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Christoph_A
29.12.2020, 12:18
Eher ein special Blend(er) halt;-)
Anne1970
29.12.2020, 12:41
:grins:
Melina93
29.12.2020, 13:43
@Christoph: Hm, vielleicht trinkt er ja auch keinen Kaffee, wie wir ordinärer Pöbel, sondern nimmt standesgemäß nur seinen "Café", oder war das jemand anders? Dementsprechend müsste man natürlich zwei Stellen schaffen. Eine für den High Potential und noch eine Vollzeit Stelle für einen Barrista /Coffee Artist. Wie gesagt: der normaler Kaffee ist nur was für normales Fußvolk. Ein edler Trüffel ist ja auch kein gewöhnlicher Pfifferling... Da muss eurerseits schon etwas mehr Commitment for Excellency aufgeboten werden ;D
:D :D
Zurück zum Thema: Grundsätzlich ist es besser eine WB Stelle zu haben als monatelang keine, auch wenn sie jetzt nicht so toll ist.
Eine Stelle haben ist ja nicht automatisch dasselbe wie nützliche, wertvolle Erfahrungen sammeln:
Wie kommt denn eine längere Krankheitsphase bei formal vorhandener Anstellung an? Sieht das der Arbeitgeber überhaupt? Muss das irgendwem gemeldet werden und wenn ja wem?
Feuerblick
29.12.2020, 21:02
Selbst im bescheuertsten KH wirst du nützliche Erfahrungen machen. Und sei es nur, dass deine Frustrationstoleranz verbessert wird :-nix
Wenn eine AU vorliegt haben ja beide Seiten im Grunde nichts vom Dienstverhältnis. Zumindest was die Berufserfahrung, den Lerneffekt und das eigene Können angeht.
Die erstbeste Stelle annehmen, um dann die Dauer-AU einzureichen und nur formal in Anstellung zu sein, ist ziemlich witzlos, zumal ich als AG da doch sehr über eine schnelle Kündigung innerhalb der Probezeit nachdenken würde.
Feuerblick
29.12.2020, 21:15
Nicht nur du als AG sondern jeder AG ;-)
Klar, es ging um das Annehmen einer neuen Stelle.
Ich habe mich nur gefragt wie es Leute, die nach der Probezeit länger krank geschrieben waren, schaffen direkt nach Genesung eine neue Stelle zu finden ohne in der alten Klinik wieder einzusteigen. Kenne jemanden der eine Krankheit als Anlass genommen hat sich örtlich umorientieren zu wollen. Irgendwie muss das doch "auffliegen" oder an den Fähigkeiten desjenigen zweifeln lassen. In dem Fall wäre es vielleicht sogar besser, wenn derjenige einfach kündigen würde - wäre zwar mit finanziellen Nachteilen verbunden, aber die Krankheit wäre zumindest nirgendwo offiziell dokumentiert. Das heißt das bekommt auch keine Verwaltung und kein Betriebsarzt mit, geschweige denn irgendwer von den Kollegen.
Die erstbeste Stelle annehmen, um dann die Dauer-AU einzureichen und nur formal in Anstellung zu sein, ist ziemlich witzlos, zumal ich als AG da doch sehr über eine schnelle Kündigung innerhalb der Probezeit nachdenken würde.
Genau, das ist natürlich keine gute Idee. So halbwegs sollte es passen...zumindest etwas, für eine Zeit.
Klar, es ging um das Annehmen einer neuen Stelle.
Ich habe mich nur gefragt wie es Leute, die nach der Probezeit länger krank geschrieben waren, schaffen direkt nach Genesung eine neue Stelle zu finden ohne in der alten Klinik wieder einzusteigen. Kenne jemanden der eine Krankheit als Anlass genommen hat sich örtlich umorientieren zu wollen. Irgendwie muss das doch "auffliegen" oder an den Fähigkeiten desjenigen zweifeln lassen. In dem Fall wäre es vielleicht sogar besser, wenn derjenige einfach kündigen würde - wäre zwar mit finanziellen Nachteilen verbunden, aber die Krankheit wäre zumindest nirgendwo offiziell dokumentiert. Das heißt das bekommt auch keine Verwaltung und kein Betriebsarzt mit, geschweige denn irgendwer von den Kollegen.
In (Uni)kliniken Leute länger krank-->sind meistens bald weg, über befristete Vertrag, sonstige böse Methoden.
Grundsätzlich kann man auch als chronisch kranker etwas finden.
Melina93
30.12.2020, 06:06
Eine Stelle haben ist ja nicht automatisch dasselbe wie nützliche, wertvolle Erfahrungen sammeln:
Wie kommt denn eine längere Krankheitsphase bei formal vorhandener Anstellung an? Sieht das der Arbeitgeber überhaupt? Muss das irgendwem gemeldet werden und wenn ja wem?
Erfahrungen wird man so oder so sammeln. Auch wenn die Lernkurve in einem schlechten Haus sicher nicht so steil sein wird wie in einem Guten.
Und ich sehe es ja an meinen Kollegen. Da meckern auch recht viele, bleiben aber weil sie im Vergleich einsehen, dass wir eigentlich ein gutes Dienstmodell und faire Arbeitszeiten haben. Gestänkert wird trotzdem während man parallel nachfragt, ob man verlängern kann.
Und die andere Frage verstehe ich nicht ganz. Sicher weiß dein Arbeitgeber Bescheid wenn du für länger nicht auftauchst. Weiß halt primär nicht wieso.
In meinem alten PJ Haus war eine pünktlich nach Facharzrprüfung und Unterschreiben des unbefristeten Vertrags für unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Fand niemand toll, hat aber auch niemand gross nachgeforscht bzw was dagegen getan.
Das war eher auf den Fall bezogen, dass jemand nach einer längeren Krankheitsphase direkt einen Neuanfang an einem anderen Ort starten will. Irgendwo dürfte das ja sicher auffallen, notiert oder weitergegeben werden und dann beim gewünschten Antritt der neuen Stelle zu Problemen führen.
Hab das mal bei einem ehemaligen Kollegen gesehen der sich erst eine Hüft-TEP implantieren hat lassen und dann nahtlos an eine andere Klinik gewechselt ist. Ich hab nie verstanden wie so was funktionieren kann. Irgendwie muss das der neue Arbeitgeber doch mitkriegen und entsprechend handeln, oder nicht?
Melina93
30.12.2020, 07:32
Das funktioniert weil sich keiner gross für einzelne Assis interessiert und Chefs da nicht so viel kommunizieren wie man manchmal glaubt. Vielleicht noch wenn man sich gut kennt. Aber wenn sa noch ein Fachwechsel dabei ist, garantier ich dir fast, dass niemand den alten Chef anrufen und fragen wird.
Stellenwechsel sind ja auch häufig und üblich, sodass man da eine gewisse Fluktuenz bei dem Bewerber auch nicht weiter hinterfragen würde.
Bonnerin
30.12.2020, 07:48
Das war eher auf den Fall bezogen, dass jemand nach einer längeren Krankheitsphase direkt einen Neuanfang an einem anderen Ort starten will. Irgendwo dürfte das ja sicher auffallen, notiert oder weitergegeben werden und dann beim gewünschten Antritt der neuen Stelle zu Problemen führen.
Hab das mal bei einem ehemaligen Kollegen gesehen der sich erst eine Hüft-TEP implantieren hat lassen und dann nahtlos an eine andere Klinik gewechselt ist. Ich hab nie verstanden wie so was funktionieren kann. Irgendwie muss das der neue Arbeitgeber doch mitkriegen und entsprechend handeln, oder nicht?
Du überschätzt absolut den "Wert" eines Assistenzarztes. Ist den meisten Kliniken doch vollkommen egal, ob man da bleibt oder woanders hingeht.
Hüft-TEP oder Knie-OP nach Sportunfall sind doch absolut unproblematisch, da humpelt man mit Krücken zum Bewerbungsgespräch und gut ist. Zumal da auch ein Ende der AU deutlich absehbar ist. Anders sieht es da eventuell mit langfristigen Krankschreibungen auf Grund von psychischen Problemen aus (wobei offensiv mit "Mobbing an der alten Arbeitsstelle" umgehen vermutlich hingenommen wird, der Bewerber mit der major depression aber leider vermutlich den Job nicht bekommt).
Wie gesagt, letzten Endes sind wir eh nix als kleine Zahnrädchen, die die Kliniken völlig beliebig austauschen können. Nein, es ist nicht die feine englische Art, so zu gehen, aber wenn man es nicht 100 Mal hintereinander macht wirds einem sicher nicht negativ ausgelegt, einfach weils keinen interessiert.
Colitis ulcerosa
30.12.2020, 09:27
Arbeitsrechtlich sind Aussagen über den Arbeitnehmer aufgrund von informatieller Selbstbestimmung sehr umstritten. Aussagen über den Gesundheitszustand sind nicht zulässig, weil sie zu einer Existenzvernichtung oder Existenzgefährdung führen können. Ein längerer Ausfall ärgert insbesondere wenn man Dienste übernehmen soll, aber dauerhafte Arbeitslosigkeit hat keiner verdient.
Bonnerin
30.12.2020, 09:31
Arbeitsrechtlich ist man auch nicht mehr verpflichtet, seiner Bewerbung ein Foto beizulegen...
Es gibt leider gerade im Arbeitsbereich Unterschiede zwischen Rechtssprechung und gelebter Praxis.
Hab das mal bei einem ehemaligen Kollegen gesehen der sich erst eine Hüft-TEP implantieren hat lassen und dann nahtlos an eine andere Klinik gewechselt ist. Ich hab nie verstanden wie so was funktionieren kann. Irgendwie muss das der neue Arbeitgeber doch mitkriegen und entsprechend handeln, oder nicht?
Ja, und? Was soll an einer Hüft-TEP so schlimm sein? Oft gibt es ja auch nur einen einzigen Bewerber. Und besser als kein Arzt ist dann eben doch fast immer ein Arzt, der in Zukunft eventuell, möglicherweise, eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit für eine erneute Erkrankung hat.
Du siehst die Jobsuche IMHO echt viiiel zu pessimistisch.
Selbst Ärzte mit dem zukünftigen Arbeitgeber bekannten, durchaus schwerwiegenden psychischen Erkrankungen in der Vergangenheit können problemlos einen Job bekommen. Hab ich im Laufe dieses Jahres an einer anderen Abteilung erlebt. Das wusste jeder (hat der Bewerber/die Bewerberin selbst im Rahmen des Bewerbungsprozesses angegeben), hat trotzdem niemanden gestört. (Natürlich ist das nicht immer so! Logisch. Aber nachdem es sooo viele Stellen gibt, sollte sich im Normalfall dann doch irgendwo was finden lassen. Außer es muss unbedingt Derma in München sein :-p)
Arbeitsrechtlich ist man auch nicht mehr verpflichtet, seiner Bewerbung ein Foto beizulegen...
Es gibt leider gerade im Arbeitsbereich Unterschiede zwischen Rechtssprechung und gelebter Praxis.
Gerade das gehört ja IMHO eigentlich auch einfach zum guten Ton. Natürlich will man zu einer Bewerbung ein Gesicht im Kopf haben. In diesem Kontext gleich krampfhaft potenzielle Diskriminierung zu vermuten (ich unterstelle dir nicht, dass du das tust, aber manche Leute sind leider so) ist IMHO realitätsfern und sachlich nicht gerechtfertigt.
Ich habe ja auch eine schwerwiegende Vorerkrankung, die grade gut kontrolliert ist, was sich aber natürlich auch ändern kann. Ich habe mein ganzes Leben immer sehr gute Erfahrungen damit gemacht, offen mit dieser Tatsache umzugehen. Wer frägt bekommt immer eine Antwort, ich sehe garkeinen Grund, daraus ein Geheimnis zu machen (außerdem spricht meine Sternotomienarbe eh für sich ;) ). Meine Jobsuche hat das auch in keiner Weise beeinträchtigt. Jetzt in der Pandemie war es sogar ein großer Vorteil, immer offen mit meiner Erkrankung umgegangen zu sein. Als sich im Frühjahr so langsam die Risikofaktoren für einen schweren Verlauf herausskizzierten hat es genau ein Gespräch benötigt um mich aus den infektionsträchtigen Gebieten wie Notaufnahme etc herauszunehmen. Zusätzlich gab es auch in der Assistentenschaft wenig bis keine Diskussionen darüber, dass ich dann auch keine Wochenenddienste mehr machen kann, weil diese bei uns entweder die Notaufnahme oder die Infektstationen beinhalten. Wäre sicher anders gewesen, wenn niemand was von meiner Vorerkrankung gewusst und ich diese zu diesem Zwecke "aus dem Hut gezaubert" hätte.
Arbeitsrechtlich ist man auch nicht mehr verpflichtet, seiner Bewerbung ein Foto beizulegen...
Es gibt leider gerade im Arbeitsbereich Unterschiede zwischen Rechtssprechung und gelebter Praxis.
Wenn man sich bei Facebook oder Google bewirbt brauch man das nicht.
In GB und USA auch vollkommen unüblich das Foto.
In DE insgesamt aber weiterhin noch üblich.
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