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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen

Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen

Folge 4: Buchgeschenk und Krankenpflegepraktikum

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Prof. Schwarz wirkte auf mich nachdenklicher, wissenschaftlicher und menschlicher. Schwarz las auch eine Embryologie-Vorlesung, die er mit sehr anschaulichen Tafelmalereien ausfüllte. Im Anschluss an eine solche Vorlesung ging ich zu ihm, um ihn zu fragen, ob er nicht etwas bei seiner Malerei verwechselt hätte. Es ging wohl um die Lage irgendwelcher Vaguskerne. Die Antwort war nicht sehr erhellend. Bei der nächsten Vorlesung begann Schwarz den Unterricht mit der Frage, wo denn der Kommilitone wäre, der ihn nach der letzten Stunde angesprochen hätte. Er möchte mal nach vorne kommen. Ich machte mich ganz klein, denn ich fürchtete nun meine öffentliche Blamage. Vielleicht sollte ich irgendetwas an die Tafel malen. Da würde ich kläglich versagen. Da einige Kommilitonen meine Diskussion im Anschluss an die letzte Stunde miterlebt hatten, zeigten diese auf mich, und es blieb mir nichts anderes übrig als aufzustehen...

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Folge 5: Chemie

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Meine ersten praktischen Erfahrungen mit der Chemie machte ich im chemischen Praktikum unter der strengen Anleitung eines älteren Assistenten. In Gruppen von jeweils 2 Studenten mussten wir herausbekommen, welche Substanzen uns zur Analyse übergeben worden waren. Tatsächlich stank und knallte es sehr heftig, wir experimentierten und rechneten eifrig. Man bekam auch einen Eindruck, was man eigentlich alles wissen müsste, und wie riesig die Welt der Chemie sein muss. Allerdings war mir ziemlich schnell klar, dass der Beruf des Chemikers schon allein wegen dieser groben unschönen Labortechnik nicht mein Traumberuf sein würde...

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Folge 6: Vorphysikum und Physiologisches Praktikum

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Nach 2 Semestern kam das Vorphysikum, eine mündliche Prüfung, in welcher jeweils 4 Prüflinge in den Fächern Chemie, Physik, Zoologie und Botanik geprüft wurden. Bestens angezogen (ich im Konfirmationsanzug meines verstorbenen Bruders) trafen wir uns an verschiedenen Tagen vor dem Institut des jeweiligen Professors. Da wir uns nur von den Vorlesungen her kannten, ging alles auch unter uns Studenten – sogar eine Dame war in unserer Gruppe – sehr förmlich zu, selbstverständlich „per Sie“. Die ganze Prüfung dauerte in jedem Fach etwa eine Stunde. Der Prüfungsstoff beschränkte sich auf den Vorlesungsstoff, wobei gewiss kein tiefgründiges Wissen in Physik und Chemie verlangt wurde. Warum ich diese Prüfung mit „gut“ bestand, war mir nicht so recht klar, die anderen schienen offenbar noch weniger zu wissen, aber zum Glück fiel wohl keiner durch...

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Folge 7: Vorlesungen in der Physiologie

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Das eigentliche Studium der vorklinischen Fächer, insbesondere Physiologie und physiologische Chemie unterschied sich von dem heutigen Studium ganz wesentlich. Wir lernten die meisten Fächer (nicht nur die Physiologie) aus der großen Vorlesung. Die Physiologie las M.H. Fischer, im Alter meinem Vater sehr ähnlich. Er hatte wohl 1928 auf einen Ruf nach Greifswald spekuliert, den aber dann mein Vater erhielt. Später war M.H. Fischer nach Breslau berufen, nach dem Krieg nach Ost-Berlin an die Humboldt-Universität, von wo er ca. 1949 mitsamt Studenten nach Westberlin
flüchtete und so zu den Gründern der Freien Universität zählte. Er fiel dadurch auf, dass er in der Kombination mit seinem weißen Labormantel immer (Winter und Sommer) eine schwarze Baskenmütze trug, von der die Studenten sagten, dass es gefährlich würde, wenn er sie nach vorn schöbe...

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