersachsen;7,93;6
http://www.bundesrat.de/nn_8328/DE/struktur/stimmenverteilung/stimmenverteilung-node.html?__nnn=true