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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen

Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen

Wie gestaltete sich das Medizinstudium eigentlich vor einigen Jahrzehnten? Mit welchen Problemen kämpfte ein Student während der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts? An dieser Stelle stellen wir dir in den kommenden 15 Wochen die lesenswerten Memoiren des pensionierten Physiologie-Professors Dr. med. Dr. h.c. Steinhausen vor. Er ist Lehrbuchautor, Dozent und Leiter des Heidelberger Ärzte-Orchesters. Prof. Steinhausen berichtet in den einzelnen Abschnitten seinen Memoiren über seine ereignisreiche Zeit während des Medizinstudiums während der 50er-Jahre in Berlin. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.


Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

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Folge 1: Musikstudium als Auftakt

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Mein Studium der Medizin begann mit Umwegen. Zwar hatte ich als Kind schon beim Spiel mit meinem älteren Freund einen Ausweis als Oberstabsarzt erhalten, besaß wohl auch einen kleinen ärztlichen Untersuchungskoffer, aber viele andere Berufe, z.B. der des Gärtners oder des Landwirtes schienen mir dann doch viel erstrebenswerter. Außerdem hörte man am Ende der 40er Jahre, dass es inzwischen viel zu viele Ärzte gäbe, sodass die aus dem Krieg heimgekehrten Ärzte arbeitslos in den Kliniken herumsäßen. Nach dem Abitur 1949 in Greifswald unter sowjetischer Besatzung war für mich 19jährigen die Aussicht auf ein Studium im freien Westberlin eine ganz besondere Attraktion....

[Komplette Folge 1 - klick hier]


Folge 2: Der Beginn des Medizinstudiums
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Wenn mich auch meine Musikprofessoren nicht verstanden, die mir sogar eine Kapellmeisterlaufbahn empfahlen, mein Entschluss stand im Sommer 1952 fest, ich wollte Arzt werden. Keinesfalls wollte ich allerdings Physiologe werden, wie mein Vater, der sogar Tiere umbrachte. Ein richtiger Arzt für kranke Menschen, das war mein festes Ziel: Ein verschwommenes Arztbild zwischen Albert Schweitzer, entsprechend dessen schönen Buch zwischen Wasser und Urwald, und Frauenarzt Doktor Prätorius nach dem damals gerade laufenden Film schwebte mir vor. Nachahmenswert schienen mir auch die vielen Ärzte, die meine besorgten Eltern für mich immer bemüht hatten, wenn ich häufig wegen Fieber im Bett bleiben musste, der Arm gebrochen war oder mein Vater mit mir in die Ohrenklinik musste, um immer wieder Mittelohrentzündungen behandeln zu lassen....

[Komplette Folge 2 - klick hier]


Folge 3: Die Anatomie
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Für die Anatomie waren 2 Präparierkurse vorgesehen: 1. Semester: Muskel, Knochen Bänder, 2. Semester: Gefäße und Nerven, Gehirn. So begannen wir das Präparieren bereits im ersten Semester, in dem einzigen bis dahin für die Freie Universität neu gebauten großen Präpariersaal: Einem lang gestreckten Saal , bei welchem rechts und links ca. 20 Tische aufgestellt waren, an welchen jeweils 8 Studenten eine Leiche präparieren mussten. Präparierbesteck mussten wir selbst mitbringen. Noch heute besitze ich den ärmlichen Pappkasten, in dem ich meine irgendwie geschnurrten Bestecke hütete. Nach wenigen Wochen war der erste Schauder vor so viel nebeneinander aufgereihten Leichen überwunden und zunehmend war ich von der Aufgabe des Präparierens und Identifizierens der anatomischen Strukturen erfüllt...

[Komplette Folge 3 - klick hier]

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