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Ein Schwätzchen mit dem Prüfer... Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

Lernen wie die Profis Teil VIII

Redaktion (MEDI-LEARN)

 

Prinzipiell sind die Inhalte der schriftlichen und mündlichen Examensprüfung deckungsgleich. Allerdings haben manche Prüfer bestimmte „Lieblingsthemen“, die vom allgemeinen Prüfungskatalog abweichen.

Sobald der Termin für die mündliche Prüfung und die Namen der Prüfer bekannt sind, sollten Sie sich deshalb anhand von Prüfungsprotokollen vergangener Jahrgänge darüber informieren, welche Art von Fragen (offene oder detaillierte) und welche Themen für Ihre Prüfer typisch sind.
Bis dahin empfiehlt es sich, die Präsentation von Basiswissen in der mündlichen Prüfung zu üben. Denn obwohl es an jeder Universität eine lange Tradition von Horrorberichten gibt, die Prüfungsgespräche nicht selten in die Nähe von Facharztprüfungen rücken, bewegt sich der überwiegende Teil der Prüfungen in fachlich überschaubaren Bahnen.
Die Erfahrung zeigt, dass solide Grundlagenkenntisse i.d. Regel ein Bestehen sicherstellen, wobei das Ausmaß der Detailkenntnisse letztendlich die Prüflinge nach Noten differenziert.

Zur Vorbereitung auf das Prüfungsgespräch sollten Sie täglich zwei kurze Referate halten, die Sie entweder für sich allein oder (noch besser) vor Ihrer Arbeitsgruppe halten.
Der Vorteil einer Arbeitsgruppe liegt darin, dass Sie eine unmittelbare Rückmeldung über Ihren Vortrag in fachlicher und sprachlicher Hinsicht erhalten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie den Stoff laut referieren. Suchen Sie sich zunächst zwei wichtige Themen aus dem Stoffgebiet des jeweiligen Lerntages aus. Nehmen Sie sich dann ca. 20 Min. Zeit und fertigen Sie eine Liste mit max. 25 Stichworten an, die für die Erläuterung des betreffenden Themas zentral sind.
(Schlagen Sie bei der Zusammenstellung der Stichwörter nicht noch einmal im Buch nach! Dies würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen und darüber hinaus eine realistische Einschätzung Ihres Wissensstandes unmöglich machen.) Versuchen Sie in einem zweiten Schritt, die Stichwörter durch Numerierung in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, so dass Sie in Ihrem Vortrag vom Allgemeinen zum Speziellen voranschreiten.

Vortrag in der Arbeitsgruppe

Anschließend halten Sie den Vortrag anhand der Stichwortliste und erläutern die einzelnen Punkte ausführlich. Wenn Sie während des Vortrags feststellen, dass Ihnen wichtige Informationen entfallen sind, können Sie diese anschließend im Buch noch einmal nachschlagen.
Bereiten Sie sich in einer Arbeitsgruppe vor, bitten Sie Ihre Kommilitonen, sich während Ihres Vortrags (ähnlich wie der Prüfer) mit Fragen einzuschalten, wenn Ihre Darstellung fachlich fehlerhaft oder unstrukturiert (ohne roten Faden) ist, oder wenn Sie durch überlange Pausen signalisieren, dass Sie bei dem Thema „hängen“.
Auf diese Weise gewinnen Sie zunehmend Routine in der Prüfungssituation und erhalten darüber hinaus wertvolle Informationen über noch vorhandene sprachliche oder fachliche Schwachstellen.


Versuchen Sie außerdem die folgenden „Faustregeln“ für das Prüfungsgespräch zu beherzigen:
  • suchen Sie den Blickkontakt zu Ihrem Gesprächspartner (Prüfer)
  • sprechen Sie laut und deutlich
  • bemühen Sie sich um ein gemäßigtes Sprechtempo
  • formulieren Sie kurze Sätze
  • strukturieren Sie Ihre Antwort immer vom Allgemeinen zum Speziellen
  • antworten Sie immer in ganzen Sätzen (selbst richtige Stichwort- od. Ein-Wort-Antworten wirken oft geraten und fallen nicht positiv ins Gewicht)
  • verwenden Sie nur solche Fachtermini, die Sie auch erläutern können (Achtung, auf korrekte Aussprache achten!!)
  • versuchen Sie auch bei lückenhaften Kenntnissen eine Antwort (notfalls erbitten Sie eine „Starthilfe“ vom Prüfer)
  • sollten keinerlei Fachkenntnisse vorhanden sein, „passen“ Sie, um weitere Prüferfragen zum betreffenden Thema zu vermeiden („Tut mir leid, da bin ich im Augenblick überfragt...“)

 

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