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Colitis ulcerosa
21.03.2021, 18:25
Darf ich fragen wo und wie has du dich beworben. In welchem Fach. Wo überall in Deutschland? Wie viele Bewerbungen hast du geschrieben???

daCapo
21.03.2021, 18:30
Ja, sorry, ihr habt Recht...ich wollte nur ein repräsentativeres Bild, so viele haben ja nicht geantwortet bisher.
Einerseits hört man es würden Leute gesucht, andererseits dann das was man selbst im unmittelbaren Umfeld erlebt. Außerdem wird ständig erzählt welche irren Verluste so gut wie jede Klinik in Deutschland gemacht haben soll. Passt alles nicht so recht zusammen. Wenn kein Geld mehr da ist wird doch auch niemand mehr eingestellt...

Und die ganzen Stellenanzeigen? Nur zum Spaß?

Colitis ulcerosa
21.03.2021, 18:36
Ich habe die Erfahrung gemacht. Die grossen Kliniken stellen gerne pjler in Gehaltsstufe I. Als Kollegin mit Erfahrung ist man natürlich etwas teurer und wird nicht so gern genommen. Habe auch Erfahrung gemacht dass man bei der Fachrichtungwechsel auch in den grossen Kliniken die Stelle kriegt. Oder man sucht eine Einstellung in der Reha. Und den Rest des logbuches als Hospitation. Oder man soll bereit sein umzuziehen....

davo
21.03.2021, 18:46
Und die ganzen Stellenanzeigen? Nur zum Spaß?

mbs liebt es halt, sich zum Zweifeln zu bringen. Manche Menschen zehren davon, überall Probleme zu wittern.

Colitis ulcerosa
21.03.2021, 18:50
Also bei uns wurde einer neu eingestellt. Und ein Studienfreund von mir hat eine neue Stelle gefunden. Eine
Verwandte von mir ( Fachärztin) hat auch eine Stelle gefunden....

Colitis ulcerosa
21.03.2021, 18:52
Kann es sein dass du eine unangenehme Erfahrung in der Vergangenheit hast? Kann es sein dass da telephonisch irgendetwas negatives über dich erzählt wird. Eine OÄ hat erzählt es wird häufig gemacht.

Colitis ulcerosa
21.03.2021, 19:03
Ganz Unrecht ha er aber nicht.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/113645/Arbeitslosigkeit-und-Kurzarbeit-Gesundheitsbereich-wegen-Coronakrise-unter-Druck

McLaren422
21.03.2021, 19:31
ich hatte auch Angst, wegen Corona nix zu finden und bin trotzdem in der Strahlentherapie ohne Probleme untergekommen. Mein Chef hat mir erklärt, dass die Strahlentherapie kaum von Corona betroffen ist, die Patientenzahlen gingen nur minimal runter. Also kommt wohl auch aufs Fach an. ;)

Und da Corona hoffentlich mal rum geht denke ich dass es danach recht schnell wieder normal werden wird. Die Menschen werden nicht gesunder, der Bedarf an ärztlichen Behandlungen steigt eher. ;)

docdean
21.03.2021, 19:37
Kein repräsentatives Bild, aber ein radiologisches Institut hat mir letztens tatsächlich auf meine Initiativbewerbung abgesagt, weil sie durch den Shutdown für elektive Patienten einen Einstellungsstop haben. Auf viele Initiativbewerbungen bekomm ich außerdem gar keine Antwort, aber das kann natürlich auch andere Gründe haben.

Colitis ulcerosa
21.03.2021, 19:43
Kein repräsentatives Bild, aber ein radiologisches Institut hat mir letztens tatsächlich auf meine Initiativbewerbung abgesagt, weil sie durch den Shutdown für elektive Patienten einen Einstellungsstop haben. Auf viele Initiativbewerbungen bekomm ich außerdem gar keine Antwort, aber das kann natürlich auch andere Gründe haben.

Wunschfach Radiologie??? War es auch nicht vor der corona schwierig? Hat jemand Erfahrung mit Bewerbungen Innere oder Neurologie?

daCapo
21.03.2021, 19:49
Ganz Unrecht ha er aber nicht.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/113645/Arbeitslosigkeit-und-Kurzarbeit-Gesundheitsbereich-wegen-Coronakrise-unter-Druck

Im Artikel werden nur "Praxishilfen" und "Gesundheits- und Krankenpfleger" erwähnt.
Gerade als Pflege sollte es nicht so schwer sein etwas zu finden:-nix
Ärzte werden garnicht erwähnt.


Kann es sein dass du eine unangenehme Erfahrung in der Vergangenheit hast? Kann es sein dass da telephonisch irgendetwas negatives über dich erzählt wird. Eine OÄ hat erzählt es wird häufig gemacht.

Auch nicht neu.



Und da Corona hoffentlich mal rum geht denke ich dass es danach recht schnell wieder normal werden wird. Die Menschen werden nicht gesunder, der Bedarf an ärztlichen Behandlungen steigt eher. ;)

Genau


Wunschfach Radiologie??? War es auch nicht vor der corona schwierig? Hat jemand Erfahrung mit Bewerbungen Innere oder Neurologie?

Radio ist immer schwieriger
In der Chirurgie, Neuro, Innere sollte es einfach sein.

davo
21.03.2021, 21:44
Radiologie? Schwierig? Ernsthaft?

GelbeKlamotten
21.03.2021, 22:40
Radiologie? Schwierig? Ernsthaft?

Radiologiestellen für Berufsanfänger waren auch vor Corona schon nicht ganz so einfach zu finden. Habe trotz 1er Abschluss und Radio PJ vor 5 Jahren als Anfängerin auch so einiges an Bewerbungen geschrieben bis ich eine passende Stelle gefunden habe bzw. überhaupt zu Gesprächen eingeladen wirde.

daCapo
22.03.2021, 01:01
Radiologie? Schwierig? Ernsthaft?

Ja das ist schwieriger als Berufsanfänger. Arbeitst du in der Radio oder Psychiatrie?
Du musst erstmal einige Zeit aufwendig eingearbeitet werden und kannst nicht als Hilfskraft Dies&Jenes (Zugang, Blutabnahme, Arztbrief anlegen, Codieren..) auf der Station tun oder im OP als Assistenz "wirken".


Radiologiestellen für Berufsanfänger waren auch vor Corona schon nicht ganz so einfach zu finden. Habe trotz 1er Abschluss und Radio PJ vor 5 Jahren als Anfängerin auch so einiges an Bewerbungen geschrieben bis ich eine passende Stelle gefunden habe bzw. überhaupt zu Gesprächen eingeladen wirde.

Das kann ich so bestätigen. Und dann auch noch in beliebten Städten, schwierig.
Ein Kommilitone wollte nach dem enttäuschenden PJ Neurochirurgie in die Radio, war aber ortsgebunden und hat nix gefunden über längere Zeit. Er hat dann letztendlich in der Psychiatrie angefangen.

Ein anderer Kollege mit mäßigen Sprachkenntnissen hat 1,5 Jahre in anderen Stellen auf seine Stelle in der Radio in seiner Wunschstadt gewartet

Endoplasmatisches Reticulum
22.03.2021, 07:51
In meiner Erfahrung sind die einflussreichsten Faktoren bei der Jobsuche abseits von Chefsympathie: Großstadt und (fehlende) Berufserfahrung. Beide können einem das Leben als Anfänger ganz schön verleiden, vor allem wenn man ortsgebunden ist. Als ich noch Student war habe ich mir auch nie Gedanken darüber gemacht, wie wenige potentielle Arbeitgeber es je nach Region geben kann. Insbesondere in kleinen Fächern stehen manchmal nur eine Hand voll Kliniken zur Auswahl.

Meine ersten Laufversuche waren damals zermürbend. Großstadt, etwa 30 Bewerbungen in mehreren Fächern. Immer sehr positives Feedback, aber keine Stellenzusage. Später, nach einem halben Jahr Berufserfahrung: Selber Ort, 2 Bewerbungen, 2 Zusagen. Und da war ich bei den Hospitationen im Hinblick aufs Überzeugenwollen auch noch deutlich gleichgültiger, da ich zwar schon gerne wechseln wollte, aber meine alte Stelle sicher hatte.

Rückblickend hätte ich weniger lange auf meine erste Stelle gewartet und einfach niedrigschwellig in irgendeinem anderen Fach angefangen. Die Monate zusätzliches Geld hätte ich gut gebrauchen können und Erfahrungen nimmt einem niemand. Letztendlich findet man schon etwas in seinem Wunschfach, wenn es nicht gerade Derma oder PCH sein muss. Aber das dauert dann in Großstädten ggf. auch mal 6 bis 12 Monate und mit der zunehmenden Nervosität und den wachsenden Selbstzweifeln muss man umgehen können. Die erste Stelle ist die Feuertaufe.

Dooly
22.03.2021, 16:29
Danke ER für deinen Bericht! <3 Hattest du die beiden Bewerbungen + Zusagen in Häusern wo du dich auch zum Berufseinstieg beworben hast, also wo du schon mal abgelehnt wurdest? Ich habe genau vor diesem Zermürbenden, was du beschreibst, Sorge und, dass ich als „jemand, die abzulehnen ist“ brandmarke (vielleicht im Unterbewusstsein), wenn ich mich zum falschen Zeitpunkt bewerbe.

freak1
22.03.2021, 17:08
Radiologiestellen für Berufsanfänger waren auch vor Corona schon nicht ganz so einfach zu finden. Habe trotz 1er Abschluss und Radio PJ vor 5 Jahren als Anfängerin auch so einiges an Bewerbungen geschrieben bis ich eine passende Stelle gefunden habe bzw. überhaupt zu Gesprächen eingeladen wirde.


Das kann ich so bestätigen. Und dann auch noch in beliebten Städten, schwierig.
Ein Kommilitone wollte nach dem enttäuschenden PJ Neurochirurgie in die Radio, war aber ortsgebunden und hat nix gefunden über längere Zeit. Er hat dann letztendlich in der Psychiatrie angefangen

Ich hab mich damals an 6 großen und renommierten Unikliniken für Radio beworben und bin überall eingeladen worden. Die Mühlen der Unis mahlen nur manchmal langsam; die letzte Uni hat knapp 1,5 Monate gebraucht - da hatte ich schon meinen Vertrag an der Wunsch-Uni unterschrieben. :-oopss

Muttersprache Deutsch ist ein großer Bonus und wenn du dann noch PJ in der Radio gemacht hast ist doch alles top. Ich hatte zusätzlich auch noch Wahlfächer und Promotion in der Radio, aber viele meiner Kollegen hatten das nicht (teilweise auch kein Radio-PJ) und sind trotzdem eingestellt worden. Noten sind glaube ich total egal, ich hatte einen mittelmäßigen Abschluss (2,x) und es hat niemanden interessiert.
Ansonsten stellen die Kliniken natürlich gerne ihre eigenen PJler ein, wenn die gut waren. Beide wissen was man bekommt, man kennt das System, die Leute, etc. Spart viel Zeit bei der Einarbeitung.

daCapo
22.03.2021, 18:05
Ja du hast viele Pluspunkte.
Und auch 6x Zusage bekommen?
Bei 6x Unikliniken bist du wahrscheinlich auch nicht ortsgebunden?

Es sagt auch niemand, dass es unmöglich ist eine Stelle dort zu finden, ganz im Gegenteil irgendwann wird das schon, aber es ist schwieriger als in vielen anderen Fächern meiner Erfahrung nach. Du kannst gerne mal die Stellenangebote im Ärzteblatt zählen, dann wird es möglicherweise etwas objektiver.

freak1
22.03.2021, 18:09
Ja du hast viele Pluspunkte.
Und auch 6x Zusage bekommen?
Bei 6x Unikliniken bist du wahrscheinlich auch nicht ortsgebunden?

Ich hatte nur zwei Gespräche und zwei Zusagen. Den Rest hab ich dann abgesagt weil ich schon einen Vertrag am Wunschhaus hatte. Ja, örtlich gebunden war ich nicht.

Endoplasmatisches Reticulum
22.03.2021, 18:49
Hattest du die beiden Bewerbungen + Zusagen in Häusern wo du dich auch zum Berufseinstieg beworben hast, also wo du schon mal abgelehnt wurdest?
Selbes Haus, aber anderes Fach. Wiederbewerbungen bei Abteilungen, die mich schon einmal nicht wollten, haben bei mir ehrlich gesagt nie so recht funktionieren wollen. Wenn die Abteilung meine Bewerbung initial ignoriert hatte oder auf Grund mangelnder Vakanzen abgesagt hatte, kamen teilweise noch nach 8 Monaten !! plötzlich Einladungen. Bei einer Absage nach Gespräch oder Hospitation hingegen habe ich mir nicht die Blöße gegeben, mich erneut zu bewerben. Das kann man m.E. nach ein paar Jahren mit neu gemischten Karten tun. Relativ kurze Zeit nach einer Abfuhr hätte ich es für mich persönlich jedoch als problematisch empfunden. Das muss aber jeder für sich wissen und es hängt ja auch von der Form der Absage ab.