Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rekordwerte
Hoppla-Daisy
15.05.2012, 18:07
Im übrigen tritt das TUR-Syndrom gerne auf, wenn die TUR-Zeit ca. 1 Stunde oder mehr beträgt... hatten wir neulich noch. Und in/aus der Blase kann es verdammt viel bluten! Man koaguliert und koaguliert, und trotzdem blutet's heiter weiter. Gerade bei großflächigen Befunden, wo laaaaaange reseziert wird und wo entsprechend viel Gefäße eröffnet werden, steigt die Gefahr des TUR-Syndroms an.
dreamchaser
15.05.2012, 18:12
Das niedrigste Natrium im Labor, das ich gesehen habe, lag bei 98 mmol/l.
Habe mal einen mit nem Natrium von 109 mmol/l bei Verwirrung auf die Intensiv gelegt - bei Verlegung hatte ich dann noch nen viiiel cooleren Grund, den da hochzulegen: der Blutzucker lag bei 2556 mg/dl (Erstmanifestation Diabetes). Da staunte die Kollegin der Intensiv und der Oberarzt gleichermassen - so einen Wert hatte bei uns noch keiner gesehen.
Das TUR-Syndrom ist übrigens einer der Gründe, warum man diese Operationen so gern in Regionalanästhesie macht. Da merkt man nämlich schneller, wenn ein Patient komisch wird ;-)
Hoppla-Daisy
15.05.2012, 18:18
Und ich kläre IMMER darüber auf, egal wie lang der Eingriff geplant ist ;-).
Leelaacoo
15.05.2012, 19:06
Ok, danke euch, wieder was gelernt...dabei hab ich vor ca. 1000 Jahren ja in der Uro famuliert...peinlich peinlich.
LG Lee
teletubs
29.08.2012, 19:58
CK > 150`000 U/l :eek:
huch - teletubs - und ich dachte, ich hätte mit 141.000 U/l punkten können.
(urologische OP, Kompartment-Syndrom beider Unterschenkel am Tag später)
teletubs
30.08.2012, 07:16
Ich korregier mich CK von 247`000 U/l !!! Krasse Sache...Niere ist auch im Arsch! Dabei noch jung und keine Vorerkrankungen. Kompartmentsyndrom von nur einem Bein.
Letzter Nachtdienst, COPD-Patient auf der Palliativstation: pCO2 von 90, pO2 von 31 in der (definitiv) arteriellen BGA.
dreamchaser
31.08.2012, 17:30
Kann ich toppen:
Pneumonie bei schwerer COPD, Patientin etwas schläfrig, aber gut erweckbar und kooperativ.
BGA: pH 7,17 ; pO2 44 mmHg ; pCO2 166 mmHg (!!!).
el suenio
31.08.2012, 18:00
Hmm, hab jetzt nichts besonders Spannendes zu bieten, da ich mit den Laborwerten nichts zu tun habe. Das einzige, was ich zu bieten habe, sind Blutdruckwerte. Eine Dame kam zur Aufnahme und hatte 220/120 UND dann wollte sie mir erzählen, dass das nur daran liegt, dass ich weiß gekleidet bin :D Okay, aber das ist dann doch gleich ein bisschen sehr viel.
Eine andere Pat. hatte 60/30 und dass die tatsächlich noch mit mir kommunizieren konnte, finde ich sehr bemerkenswert. War eine exsikkierte 92-jährige Dame, die so von zu Hause kam. Ausscheidung gabs allerdings zwei Tage nicht mehr (klar bei dem Druck), aber nun war sie zwei Wochen da und das ist alles wieder hübsch.
dreamchaser
31.08.2012, 19:32
Hmm, hab jetzt nichts besonders Spannendes zu bieten, da ich mit den Laborwerten nichts zu tun habe. Das einzige, was ich zu bieten habe, sind Blutdruckwerte. Eine Dame kam zur Aufnahme und hatte 220/120 UND dann wollte sie mir erzählen, dass das nur daran liegt, dass ich weiß gekleidet bin :D Okay, aber das ist dann doch gleich ein bisschen sehr viel.
Eine andere Pat. hatte 60/30 und dass die tatsächlich noch mit mir kommunizieren konnte, finde ich sehr bemerkenswert. War eine exsikkierte 92-jährige Dame, die so von zu Hause kam. Ausscheidung gabs allerdings zwei Tage nicht mehr (klar bei dem Druck), aber nun war sie zwei Wochen da und das ist alles wieder hübsch.
Mit solchen Blutdruckwerten schlägt sich der Internist täglich rum. 220 mmHg ist ja schon sehr oft, über 250 mmHg wirds dann langsam sportlicher ;-).
Eine Dame kam zur Aufnahme und hatte 220/120 UND dann wollte sie mir erzählen, dass das nur daran liegt, dass ich weiß gekleidet bin :D Okay, aber das ist dann doch gleich ein bisschen sehr viel.
Weißkittelhypertonie - Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fkittelhypertonie)
Möglich ist alles.:-nix
el suenio
31.08.2012, 20:55
Ja, das ist mir auch bekannt, aber soooo hoch ist ja dann doch schon ein bisschen zu weit von der Norm abweichend, als dass ich das als psychisches Problem abstempeln würde. Zumal es dann nach Gabe von Bayotensin doch deutlich besser wurde. Gut, Ahnung hab ich keine, aber 220/120 durch Angst vor weiß gekleideten Mensch, hmm, ich weiß nicht.
Mit solchen Blutdruckwerten schlägt sich der Internist täglich rum. 220 mmHg ist ja schon sehr oft, über 250 mmHg wirds dann langsam sportlicher .
Glaub ich gerne. Hab aber gerade mal ein Jahr Ausbildung hinter mir und das war noch in meinem Probehalbjahr (und das auch noch auf der Derma), fand ich schon spannend :D Bei der anderen Dame dachte ich erst, das RR-Gerät wäre kaputt:-))
Leelaacoo
31.08.2012, 23:50
Och, das ist doch moderat...man überbiete bitte 340/180 mmHg (invasiv gemessen, sicher richtig, denn der Kollege meinte die Katecholaminleitung am ZVK "entlüften/spülen" zu müssen...Pat. hats überlebt, ohne SAB/ICB). Und RR von 40 - 50 mmHg syst. und sprechend haben wir häufiger, auch wieder invasiv gemessen, zuletzt stat. Pat.: Mukositis (konnte nicht mehr trinken) + Hitze + fehlende i.v.Flüssigkeitsgabe + Dytide H...das für 5 Tage et voila...zu uns von anderer Station verlegt bei V.a. Schlaganfall wegen Dysarthrie...die war weg, nachdem die Zunge nicht mehr am Gaumen klebte:grins:
Was ist denn aus dem Kompartement geworden? Überlebt?
LG Lee
el suenio
01.09.2012, 10:06
man überbiete bitte 340/180 mmHg
WAAAAAAAAAAAS o.O Ach du sche*** :-(( Das kann man ja gar nicht mehr manuell messen, die Geräte gehen ja nur bis 300mmHg. Außerdem würde die Kompression am Arm ganz bestimmt nicht mehr angenehm sein:-oopss Wo arbeitest du denn bitte, Leelaacoo, dass du mit solchen Werten zu tun hast?
Leelaacoo
01.09.2012, 10:13
Das war auch ein schön kontinuierlich invasiv gemessener Druck via arteriellem Katheter...manuell kann man das nicht messen, da hast du recht...und rein physiologisch bekommt das sicher auch kein Mensch hin...aber mit Noradrenalin als Bolus geht das durchaus:-(( (war natürlich ein Fehler, die Leitung zu spülen, macht man nicht bei Katecholaminen). Dass der Pat. nicht ins Hirn geblutet hat war echt Glück.
LG Lee (bin auf der Intensiv:-keks )
el suenio
01.09.2012, 10:32
aber mit Noradrenalin als Bolus geht das durchaus (war natürlich ein Fehler, die Leitung zu spülen, macht man nicht bei Katecholaminen).
Aha, okay, jetzt hab ichs verstanden. Gott, hätte nie gedacht, dass es überhaupt möglich ist, so einen Druck auszuhalten.
bin auf der Intensiv
Hatte ich schon vermutet, bzw. gehofft :D Das wird man wahrscheinlich auf einer "Normalstation" nicht erleben und außerdem misst man da ja nicht per arteriellem Katheter.
Ich biete 300mmHg systolisch (von zwei Personen mit zwei verschiedenen Manschetten verifiziert) ohne wegweisende Symptomatik. Das war ein junger Mann (Anfang 30), der sich wegen abnehmender Leistungsfähigkeit und Belastungsdyspnoe in der Notaufnahme vorstellte. Leider keine Ahnung wie es weiterging, ich war damals nur als Praktikant in der ZNA. Der Wert wurde natürlich durch das Pflegepersonal erst mal belächelt, bis jemand kompetenteres nachgemessen hat.
Sebastian1
01.09.2012, 13:35
und rein physiologisch bekommt das sicher auch kein Mensch hin...aber mit Noradrenalin als Bolus geht das durchaus:-((
Och, vor einigen Jahren nach Anlage einer art. Kanüle hatten wir den Wert in ähnlicher Höhe (systolisch deutlich üpber 300, diastolisch um 160, meine ich) bei einer Patientin, die semielektiv ihre Carotis-TEA bekommen sollte. Hat den Chef dann auch dazu gebracht, seinen Gang an der Einleitung vorbei nochmal zu unterbrechen und sich der Echtheit dieses Wertes zu vergewissern. Danach ist er bei der Einleitung mal dabeigeblieben.
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