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Interview mit Faeq Husain (AiP in der Forschung)

Das Medizinstudium - Interview mit praktizierenden Ärzten

Redaktion Medi-Learn.net

Wir möchten in der Reihe "Interview mit Ärzten" an dieser Stelle das Gespräch mit Faeq Husain (AiP in der Forschung) veröffentlichen, der unseren kleinen Fragenkatalog wie folgt beantwortet hat.




Beschreiben Sie bitte kurz Ihren studentischen Werdegang (Studienort, Studienverlauf, Studienzeit etc.). An welche Höhepunkte und auch Tiefpunkte während des Studiums erinnern Sie sich noch heute? 

Ich habe in Frankfurt a.M. Medizin studiert und es in Regelstudienzeit abgeschlossen. Der Höhepunkt war natürlich das 3. Staatsexamen. 

Welche Fächer waren im Studium Ihre Lieblingsfächer und was hat Ihnen daran gefallen?

Die Fächer in der Vorklinik fand ich IM NACHHINEIN ganz gut. Damals hatte man zwar immer viel Streß mit dem Lernen, hat es aber in der Gruppe unter Freunden gut toleriert. Die klinischen Semester sind da mehr anonymer. Gefallen haben mir die Fächer, in denen man viel beigebracht bekommen hat, also die Kurse gut strukturiert waren. Darunter Pädiatrie (besonders die Vorlesung mit Prof Böhles war ausgezeichnet), Dermatologie, spezielle Pharma, Innere im Heiligen Geist, Rechtsmedizin

Welche Fächer haben Sie im Studium eher überhaupt nicht gemocht und warum haben Sie Ihnen missfallen?

Besonders schlimm fand ich Chirurgie (ist eh oft ausgefallen an der Uni), Sozialmedizin (z.T. können die aber nichts dafür, dass Gesetze so langweilig sind).
Die Lehrer waren demotiviert, die Kurse neben ihrer regulären Kliniktätigkeit zu verrichten. Meistens waren es die Assistenzärzte, die die Aufgabe des Unterrichts auf der Station abgewälzt bekamen. Natürlich ist es eine Kunst, den Unterricht so zu gestalten, dass man Gefallen daran findet. Auf der anderen Seite muß man damit rechnen, wenn man an der Uni arbeitet. Das was man später machen will hängt sehr davon ab, was man im Studium erlebt und gelernt hat. Wenn z.B. das HNO Praktikum nicht gut ist, wird man auch wenig Lust haben, eine Famulatur darin zu machen.

Was haben Sie am Tag Ihres 3. Staatsexamen(s) gemacht, nachdem Sie die Prüfung erfolgreich hinter sich gelassen und damit das Medizinstudium abgeschlossen hatten?

Ich ging zu meinen Eltern und hab ein paar Tage bei denen gewohnt und sie verwöhnt, schließlich bin ich ja wegen ihnen im Leben so weit gekommen...

Mit welcher Motivation haben Sie das Medizinstudium begonnen, sprich warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren? Gab es den entscheidenden Augenblick/Situation, mit dem feststand „Jetzt weiss ich es: ich studiere Medizin“?

Nein, es ist ganz einfach, ich wollte nie was anderes als Medizin studieren.

Gelauscht (Foren)

Studium

Wie bewerten Sie diese Motivation rückblickend? Hat sie sich während des Studiums aufrechterhalten oder in welcher Form hat sie sich geändert?

Die Motivation lässt deutlich mit den Semestern nach. Vielleicht liegt es auch daran, ich es in Regelstudienzeit abgeschlossen habe. Jedenfalls dachte ich früher, dass nach dem Physikum das Studium erst so richtig beginnt, was ja auch stimmt. Nur verflog schnell diese Motivation, da die klinischen Semester schlecht organisiert sind. Andererseits kann man seine Zeit selbst einteilen und die Semester sind nicht so vollgepackt mit Klausuren.

Wie sieht der Alltag als Arzt für Sie heute aus? Was macht Ihnen am meisten Spass? Was am wenigsten?

Da ich eine wissenschaftliche AIP Stelle habe, forsche ich das erste halbe Jahr nur und erlebe nur peripher von der Klinik

Welche Tipps würden Sie Studenten, die jetzt vor der Entscheidung stehen, Medizin zu studieren, mit auf den Weg geben?

Nicht entmutigen lassen; versuchen, die Motivation bis zu Letzt aufrechtzuerhalten; dieFamulaturstellen und -orte sehr bedacht auswählen, da diese darüber entscheiden, ob man was lernt oder nicht; gute Freunde finden, die einen bis zum Ende unterstützen (sehr wichtig); wenn immer möglich, im Ausland famulieren, man lernt nicht nur sehr viel, es bildet auch! Die Doktorarbeit früh genug anfangen, und schreiben!!! Sie hängt sonst bis in das PJ rein, und glaubt mir, ihr habt da keine Zeit! Und schon gar nicht im AIP.

Früh genug darüber klar werden, was man machen will auf darauf hinausarbeiten und sein Lebenslauf schmücken. Nachher bei der AIP Bewerbung können die kleinsten Sachen ausschlaggebend sein.


Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!