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Famulatur in Malawi

Bericht vom Zomba Central Hospital zwischen Juli und September 1999

Christian Kuhn

 

Sprachliche Verständigung

Die Amtssprache in Malawi ist Englisch, sodass man sich mit jedem, der eine Ausbildung oder längeren Schulbesuch genossen hat, auch gut verständigen kann. Das afrikanische Englisch ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man hört sich schnell ein. Das Vokabular ist relativ einfach, sehr wichtig sind medizinische Ausdrücke.
Die meisten Patienten sprechen allerdings nur die Landessprache Chechewa, sodass man immer einen Übersetzer braucht.

Beziehung zu Bevölkerung

Die Menschen sind sehr gastfreundlich, und solange man alleine da ist, wird man ständig nach Hause eingeladen – zum Teil von Krankenhausmitarbeitern, zum Teil von Leuten, die einen auf der Straße ansprechen. Für solche Einladungen sollte man etwas zum Mitbringen dabei haben, z.B. Schokolade, Kugelschreiber, kleine Spielsachen für Kinder oder Bonbons. Es ist sowieso ratsam immer ein paar Bonbons in der Tasche zu haben, weil viele bettelnde Kinder auf einen zukommen, die sich sehr über „sweeties“ freuen.Ich kann auch nur empfehlen, sich zumindest am Anfang alleine durchzuschlagen, denn man hat viel mehr Kontakt zur Bevölkerung, und ist dazu gezwungen, sich auf Sprache und Leben komplett einzustellen. Sehr wichtig für den Kontakt zur Bevölkerung ist auch die Unterkunft. Wenn man bei Weißen in einem großen Haus mit großem Grundstück wohnt, wäre es wahrscheinlich gelogen zu behaupten, man hätte das Leben und die Menschen in diesem Land kennengelernt.Ich habe in einer Doppelhaushälfte gewohnt, die vom Krankenhaus gestellt wurde, hatte einen Koch, der wirklich alles im Haus gemacht hat, und von dem ich sehr viel über das Leben in Malawi gelernt habe. Auf meiner Terasse begrüßten mich jeden Nachmittag 10-12 Kinder, die auch bis zur Dunkelheit blieben und zum Essen kamen fast jeden Abend 2 Brüder aus der Nachbarschaft. 
 

Allgemeines und Fazit

Die Sonne geht jeden Abend um 17:30h unter, und um 18:00h herrscht absolute Finsternis. An den Straßen brennt höchstens jede dritte StraßenlaterNe, und es sind nicht mehr viele Leute unterwegs, sodass es sich nicht anbietet nach 18h ohne Auto noch draußen zu sein. So könndn die Abende lang werden, allerdings stellt man sich auch sehr schnell auf einen anderen Rhythmus ein, geht früher ins Bett und ist um 6:30h ausgeschlafen!

Man sollte unbedingt Zeit zum Reisen mitbringen, denn vor allem der See von Malawi mit seinen 24 000km² bietet unglaubliche Sonnenauf- und untergänge. Allerdings sollte man nicht unbedingt alleine reisen, weil man sich dann ein Mietauto für 100DM/Tag (ohne Kilometer) eigentlich nicht leisten kann, und dac Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwar prinzipiell möglich ist, aber viel Zeit und Nerven kostet.
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