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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen

Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen

Folge 12: Zeit als Medizinalassistent
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Nach dem Staatsexamen war damals eine 2-jährige Medizinalassistentenzeit vorge-schrieben, in welcher man den überwiegenden Teil in der Inneren Medizin, Chirurgie und in der Gynäkologie zu arbeiten hatte, der Rest war frei. Ich arbeitete zuerst in der Klinik von Prof. Bartelheimer - Innere Medizin II des Westend-Krankenhauses (damaliges Klinikum der Freien Universität), vermutlich weil sonst nichts frei war. Die Medizinalassistenten mussten in der Barthel-heimerschen Klinik bereits viele Entscheidungen alleine treffen. Nachts war keine technische Assistentin bereit, sodass der Medizinalassistent nicht nur während des Nachtdienstes die EKGs selbst schreiben musste, er hatte auch die Leukozyten selbst zu zählen und ein Blutbild anzufertigen. Also war man die ganze Nacht auf den Beinen, durfte dann aber im Laufe des anschließenden Vormittags nach Hause gehen, wurde spärlich bezahlt (500,00 DM) und kam sich höchst bedauernswert vor.

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Folge 13: Große Internisten als Vorbilder

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Zu dieser Zeit war mein Berufsziel Internist. Als beste Internisten wurden mir damals Grosse-Brockhoff und Oberdisse in Düsseldorf und Hans Erhard Bock in Marburg genannt. Im Sommer 1959 reiste ich mit meiner Frau nach Düsseldorf, wurde bereits vom Oberarzt von Grosse-Brockhoff abgewimmelt und auch bei Oberdisse hatte ich keinen Erfolg. Meine Doktorarbeit, auf die ich doch so stolz war, sowie mein sehr gutes Examen interessierten keinen. In Marburg ging es mir beim Oberarzt von dem großen Bock besser: Ich durfte ab September 1959 als Medizinalassistent in Marburg arbeiten, wobei ich den Assistenten Georg-Wilhelm Löhr und Wolfgang Gerok zugeteilt wurde. Für 4 Monate lebte ich wieder als möblierter Herr in Marburg, meine Frau kam nur einmal zu Besuch.

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Folge 14: Erhalt der Ärztlichen Approbation in Heidelberg

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Meine hilfreichen Stationsärzte meinten, ich solle für eine 2-jährige wissenschaftliche Grundlagen-Ausbildung zu dem Kreislauf-physiologen Karl Wezler nach Frankfurt/Main gehen. Ich hatte aber weder Zeit noch Gelegenheit, mich wirklich über das Frankfurter Institut kundig zu machen, selbst samstags vormittags war regulärer Dienst. So war auch für eine Vorstellung in Frankfurt an einem Samstagvormittag eine Genehmigung durch den leitenden Oberarzt erforderlich. Ich ließ mir zu diesem Zweck einen Termin beim Oberarzt Paul Schölmerich geben und musste bei ihm meinen freien Samstagswunsch begründen. Kaum hatte ich meinen Grund dargestellt, erklärte Schölmerich, die Reise nach Frankfurt sei doch Quatsch, der einzige Physiologe, zu dem ich mit Gewinn gehen könne, sei Hans Schaefer in Heidelberg.

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Folge 15: Fazit

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Zusammengefasst ergibt sich das Bild eines fleißigen – keinesfalls außergewöhnlichen - Medizinstudenten der 50er Jahre, der weder als Soldat in den Krieg ziehen musste noch danach zum Wehrdienst eingezogen wurde, weil er zu den sog. „weißen Jahrgängen“ gehörte und nach den Worten des ehemaligen Bundeskanzlers Kohl von der „Gnade der späten Geburt“ profitieren konnte. Dieser Student brauchte aber trotzdem nach der Schule 3 Jahre Zeit zur eigenen Findung, um von seinem Hobby der Musik wegzukommen. Welche Rolle das Musikstudium während des späteren Lebens und besonders nach der Pensionierung gespielt hat, wird später zu berichten sein. Offenbar erst nach diesem Musikstudium war dieser Student bereit und fähig, mit Leidenschaft und Begeisterung Medizin zu studieren.

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