Bei klinischen Doktorarbeiten kommen oft bestimmte Techniken zur Anwendung wie Ultraschall, Punktionen, usw. Um diese Techniken zu erlernen, könntest du zum Beispiel eine Famulatur in der entsprechenden Abteilung absolvieren. Ansonsten wirst du oft für kürzere Tätigkeiten wie z.B. Blutabnahmen in die Klinik gehen müssen. Wenn du mehrere Patienten hintereinander einbestellst, kannst du Zeit einsparen. In der Regel führen prospektive klinische Arbeiten bei vernünftiger Planung durch die hohe Datenqualität zu gut verwertbaren Ergebnissen.
Die Durchführung der statistischen (retrospektiven) Doktorarbeit
Bei dieser Kategorie der Doktorarbeit liegen schon alle Daten vor. Deine Aufgabe besteht darin, die Patientenakten nach den gesuchten Variablen zu durchforsten und diese in Exceltabellen für die spätere Auswertung zu erfassen. Da die Daten bereits vorhanden sind, sparst du dir die Zeit für die Datenaquise. Allerdings mußt du im Vorfeld mit deinem Doktorvater die Fragestellung und die Variablen klar definieren, die notwendige Anzahl der Patienten festlegen und die Ausschlußkriterien formulieren. In einigen Fällen ist es sinnvoll, einen Statistiker von Anfang an mit einzubeziehen. Der Statistiker kann beurteilen, ob die geplanten Daten für ein verwertbares Ergebnis ausreichen. Somit ersparst du dir mühsame Neuerfassungen und kannst die Akten gezielt hintereinander (und nur einmal!) durchgehen. Probleme bereiten gelegentlich fehlende Daten, da die Daten nicht explizit für deine Auswertung dokumentiert wurden. Deshalb solltest du einen Puffer einplanen, falls einige Patienten wegen fehlender Daten aus der Auswertung fallen.
Die Durchführung der theoretischen Doktorarbeit
Die theoretische Doktorarbeit unterscheidet sich erheblich von den anderen Formen der Doktorarbeit. Diese Kategorie der Doktorarbeit ähnelt einer geisteswissenschaftlichen Dissertation. Die Grundlage dieser Dissertationen bildet ein gründliches Literaturstudium. Um den roten Faden nicht zu verlieren und ungewollte Ausschweifungen zu vermeiden, solltest du mit deinem Doktorvater in engem Kontakt bleiben und den Inhalt deiner Dissertation genau absprechen.
Für welche Doktorarbeit du dich auch immer entschieden hast: Erarbeite zunächst einen Plan für die nächsten Arbeitsschritte. Frage gegebenenfalls auch erfahrene Kommilitonen oder deinen Doktorvater, was sie von deinem Plan halten. Führe dann deinen Plan aus und optimieren an den Punkten, an denen es Probleme gibt. Diese Schleife aus Planen, Handeln und Optimieren führst du solange durch, bis du dein gewünschtes Ergebnis erreicht hast. Mit dieser Arbeitsweise wirst du sicherlich schneller zum Ziel kommen und dabei wertvolle Ressourcen wie Zeit und Arbeitsmaterial einsparen.