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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fieber unklarer Ursache, was würdet ihr dazu sagen



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WackenDoc
17.02.2013, 12:10
Macht sie denn neben diesen Trauerfacharbeitern (warum sind das mehrere und welche Qualifikation haben die) noch eine richtige Therapie? Bei einem psychologischen Psychotherapeuten oder bei einem ärztlichen?

dahema
17.02.2013, 12:16
Ich stimme Feuerblick absolut zu!!!


der grund wieso sie den psychiater braucht ist ja weil sie seit der geburt eine unterklärliche temperaturerhöhung hat, weiter hat sie ja nichts. außer die depressionen wegen dem trauerfall, aber das ist ja wie gesagt wieder eine andere und unabhängige baustelle :(


Ich glaube nicht, dass das zwei verschiedene Baustellen sind. Ihr habt organische Ursachen doch soweit abgeklärt, dass nun ein Zusammenhang mit dem psychischen Zustand mehr als wahrscheinlich ist... und selbst wenn es doch etwas Organisches sein sollte, braucht ihr JETZT Hilfe, die Situation zu bewältigen.

Verzweifelt12
17.02.2013, 12:17
ne sie darf keine "richtige" psychotherapie machen solange sie noch benzos nimmt. und die schon abzusetzen finden die psychiater nicht für richtig, sie soll sie irgendwann langsam ausschleichen und dann eine richtige therapie machen. aber ich mach mir sorgen, ohne die dinger kommt sie gar nicht mehr klar. Das was sie hat ist eine Art Trauerbegleitung.

Auch ist sie schon zum Psychiater und hat gesagt sie kommt mit dem Zustand nicht klar, er sagte es ist einfach nicht sein Fachgebiet und er kann ihr außer Rezepte nichts ausstellen und nur neurologische Untersuchungen machen. Den Rest kann er nicht behandeln (auch wenn sie kein Fieber ansprechen würde, aber die fragen ja auch immer nach den Symptomen)

Verzweifelt12
17.02.2013, 12:18
dahema mit 2 baustellen meine ich das die temperaturerhöhung schon lange vorher angefangen hat und der auslöser (ob psychisch oder körperlich) ein anderer sein muss als die trauer. vielleicht die geburt?

WackenDoc
17.02.2013, 12:20
So einen Quatsch habe ich noch nie gehört. Wer sagt denn, dass sie keine Therapie machen darf, solange sie Benzos nimmt?
Kann ja sein, dass der besagte Psychiater einfach keine Psychotherapie anbietet. Aber was spricht dagegen, die Depression medikamentös zu behandeln und zusätzlich nach nem Therapeuten zu suchen?


Natürlich ging das Ganze schon (spätestens) seit der Geburt los. Der Tod eures Kindes ist allerdings noch ein Faktor der das Ganze erschwert und wahrscheinlich aufrecht erhält.

Deswegen reicht die Trauerbegleitung auch nicht aus!

Verzweifelt12
17.02.2013, 12:24
Nein, das ist tatsächlich so. Wir haben uns da schon bei mehreren Psychotherapeuten informiert. Solange sie das nimmt und nicht sie Möglichkeit besteht es innerhalb von 24 Stunden abzusetzen übernimmt es die KK nicht. Wir sind zwar nicht arm, aber so reich um eine Psychotherapie komplett selbst zu bezahlen auch nicht. Außerdem wurde argumentiert das es nichts bringt zu therapieren solange die Psyche von den Medikamenten "benebelt" bzw. verdeckt ist

WackenDoc
17.02.2013, 12:29
Ich hab schon einige Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen betreut- sowas hab ich noch nie gehört und auch schon völlig andere Erfahrungen gemacht.
Bei bestimmten Krankheitsbildern ermöglichen die Medikamente (incl. Benzos) ja erst die Therapie.

Was anderes kann das natürlich sein, wenn eine Abhängigkeit von Benzos eine Rolle spielt.

Verzweifelt12
17.02.2013, 12:33
Ja und genau das meinen sie wohl. Da sie es ja schon über 3 Monate nimmt und bei diesen Mitteln eine Abhängigkeit ja schon nach ein paar Wochen möglich ist. Was mir sowieso große Sorgen macht. Wie soll sie das denn packen die jetzt auch noch abzusetzen? Ich denke mal die sehen schon das da eine zumindest leichte Abhängigkeit vorhanden ist.

Brutus
17.02.2013, 12:54
Wie wäre es mit einer stationären Therapie? Da kann man die Benzos absetzen und ich habe gehört, dass da sogar Therapien angeboten werden. Und das mit den Benzos ist Quatsch! Die Psychiater nehmen keine Intoxikierten auf (zu Recht!), aber natürlich kannst Du eine Therapie machen, wenn Du Medikamente nimmst...

WackenDoc
17.02.2013, 12:55
Na dann ab in ne psychosomatische Klinik mit ihr. Und du wirst wahrscheinlich auch ne Therapie brauchen.
Ansonten bleibt euch nur, dass sie im Bett liegen bleibt und da wartet, bis sie irgendwann eingeht. Den Termin beim Kinder-und Jugendpsychiater für euer Kind kannste aber wahrscheinlich eh gleich schon buchen.

Peter_1
17.02.2013, 14:54
Nein, das ist tatsächlich so. Wir haben uns da schon bei mehreren Psychotherapeuten informiert. Solange sie das nimmt und nicht sie Möglichkeit besteht es innerhalb von 24 Stunden abzusetzen übernimmt es die KK nicht.

Das ist kompletter Quatsch, keine Ahnung wer euch da so was erzählt hat. Es wäre hier dringend notwendig nochmal eine Vorstellung bei dem Psychiater zu veranlassen. Zum einen gibt es ja auch andere Psychopharmaka ausser Benzos, die hier evtl. indiziert wären, zum anderen: natürlich ist es Unsinn dem Psychiater zu sagen: wir möchten dass das Fieber weg geht, sondern ihr beide habt unabhängig von der Ursache des Fiebers mehr als genügend Gründe um Hilfe zu suchen. Wenn der betr. Psychiater "zum Jagen getragen werden muss", dann wäre hier durchaus ausnahmsweise wirklich ein Wechsel des Arztes sinnvoll.
Eine Psychotherapie kann unabh. von der psychiatrischen medikamentösen Behandlung angefangen werden. Dazu müsst ihr dem Psychotherapeuten und dem Psychiater gegenüber die Karten aber offen auf den Tisch legen (massive Erschöpfung, es dreht sich alles nur noch um Krankheit, die komplette Familie ist eingespannt, Rückzug aus dem Alltag, Sorge das es zu Ende geht usw.) und auch gewillt sein eine solchen Therapie generell erst mal als hilfreich anzunehmen. Ganz zu Beginn habe ich mal geschrieben: was evtl. fehlt ist die Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper (das ist absolut nicht unverständlich nach eurer Odyssee), die werdet ihr nicht durch immer neue Baustellen, Zweit/Dritt/Viertmeinungen erlangen (im Gegenteil!), sondern nur wenn nach erfolgter Abklärung der potentiell bedrohlichen Diagnosen auch mal ein Schlussstrich gezogen wird.

Die Bilanz könnte dann heissen: ich habe augenscheinlich keine lebensbedrohliche Erkrankung, aber die ganze Sorge und Angst könnte mich (und bei euch beiden: auch noch den Partner) mittlerweise so krank gemacht haben, dass sich dieses als eigentliche Krankheit verselbstständigt hat. Die eigentliche Ursache des "Fiebers" ist dann erstmal vollständig egal.

P.S: @Fata Morgana:
Danke für Dein Statement, ich war schon etwas resigniert, dass ich einer der wenigen bin, bei denen F-W s gemeingefährlicher Quatsch mit Soße akutes Augenbrennen und Übelkeit hervorruft.

Verzweifelt12
17.02.2013, 15:48
Peter ja.. nur wird sie halt etwas eingeschränkt sein im Leben mit dem Fieber.. Das ganze Schwitzen, der erhöhte Stoffwechsel dadurch, leichtere Ermüdung... wird halt alles ein schwerer weg für sie. Ich versuche ja trotzdem noch den Verstand zu behalten und muss auch beruflich viel tun, da darf mein Geist keinesfalls ausfallen.

Die Anmerkung mit dem Kinder/Jungendpsychologen finde ich etwas unpassend und verletzend. Trotz der heftigen Lage tun wir alle was nur geht für unser Kind. Er geht auch in einen Kindergarten und dort ist er alles andere als auffällig. Gott sei Dank hat ihn die Sache mit seinem Bruder nicht zu sehr mitgenommen. Da uns schon ein Kind genommen wurde finde ich es empathielos das jetzt so in den Raum zu werfen ohne unseren Sohn gesehen oder gehört zu haben.

WackenDoc
17.02.2013, 16:15
Lies dir nochmal genau meinen letzten Beitrag durch, bevor du dich angegriffen fühlst.

Rico
18.02.2013, 09:34
Trotzdem bleibt das Fieber. Wenn doch nur endlich ein Mensch sagen könnte das es tatsächlich psychisch bedingt sein kann. Aber jeder sagt einfach nein, weiß trotzdem nicht was los ist.Wer sag das eigentlich immer? Da weiß ja schon der erste Google-Hit mit der Frage "Fieber psychische Ursachen (http://www.google.de/#hl=de&gs_rn=3&gs_ri=psy-ab&cp=10&gs_id=12&xhr=t&q=fieber+psychische+ursachen&es_nrs=true&pf=p&tbo=d&sclient=psy-ab&oq=fieber+psy&gs_l=&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&bvm=bv.42553238,d.Yms&fp=b7f32c8ef0885729&biw=1141&bih=624)", nämlich die Apotheken-Umschau (http://www.apotheken-umschau.de/Fieber/Fieber-psychische-Ursachen-53864_11.html), was anderes.

Wenn das TEE als Komplettierung der Ausschlussdiagnostik nichts erbringt (was zu vermuten ist), dann könnte man in der Tat mal überlegen, ob man nicht einen Schlusstrich unter die Somatik zieht und mal den Ansatz richtig aufrollt. Scheint mir mittlerweile deutlich vielversprechender zu sein als mit dem MRT irgendwelchen Neben-/Zufallsbefunden, die gar nichts mit dem Grundproblem zu tun haben hinterherzujagen. :-meinung
Auch der Punkt, dass die Beschwerden schon vor dem plötzlichen Kindstot bestanden haben würde mich da nicht abhalten. Kann ja auch sein, dass da ein anderes psychisches Problem bestanden hat, dass sich so schon geäußert hat - aber eben wegen der Manifestation als Fieber gar nicht als solches erkannt wurde.
Dass diese Situation dann durch den Kindstot eher verschlechtert wurde liegt ja auch auf der Hand - insbesondere wenn Deine Frau aufgrund der stationären Fieberabklärung zum Todeszeitpunkt nicht bei Eurem Kind war - das verschafft dem Fieber ja eine ganz besonders schwere Rolle (z.B. à la "Wenn ich schon wegen des Fiebers im entscheidenden Moment nicht da war, dann muss jetzt aber mindestens was gescheites bei rauskommen, damit meine Abwesenheit auch gerechtfertigt war.")

Bevor ich jetzt nur auf basis der hier geschilderten Umstände und in Unkenntnis der Gesamtsituation zusehr ins spekulieren verfalle, überlasse ich die weitere Abklärung da einem Fachkollegen - aber abtun würde ich das nicht.

Verzweifelt12
18.02.2013, 15:12
@wackedoc ich möchte mich für meine Aussage entschuldigen wenn ich deine falsch verstanden habe. Es hat sich für mich so angehört als bräuchte unser Kinder aufgrund der "Verhältnisse" einen Termin beim Psychologen. Vielleicht kannst du mir ja genauer erklären was du meintest, bin natürlich offen für alles, aber das ich bei dem Thema etwas sensibler reagiere als andere müsste verständlich sein, daher bitte ich auch um Verständnis.

@Rico, Tja, da googlet man nach allem aber nicht nach sowas :D wobei ich bei google sowieso vorsichtig geworden bin, denn wenn man da einmal nach einem Symptom schaut hat man gleich mehrere tödliche Krankheiten.
So ganz unter uns kann ich dir sagen, deine Meinung zu dem ganzen war bis jetzt die Nachvollziehbarste im Gegensatz zu denen von den "Fachkollegen". Es heißt immer nur die Temperatur bestand schon vorher. Aber wer weiß, vielleicht hat wirklich irgendetwas in ihre Psyche eingegriffen? Ein Kaiserschnitt ist ja eine OP und eine OP immer mit Angst verbunden, eine Frau im Wochenbett neigt leicht zu Depressionen. Vielleicht blieb dort tatsächlich etwas unentdeckt. Und leider - so traurig es ist :( hast du sozusagen die Worte meiner Frau aufgeschrieben. Sie ist so verzweifelt bzw. der Tatsache das sie nicht hier war, sie verurteilt sich und hat schreckliche Schuldgefühle. Und genau da fiel der von dir angesprochene Satz - "Wenn ich wegen dieser blöden "Krankheit" nicht beim sterben da sein konnte, will ich das es wenigstens endlich eine Ursache gibt, das nicht alles umsonst war" und es fielen auch schon andere Schuldgefühle wie "Vielleicht habe ich ihn mit etwas angesteckt das man genau so wenig sehen und feststellen konnte wie bei mir".. also hat sie Schuldgefühle weil sie wegen SICH nicht da war und gleichzeitig Angst ihn angesteckt zu haben bzw. für seinen Tod verantwortlich zu sein. Danke das es Menschen gibt die sowas doch noch erkennen und diagnostizieren können obwohl es ja "nur" ein Forum ist und noch kein Arzt genau das ansprechen konnte. Trotzdem bleibt die Frage, es wird ja bei solch einem "Fieber" oft ein Benzodiazepin als fiebersenkendes Mittel gegeben, wieso hat das bei ihr nicht angeschlagen?

Zum Oberbauch MRT von heute wie immer ohne Befund, ein SD Szintigramm wurde auch gleich gemacht, ist doch alles Ok. Nun können wir bald nach Tschernobyl ziehen. *Ironie off*

Also nach dem Schluckecho muss das wirklich eine Ruhe geben. Außerdem gibt es irgendwann ja gar keine Untersuchungsmöglichkeiten mehr.

Liebe Grüße

Brutus
18.02.2013, 15:49
@wackedoc ich möchte mich für meine Aussage entschuldigen wenn ich deine falsch verstanden habe. Es hat sich für mich so angehört als bräuchte unser Kinder aufgrund der "Verhältnisse" einen Termin beim Psychologen. Vielleicht kannst du mir ja genauer erklären was du meintest, bin natürlich offen für alles, aber das ich bei dem Thema etwas sensibler reagiere als andere müsste verständlich sein, daher bitte ich auch um Verständnis.
Bin zwar nicht Wacken, aber ich habe ähnliches gedacht! So wie Du hier schreibst, habt IHR BEIDE ein Riesenproblem. Und da glaubt ihr ernsthaft, dass Euer Kind das nicht mitbekommt? Wenn ihr so weiter macht, dann garantiere ich ebenso eine Notwendigkeit einer Therapie für Euren Sohn.


@Rico, Tja, da googlet man nach allem aber nicht nach sowas :D wobei ich bei google sowieso vorsichtig geworden bin, denn wenn man da einmal nach einem Symptom schaut hat man gleich mehrere tödliche Krankheiten.
Tja, und mal ehrlich... was machst Du hier? Im Grunde genommen suchst Du doch hier auch nach (vielleicht nicht tödlichen) Krankheiten, die Ihr Deiner Frau andichten könnt. Und wenn man Euch sagt, dass sie nix hat, und sie wirklich dringend psychologisch/psychiatrische Hilfe braucht, igelt Ihr Euch wieder ein und kommt mit einem anderen "Schlachtfeld" um die Ecke!


Und leider - so traurig es ist :( hast du sozusagen die Worte meiner Frau aufgeschrieben. Sie ist so verzweifelt bzw. der Tatsache das sie nicht hier war, sie verurteilt sich und hat schreckliche Schuldgefühle. Und genau da fiel der von dir angesprochene Satz - "Wenn ich wegen dieser blöden "Krankheit" nicht beim sterben da sein konnte, will ich das es wenigstens endlich eine Ursache gibt, das nicht alles umsonst war" und es fielen auch schon andere Schuldgefühle wie "Vielleicht habe ich ihn mit etwas angesteckt das man genau so wenig sehen und feststellen konnte wie bei mir".. also hat sie Schuldgefühle weil sie wegen SICH nicht da war und gleichzeitig Angst ihn angesteckt zu haben bzw. für seinen Tod verantwortlich zu sein.
Und schöner kann man die Notwendigkeit einer Psychotherapie doch nicht in Worte fassen! Vielleicht solltet ihr mal mit DIESEM Text beim Psychologen/Psychiater vorstellig werden. Nicht so eine gequirlte Kacke von wegen "Wir wollen, dass das Fieber weggeht!" SIE fühlt sich schuldig, weil sie nicht da war, als der Kleine gestorben ist, und weil SIE ihn mit einer ominösen Krankheit angesteckt haben will... DAMIT kann man in der Psychotherapie arbeiten! Und versucht um Himmelswillen nicht, das zuhause mit irgendwelchen Hobbypsychologen und Trauerberatern zu lösen! Das gehört in professionelle Hände während einer stationären Therapie!


Danke das es Menschen gibt die sowas doch noch erkennen und diagnostizieren können obwohl es ja "nur" ein Forum ist und noch kein Arzt genau das ansprechen konnte. Trotzdem bleibt die Frage, es wird ja bei solch einem "Fieber" oft ein Benzodiazepin als fiebersenkendes Mittel gegeben, wieso hat das bei ihr nicht angeschlagen?
Benzos senken kein Fieber! Ein Versuch bei Patienten, die aufgrund ihrer psychischen Anspannung (um das mal laienhaft auszudrücken) eine erhöhte Kerntemperatur haben, wäre, mit den Benzos die innere Unruhe / Angespanntheit zu reduzieren in der Annahme, dass damit auch die erhöhte Temperatur wieder sinkt. Da mit dem Benzo aber nicht die Ursache der Problematik beseitigt wird, wird sich auch am Zustand Deiner Frau nix ändern!


Zum Oberbauch MRT von heute wie immer ohne Befund, ein SD Szintigramm wurde auch gleich gemacht, ist doch alles Ok. Nun können wir bald nach Tschernobyl ziehen. *Ironie off*
OK. Wieso wundert mich ein unauffälliges MRT jetzt nicht?


Also nach dem Schluckecho muss das wirklich eine Ruhe geben. Außerdem gibt es irgendwann ja gar keine Untersuchungsmöglichkeiten mehr.
Liebe Grüße
Naja, SCHIMMER GEHT IMMER!
Aber ich hoffe, Ihr meint das Ernst und lasst danach das FA-Hopping! Es bringt nix... Sucht Euch mit den o.g. Bemerkungen einen vernünftigen Therapeuten, dem Ihr aber auch EHRLICH schildert, was Euer Problem ist. Und nicht wieder anfangen mit dem Fieber...

Verzweifelt12
18.02.2013, 16:18
@Brutus das was ich hier mache, hat auf jeden Fall deutlich mehr Sinn ergeben UND vor allem mehr beruhigt als alles an Google oder etlichen echten Arztbesuchen, die ihr vielleicht demnächst noch anbieten die Haut abziehen zu lassen um genaueres zu sehen.

Nochmal zu unserem Sohn. Also sicherlich herrscht hier im Moment kein Friede, Freude, Eierkuchen. Das ist ja zu erwarten. Aber wir sind auf jede Fall in der Lage uns um ihn zu kümmern. Kindergarten und Kinderarzt legen ja auch noch mal ein genaues Auge auf ihn, sie wissen ja alles bescheid. Wir haben unseren Sohn so gut es möglich ist von allem ferngehalten. Den Todesfall hat er akzeptiert und freut sich wenn er mal ein Foto seines Bruders sieht. Da kann ich euch die Angst nehmen. Was die Krankheit meiner Frau betrifft, er sieht es ja nicht. Sie gibt sich alle Mühe es trotzdem zu verbergen, aber auch Kinder müssen lernen das es im Leben auch Krankheit gibt. leider. Aber er macht es gut und sie macht es gut. Er ist im Moment ein sehr aufgeweckter Kerl mit viel Lebensfreude und Energie, der keinerlei Zeichen von psychischer Belastung hat. Gott sei Dank. Sollten wir irgendetwas bemerken, würden wir uns natürlich in Verbindung mit einem Kinderpsychologen setzen. Aber er hat viel Familie, Freunde und so unglaubwürdig es im Moment klingt geben wir alles um die besten Eltern für ihn zu sein. Wie gesagt, es gibt (noch) keinen Grund zur Sorge.

Danke auch das du mir das mit den Benzos nochmal erklärt hast. Habe die Seite auf Google (weil ihr mich ja darauf hingewiesen habt) "Fieber seelisch ausgelöst" gelesen und stieß auf den Beitrag mit den Beruhigungsmittel als Strategie zur Fiebersenkung. Daher meine Verwirrung.

Ja schlimmer geht immer und ich habe mir von dem MRT auch nicht viel erwartet. (naja gut, sie hat ein kleines Hämatom in der Leber, eine Nierenzyste und einen verlängerten Darm, aber wer suchet der findet und ich bin mir sicher das dies kein Fieber auslöst)

Wir (zumindest ich) werden, wenn wir alles durch haben was zum völligem Ausschluss von ärztlicher Seite nötig war, aufhören. Und bei ihr hört sich das sehr ähnlich an. Auch wenn es sie niederschmettern wird wenn sie erst mal wüsste das es wirklich psychisch war/ist und sie deshalb die letzte Zeit mit ihm im KH verbracht hat. Ich vermute eine stationäre Therapie wäre in dem Fall auch sinnvoller als einmal die Woche zu jemanden zu gehen. Wenn etwas so dramatisch ist das es sogar die Temperatur und alles mögliche beeinflusst sollte man das 24 Stunden behandeln.

Ich frage mich nur ob bei mir wirklicher Behandlungsbedarf besteht? Ich meine, ja ich bin co-krank und ja ich habe meinen Sohn verloren. Trotz allem habe ich mich dieser Dinge ohne jegliche Hilfsmittel gestellt und bis jetzt auch keinen Nervenzusammenbruch erlitten. Das mit meinem Sohn werde ich nie vergessen, weiß aber auch das mir da kein Psychologe etwas einreden kann. Es ist furchtbar, es ist schwer, es ist die Hölle, aber es ist so und wird sich auch nicht mehr ändern. Leider kann man sich selbst oft nur sehr schlecht einschätzen. Aber ich habe auch einen studierten Beruf und es wäre sehr schade wenn ich den jetzt aufs Spiel setzen müsste um mich in eine vll. nicht notwendige Behandlung zu begeben.

Rico
19.02.2013, 10:15
Ja schlimmer geht immer und ich habe mir von dem MRT auch nicht viel erwartet. (naja gut, sie hat ein kleines Hämatom in der Leber, eine Nierenzyste und einen verlängerten Darm, aber wer suchet der findet und ich bin mir sicher das dies kein Fieber auslöst)Eher ein Hämangiom in der Leber. ;-)
Und die Nebenniere ist wie geplant an ihrem Platz?
Ein kluger Kollege von dem ich viel gelernt habe hat immer gesagt: "Diagnostik zieht Diagnostik nach sich."

Auch wenn es sie niederschmettern wird wenn sie erst mal wüsste das es wirklich psychisch war/ist und sie deshalb die letzte Zeit mit ihm im KH verbracht hat.Wieso ist das niederschmetternd? Psychiatrische/psychosomatische Diagnosen sind ja nicht weniger wichtig/schlimm als somatische. So eine Diagnose ist doch nicht enttäuschend, das ist eine Diagnose wie jede andere auch. Gerade als gelernte Psychotherapeutin sollte sie das eigentlich wissen.

Peter_1
19.02.2013, 13:05
Ein kluger Kollege von dem ich viel gelernt habe hat immer gesagt: "Diagnostik zieht Diagnostik nach sich."

Wohl wahr, wohl wahr, erst recht wenn Diagnostik ohne Sinn und Verstand gemacht wird. Manch einer macht sich leider vorher keine Gedanken über die Güte eines diagn. Verfahrens, bzw. schaut ausschliesslich auf das Ergebnis, ohne den Bezug zum Patienten herzustellen. Rein statistisch wird sich mit 100%iger Wahrscheinlichkeit bei jedem gesunden Menschen irgendeine Abweichung von der Norm finden, alles nur eine Frage des Umfangs an Diagnostik.

In House of God wurde das anders ausgedrückt:

Regel Nr. 10: "Wenn Du keine Temperatur misst, stellst Du auch kein Fieber fest"

und Nr. 13: "Die beste ärztliche Betreuung besteht darin, so wenig wie möglich zu tun, davon aber reichlich."

Bevor jetzt jemand sagt, das sei zynisch, nein das ist es nicht, es steckt wirklich in beiden Dingen ein Fünkchen Wahrheit drin. Diagnostik sollte sich zielgerichtet nach der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung richten, es gilt erst das wahrscheinliche als Ursache anzunehmen, nicht das Unwahrscheinliche. Dem Unwahrscheinlichem ist nachzugehen wenn das Wahrscheinliche sicher nicht zutrifft. Leider wird die Reihenfolge von manch Patienten (da meist aus Unwissen) und von manchen Ärzten (leider auch) nicht eingehalten, da kommt dann oft Murks raus. In eurer Geschichte ist das Wahrscheinliche ehrlich gesagt den meisten unvoreingenommenen Lesern doch klar (nämlich eine psychosomatische Erkrankung möglicherweise mit einer deutlichen Depression, um es auf den Punkt zu bringen) und dieser wahrscheinlichen Erkrankung ist bisher augenscheinlich weder diagnostisch noch therapeutisch ausreichend nachgegangen worden, stattdessen erfolgt immer weitere Diagnostik, die euch in immer neue Sackgassen führt.

Keenacat
19.02.2013, 13:11
Wohl wahr, wohl wahr, erst recht wenn Diagnostik ohne Sinn und Verstand gemacht wird. Manch einer macht sich leider vorher keine Gedanken über die Güte eines diagn. Verfahrens, bzw. schaut ausschliesslich auf das Ergebnis, ohne den Bezug zum Patienten herzustellen. Rein statistisch wird sich mit 100%iger Wahrscheinlichkeit bei jedem gesunden Menschen irgendeine Abweichung von der Norm finden, alles nur eine Frage des Umfangs an Diagnostik.

In House of God wurde das anders ausgedrückt:

Regel Nr. 10: "Wenn Du keine Temperatur misst, stellst Du auch kein Fieber fest"

und Nr. 13: "Die beste ärztliche Betreuung besteht darin, so wenig wie möglich zu tun, davon aber reichlich."

Bevor jetzt jemand sagt, das sei zynisch, nein das ist es nicht, es steckt wirklich in beiden Dingen ein Fünkchen Wahrheit drin. Diagnostik sollte sich zielgerichtet nach der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung richten, es gilt erst das wahrscheinliche als Ursache anzunehmen, nicht das Unwahrscheinliche. Dem Unwahrscheinlichem ist nachzugehen wenn das Wahrscheinliche sicher nicht zutrifft. Leider wird die Reihenfolge von manch Patienten (da meist aus Unwissen) und von manchen Ärzten (leider auch) nicht eingehalten, da kommt dann oft Murks raus. In eurer Geschichte ist das Wahrscheinliche ehrlich gesagt den meisten unvoreingenommenen Lesern doch klar (nämlich eine psychosomatische Erkrankung möglicherweise mit einer deutlichen Depression, um es auf den Punkt zu bringen) und dieser wahrscheinlichen Erkrankung ist bisher augenscheinlich weder diagnostisch noch therapeutisch ausreichend nachgegangen worden, stattdessen erfolgt immer weitere Diagnostik, die euch in immer neue Sackgassen führt.

:-meinung*gefaelltmir*:-dafür
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