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Pflegepraktikum auf der Wöchnerinnenstation

Mein erster Tag begann mit einem Schrecken

Saskia Fischer

Surftipp

Wöchnerinnenstationen
Es gab auch andere Erlebnisse, die mich nachdenklich stimmten. Dazu gehörten minderjährige Mütter, die gerade ihren Realschulabschluss geschafft hatten und jetzt erst mal 3 Jahre zu Hause bleiben wollten. Ohne Ausbildung, ohne Job. Oder die Mutter, die während der ganzen Schwangerschaft geraucht hatte und ein extrem untergewichtiges Baby gebar. Sie war sehr schockiert und meinte, dass kann doch nicht durch das bisschen (10 Zigaretten pro Tag) Rauchen kommen?!

Glücklicherweise überwogen aber doch die schönen Erlebnisse und auch eine normale natürliche Geburt konnte ich erleben. Oft hatte ich auch die Möglichkeit, die Ärzte zu begleiten und bei den Untersuchungen zuzusehen. Dies hat mich für mein weiteres Studium motiviert. Leider konnte ich nicht viel selbst machen - außer Blutdruck und Puls messen habe nicht viel Medizinisches gemacht, wenn man vom Hakenhalten im OP absieht. Dies ist aber sicher für ein Pflegepraktikum eher die Ausnahme. Deswegen kann ich ein kleines Haus wirklich sehr empfehlen, weil man dort viel eher die Chance hat, etwas mehr zu lernen. Besonders die Schwestern waren sehr nett zu mir und die gesamte Atmosphäre auf der Station war sehr freundlich. Ich habe sogar eine große Zimmerpflanze als Abschiedsgeschenk bekommen! Diese Anerkennung ist heutzutage leider viel zu selten. Bei einem späteren Pflegepraktikum in einem anderem Krankenhaus auf der Chirurgie fühlte ich mich einfach nur ausgenutzt, denn kaum einer hatte ein freundliches Wort für mich übrig und während die Schwestern frühstückten, musste ich die Betten von entlassenen Patienten fertig machen. Zum Glück hatte ich das Wissen, dass es auch ein Miteinander zwischen Schwestern und Praktikanten geben kann. Auch die Wöchnerinnenstation kann ich empfehlen, weil es hier meist ruhiger als auf anderen Stationen zugeht. Außerdem lernt man auch den Umgang mit Babys und kann die Kinderärzte bei ihrer Arbeit beobachten, so dass man vielfältige Erfahrungen sammelt. Mein Resümee: ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!
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