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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Masern & Co. - Wie geht Ihr eigentlich mit Impfgegnern um?



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Denüse
05.03.2015, 10:22
Naja, das ist die gleiche Drostel, die uns bei jedem Besuch wieder als Satans-Jünger bezeichnet und vom christlichen Glauben überzeugen will... Irgendwie scheint die generell einen an der Waffel zu haben, nicht nur religiös-militant... :-nix

Muriel
05.03.2015, 10:34
Tja Nüse, was meinst du auch, gerne schwarze Klamotten tragen zu müssen? Klar, bist du ein Katzen aufschlitzender Satansjünger. War mir auch schon immer klar.

KirstenP
05.03.2015, 11:35
Die Nachbarin meiner Eltern fing letzte Tage auch mit diesem Autismusmist an :-wand Ich habe ihr dann mal Wiki-Links gegeben, in denen genau aufgezeigt war, wie es durch Schmiergelder damals dazu kam, dass diese gefälschte Pseudostudie publiziert wurde. Aber das wurde nur mit "klar, dass die Pharmalobby das so abtut" hingestellt. Ich könnte so kotzen.

bipolarbär
05.03.2015, 11:52
Die Überzeugung von Wissen und Kontrolle über die Welt wirst du nie brechen können. Nicken, lächeln, Impfpflicht einführen. Das wäre die kostengünstigste Maßnahme.

Colourful
05.03.2015, 14:11
Krass. Wie kann man nur so militant verblödet sein?

Das frage ich mich bei manchen Patienten auch manchmal, aber da ist meistens dann eine schwere Erkrankung Grund für die militante Verblödung und da hab ich wieder Verständnis, auch, wenn es mich nervt.


Die Überzeugung von Wissen und Kontrolle über die Welt wirst du nie brechen können. Nicken, lächeln, Impfpflicht einführen. Das wäre die kostengünstigste Maßnahme.

Ja, bin ich auch für. Impfpflicht für alle.

Fr.Pelz
05.03.2015, 14:29
Der Vorteil an einer Impflicht wäre, dass sicher viele von den Doofköppen auswandern.

Denüse
05.03.2015, 14:32
Mein Freund meint ja, man sollte einfach alle Behandlungs- bzw. Krankenhaus-/Medikamentenkosten etc. privat in Rechnung stellen bei solchen Leuten. Dann wäre ganz schnell Schluss mit dem Schischi, meint er. Bin mir da gar nicht mal so sicher... :-nix

roxolana
05.03.2015, 14:42
Das ist ja das Verlogene daran - wenn der Arzt einem die Impfung empfiehlt, dann ergreift der gemeine Aluhutträger schnell die Flucht und geht lieber zum Heilpraktiker oder "Alternativmediziner". Aber sobald er dann was Ernsteres hat, dann ist die Schulmedizin auf einmal gut genug und soll es schnell richten. Man kann sich halt nicht überall die Rosinen rauspicken. Wer die Vorteile der Schulmedizin genießen will, der sollte sich auch an die Spielregeln halten. Im Prinzip haben es die Krankenkassen mit ihrem Bonusprogramm schon so angestoßen, nur sollte man es noch viel konsequenter durchziehen, sprich: Leute, die beratungsresistent sind und absichtlich entgegen dem ärztlichen Rat handeln und dadurch ihre Gesundheit gefährden, sollten zur Kasse gebeten werden. Alles andere ist äußerst unfair und ein Missbrauch des Solidaritätsprinzips.

Denüse
05.03.2015, 14:51
[...]Leute, die beratungsresistent sind und absichtlich entgegen dem ärztlichen Rat handeln und dadurch ihre Gesundheit gefährden, sollten zur Kasse gebeten werden. Alles andere ist äußerst unfair und ein Missbrauch des Solidaritätsprinzips.Da stimme ich Dir grundsätzlich zu. Nur betrifft das ja grundsätzlich nicht nur Impfgegner, sondern auch andere "Problemfälle"... Adipöse (zu denen ich z. B. zähle), Raucher, Trinker etc. wären dann aus meiner Sicht genau so zu behandeln.

roxolana
05.03.2015, 14:58
Bei Süchten und Adipositas würde ich genauso verfahren, gesetzt den Fall, dass die Patienten wirklich Null Kooperation zeigen. Also wenn ein Alkoholiker nicht zum Entzug will oder ein adipöser Patient nicht wenigstens ein bisschen Sport machen will oder eine Ernährungsberatung verweigert. Ich denke, man kann schon von den Patienten verlangen, dass sie wenigstens ein bisschen Eigeninitiative zeigen. Wer komplett alle Angebote in den Wind schlägt, der sollte dann auch zur Kasse gebeten werden.

Denüse
05.03.2015, 15:04
Es ist halt dann bei so einem Ansatz für meine Begriffe schwer, eine klare Grenze zu ziehen, die dann auch gesetzlich verankert werden könnte... :-nix

roxolana
05.03.2015, 15:13
Das ist natürlich richtig. Die Frage, was man von welchem Patienten abverlangen kann, kann sicher nicht pauschal für alle beantwortet werden. Trotzdem muss, denke ich, irgendwas in die Richtung passieren, denn das derzeitige System ist ja fast eine Einladung dazu, seine Gesundheit zu vernachlässigen. Man könnte z.B. auch die Patienten einen Aufklärungsbogen unterschreiben lassen. Irgendwas in der Richtung wie "Ich wurde darüber aufgeklärt, dass Adipositas zu Diabetes, Gelenkverschleiß, Herzinfarkt usw. usf. führen kann. Ich erkläre mich dazu bereit, Maßnahmen zu ergreifen, mit dem Ziel, mein Gewicht zu reduzieren (z.B. zweimal die Woche Fitness-Center und Ernährungsumstellung)." Dann die Patienten in regelmäßigen Abständen wieder einbestellen und mit ihnen besprechen, wie es läuft. Das braucht natürlich Zeit und Geld, ist klar. Und es wird nicht immer funktionieren. Aber es wäre zumindest ein Anfang.

bipolarbär
05.03.2015, 15:54
Das geht jetzt ein bisschen off-topic. Impfpflicht wäre eine vernünftige politische Entscheidung, so in vielen Ländern praktiziert (Vorausgesetzt, die verlangte Evidenz für neu eingeführte Impfungen wäre hoch genug). Oder zumindest irgendwelche finanziellen Konsequenzen/Belohnungen.

ehemaliger User_25062015
05.03.2015, 16:58
Impfgegner..zum in die Tonne kloppen diese Leute...und die Kinder sind die Leidtragenden..

Miss_H
05.03.2015, 17:10
Die Frage, was man von welchem Patienten abverlangen kann, kann sicher nicht pauschal für alle beantwortet werden. Trotzdem muss, denke ich, irgendwas in die Richtung passieren, denn das derzeitige System ist ja fast eine Einladung dazu, seine Gesundheit zu vernachlässigen.

Das sehe ich nicht so. In der GKV haben wir das Solidarprinzip und das bedeutet halt, dass jeder eine nötige Behandlung bekommt, egal wieso es dazu kam. Wo soll man denn sonst die Grenze ziehen? Dicke, Raucher, Radfahrer, Skifahrer, Autofahrer, extrem (Freizeit)Sportler, Alkoholkonsumierer müssen die Behandlung bezahlen, wenn sie eine Erkrankung durch ihr risikoreiches Verhalten erworben haben. Ich empfehle das Ganze gleich über eine App am Smartphone zu überprüfen. Neee so funktioniert das nicht.

Beim Impfen ist es halt eine schwierige Sache, da man nicht nur sich sondern andere auch gefährdet. Ich bin trotzdem gegen eine generelle Impfpflicht.

Ein Problem sind nicht nur die ungeimpfenten Kinder. Häufig sind auch gerade Erwachsene nicht mehr ausreichend geimpft. (Die 80er-Generation mit der MMR-Impfung (auf Grund der Umstellung des Impfschemas) oder einfach weil es in Vergessenheit geraten ist und sich auch kein Arzt darum gekümmert hat). Daher meine Frage an die Hausärzte. Lasst ihr euch bei jedem Patienten den Impfausweis zeigen?

fMRI
05.03.2015, 17:31
Zumindest würde ich alle altersgemäss nicht geimpften Kinder vom Besuch von KiTa bzw. KiGa ausschliessen und das Kindergeld streichen -- das würde schon mal ein paar Eltern die Flausen austreiben.

Man hört ja auch, gerade von den halbwegs Gebildeteren, dass die anderen Kinder die 95% Impfquote sein sollen, man besteht darauf, dass Prinzessin/Prinz in der 5% Quote ist.

Waldorfschulen sollten bei Ausbrüchen vom Amtsarzt/Amtsärztin komplett (und so lange wie möglich) geschlossen werden.

Mal schauen ob dann nicht die Vernunft wenigstens ein paar Siege einfährt. Und wenn ein Elternteil deswegen nicht zur Arbeit erscheinen kann (wer ungeimpfte Kinder hat dem steht kein gelber Schein zu), sollte er/sie es bitte aus dem eigenen Urlaubsanspruch nehmen.

Genauso ist es nicht OK, dass un- bzw. unzureichend Geimpfte z.B. in Neonatologien, Onkologien, etc. arbeiten -- da sollten die Betriebsärzte auch konsequenter durchgreifen. Stellt euch mal vor ihr habt ein Frühchen und es bekommt die Grippe weil eine Schwester/ein Pfleger/ein Arzt ungeimpft es eingeschleppt hat. Die Schwesters/der Pfleger/der Arzt überlebt es... nur...

Irgendwie hab ich heute Null-Toleranz... :-)

Espressa
05.03.2015, 18:19
Ich finde schon, dass das Thema impfen anders behandelt werden darf als sonstige Risikofaktoren. Stichwort Herdenimmunität, durch die hohe durchimpfungsrate schützt man ja auch kleine Babies die noch nicht geimpft werden konnten. Die adipositas der anderen schadet ja soweit sonst keinem.

locumo123
05.03.2015, 19:15
Es wird auch folgendes Argument herangezogen: Masern, FSME und Co. sieht man sehr selten und das zeigt, dass diese Krankheiten gering ansteckend sind. Somit sind Impfungen überflüssig und schaden nur.
Leider wird immer auf die Herdenimmunität vergessen. Die meisten Impfgegner sind ja selbst noch durchgeimpft, aber irgendwie wird da nun alles durcheinandergebracht.
Ich sage immer: Wir werden sehen, sobald die Herdenimmunität weiter abnimmt, lass uns dann weiterreden. :-nix

Solara
05.03.2015, 19:25
Es wird auch folgendes Argument herangezogen: Masern, FSME und Co. sieht man sehr selten und das zeigt, dass diese Krankheiten gering ansteckend sind. Somit sind Impfungen überflüssig und schaden nur.
Leider wird immer auf die Herdenimmunität vergessen. Die meisten Impfgegner sind ja selbst noch durchgeimpft, aber irgendwie wird da nun alles durcheinandergebracht.
Ich sage immer: Wir werden sehen, sobald die Herdenimmunität weiter abnimmt, lass uns dann weiterreden. :-nix

FSME ist vielleicht nicht so wirklich das beste Beispiel bzgl Herdenimmunität ...

locumo123
05.03.2015, 19:40
FSME ist vielleicht nicht so wirklich das beste Beispiel bzgl Herdenimmunität ...

Haha. Ja stimmt.

Heute kam ein Patient mittleren Alters in die Radio mit Fieber und ständigem Husten. Zudem hatte er subcostal Beschwerden. Die Sono war soweit unauffällig. Radiologe hatte auch keinen Plan was es ist. Interessante Famu...Pertussis? Werds wohl nie erfahren, wie es dann weiterging...