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Colourful
30.12.2020, 18:27
Ich würde mich trotzdem ohne Foto bewerben. Und ja, ich bin durchaus attraktiv.
Melina93
30.12.2020, 20:05
Schön für dich, trotzdem ist der eigentliche Gedanke da "politische" Diskriminierung zu reduzieren. Es ist ohne Foto nicht ersichtlich, ob man ein Kopftücher trägt oder Piercings im Gesicht hat.
Manche fordern ja auch, dass man das Geschlecht nicht zeigt etc.
An für sich sicher eine Diskussion wert, aber ich denke im Gesundheitswesen treiben sich alle möglichen Menschen herum und wir sind eigentlich eine Gruppe, die wenig von derartiger Diskriminierung betroffen ist, verglichen mit anderen Berufsgruppen.
Schön bzw wirklich attraktiv finde ich wenige in meinem Spital, aber ich arbeite mit den meisten trotzdem gern zusammen. Scheint also bisschen mehr bei der erfolgreichen Auswahl relevant zu sein.
In welchem Fach ist die betreffende Person mit schwerer psychischer Erkrankung denn angestellt?
Kann mir vorstellen, dass es da unter Umständen Unterschiede gibt.
Jule-Aline
10.01.2021, 06:19
Ich habe mich auch ohne Foto beworben. Vorher mit den Abteilungen telefoniert und bei einer Hospitation lernt man sich auch so kennen.
escitalopram
10.01.2021, 11:19
Ich würde mich trotzdem ohne Foto bewerben. Und ja, ich bin durchaus attraktiv.
Und warum nicht? Vielleicht bin ich subjektiv, weil ich in einem mehr oder weniger Lifestyle-Fach arbeite, aber ich habe ja nicht ein kleines Vermögen für meine Zähne ausgegeben, um sie auf Fotos oder im echten Leben (gut, gerade geht es nicht anders) zu verstecken. Und Aussehen spielt bekanntlich eine große Rolle, ob man es zugibt oder nicht... Wenn du attraktiv bist, zeig das. Schönheit ist keine Schwäche! :-love
Ich habe damals primär ein Vermögen für das Foto ausgegeben. Weshalb es so gar nichts mehr der Person gemeinsam hat, die man erblickt wenn man jetzt vor mir steht. Die Haarfarbe hatte ich mir extra für Foto gefärbt, die Frisur hab ich vor und nach dem Foto niemals wieder getragen, meine immer sichtbaren Augenringe wurden wegretuschiert, ich bin dank Fotobearbeitung nicht ansatzweise so blass wie im echten Leben, trage eine Brille, die ich sonst nur zwischen Badezimmer und Bett trage und Klamotten, die ich noch genau einmal danach anhatte. Bei Vorstellungsgespräch.
Dazu lache ich so breit, dass man meine Zähne sieht. Was ich im echten Leben maximal tue wenn man mich zwingt oder ich ein alkoholische Getränk zuviel intus habe. Obwohl ich mich Gene gesegnet bin, die dafür sorgen, dass ich noch keinen Cent für meine Zähne ausgeben musste und sie dennoch wunderbar weiß und gerade sind ;-)
Also die Person vom Foto hat man Arbeitgeber sicherlich nicht bekommen und man hätte sich das Bild sicher sparen können. :-nix
Das lag dann aber nicht an der Tatsache des Fotos per se, sondern daran, dass du dich untypisch hergerichtet hast und dir ein unrealistisches Foto hast machen lassen :-p Hättest du auch anders machen können.
Na dann zeigt mir doch mal jemanden, der einen unfrisierten Schnappschuss in Alltagsklamotten auf die Bewerbung klebt statt sich freundlich lächelnd, gut frisiert und in schicker Kleidung ablichten zu lassen.
Natürlich will man zu einer Bewerbung ein Gesicht im Kopf haben. In diesem Kontext gleich krampfhaft potenzielle Diskriminierung zu vermuten (ich unterstelle dir nicht, dass du das tust, aber manche Leute sind leider so) ist IMHO realitätsfern und sachlich nicht gerechtfertigt.Echt, „natürlich“? Hups, das hätte ich anders erwartet. Das ist alles einige Nummern kleiner, aber in unserem Hiwi-Team haben wir z.B. eigenverantwortlich gearbeitet und auch die Stellen ausgeschrieben, Gespräche geführt, Entscheidungen getroffen. Wir haben viele Bewerbungen, mehr als die Hälfte, ohne Fotos bekommen und das hat uns alle gar nicht interessiert, wie die Personen wohl aussehen werden. Ich hab vor kurzem stellvertretend für meine Betreuerin auch eine Stelle ausgeschrieben und nur ein einziges Anschreiben mit Foto bekommen (von ca. 10-15) und auch das war mir latte. Darum hab ich auch alle meine eigenen Lebensläufe ohne Foto abgegeben, weil‘s bequemer war das gleiche Layout einfach wiederzuverwenden und ich dachte, dass das eh keine Relevanz hat. Hatte es bisher ja auch nicht, hat ja alles geklappt. Also für die erste Stelle lieber mit Foto?
Echt, „natürlich“? Hups, das hätte ich anders erwartet. Das ist alles einige Nummern kleiner, aber in unserem Hiwi-Team haben wir z.B. eigenverantwortlich gearbeitet und auch die Stellen ausgeschrieben, Gespräche geführt, Entscheidungen getroffen. Wir haben viele Bewerbungen, mehr als die Hälfte, ohne Fotos bekommen und das hat uns alle gar nicht interessiert, wie die Personen wohl aussehen werden. Ich hab vor kurzem stellvertretend für meine Betreuerin auch eine Stelle ausgeschrieben und nur ein einziges Anschreiben mit Foto bekommen (von ca. 10-15) und auch das war mir latte. Darum hab ich auch alle meine eigenen Lebensläufe ohne Foto abgegeben, weil‘s bequemer war das gleiche Layout einfach wiederzuverwenden und ich dachte, dass das eh keine Relevanz hat. Hatte es bisher ja auch nicht, hat ja alles geklappt. Also für die erste Stelle lieber mit Foto?
Eine Hiwi-Stelle (im Labor?) ist aber etwas anderes als eine Festanstellung (mit Patientenkontakt). Für meine Studentenjobs habe ich auch maximal eine DIN-A4-Seite als Lebenslauf eingereicht - ohne Fotos oder viel Schnickschnack.
Man kann ja auch argumentieren, dass die Bewerbung selbst zumindest direkt nach dem Studium überflüssig ist. Zumindest 90% der frischen Absolventen haben doch einen 08-15 Lebenslauf und fabulieren dann aus zwei Famulaturen eine jahrzehntelange Begeisterung für ein Fach. Da könnte man auch eine Kopie des Abschlusszeugnis mit nem Post-It "Ich würde gerne zum 1.8. bei Ihnen anfangen. Vg mano" abschicken - die inhaltliche Aussage wäre die gleiche.
Aber eine Bewerbung - und da gehört eben in Deutschland auch ein Foto mit dazu - zeigt eben, dass man das Spiel beherrscht. Dass man sich Mühe gegeben hat und ein fehlerfreies Anschreiben verfasst hat und dass man weiß, wie man sich für eine Bewerbung kleidet. Alles mehr oder weniger relevante soft skills. Und es gibt tatsächlich genügend Bewerber, die selbst diese niedrige Latte reißen... :-party
Nö, auch ansatzweise repräsentativ. Wir haben u.a. Veranstaltungen organisiert und „bewirtet“ und waren auch auf Kongressen und Konferenzen dabei und hatten auch zu Studienpatienten Kontakt. Sind aber immer noch nur Hiwi. Sind auch schon mal etwas underdressed aufgetreten, was immer okay war.
Meine Lebensläufe während des Studiums gingen an Nebenjobs, Famulatur- und Hospitationsstellen (vermutlich allerdings nur an die Personalabteilung) aber auch an Bewerbungen für Förderungen. Wobei ich da einmal tatsächlich eine Art Imagefoto von mir bei der Arbeit eingefügt habe. Hab die Förderung nicht bekommen, sollte mir zu denken geben. :cool:
Okay aber Foto gehört also dazu. Alles klar.
Ein Foto ist halt (noch?) der Standard. Hast du als einziger Bewerber keines, dann fällt das natürlich auf. Und vermutlich eher unangenehm (hat etwas zu verstecken). Das wird überwiegend unterbewusst ablaufen und könnte dein Nachteil sein. Also warum kein Foto einfügen?
Muss auch kein Meisterwerk für 250€ beim Profi sein, meine Fotos waren auch immer von meiner Schwester mit einem normalen Spiegelreflexkamera :)
Wie gesagt, weil ich dachte, dass es sich mittlerweile etabliert hat, das Foto wegzulassen.
Wie ist denn eure Einschätzung wie sich der Markt durch die Pandemie verändert hat? Angeblich stehen nicht wenige Kliniken kurz vor der Pleite. Kenne auch Fälle wo Vertragsverlängerungen von etablierten, geschätzten Mitarbeitern auf der Kippe standen. Weiß nur nicht wie repräsentativ das ist.
Rahmspinat
21.03.2021, 07:53
Du hast diese Frage mehrmals in verschiedenen Threads gestellt - mit derselben Antwort. Ich für meinen Teil kenne einige internistische Abteilungen von Unikliniken, die händeringend nach Leuten suchen.
Wie ist denn eure Einschätzung wie sich der Markt durch die Pandemie verändert hat? Angeblich stehen nicht wenige Kliniken kurz vor der Pleite. Kenne auch Fälle wo Vertragsverlängerungen von etablierten, geschätzten Mitarbeitern auf der Kippe standen. Weiß nur nicht wie repräsentativ das ist.
Nicht repräsentativ. Bei Unikliniken ist eh immer ein Kommen&Gehen; ist auch so gewünscht.
Es wird weiterhin viel gesucht...schau doch einfach im ärzteblatt oder kimeta; Google Jobsuche.
Du hast diese Frage mehrmals in verschiedenen Threads gestellt - mit derselben Antwort. Ich für meinen Teil kenne einige internistische Abteilungen von Unikliniken, die händeringend nach Leuten suchen.
Warum mach MBS das?
Ja, sorry, ihr habt Recht...ich wollte nur ein repräsentativeres Bild, so viele haben ja nicht geantwortet bisher.
Einerseits hört man es würden Leute gesucht, andererseits dann das was man selbst im unmittelbaren Umfeld erlebt. Außerdem wird ständig erzählt welche irren Verluste so gut wie jede Klinik in Deutschland gemacht haben soll. Passt alles nicht so recht zusammen. Wenn kein Geld mehr da ist wird doch auch niemand mehr eingestellt...
Feuerblick
21.03.2021, 18:18
Jammern gehört zum Handwerk...
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