Vom Skitag der Chirurgie und anderen Erlebnissen
Pro Monat fielen noch ca. 6 Dienste an, die sich auf zwei PJ-ler verteilten.In diesen Diensten übernahmen die Orthopäden die Trauma-Ambulanz mit, so daßes für die Studenten viel zu tun und zu lernen gab. Am Schluß las mein Assistent nur noch meine Kurz-Briefe gegen, ansonsten behandelte ich die weniger dramatischen Fälle komplett allein. Interessant war auch, daß ich einmal pro Woche in der kinderorthopädischen Sprechstunde mitmachen durfte, ein Teilgebiet, das man sonst eher am Randemitbekommt. Alles in allem hat es sich vom Fachlichen her gelohnt, auch wenn es nicht soviel besser ist, wie es sich manchmal anhört.
Da Aarau selbst nicht riesig ist (16.000 Einwohner, Ballungsgebiet 60.000)und außerdem im Winter sehr nebelig, bin ich als Skifreak fast jedes Wochenende in die Berge gefahren. Innerhalb von 90 Autominuten, finden sichhier etliche gute Skigebiete und dank des guten Lohnes kommt man auch finanziell nicht in Engpässe. Für die Nichtwintersportler sei noch erwähnt,dass sowohl Zürich, als auch Basel und Luzern schnell zu erreichen sind.
Das beste Erlebnis war jedoch der Skitag der Chirurgie. 180 Ärzte,Schwestern, Sekretärinnen und RTAs ließen das KSA einen Freitag lang unter Wochenendbesetzung zurück, fuhren mit 3 Bussen in die Flumser Berge um dort Skizufahren und anschliessend Käsfondue, Wein und Livemusik zu geniessen, um dann nachts um 4 Uhr wieder in Aarau einzutreffen.Dank der Pharmaindustrie kostete der komplette Spaß gerade mal 50 Sfr. Ich muss sagen, dass ich in meinem Leben noch nie so viele betrunkene Ärzte auf einem Haufen gesehenhabe!!