Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Out and Proud - Der LesBiTransSchwule-(Single&Co)-Thread
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ehemaliger User_25062015
11.01.2014, 22:01
Ich weiß ganz genau, wenn ich in meine ländliche bayerische Heimat zurückgehen und das Thema in ein Lokal schreien würde, dass über 50% dieser..ähm..netten...intelligenten...*chrm* Zeitgenossen mit Anti-Homosexuelle-Tiraden anfangen würden. Und nein, nicht nur die Leute Ü60.
Coxy-Baby
11.01.2014, 22:05
Ja ich finde dieses ganze Bohei bei Hitzlsperger auch übertrieben, und ja ich kann auch etwas verstehen wenn Leute die keine Probleme damit haben es langsam etwas viel finden...... Aber solange es keine Ehe etc für Schwule gibt muss man halt eindeutig sagen, dass Diskrimierung stattfindet und wenn man dann wieder mal einen Politiker hört der verkündet, dass Schwule (FDP diese Woche) nicht gleichwertig sind, denke ich mir wieder es wird nicht genug gemacht, ich denke mir auch, dass die erhöhte Suizidrate bei Jugendlichen damit zusammenhängt und da sind Vorbilder wichtig..... Es geht für mich auch nicht nur um Homosexuelle, es geht genauso um Bisexuelle und Transgender und damit müsste man halt auch mal im Schulunterricht anfangen.
PS: Muri man muss sich nicht als heterosexuell vorstellen, davon wird nämlich immer ausgegangen.
wenn ich in meine ländliche bayerische Heimat zurückgehen
:-)) Finde den Fehler! :-))
Feuerblick
11.01.2014, 22:08
Naja... oder es ist vielleicht auch einfach für die manche Menschen total uninteressant, ob sein Gegenüber auf Männlein oder Weiblein steht. :-nix Solange ich mit den Leuten nicht eng befreundet bin, will ich gar nicht wissen, mit wem sie ins Bett gehen.
ehemaliger User_25062015
11.01.2014, 22:11
:-)) Finde den Fehler! :-))
Ja ich weiß, ländliche bayerische Regionen sind jetzt nicht unbedingt das beste Beispiel, weil da einfach alles ein bisschen verdreht ist...aber ich wollt einfach sagen, dass man leider nicht sagen kann, dass in den Köpfen der Leute keine "Anti-Homo-Gedanken" mehr spuken. Und ich kenn auch nur diese Regionen näher..
Relaxometrie
11.01.2014, 22:25
Ich finde schon, daß es noch Diskriminierung gibt.
Eine Bekannte von mir war -bevor sie dann noch Pädagogik studiert hat- Erzieherin und war Leitung eines Kindergartens. Bayern. Kirchlich. Da durfte sie nicht sagen, daß die lesbisch ist.
Zum Glück ist sie dann relativ bald aus dem Korsett ausgebrochen.
Eine Freundin von mir ist mit einer Frau zusammen, die als Juristin bei einem Arbeitgeber tätig ist, der im weitesten Sinne etwas mit der Kirche zu tun hat. Die beiden dürfen deswegen auch nicht öffentlich zu ihrer Beziehung stehen.
Auch wenn die beiden Beispiele aus dem kirchlichen Umfeld kommen, wo man eine homophobe Haltung ja schon fast erwartet, finde ich es krass. Aber es ist wohl eine ähnliche Diskussion, wie die bzgl. der kirchlichen Krankenhäuser.
Meiner Meinung nach ist es eine ganz klare Sache der Finanzierung: Werde ich aus Kirchenmitteln bezahlt, gilt der dümmliche Spruch "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing". Aber bei Bezahlung aus öffentlichen Geldern dürfte die Tatsache, ob ich homo- oder heterosexuell lebe, keine Rolle spielen.
Und als Homosexueller kann man eigentlich auch nicht bei einem kirchlichen Träger arbeiten. Ist also noch nicht alles super.
][truba][
12.01.2014, 00:35
Ich arbeite bei einem und hier gibts einige homosexuelle Pfleger und Ärzte
HannaLuisa
12.01.2014, 00:47
Eine Freundin meiner Freundin ist lesbisch und ihre Eltern (Akademiker) weigern sich, die Freundin sehen oder über sie sprechen zu wollen.
Die sind jetzt seit 3 Jahren zusammen. Mittlerweile haben sie kaum noch Kontakt.
Ich glaube, es ist gerade dann von Eltern schwierig, wenn es das einzige Kind ist und kein Nachwuchs zu erwarten ist (von beiden Partnern).
Und an Schulen im Sport ist das auch ein Mobbing Anlass (wobei natürlich fraglich ist, ob nicht sowieso auf möglichst vielen rumgehackt wird, einfach weil es denen gut tut). Allgemein Körperkontakt scheinen einige dann schwieriger zu finden, auch bei Hilfestellungen.
Und der Rest wurde schon gesagt.
Aber der musss noch: http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2014/01/11/russische-zoos-in-der-krise/
:-))
Mein Freundeskreis besteht aus Leuten, die ich an der Uni kennengelernt habe und aus Leuten, die ich schon aus meiner Schulzeit kenne. Die Schulfreunde kommen großteils hier vom Land und die hauen manchmal schon Sprüche los, die heute eigentlich nicht mehr gehen. Aber gut, wie bei Emilia, Bayern und Land ;) Dazu muss ich sagen, dass keiner von uns bisher Bekanntschaft mit einem offen Homosexuellen hatte, wie sie sich also in der "Realität" verhalten würden, keine Ahnung.
Man muss sich aber auch nur mal unter der Woche zum Schulschluss in einen Bus mit Schülern setzen um zu wissen, dass wir noch lange nicht in einer Zeit angekommen sind, in der es "egal" ist welche sexuelle Orientierung man hat.
Und als Homosexueller kann man eigentlich auch nicht bei einem kirchlichen Träger arbeiten. Ist also noch nicht alles super.
Kirchliches Haus, Uniklinik... die halbe ITS entweder Homo- oder Bisexuell. Mehrere Ärzte aus dem direkten Umfeld ebenso. Warum sollte das nicht möglich sein? :-nix
][truba][
12.01.2014, 08:43
Ist das in Bayern wirklich so schlimm? Hier in Berlin/Brandenburg kräht kein Hahn danach ob jemand homo- oder bisexuell ist. Ich kenne echt ne Menge Schwuler und Lesben. Auch gute Freunde von mir. Kann mir das gar nicht vorstellen.
Ok, in den Dörfern mit dem braunen Gesindel, darf man hier wohl auch nicht schauen aber die zählen für mich eh nicht.
][truba][
12.01.2014, 08:44
Kirchliches Haus, Uniklinik... die halbe ITS entweder Homo- oder Bisexuell. Mehrere Ärzte aus dem direkten Umfeld ebenso. Warum sollte das nicht möglich sein? :-nix
Jo, auf meiner ITS ist das auch so. Vielleicht nicht 50% aber es sind ne Menge in allen beruflichen Sparten.
Ich sehe schon, in Köln ist das wohl wirklich anders als in Bayern ;-) Ich meinte gestern auch nicht "politische Diskriminierung" sondern wirklich im alltäglichen Lebens im Umgang mit den Mitmenschen. Und da kann ich hier wirklich keine Besonderheiten feststellen.
][truba][
12.01.2014, 09:04
Ich dachte in Köln sind alle homosexuell? Wird immer so dargestellt. Köln als das Mekka der Schwulen und Lesben ;)
Kirchliches Haus, Uniklinik... die halbe ITS entweder Homo- oder Bisexuell. Mehrere Ärzte aus dem direkten Umfeld ebenso. Warum sollte das nicht möglich sein? :-nix
Ich finde jetzt auf die schnelle keine ordentlichen Belege, aber ich habe im Hinterkopf, dass ein kirchlicher Träger keine Homosexuellen einstellen muss bzw. sie ablehnen darf, weil es gegen die Grundsätze der Kirche verstößt. (Auch wenn es in der Realität anders ist.)
angelusmuc
12.01.2014, 10:56
@ Bayern: diese Verallgemeinerung finde ich mit Verlaub – dumm! Sowohl Freunde von mir und ich auch, kommen vom tiefsten Land – UND?! Es hat niemanden interessiert, ganz nach der Devise „Leben und leben lassen“. Es kommt darauf an, wie man sich vor Ort integriert und auftritt. Unsere Bäckereifachverkäuferin hat irgendwann mal ganz vorsichtig gefragt ob mein Freund mein Bruder wäre, da wir immer auf den gleichen Namen bestellen :-)). Die hat sich gefreut wie ein kleines Kind, als ich „nein“ sagte, frei nach dem Motto, wusste ich es doch. Die Vorurteile auf dich ich bisher gestoßen bin, beruhen vielmehr auf dem Bild, welches die Medien von Homosexuellen zeichnen, als vor allem promisken, modebewussten, (leicht) tuntigen, frauenverstehenden, sportiven, gutaussehnenden Mann während Lesben eher maskulin dargestellt werden. Und genau dass nervt mich vielmehr als irgendwelche Sprüche.
@ Bildungsplan: die Idee finde prinzipiell gut aber bei der Umsetzung sehe ich Probleme. Kann die Sexualkunde schon ein Eiertanz werden, aufgrund u. a. degenerierter Eltern. Das Thema Homo-/Trans-, Bisexualität ist nicht gerade ein „must have Thema“ im Unterricht, daher wird es meistens ebenso wie die Sexualkunde am Schuljahresende besprochen – wenn noch Zeit ist. Ausserdem sind Schulen jetzt nicht gerade ein Hort der Offenheit, zumindest bei den Lehrern. Ich würde mich nie, wirklich nie in der Schule outen (auch wegen der Karriere).
@ Hitzel: ich finde er hat’s verbockt. Hätte er es beim dem Interview in der Zeit belassen und anschließen die Klappe gehalten – Respekt! Jetzt aber tingelt er durch die Medien wie Bild/ZDF/RTL und beglückt uns mit seiner Sicht der Dinge – Schade! Was kommt als nächstes? Seine 1. große Liebe nach'm outing? Seh die Bildschlagzeile schon vor mir.
Kackbratze
12.01.2014, 10:59
Bild-Exklusivität hat er schon durch die Interviews "so hab ichs meinen Eltern gesagt" und "das werde ich noch tun" gegeben.
Erhältlich sind die Interviews unter Bild+, der paid-content Sektion von bild.de
Christoph_A
14.01.2014, 08:41
@ MissH: Jeder kirchliche Träger kann Dich aus/nicht einstellen, wenn Du Dich als Homosexuell outest, das stimmt. Allerdings kann er das auch, wenn Du geschieden bist, oder Dein Lebenswandel nicht christlichen Leitmotiven entspricht. Aufm Papier. in der Regel is das jeder Konfession egal, hab so lange für Katholiken und Evangelen gearbeitet, das hat niemanden interessiert, wen, was oder wie Du vögelst. Und in kirchlichen Häusern wird nicht mehr oder weniger kreuz und quergevögelt als in nichtkonfessionellen, da geb ich Brutus völlig Recht, auch ich kenne bi/lesbisch/homosexuell besetzte Stationen.
Ausnahme, der Arbeitgeber will jemanden elegant loswerden, dann wird, in seltenen Fällen, diese Karte für ne ordentliche Kündigung gezogen.
P.s.: Was das ganze Hitzelspergerthema betrifft, gibts in Bayern den schönen Satz des "leben und leben lassens", auch liberalitas bavariae genannt. Und damit fährt man eigentlich meist ganz gut, siehe Statement von angelusmuc oben.
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