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Erfahrungsbericht: Präp-Hiwi

Was macht der Hiwi eigentlich?

MEDI-LEARN Redaktion

Auch einer der Mediziner

Neben dem gemeinen Medizinstudierenden tummeln sich in den medizinischen Fakultäten die Tutoren bzw. Hiwis. Im Grunde eng verwandt mit dem gemeinen Medizinstudenten haben sie sich durch besonders gute Kenntnisse in einem Fachgebiet hervorgetan und die Möglichkeit erhalten, ihre jüngeren Kommilitonen zu unterstützen. Hier wollen wir uns nun heute besonders den Präpkurs-Hiwis zuwenden, die sich in den Anatomie-Sälen an den Präparaten finden und ihren Mitstudierenden in diesem vorklinischen Fach auf die Sprünge helfen.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Unterstützung der praktischen Arbeit am Präparat. Und die beginnt bereits vor dem ersten Schnitt. Häufig haben die Studierenden zu Beginn des Kurses Berührungsängste und trauen sich nicht so richtig. Hier obliegt es dem Tutor, genau zu erklären, was gemacht werden soll und die Kommilitonen zu ermutigen, sich den Herausforderungen des Kurses zu stellen. Sowohl des praktisch-technischen Arbeitens als auch des theoretischen Wissenserwerbs und des Geprüftwerdens.
Dabei muss sich der Tutor seinerseits der Herausforderung stellen, stets gut vorbereitet zu sein. Schließlich wäre es hochnotpeinlich, als Helfer vor den Studierenden zu stehen und keine Ahnung von den behandelten Strukturen zu haben. Da würden die Kommilitonen doch schnell den Respekt verlieren und die Dozenten sich fragen, wen sie da überhaupt eingestellt haben. Im Gegenzug muss aber kein Tutor die Nerven verlieren, wenn ein Student mal mehr weiß oder Fragen stellt, die er nicht beantworten kann. Schließlich hat ein jeder sein Spezialgebiet und kennt nicht alle Gebiete gleich gut.

Neben der praktischen geht es ebenso um die moralische Unterstützung. Ist zu Beginn des Semesters die Motivation der Studierenden hoch und die Mitarbeit engagiert, so ändert sich dies oftmals im Laufe des Semesters. Bleiben Bereiche dann unbearbeitet, droht Ärger mit den Dozenten. Man munkelt, manche Tutoren würden nach Feierabend alleine (unbezahlt) weiter arbeiten, um den Rückstand aufzuholen. Allerdings besteht die Aufgabe in so einem Fall eher darin, den Studierenden gegenüber durchzugreifen. Vom Rumstehen allein hat noch keiner etwas gelernt.

Auch ein Teil der Kursorganisation ist dem Tutor übertragen. Häufig ist er für die Kontrolle der Anwesenheit verantwortlich und behält so den Überblick. Am Tisch teilt er die Studierenden ein: wer in welchem Gebiet präpariert und dafür die Verantwortung trägt, beispielsweise. Zudem kümmert er sich um die Referatsvergabe, sofern Referate gehalten werden, und behält deren Ausführung im Auge. In der Regel leistet er hier Hilfe, wenn ein Studierender Schwierigkeiten hat. Schließlich geht es ihm ja nicht darum, irgendwen in die Pfanne zu hauen.

Im Gegenzug eröffnet sich dem Präp-Hiwi bei den Referaten die Möglichkeit, endlich mal alles besser zu machen als die Dozenten. Unklarheiten können aufgegriffen und anschaulich erklärt werden. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, Schwerpunkte zu vertiefen und die stets nötige Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Aspekten zu treffen. Dabei handelt es sich um einen der wichtigsten Punkte für das erfolgreiche Vorankommen der Studierenden. Für die Studierenden ist es oftmals schwer bis unmöglich, wichtige von unwichtigen Sachverhalten zu trennen. Sie verlieren sich in Details und entwickeln keinen Blick für das Wesentliche.
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