Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fieber unklarer Ursache, was würdet ihr dazu sagen
Seiten :
1
2
3
4
[
5]
6
7
8
9
10
Frank-Walter
06.02.2013, 21:03
Hi,
die MAXIMALE gemessene Temp. betrug rektal NACH Anstrengung 38°C.
soso?
Die Temperatur geht mittlerweile bis 38.3 im Ohr gemessen (rektal misst sie mehr).
Aha!
Sie bleibt tagsüber immer bei den 37.8-38.3 und sinkt nachts stark ab.
Hier steht auch nichts von Belastung...
Immerhin ist ihr Kreislauf einigermaßen Stabil und die Temperatur hat heute keine 38,4 überstiegen.
Keine 38,4 überstiegen lässt vermuten, dass 38,4 erreicht. Und "heute"? Also wohl doch an anderen Tagen.
Bitte mal vorher lesen, was Sache ist, Lee, bevor man jemanden einfach so zum Hypochonder abstempelt.
Gruß
F-W
Verzweifelt12
06.02.2013, 21:10
Ich danke dir Frank-Walter für die Verbesserung! Ich bin wirklich von der allgemeinen Aussage sehr schockiert und auch traurig, weil ich mich in diesem Forum sehr wohl gefühlt habe und mitfühlende Mitglieder kennengelernt habe. Woran genau wird gezweifelt? Bitte lasst mich das wissen..
Feuerblick
06.02.2013, 21:37
Nun komm mal wieder runter! Das hier ist ein anonymes Forum und da hier immer mal wieder Leute mit gefakten Stories auftauchen, muss es auch erlaubt sein, an Geschichten, bei denen so einiges zumindest nicht plausibel erscheint (unter anderem ein nicht durchgeführtes TEE bei unklarem Fieber, was man schon STUDENTEN einimpft zu tun...), auch mal zu zweifeln. Also bitte jetzt mal zurück zum Thema!
Coxy-Baby
06.02.2013, 21:44
@Verzweifelt12: Ich springe Leela mal etwas beiseite, es ist immer schwierig im Internet wirklich ernst genommen zu werden bei solch heiklen Dingen, da man schlicht und ergreifend gewisse Tatsachen nicht prüfen kann und ich denke mal bei einem persönlichen Gespräch würde so etwas auch nicht passieren.Ich hoffe mal dass sich die ganze Sache evtl mit etwas Zeit und einem guten Ansprechpartner im echten Leben demnächst erledigt hat und wünsche euch dabei viel Kraft, lasst euch aber nicht durch die Diagnostikmühle drehen.....und lass die PN Funktion aus, sonst gibts so Posts von ausgewiesenen Plettbirnen wie FW.
Verzweifelt12
06.02.2013, 21:44
@Feuerblick, entschuldige meine aufbrausende Reaktion aber dieses Thema ist für uns so dermaßen sensibel das es für uns nicht als Fake angesehen werden darf. Bitte versetzt euch auch in unsere Lage.
Ja, um auf das Thema zurück zu kommen. Wenn du sagst wie "fahrlässig" es ist das so etwas nicht durchgeführt wurde bedeutet es doch schon mal das wir bei einer sehr großen Reihe inkompetenter Ärzte gelandet sind. Das ist doch wirklich sehr traurig und darf doch nicht wahr sein. Was läuft bei uns denn nur falsch :(
Feuerblick
06.02.2013, 21:51
Nun... nicht immer ist der Arzt inkompetent... Es ist, wie so oft schon erwähnt, einfach notwendig, dass irgendjemand die Dinge koordiniert. Damit eben keiner einfach davon ausgeht, dass manche Dinge längst passiert sind. Du kennst doch das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei"....
Verzweifelt12
06.02.2013, 21:54
Das stimmt, aber sie hat wirklich schon einen Pack an kopierten Berichten, einen Arzt an den alles gesendet wurde (den es nicht interessiert) und erwähnt auch immer was untersucht wurde. Den Ärzten genügt das aber. Wenn man dann aus etwas hinweißt (z.b. TBC Test, Schluckecko) wird gesagt ach so ja, das stimmt das kann gemacht werden. Warum müssen WIR die Ärzte denn auf sowas hinweisen? Vorallem im Krankenhaus lagen immer ALLE Berichte vor, da wurde aber noch weniger getan als ambulant. Blutbilder (und Rheumawerte) das wars.
Feuerblick
06.02.2013, 21:55
Weil keiner Zeit hat, sich einen PACKEN an Berichten durchzulesen? Weil ihr einen Hausarzt braucht, der genau das tut? Wie oft muss man das wiederholen? Ihr schiebt alles auf "die Ärzte", sorgt aber selbst nicht dafür, dass das einzig Richtige passiert...
Verzweifelt12
06.02.2013, 22:00
Natürlich, nur wie oft haben wir das schon getan? beim x-ten mal weiß man nicht mehr weiter, wir wechseln doch dauernd den Arzt, die fühlen sich alle nicht angesprochen oder verantwortlich. Das habe ich hier doch auch schon einige male wiederholt. So schwachsinnig es klingen mag, ihre Mutter ist so verzweifelt das sie demnächst an die Öffentlichkeit gehen will, in der Hoffnung das EIN Arzt sich endlich mal angesprochen fühlt das ganze richtig zu prüfen und zu behandeln!
Feuerblick
06.02.2013, 22:07
*seufz* Mit so einer Hexenjagd und einem "Die fühlen sich alle nicht zuständig" erreicht ihr NICHTS. Sorry, aber Ärztebashing ist echt nicht angebracht. Zumal ihr ganz sicher aufgrund eurer Geschichte definitiv keine einfachen Patienten seid. Ich bleibe dabei: Sucht euch einen Doc, der alles koordiniert und vertraut ihm, auch wenn er nicht das tut oder sagt, was Google oder ein Medizinstudentenforum ausspucken. Hier KANN euch nicht geholfen werden!!
Ich bin übrigens jetzt wieder raus hier...
Frank-Walter
06.02.2013, 22:38
Hi,
Sorry, aber Ärztebashing ist echt nicht angebracht. Zumal ihr ganz sicher aufgrund eurer Geschichte definitiv keine einfachen Patienten seid. Ich bleibe dabei: Sucht euch einen Doc, der alles koordiniert und vertraut ihm, auch wenn er nicht das tut oder sagt, was Google oder ein Medizinstudentenforum ausspucken.
Doch, Ärztebashing ist angebracht, auch wenn Verzweifelt12 das gar nicht tut.
Warum sollen die beiden sich einen Doc suchen, der alles koordiniert?
Das hat der Hausarzt zu tun, ohne dass man sich dafür einen speziellen Arzt suchen müssen sollte.
Dass das hier (und in anderen Fällen) nicht passiert, rechfertigt schon für sich alleine eine gewisse Menge Ärztebashing.
Und es kann sich auch kein approbierter Arzt rausreden, dass das ja Einzelfälle wären oder so. Erstens sollten die Ärzte sich um solche schwarzen Schafe in ihren Reihen kümmern (aber eine Krähe pickt der anderen ja kein Auge aus), und zweitens kann jeder approbierte Arzt mit Zulassung der entsprechenden Krankenkasse hier anbieten, dass die beiden bei ihm vorstellig werden, und er dann diese Rolle übernimmt.
Wann seht Ihr eigentlich mal ein, dass es da draußen eine ganze Menge Ärzte gibt, die schlicht und einfach sch... sind. Ihr seht ja selbst, was die alles tun (oder eben nicht tun). Das heißt noch lange nicht, dass alle Ärzte sch... sind, und auch nicht dass Ihr es seid. Aber Ihr könnt nicht einfach davon ausgehen, dass alle Ärzte komplett fehlerfrei arbeiten. Das verlangt ja auch keiner, weil Fehler menschlich sind. Aber man kann es wenigstens einsehen, zugeben und versuchen, es wieder in Ordnung zu bringen.
Gruß
F-W
Gruß
F-W
Das stimmt, aber sie hat wirklich schon einen Pack an kopierten Berichten, einen Arzt an den alles gesendet wurde (den es nicht interessiert) und erwähnt auch immer was untersucht wurde. Den Ärzten genügt das aber. Wenn man dann aus etwas hinweißt (z.b. TBC Test, Schluckecko) wird gesagt ach so ja, das stimmt das kann gemacht werden. Warum müssen WIR die Ärzte denn auf sowas hinweisen?Weil der Fall halt sehr komplex ist. Was da schon alles gelaufen ist - das ist ja ne Arbeit von Stunden das systematisch aufzuarbeiten. Da werdet Ihr, die Ihr das quasi seit einem halben Jahr hauptberuflich macht, immer besser in der Materie sein als jeder Arzt, den Ihr da aufsucht.
Da braucht einem aber auch kein Zacken aus der Krone brechen wenn man mal einen Vorschlag einbringt - ist man als Arzt ja auch mal dankbar für.
Und so ein Packen Unterlagen wo die gesamte Krankengeschichte incl. aller jemals ausgestellten Rezepte in Kopie drin ist, ist auch manchmal mehr Fluch als Segen, da verschwindet die Nadel im Heuhaufen. Es macht viel mehr Sinn einfach die aktuellsten Befunde vorzulegen - Blutwerte von 2011 interessieren zunächst mal niemanden, wenn seither mehrfach die gleichen Werte wieder bestimmt wurden. Ein Röntgen interessiert auch primär nicht mehr wenn es schon ein aktuelleres CT von der Region gibt, etc...
Die kann man ja - falls gewünscht - auf Nachfrage noch vorlegen, aber viel hilfreicher als das "Gesamtkunstwerk" wäre eine prägnante Kurzfassung (ähnlich Deinem Eingangspost - vielleicht ohne die nanocubes ;-)).
Vorallem im Krankenhaus lagen immer ALLE Berichte vor, da wurde aber noch weniger getan als ambulant. Blutbilder (und Rheumawerte) das wars.Nur mal so nebenbei: Sie lag doch im Krankenhaus als Euer Kind gestorben ist, oder? Ist es irgendwie im Reich des Denkbaren, dass dieser Aufenthalt deshalb irgendwie abgekürzt oder auf das Wesentliche/Minimum beschränkt wurde, z.B. unter der Vorstellung dass Ihr in so einer Situation besseres zu tun habt als auf einem Klinikflur vor'm Röntgen/Sono/Sonstwo auf irgendwelche nicht hyperakut wichtigen Untersuchungen zu warten oder in nem Krankenhauszimmer abzuliegen und auf das Fieber zu warten?
Doch, Ärztebashing ist angebracht, Genau, weil die doofen Ärzte immer noch keine Diagnose aus dem Zauberhut gezaubert haben.
Ist doch eine bestechende Logik. Richtige Diagnose = guter Arzt. Keine Diagnose = schlechter Arzt. Da langt es auch noch für ein gönnerhaftes "Fehler sind ja menschlich."
Dass im Rahmen der Abklärung lebensbedrohliche Erkrankungen im Dutzend (!!!) ausgeschlossen wurden - völlig nebensächlich, alles Kokolores. Wen interessiert schon das Lymphom, die Lungenarterienembolie oder den intraabdominellen Abszess, den man nicht hat?
Es soll tatsächlich auch Fälle geben, in denen man auch mit breiter Diagnostik nicht fündig wird - aber der Ausschluss gefährlicher Erkrankungen ist ja auch was. Muss man das Symptom halt symptomatisch behandeln. Nicht schön, aber ist halt so. Sehen halt leider nicht alle Patienten so.
Und mal ehrlich: Der Casus hier ist ja wirklich breit abgeklärt und letztlich sind ganze zwei Untersuchungen bislang nicht dabei. Und statt des TEEs gab es immerhin ein TTE als "kleine Variante" - ist ja nicht so dass die DD Endokarditis völlig unter den Tisch gefallen wäre. Da wissen wir ja auch nicht, was die Rationale dahinter war auf das TEE zu verzichten. Das ist ja aufgrund der Sedierung und des invasiven Charakters durchaus mit einem gewissen Risiko behaftet, sodass ich mir auch gut vorstellen kann, dass da ein Arzt sagt, dass dieses Risiko bei einem komplett unauffälligen Infektlabor und einem komplett unauffälligem TTE den wohl zu erwartenden Erkenntnisgewinn übersteigt. Auch wenn es natürlich der Goldstandard wäre. Kann ja auch ein Unterschied sein, ob man ganz am Anfang der Diagnostik da landet oder nach Ausschluss von fast allem. In einer Frühphase der Diagnostik ist man mit invasiven Untersuchungen ja viel zurückhaltender.
Und es kann sich auch kein approbierter Arzt rausreden, dass das ja Einzelfälle wären oder so. Erstens sollten die Ärzte sich um solche schwarzen Schafe in ihren Reihen kümmern (aber eine Krähe pickt der anderen ja kein Auge aus)Wer hat gleich die noch nicht erfolgten Untersuchungen identifiziert... achja... Ärzte...
Wann seht Ihr eigentlich mal ein, dass es da draußen eine ganze Menge Ärzte gibt, die schlicht und einfach sch... sind. Ihr seht ja selbst, was die alles tun (oder eben nicht tun). Das heißt noch lange nicht, dass alle Ärzte sch... sind, und auch nicht dass Ihr es seid. Aber Ihr könnt nicht einfach davon ausgehen, dass alle Ärzte komplett fehlerfrei arbeiten. Das tut hier wohl keiner, aber diese Feststellung bringt einen ja auch nicht bei der Lösung des Falles voran. Klar ist es Balsam auf die geschundene Patientenseele endlich von berufener Stelle zu hören was die anderen da für Mist gebaut haben. Und dann? Ist man kein Stück weiter...
Patienten müssen sich ja auch nicht permanent für ihre wahnsinnigen Mitpatienten rechtfertigen, die nachts um drei in der Notaufnahme stehen um einen seit 6 Wochen bestehenden Ausschlag vorzuführen und dann mit Anwalt, Lokalpresse und Bombengürtel zu drohen, wenn man ihnen sagt, dass sie am nächten Tag zum Hausarzt gehen sollen...
Verzweifelt12
06.02.2013, 23:35
Oh nein, wir wollen doch kein Ärztebashing machen, das wäre doch ein Hilferuf! Auch wenn ihr mit Frank-Walter nicht ganz im reinen seid, das was er geschrieben hat hätte ich in etwa dazu geantwortet.
@Rico, das liegt 100% im Reich des Denkbarem, was denkt ihr wie schrecklich es war diese Nachricht zu überbringen, was das ausgelöst hat, ich möchte gar nicht daran denken. Sie hat natürlich schlagartig das KH verlassen und sich eine Tage später zur Krisenintervention in eine Psychiatrie begeben.. Aber, auf dringendes anraten der behandelnden Ärztin und uns als Familie hat sie sich nach einer Weile noch mal in ein Krankenhaus begeben. Und da wollte dann auch keiner mehr etwas machen (wie es scheint). Sie wollte trotz allem noch gesund werden. Gerade weil dieser Krankenhausaufenthalt für sie so grausam sinnlos war und so schrecklich geendet hat. Das sie sich jetzt (wo sie nicht mehr ganz unter Schock steht) allerdings nochmal in ein KH begibt steht so ziemlich außer Frage :/ Ich denke das ist auch verständlich..
Bitte mal vorher lesen, was Sache ist, Lee, bevor man jemanden einfach so zum Hypochonder abstempelt.Zum Beispiel könnte man das hier lesen:
Ihre Temperatur war subfebril, bei Anstrengung 38.0 Grad (rektal gemessen) aber nicht höher.Das ist doch das schöne am Patientendasein. Man kann mal dies und mal jenes erzählen, der Arzt wird sich schon das richtige raussuchen.
Das ist jetzt kein Vorwurf an Verzweifelt, aber doch schon nahezu beispielhaft für die Probleme bei der Abklärung. Wenn der Patient sagt, die Temperatur war nie höher als 38,0°C, dann braucht er sch auch nicht wundern, wenn der Arzt, dem das erzählt wird keine FUO-Diagnostik vom Zaun bricht, und wenn dann nur halbherzig durchzieht, denn nach der Version liegt ja gar kein Fieber vor.
Und wenn der Patient mit sechs Wochen Temperaturaufzeichnung vorlegt mit den Worten: "War aber nie höher als 38,0" und dann doch öfter mal ein 38,3 dabei war, dann braucht er sich auch nicht wundern wenn das untergeht...
Verzweifelt12
07.02.2013, 07:36
Ja, da habe ich mich wohl echt unglücklich ausgedrückt, wobei man sagen muss das es anfangs wirklich so war das es keine 38 Grad überstiegen hat (wobei ein "normaler" Mensch ja trotzdem nicht einfach 38 grad hat, also wenn ich hier eine umfrage starten würde a la "messt mal bitte alle eure Temperatur", würden sicher andere Werte herauskommen, auch wenn vieles aus der Norm springt aber ein Mensch mit 38 Grad dauertemp hat meiner Meinung nach auf jeden Fall irgendein Problem). Vor allem habe ich mich mit der Anstrengung wohl noch ungünstiger ausgedrückt, bei Anstrengung sollte nicht heißen nach starker körperlicher Betätigung oder gar Sport, sondern sobald sie aufgestanden ist und einmal durch die Wohnung gelaufen ist :/ Zudem konnte/wollte sie ja nicht den ganzen Tag -auf deutsch gesagt- ein Thermometer im Po haben und wenn sie merkte sie wird langsam warm und schwach, kamen eben um die 38 Grad heraus und dann hat sie sich wieder hingelegt. Nachdem sie sich ein Ohrthermometer gekauft hat konnte man natürlich häufiger messen (die Temperatur wurde da auch auf Richtigkeit mit mehreren Rektalmessungen getestet) und da auch sehen das sie noch höher geht.
@Rico ich muss dir allerdings leider recht geben was andere Patienten betrifft die wegen jeder Lappalie hypochondrisch zum Arzt rennen, dadurch werden dann oft wirklich Kranke von den Ärzten nicht mehr ernst genommen. LEIDER. Denn man darf trotzdem nicht alle abstempeln. Aber ich habe auch schon Geschichten gehört wo ich den Kopf geschüttelt habe, z.B. von Patienten die mit 37,3 eine Breitbanddiagnostik gefordert haben und ohne andere Symptome nur durch diese Temperatur "schwer krank" waren oder selbst erlebt, Patienten die beleidigend und boshaft fluchend aus dem Arztzimmer rannten, nur weil der kein Antibiotikum bei einem leichten grippalen Infekt verschrieben hat. Solche Leute haben sicher dazu beigetragen das Ärzte erstmal kritisch schauen, erst recht wenn das Blutbild dazu noch so schön ist, wir finden sowas auch nicht OK und eben einfach nur schade das wir (vielleicht, aber mit wahrscheinlichkeit) dadurch auch nicht immer gleich ernst genommen werden. Vor allem ist mir aufgefallen das die meisten Praxen gar kein Fieberthermometer da haben und meistens erst die Leute hellhörig wurden die dann selbst nachgemessen haben. Wobei man bei ihr mittlerweile gar kein Fieber mehr messen braucht, ihr körperlicher Zustand hat sich dermaßen verschlechtert das die Ärzte schon beim reingehen erschrecken, sie sieht schon arg krank und gespenstisch aus und da sich ihr Zustand eben verschlechter hat (was ja niemand glaubte, es wurde ihr ja prophezeit das es von selbst weggehen wird mit etwas Geduld) hoffe ich sie ist langsam aus dem Kreis "noch ein Hypochonder" draußen. Auch wenn es schade ist das man so lange gewartet hat bis man äußerlich auch die Krankheit erkennt und dann doch noch nicht weiß was sie hat, aber endlich mal aus geschultem Blick sagen kann die Frau ist krank (und damit ist jetzt nicht die Psyche gemeint).
Ich will euch auch nicht länger aufhalten, ich werde mich melden wenn man denn endlich etwas weiß. Und nochmal, trotz aller Kritik sich an ein Forum zu wenden, nach Ricos Beitrag (Antwort an F-W) das sie den Hinweis was falsch bzw. nicht gemacht wurde von Ärzten - also von hier bekommen, hat sagt mir das es richtig war mich anzumelden, da sie diese Tipps bis heute noch von keinem Arzt bekommen hat. Und sicherlich fällt uns auch kein Zacken aus der Krone wenn wir den Ärzten eine Empfehlung aussprechen, wir tragen ja gerne dazu bei das alles schneller geht, auch deswegen habe ich hier ja nochmal nachgefragt, aber man wundert sich halt trotzdem zum Arzt zu gehen und zu hören "was sollen wir noch machen, ich wüsste jetzt spontan nichts mehr" und dann sozusagen die Behandlungsschritte selbst überlegen muss.
Liebe Grüße und bis hoffentlich bald (mit guten Nachrichten)
Hi,
Aber Ihr könnt nicht einfach davon ausgehen, dass alle Ärzte komplett fehlerfrei arbeiten. Das verlangt ja auch keiner, weil Fehler menschlich sind. Aber man kann es wenigstens einsehen, zugeben und versuchen, es wieder in Ordnung zu bringen.F-W
Lieber F-W,
hast Du hier irgendeinen erlebt der was anderes behauptet? Ärzte sind auch Menschen, eine Binsenweisheit, aber sie musste mal raus? Prof. Brinkmann, Schwester Stefanie, der Landarzt und Dr. House sind nicht die Realität, wir wissen das. Leider ist hier bis jetzt in diesem Falle nirgendwo ein echter Fehler erkenntlich, sondern eine Diagnose unklar geblieben und das gibt es leider eben immer mal wieder. Wichtig ist jedoch, dass behandelbare Diagnosen systematisch ausgeschlossen werden.
Menschen die ernsthaft Anthrax, Manganmangel und anderen Quatsch im eigenen Thread als Ursache von unspez. Symptomen in Erwägung ziehen, sollten ganz kleine Brötchen backen wenn es um Beratung und Diff.diagnose geht. Der einzige, der hier regelhaft eine massive Überschätzung seiner eigenen Fähigkeiten demonstriert, dass bist Du, aber Du merkst es leider nicht.
Verzweifelt12
12.02.2013, 17:53
Hallo ihr, wollte mich mal nur zwischendurch melden.
Es gibt eine positive Sache, die Ärztin die sie nochmal kontaktiert hat, hat sich nun bereit erklärt den Fall komplett zu übernehmen und sich alle Unterlagen zukommen zu lassen. Sie hat dann nach unserer Erklärung auch einem Quantiferon-Test zugestimmt, der steht noch aus.
Nun tun sich aber seltsame andere Baustellen auf (falls sie nicht schon da waren) die wir natürlich auch mit den Ärzten besprechen aber ich hier auch mal loswerden wollte.
Seit Monaten werden bei ihr im Vaginalabstrich Darmkeime (E.Coli, Enterokokken) nachgewiesen und sie wurde schon X-mal deshalb mit Antibiotikum behandelt. Der E.Coli war mal weg, jetzt ist er wieder voll da, die Enterokokken auch (kann man nicht gleichzeitig behandeln weil sie allergisch auf Amoxicillin reagiert aber die Keime beide zusammen nur darauf ansprechen würden laut Antibiogramm, also gibt man ihr mal das und dann wieder das um alles nach und nach zu bekämpfen. Wie gesagt die Keime sind wieder da und dazu noch ein neuer (weiß den Namen gerade nicht) diesmal bekommt sie kein Cefuroxim sondern Ciprofloxacin. Dann war sie noch beim Hautarzt der beim Hautabstrich nun auch Darmkeime auf der Haut gefunden hat, Klebsiella... Jetzt soll sie zum Lungenarzt weil der Keim eine Lungenentzündung auslösen kann (den wird sie aber mit Sicherheit schon länger haben weil die Haut ja schon ewig "kaputt" ist)
Abgesehen davon haben wir uns vorher mit einem Gastroenterologen der auch in der Praxis mit ihrer zuständigen Ärztin zusammenarbeitet in Verbindung gesetzt, weil wir beobachtet haben, immer wenn sie ein Antibiotikum nimmt steigt ihre Temperatur noch höher :confused: der meinte es gibt im Darm Bakterien die tatsächlich immer mehr aufleben wenn man ein (vermutlich falsches) Antibiotikum gibt. Jetzt soll sie zur Darmspiegelung.
Es verwundert uns schon sehr das ihr ganzer Körper wohl voll Darmbakterien ist, aber ihr CRP nie erhöht ist und ja auch im PET-CT keine Entzündung vorliegt. Also bei ihr scheint wohl wirklich irgendetwas ordentlich falsch zu laufen bzw. aus der Bahn geraten sein. Kann das alles echt mit dem Darm zusammenhängen so völlig ohne Anhaltspunkt im Blutbild (Kulturen wurden ja wie gesagt noch nicht genommen)? Ich hoffe immer noch auf den Tag an dem sie ihre Diagnose gestellt bekommt und endlich richtig behandelt werden kann.
Aber ich denke positiv weil jetzt mehrere Ärzte zusammenarbeiten die großes Interesse zeigen. Allerdings wird es sich wohl immer länger hinziehen weil immer mehr Untersuchungen dazu kommen. Ich kann nur noch beten das diese ganze Krankheitsgeschichte bald ihr ende nimmt, natürlich nicht das falsche Ende. Ach und am Montag hat sie ja noch das Oberbauch MRT wegen den Nebennieren.
Wie gesagt, wollte euch nur den aktuellen Stand der Dinge erzählen und das wir froh sind doch noch jemanden gefunden zu haben.
Liebe Grüße
Frank-Walter
12.02.2013, 22:20
Hi,
Du könntest bei den Ärzten mal Aztreonam erwähnen. Wirksam gegen E. coli und Klebsiella, allerdings auch wieder nicht gegen Enterokokken. Da Aztreonam aber überwiegend unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, kann man es ggf. mit einem gegen Enterokokken wirksamen Antibiotikum kombinieren, das vorwiegend in der Leber abgebaut und über die Galle ausgeschieden wird, um nicht mit beiden Antibiotika das gleiche Organ zu belasten.
Wenn die Erreger bekannt sind, halte ich zwei möglichst schmale Antibiotika ohnehin für besser als ein ultrabreites.
Wenn sie so oft Antibiotika bekommt, kann es durchaus sein, dass sich im Darm multiresistente Bakterien übermäßig vermehren. Das kann zum einen natürlich auch dazu führen, dass die Vaginalschleimhaut immer wieder kontaminiert wird, zum anderen vermutlich aber auch, dass immer wieder entweder Bakterien, wahrscheinlicher aber von diesen produzierte Antigene ins Blut übertreten, was z.B. auch für die Fieberschübe verantwortlich sein könnte.
Bei meiner Bekannten ist es ja gerade andersrum, da sorgen Antibiotika eher für eine Besserung der Symptome. Kann aber auch sein, dass eben die Antibiotika, die sie bekommt, auch wirklich die verantwortlichen Bakterien hemmen, und bei Deiner Frau eher die anderen Bakterien gehemmt werden, und so die problematischen Bakterien durch die verminderte Konkurrenz eher noch dominanter werden.
Ob das nun E. coli und/oder Enterokokken sind (was hat sie denn, E. faecium oder E. faecialis? Wie sieht die Empfindlichkeit gegenüber Vancomycin aus?), oder ob diese "nur" Begleitkeime des eigentlichen Problemkeimes sind (falls es denn einen geben sollte), sei mal dahingestellt.
Wenn sie keine Bakteriämie hat (immer noch keine Blutkulturen?), könnte man u.U. mal überlegen, die Bakterien-"Belastung" im Darm mittels nichtabsorbierbarer Antibiotika zu senken. Kombinationen aus Rifaximin und Neomycin eignen sich für so etwas ganz gut (USA, Dr. Pimentel). Bei uns ist Neomycin für so etwas nicht zugelassen, kann aber durch Paromomycin ersetzt werden, was sogar noch weniger systemisch aufgenommen wird als Neomycin. Es gibt wohl auch Ärzte, die Imipenem oral geben, das auch gegen Enterokokken wirkt (allerdings nicht gegen E. faecium). Ob man das aber oral versuchen will, bevor nicht klar ist, ob man das später nochmal systemisch brauchen könnte, muss man genau abwägen.
Falls der Darm irgendwas mit dem Problem zu tun hat, sollte man das dann an der Reaktion merken, weil die nichtabsorbierbaren Antibiotika ja so gut wie keine systemischen Effekte haben (Einfluss auf Östrogene beachten).
Hat ihr schon mal jemand Buscopan oder ähnliches verordnet, um den Darm ruhig zu stellen, und zu sehen, ob das Fieber dann zurückgeht? Sozusagen eine Nachtsimulation für den Darm.
Interessant wäre auch noch, wie der "neue" Keim heißt.
Und noch etwas:
Wenn man so oft Antibiotika bekommt, schädigt das immens die Kolonisationsresistenz, die normalerweise durch die normlae Darmflora hergestellt wird. Dann kann sich allerlei unerwünschtes Zeug an der Darmschleimhaut niederlassen und diese ggf. auch durchdringen. Davor kann medizinische Hefe (Perenterol) zumindest einigermaßen schützen.
Und was heißt X-mal?
Wann hat sie denn welches Antibiotikum wie lange in welcher Dosierung und welcher Applikationsform bekommen?
Achso, im Blutbild muss sich eine aus dem Ruder gelaufene Darmflora überhaupt nicht bemerkbar machen, und da die FDG iv gegeben wird, sieht man auch nicht, ob im Darmlumen besonders viel los ist. Wobei man da eh nicht unterscheiden könnte, ob das Leuchten von "normalen" oder "pathologischen" Darmbakterien kommt.
Das sind natürlich alles nur Brainstorming-Fetzen, aber vielleicht interessiert und inspiriert es ja einen der Ärzte, bzw. die Ärztin, die alles nochmal durchsehen möchte. Kannst es ja mal ausdrucken und ihr vorlegen. Schlimmer als zwei Minuten Zeitverschwendung kann es ja nicht sein.
Gruß
F-W
P.S.:
Ach so, wenn sie vaginal Enterokokken hat, die nicht wirklich beherrschbar sind, würde ich nicht darauf vertrauen, dass die vielen Antibiotika, die sie bekommen hat, ohne dass das Fieber davon beeinflusst wurde, eine Endokarditis unwahrscheinlich machen. Rico hat dazu ja auch schon was geschrieben. Wird oder wurde denn nun ein TEE gemacht?
Verzweifelt12
13.02.2013, 10:53
Hallo Frank-Walter, danke für deinen Text.
Und auch danke für den Hinweis mit der Antibiose. Allerdings glaube ich zu wissen das man diese Art von AB nur Intravenös geben kann? Zienam müsste ja auch so etwas sein das wirkt, hab mal kurz rein gelesen..
Da fällt mir glatt wieder die erwähnte getrunkene Aquarienwasserflasche ein. Klebsiellen gehören ja zu den Zoonosen? Ohman. Zumindest ist der Hautarzt außer Rand und Band und hat sämtliche Ärzte kontaktiert und sich auch sofort mit ihrer zuständigen Ärztin in Verbindung gesetzt. Das beängstigt etwas das der Arzt so reagiert, da er ein wirklich sehr kompetenter Arzt mit gutem Namen ist, also keiner der wegen einer Lappalie aus einer Mücke einen Elefanten machen würde :/ Auch ist es irritierend das dieser Keim eben auf der Haut gefunden wurde.. aber sonstige Abstriche wurden ja nie gemacht, daher wollen wir gar nicht wissen wo der sich noch so rumtreibt. Was genau für Enterokokken oder E.Coli bakterien und sonstige sie im Vaginalabstrich hat wissen wir nicht bzw. wurde so genau nicht getestet. Auf der einen Seite denke ich wer sucht der findet, auf der anderen ist es doch wirklich etwas seltsam ausgerechnet Klebsiella auf der Haut zu finden, wenn bis jetzt nichts wegweißendes (bis auf SD oder nicht gut erkannte Nebennieren) gefunden wurde. Aber das wäre ja schlimm, scheint ja ein sehr hartnäckiger Keim zu sein und sollte sie ihn wirklich schon so lange in sich herumtragen hoffe ich das er auch noch behandelbar ist! Sie hat ja auch immer mal wieder einen leichten Nierenstau der aber nie beachtet wird. Hoffentlich sind wir endlich auf dem richtigen Weg und hoffentlich lässt es sich falls es so ist auch gut behandeln.
Sie hat jetzt dann ein Telefongespräch mit ihrer Ärztin die das Ganze mit ihr besprechen wird und auch der Tuberkulosetest ist dann ausgewertet und kann (wahrscheinlich, hoffentlich) ausgeschlossen werden.
Bekommen hat sie (ich spreche jetzt mal vom ganzen Anfang bis Ende und muss auch nochmal bei ihr nachfragen) Cefuroxim i.V., dann Ciprofloxacin Oral, Dann Metronidazol i.V. und nach Entlassung noch für 2 Tage in Form von Clont Oral. Vom Frauenarzt wurde dann noch 2x Cefuroxim gegeben dazu Scheidenzäpfchen Vagihex, zwischendurch nach dem sie sich den Weisheitszahn entfernen ließ Clindamycin, für eine Bronchitis Doxycyclin und jetzt wieder vom Frauenarzt Ciprofloxacin + Metronidazol (Arillin) Scheidenzäpfchen. Das alles hat von Anfang bis Ende ihre Temperatur nie gesenkt sondern eher immer etwas erhöht.
Das TEE steht noch aus, der Überweisende Kardiologe ist gerade im Urlaub und wollte ja erst das PET-CT abwarten (ob doch was anderes gefunden wird). Am 20. wird dann die Darmspiegelung besprochen und vorher soll sie ja laut dem Professor der das PET gemacht hat am Montag noch ein MRT vom Abdomen machen.
Ich muss ja echt sagen ich persönlich bewundere meine Frau schon fast. Würde es mir so gehen, ich denke ich würde einfach warten bis ich irgendwann umfalle. Aber so eine Odyssee an Untersuchungen, nein danke..
Liebe Grüße
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.