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Feuerblick
11.01.2014, 10:32
Man kann ja auch einen Urlaubstag nehmen oder einen freien Tag nach Dienst, wenn man das Gespräch nicht auf einen Zeitpunkt nach Feierabend legen kann. Früher gehen wegen irgendeinem Termin ist auch meist kein Problem. Aber Krankmelden ist richtig blöd, denn 1. könnte dich ein Kollege oder gar der Chef sehen, wie du dich grad wo vorstellst und 2. ist es nicht unüblich, dass potentielle Chefs den aktuellen Chef anrufen und mal fragen, wer sich da beworben hat. Sprich: Unter Umständen fliegst du wegen einer solchen Aktion raus und dein potentieller Chef findet einen unehrlichen Bewerber auch nicht mehr attraktiv. :-nix

firstdayofwinter
11.01.2014, 10:35
Natürlich würde ich versuchen, wenn's nur irgend möglich ist, Überstundenfrei zu nehmen oder das in meinen Urlaub zu legen, aber dem Chef vorher ankündigen, dass ich EVENTUELL gehen möchte, kommt mir etwas komisch vor...

Wegen Anrufe mache ich mir auch Sorgen (bisher noch gar keine Bewerbungen losgeschickt aber dabei, die zu schreiben), ich möchte irgendwie entweder gehen, oder bleiben, und nicht vorher mit meinem Chef darüber sprechen. Ich bin nicht mehr in der Probezeit und werde auch nicht von heute auf morgen gehen, aber wenn ich mit Frist kündige muss ich das doch vorher nicht erklären oder?

Feuerblick
11.01.2014, 10:59
Nee, du sollst auch nicht ankündigen, dass du gehen willst. Würde ich definitiv nicht zu raten! Aber eben auch nicht krankmelden für Hospitation und Co. :-meinung
Und nein, du musst vorher niemandem in deiner aktuellen Klinik erklären, dass und warum du eventuell gehen möchtest. Wäre ja noch schöner. Aber es könnte sein, dass dein Chef beim Kündigungsgespräch schon weiß, dass und wohin du gehst ;-)

firstdayofwinter
11.01.2014, 11:50
Aiyaiyai, ob er das dann so lustig findet, wenn plötzlich andere Chefs anrufen und sagen, dass ich da beim Vorstellungsgespräch sitze? Auch wenns im Ü-frei wär... Eine Kollegin rät mich immer dazu erst mit dem Chef zu besprechen, was ich nicht gut finde, und die Probleme zu lösen, aber irgendwie denke ich, wenn er alle Probleme oder auch nur ein paar der Klinik so einfach lösen könnte, hätte er es längst getan! Er ist ja auch nur ein Mensch und reden hilft nicht immer dagegen (er ist sogar ein netter Mensch, obwohl ich schon anderes über ihn gehört habe, sein Lieblingsspruch: Hallo Frau Kollegin alles klar bei Ihnen? Super, Sie machen das schon! und zischt ab schneller als der Wind!

Feuerblick
11.01.2014, 12:05
Ob der das lustig findet oder nicht, ist ja primär egal. Wenn du es ihm vorher erzählst, ist die Katze definitiv aus dem Sack. Im anderen Fall KÖNNTE deine Bewerbung rauskommen, muss aber nicht. Und offiziell weiß Cheffe dann immer noch nichts. ;-) Ich bin bisher - und ich habe mit Stellenwechsel so einige Erfahrung - immer gut damit gefahren, meine Pläne weder mit Kollegen noch mit dem jeweiligen Chef zu besprechen. Stattdessen unauffällig Urlaub oder Dienstfrei genutzt und erst bei Zusage den Chef informiert. Bei zwei Chefs weiß ich sicher, dass sie von ihren potentiellen Nachfolgern angerufen wurden. Hatte aber für mich keine Konsequenzen. :-nix

Evil
11.01.2014, 12:10
Das sind aber 2 verschiedene Dinge:
1. bei Problemen das Gespräch suchen, um die Probleme zu lösen
2. sich nach einer anderen Stelle umsehen und bei Erfolg kündigen

Das eine hat mit dem anderen doch an für sich überhaupt nix zu tun. Wenn Du mit Deinem Chef über Probleme sprichst, brauchst Du ihm doch überhaupt nix von sonstigen Plänen zu erzählen.

humunculus
11.01.2014, 12:46
Erstmal: Danke für die vielen Einschätzungen, gerade auch die kritischen und die von den alten Hasen.

:-top

Ich bin ja nun wirklich erst seit knapp 1 Woche (!!) bei meiner ersten Stelle (enges Spektrum, Kompromissstelle, hatte einfach Torschluss Panik), bis sich letzte Woche total überraschend das Vorstellungsgespräch an meinem 3. Arbeitstag (am Nachmittag, nicht in der reg. Arbeitszeit) bei der anderen Stelle (klassische große Neuro, nettes Gespräch etc.) ergeben hatte.

Das Schamnkerl ist ja zu dem das der andere Chef gar nicht weiß, dass ich schon arbeite....

Hab wohl mal sauber alles verbockt :-wand

psycho1899
11.01.2014, 12:49
Ich hab's wiederum bisher (3 Stellenwechsel) so gemacht, dass ich den Chef von meinen Plänen eines Stellenwechsels unterrichtet habe. Bisher habe ich damit gute Erfahrung gemacht. Lediglich einmal 'musste' ich unehrlich sein, als ich bei der Bewerbung auf mein Rotationsjahr vorgab, längerfristig bleiben zu wollen, da ich sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit die Stelle nicht bekommen hätte und ich den finanziellen/zeitlichen Aufwand eines Umzuges in eine andere Stadt nur für das nervige Rotationsjahr nicht eingehen wollte.

Feuerblick
11.01.2014, 12:57
Erstmal: Danke für die vielen Einschätzungen, gerade auch die kritischen und die von den alten Hasen.

:-top

Ich bin ja nun wirklich erst seit knapp 1 Woche (!!) bei meiner ersten Stelle (enges Spektrum, Kompromissstelle, hatte einfach Torschluss Panik), bis sich letzte Woche total überraschend das Vorstellungsgespräch an meinem 3. Arbeitstag (am Nachmittag, nicht in der reg. Arbeitszeit) bei der anderen Stelle (klassische große Neuro, nettes Gespräch etc.) ergeben hatte.

Das Schamnkerl ist ja zu dem das der andere Chef gar nicht weiß, dass ich schon arbeite....

Hab wohl mal sauber alles verbockt :-wandMeine allererste Stelle war genau so eine Kompromisstelle. Habe nach drei Wochen ein Vorstellungsgespräch in meiner PJ-Klinik bekommen, bin an einem Freitag einfach früher gegangen und zum Gespräch gefahren. Gekündigt hab ich dann eine Woche später :-)) Halb so wild! Wenn dir die neue Stelle zusagt, dann nimm sie!

anignu
11.01.2014, 20:57
Ob der das lustig findet oder nicht, ist ja primär egal. Wenn du es ihm vorher erzählst, ist die Katze definitiv aus dem Sack. Im anderen Fall KÖNNTE deine Bewerbung rauskommen, muss aber nicht. Und offiziell weiß Cheffe dann immer noch nichts. ;-) Ich bin bisher - und ich habe mit Stellenwechsel so einige Erfahrung - immer gut damit gefahren, meine Pläne weder mit Kollegen noch mit dem jeweiligen Chef zu besprechen. Stattdessen unauffällig Urlaub oder Dienstfrei genutzt und erst bei Zusage den Chef informiert. Bei zwei Chefs weiß ich sicher, dass sie von ihren potentiellen Nachfolgern angerufen wurden. Hatte aber für mich keine Konsequenzen. :-nix

Ich kann das nur unterstützen: ich hatte erst wieder ein Vorstellungsgespräch und da ging es auch um die Frage ob mein Chef was davon weiß. Ich hab meinem Chef nichts davon gesagt, der Chef der Bewerbung und mein Chef sind befreundet, daher sollte er es eigentlich wissen wenn der andere was davon weiß wenn die denn so indiskret sind. Meine Antwort ganz einfach: ich hab nichts erzählt, denn wenn es nicht klappt werde ich und muss ich meine volle Leistung beim aktuellen Arbeitgeber weiter einbringen. Meiner Meinung nach klare Sache. Ich werde und soll meine volle Arbeitskraft beim aktuellen Chef einbringen und das sollen sowohl der aktuelle als auch der zukünftige sicher wissen. Alles andere sind Veränderungen die kommen oder nicht.

Meine Vorstellungsgespräche und Hospitationen hab ich immer im Dienstfrei gemacht. Einmal hatte ich auch danach Dienst, dann sagt man halt, man muss um soundsoviel Uhr weg, weil man noch Dienst hat. Kommt meiner Meinung nach auch gut an. Einfach weil der potentielle Arbeitgeber merkt, das Interesse da ist und auch Engagement außerhalb der normalen Arbeitszeit...

Relaxometrie
11.01.2014, 21:03
Mehrere Kollegen haben mir auf jeden Fall empfohlen, mich krank zu melden, wenn ich mir was anderes suchen möchte (und zum Gespräch oder zur Hospitation gehe)
Der Rat von Kollegen bedeutet ja nicht, daß man sich nicht eine eigene Meinung bilden darf.
Abgesehen von den Problemen, die man sich mit Pseudokrankmeldungen einhandeln kann, finde ich es schlicht und ergreifend nicht ok, eine Krankmeldung für so etwas zu mißbrauchen.

Pampelmuse
12.01.2014, 15:00
Sie meinte eher den (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=54224&highlight=interview) oder den (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=64019&highlight=interview), denke ich...

Genau! Danke Dir!

RobertSch
07.10.2015, 15:04
Schau doch mal im ländlichen Bereich auch auf regionalen Jobportalen nach. Wenn man in Unterfranken]schaut, findet man freie Stellen bei Krankenhäusern in Stadtnähe, die trotzdem händeringend nach Absolventinnen suchen. So würde ich es an deiner Stelle versuchen. Wünsche dir viel Erfolg!

Jule-Aline
08.10.2015, 08:52
Ich habe die Diskussion nur am Rande mitbekommen, aber ist es nicht normal, dass man sucht, bevor man kündigt? Kann doch auch sein, dass man sich andere Häuser anguckt und zu dem Schluss kommt, dass das eigene doch besser ist? Mehrere Kollegen haben mir auf jeden Fall empfohlen, mich krank zu melden, wenn ich mir was anderes suchen möchte (und zum Gespräch oder zur Hospitation gehe), habe ich aber bisher noch nicht gemacht, weil ich noch nicht wirklich angefangen habe mit der Suche. Und vorher dem Chef ankündigen, dass man auf der Suche nach einer anderen Stell ist? Dann kann man doch direkt erstmal kündigen oder? Warum muss er das so früh wissen, wenn man sowieso die Kündigungsfrist einhält und bis zum Ende gut arbeiten möchte? Ich wollte mich gerne mal umschauen und dann entweder doch bleiben oder eben dem Chef eröffnen dass ich gehen möchte, und einige Kollegen von mir tun das auch, ist das denn so unmoralisch?



Ich weiß,ob man mit Krankmeldung zum Vorstellungsgespräch oder zur Hospitation gehen sollte.Das könnte nämlich ein Kündigungsgrund sein bzw versicherungsrechtlich (man sticht am Tag der hospitation,ist offiziell aber krank)Die BG fragt dann sicher seeeehr genau nach.

dmtec
08.10.2015, 09:01
Wieso? Vielleicht geht er einfach krank zum Vorstellungsgespräch, weil sich der Zustand um 11:00 gebessert hat :)

Der Faden stammt übrigens aus 2014, fraglicher OP hat jetzt wohl doch nen Job hoffe ich