Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gute Berufschancen für Apotheker?
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luckyluc
03.10.2015, 17:36
Aber nochmal: warum sind wohl so viele Stellen frei und in welchen Apotheken? Warum fordern die Apotheker auf dem DAT wohl mehr Studienplätze in der Pharmazie?
Vielleicht weil es immer noch mehr Bewerber als studienpätze gibt? Der NC kommt auch nicht von ungefähr.
Aber ich gebe dir total Recht, dass unsere Vergütung keineswegs angemessen für die Ausbildung und Qualifikation ist. Warum es da keine stärkere Lobby gibt, frage ich mich auch.
Darum geht wird mich später der Weg auch nicht in die Offizin, sondern in die Industrie.
Ich zahle doch nicht vier Jahre für mein Studium, wenn es sich am Ende nicht rechnet.
Vielleicht bewegt sich das nochmal in die richtige Richtung. Ich bin gespannt.
Warum es keine starke Lobby gibt kann ich dir sagen:
Über Jahre lohnte sich die eigene Apo, Kredite für Neugründung und Übernahme saßen locker. Berufsbild und Ausbildung/Weiterbildung wurden nicht weiterentwickelt , man verdiente mehr, viel mehr als ein Arzt. In die Industrie zu gehen lohnte sich ebenfalls weniger. Dann kamen die Spargesetze und die trafen den Berufsstand kalt und unvorbereitet. Nun, in einer schmerzhaften Phase der Anpassung gibt es keine Argumente für mehr Geld. Denn große Konzerne und Versandhandel stehen bereit, in die Lücke zu stoßen welche die inhabergeführte Apotheke hinterlassen würde, wenn das Sterben weitergeht. Somit ist für einen Politiker entgegen anders lautender Argumentation die Versorgung nie gefährdet.
Phosphorsalzperle
04.10.2015, 13:49
Naja aber das Argument, dass wir im Vergleich zu anderen Jobs mit einem ähnlich langem Studium deutlich schlechter verdienen liegt doch auf der Hand.
Außerdem wird kein Handwerk so schlecht vergütet wie die Rezeptur.
Um eine Creme anzurühren braucht es ein großes Vielfaches an Komponenten: Eine ausgebildete PTA, die voll-ausgestattete Rezeptur, geprüfte und richtig gelagerte Ausgangsstoffe und eine sehr aufwendige Herstellung und Dokumentation nach Möglichkeit noch GMP qualifiziert.
Da ist der Lohn keineswegs angemessen. Auch ein starkes Argument.
Absolute Arrhythmie
04.10.2015, 17:05
Überhaupt kein Argument. Die PTA ist doch viel billiger als der Apotheker, soll die das doch machen ;-)
Warum es keine starke Lobby gibt kann ich dir sagen:
Ein kleiner Nachtrag zur Lobby, weil es hier gerade so gut passt. Meine Kollegin war letzte Woche auf de Apothekertag und erzählte mir, dass sich die Politiker dieses Jahr ziemlich zurückhaltend gezeigt hätten. Einzig gut vertreten war die Linke und komischerweise forderten Sie auch ziemlich alles das, was so aus dem Apothekerherz schreibt.
Und sehr amüsant erzählte mir diese Kollegin wie sehr sie das wunderte, weil sie schon drauf un dran war die AfD zu wählen (unmögliche Entscheidung meiner Meinung).
Es zeigt aber doch, dass auch politisch uns die Unterstützung fehlt.
StuartProwerFaktor
05.10.2015, 12:48
Ich denke auf Unterstützung durch die Politik sollte man eher nicht bauen (egal welche Partei).
Wenn man mal 1 und 1 zusammenzählt -->
1. Kaum oder nur wenig mehr an Studienplätze
2. Nicht mehr Geld
3. Weniger PTA-Plätze
--> Dann kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Der offizinelle Teil unseres Berufsstandes wird "sozialverträglich" eingedampft. Wenn man das mal versucht neutral nachzudenken, macht es ja auch Sinn. Mit Hilfe von Versandhandel, Botendiensten, höherer Mobilität der Gesellschaft und zunehmender Automatisierung von Apotheken braucht man nicht 22.000 Apotheken - ich würde sagen eher 10.000-15.000, die gut verteilt sind.
Bis diese Anzahl erreicht ist, wird sich also - zumindest durch die Politik - nichts zum Besseren ändern.
Phosphorsalzperle
07.10.2015, 15:58
Hallöchen,
um das Schrumpfen kommen wir (leider) wohl nicht herum. Aber außerdem wird sich die öffentliche Apotheke auch in ihrem Image ändern. Es kann nicht mehr jede Apotheke der anderen gleichen, sondern eine individuelle Note muss her. Apotheken müssen dahin schauen, wo es Nischen gibt und sich irgendwie von anderen abheben. Meiner Meinung nach muss sie deutlich akzentuieren, das SIE die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen ist und der Kunde auf qualitativ gute und individuelle Beratung bauen kann.
luckyluc
10.10.2015, 12:18
Wenn man das mal versucht neutral nachzudenken, macht es ja auch Sinn. Mit Hilfe von Versandhandel, Botendiensten, höherer Mobilität der Gesellschaft und zunehmender Automatisierung von Apotheken braucht man nicht 22.000 Apotheken - ich würde sagen eher 10.000-15.000, die gut verteilt sind.
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da hast du Recht. In diesem Bereich kann und sollte man sparen, weil man nur so mit dem Fortschritt der Zeit gehen kann. Trotzdem hat es nicht gleichzeitig zu bedeuten, dass es generell weniger oder unwichtigere Aufgaben im Arzneimittelsektor gibt. Denn dadurch, dass sich die Leute schon so vieles über das Internet bestellen, passieren auch immer häufiger Anwendungsfehler und es treten gehäuft WW, Nebenwirkungen auf.
Außerdem bekommt der durchschnittliche 65 Jährige 3-4 Medikamente, die es gilt unter optimaler Überwachung zu betreuen- Stichwort: Pharmazeutische Betreuung.
Es wird nicht nur Arbeit eingestampft, sondern es treten auch neue Aufgabenbereiche für Pharmazeuten auf.
Phosphorsalzperle
04.04.2016, 15:04
Weiß jemand wie leicht oder schwer man als Apotheker einen Job bei einer Krankenkasse bekommen kann und wie cool das ist?
Habe letztens von einer Bekannten gehört, die nach dem PJ bei einer KK angefangen ist und hauptsächlich Ärzte telefonisch berät.
Sie erzählte recht begeistert von ihrer Arbeit, aber erwähnte auch, dass sie ziemlich viel Glück hatte, diesen Job zu bekommen.
Gibt es hier jemanden, der darüber mehr weiß und mir Auskunft geben könnte?
ist das nicht ein total langeweiler Job. dann hängst die ganze zeit doch nur am Telefon.
schau doch mal bei Stellenanzeigen und frag sonst direkt mal bei den kassen an.
ich bin mir aber sicher, dass es schon ein wenig glück braucht einen stelle zu finden. dort arbeiten ja auch Ärzte z.B.
MineBiene
17.04.2016, 15:58
Das wäre mir zu viel Büroarbeit.. Wenn man keinen Patientenkontakt möchte, ist das aber schon der optimale Job ;-)
Das ist wirklich nicht mein Traumjob, aber stelle ich mir entspannter vor als in der Apotheke. Du sitzt den ganzen Tag, tätigst ein paar Anrufe machst Termine und und und. Aber das würde mich nicht erfüllen.
Angii_ka
17.04.2016, 21:53
Ich denke so schwarz weiß darf man das nicht sehen. ganz spektakulär kann die tätigkeit nicht sein aber ein sekretärinnen job ist es vermutlich auch nicht. würde auch gerne mehr darüber erfahren wollen
Das ist wirklich nicht mein Traumjob, aber stelle ich mir entspannter vor als in der Apotheke. Du sitzt den ganzen Tag, tätigst ein paar Anrufe machst Termine und und und. Aber das würde mich nicht erfüllen.
Den ganzen Tag sitzen kann aber auch müde machen. Ich finde, man braucht auch eine Herausforderung, damit der Geist ncht einschläft!
Angii_ka
24.04.2016, 19:49
Den ganzen Tag sitzen kann aber auch müde machen. Ich finde, man braucht auch eine Herausforderung, damit der Geist ncht einschläft!
deshalb genieße ich das Studium. so "frei" wie wir jetzt sind werden wir später nicht mehr sein. ich mags an der uni zu sein, wenn nicht gerade prüfungsphase ist. in der apotheke kam nach der Ausbildung auch schnell der alltag und dann kam auch nichts neues mehr..
luckyluc
28.04.2016, 13:15
ja, das unileben ist schon nice. In meinem FSJ habe ich ein Jahr schon erlebt, was es heißt sich an ein festes Arbeitsmodell zu halten. Natürlich ist es da gut wirklich frei zu haben wenn man nach Hause kommt. aber einfach mal morgens eine Vorlesung sausen zu lassen, weil der abend vorher doch feuchter und fröhlicher geworden ist, geht einfach nicht.
ich will daher auch gerne später einen Job, bei dem ich flexible Arbeitszeiten habe. Das heißt mich wird es wohl in die Industrie verschlagen.
ja, das unileben ist schon nice. In meinem FSJ habe ich ein Jahr schon erlebt, was es heißt sich an ein festes Arbeitsmodell zu halten. Natürlich ist es da gut wirklich frei zu haben wenn man nach Hause kommt. aber einfach mal morgens eine Vorlesung sausen zu lassen, weil der abend vorher doch feuchter und fröhlicher geworden ist, geht einfach nicht.
ich will daher auch gerne später einen Job, bei dem ich flexible Arbeitszeiten habe. Das heißt mich wird es wohl in die Industrie verschlagen.
Hat man da wirklich so flexible Arbeitszeiten? Das kann ich mir nicht vorstellen. Entspannte Arbeitszeiten stelle ich mir eher in der Apotheke vor.
Morphium
01.05.2016, 20:24
Hat man da wirklich so flexible Arbeitszeiten? Das kann ich mir nicht vorstellen. Entspannte Arbeitszeiten stelle ich mir eher in der Apotheke vor.
Na kommt auf die Position an, wenn du irgendwann dein eigener Herr bist (dauert sicher ein wenig), kannst du natürlich auch in der Apotheke "kommen und gehen, wann du willst. "
luckyluc
02.05.2016, 14:47
entspannte Arbeitszeiten in der Apotheke? Wovon träumst du denn? Hast du dir schonmal die Öffnungszeiten angeschaut. Von 8 - 20 Uhr haben schon viele Apotheken auf. Hinzu kommt der Vormittag am Samstag.
Ich persönlich fände es ziemlich mies immer bis 20 Uhr zu müssen. Denn damit immer ein Apotheker vor Ort ist, werden die Pausen über Mittag sehr ausgedehnt.
Vielleicht geht es, wenn du nicht mehr als 30 Stunden arbeitetest. Bei einer 40 Stunden Wochen hast du wohl kaum noch Freizeit.
MineBiene
08.05.2016, 12:06
Gebe dir Recht lucky. Also entspannt ist es vielleicht für den/die Chefin, weil man kommen und gehen kann, wann man will, aber für einen Angestellten ist es ja gar nicht so flexibel.. In meiner Famulatur Apotheke hatten sich die Mitarbeiter quasi in Schichten eingeteilt, sodass es dann relativ entspannt war. Oder man sucht sich ne Apotheke, die nur bis 18 Uhr auf hat, was aber auch nicht so häufig vorkommt. ;-)
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