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MissGarfield83
26.11.2009, 18:43
Dann wäre die Frage was klinisch brauchbarer ist ...

dreamchaser
26.11.2009, 18:54
Hmm.. was aus der Patientin nach Verlegung auf Normalstation geworden ist, weiss ich nicht. Haben und da auf ein konservatives Procedere geeinigt, da sie nicht mehr im allerbesten AZ war.
Ich weiss wohl, dass die CK mit der untergegangenen Muskelmasse korreliert. Beim Troponin weiss ich, dass die Höhe etwas mit der Chance des Überlebens des Infarktes korreliert - dass es mit der Infarktgröße korreliert habe ich auch noch nicht gehört (aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen).

powerstudent
26.11.2009, 19:48
Eine Kollegin (an die 40) hatte mal die Grippe und ist dann 2 km zu Fuß zum Arzt gegangen...es ging ihr subjektiv auch nicht wirklich schlecht.

Die Blutdruckmessung beim Arzt ergab 60/40...der Arzt vermutete einen Defekt des Meßgerätes und nahm das nächste: 60/40.

Wobei sie immer einen eher "niedrigen" Blutdruck hat...

FirebirdUSA
27.11.2009, 06:03
Einen RRsys von 60 musst du peripher überhaupt erstmal messen können.

Evil
27.11.2009, 08:21
Wo hast Du denn das bitteschön her?
Von der kardiologischen Abteilung des Klinikums Traunstein, wo wir unsere Myokardinfarkte immer hinbringen, zugegebenermaßen nicht durch eigene Literaturrecherche.

Dann such mir bitte die Arbeiten raus und ich werd die Traunsteiner mal darauf ansprechen.

Michael72
27.11.2009, 09:27
Dann such mir bitte die Arbeiten raus und ich werd die Traunsteiner mal darauf ansprechen.

Aye aye Sir :-) Um das ganze Abstract jeweils lesen zu können einfach bei PubMed in der Suche die PMID eingeben:

"In conclusion, based on the results of this multicenter study, we suggest that peak levels and AUC of troponin are as accurate as CK and CK-MB in estimating myocardial infarct size." (PMID: 18328834)

"In conclusion, a single-point cTnI measurement taken early after a first-time STEMI is a useful marker for infarct size and might also supplement early CMR evaluation in prediction of infarct size at 4 months." (PMID: 19932777)

"Assessing TnI72h after primary PCI is a simple, effective method to estimate infarct size, LVEF, and potentially useful for risk stratification." (PMID: 19463339)

"In conclusion, peak cTnT after primary PCI for ST-elevation myocardial infarction offers a good estimation of infarct size and is a prognostic indicator in patients with first acute myocardial infarction." (PMID: 19268731)

"A single cTnT value the third morning after onset of STEMI predicted the final infarct size in this group of patients with their first STEMI, and might be useful for ruling out impaired LVEF." (PMID: 19218804)

"All single-point cTnTs, except on admission, give a good estimation of infarct size and perform as well as peak cTnT or AUC cTnT. Infarct estimation by single-point measurements, particularly cTnTD4, may gain clinical acceptance because the measurement is easy and inexpensive." (PMID: 18206741)

"A single NT-pro BNP and cTnT value at 96 hours after onset of symptoms proved useful for estimation of LV-EF and infarct size. In direct comparison, NT-pro BNP disclosed a better performance for estimation of LV-EF whereas cTnT was superior for assessment of infarct mass and relative infarct size, suggesting an implementation of a dual marker strategy for diagnostic and prognostic work-up." (PMID: 17891611)

"A single measurement of 72-h troponin-I is similar to serial CK measurements in the estimation of both myocardial infarct size and extent of MVO, and is superior to 12-h troponin-I measurements." (PMID: 17540686)

"A single 96-h cTnT value provides an accurate estimate of absolute infarct mass in myocardial infarction. The ability to quantify and the potential to distinguish effects of novel drug regimens on infarct size make cTnT attractive for routine practice and as a clinical end point." (PMID: 17161244)

"This study for the first time demonstrates a close correlation of cTnT release with pathological infarct size in a suitable experimental model with a sufficient sample size." (PMID: 12367770)

powerstudent
27.11.2009, 21:35
Einen RRsys von 60 musst du peripher überhaupt erstmal messen können.

Warum? Soweit ich weiß, ist 60 bei der Messung selbst mit einem herkömmlichen Blutdruckmeßgerät mit Stethoskop noch kein (größeres) Problem...für einen Arzt zumindest nicht.

Und selbst wenn nicht, würde man ja merken, daß irgendwas nicht stimmt...

dreamchaser
27.11.2009, 21:39
Meine höchste dokumentierte Herzfrequenz bei ansprechbarem Patienten (ok, es ging ihm jetzt nicht sooo toll): 240/min.

Nils.
29.11.2009, 12:32
30/20 RR bei der OP einer grob geschätzten 85-90 Jahre alten Dame.

Gut, kein Laborwert, aber wahr doch schon sehr beeindruckend. Zumal sie noch nicht mal in so einem schlechten Zustand war bzw. es keinen übermäßigen Blutverlust gab. Nach Akrinor-Gabe war der RR dann irgendwo bei 80/60 den Rest der OP über.

der micha
29.11.2009, 14:45
war das nach einleitung und vor schnitt?

agouti_lilac
29.11.2009, 15:52
Ich bin mal bei einer Carotis-TEA mit am Tisch gestanden und als ich über die Blut-Hirn-Schranke geschaut habe, habe ich den arteriell gemessenen Rekord-RR von 317 systolisch gesehen. Die Anästhesistin ist dann auch ein bißchen nervös geworden, aber die Chirurgen hat's überhaupt nicht interessiert. :-)):-oopss

Nils.
29.11.2009, 17:53
war das nach einleitung und vor schnitt?



Intraoperativ. Also eingeleitet und schon geschnitten.

Weißkittelsyndrom
30.11.2009, 18:00
GGT >8000 U/l :-kotz

nun is sie wieder bei ca. 300 U/l

teletubs
19.06.2010, 19:37
*reanimier* ;-)

Heute ausgeprägte Laktatazidose mit einem Lactat von 28mmol/l und in der ABGA ein pH von 6,88. Sportlich, aber wahrscheinlich nicht gut ausgehend :-nix

Sebastian1
14.11.2010, 19:07
*Thread rauskram*

Ich hab Rekordwertwoche: Innerhalb von 3 Tagen hatte ich

- Kreatinin von 22 mg/dL

- BZ von 1100, Natrium von 103 (bei demselben Patienten, der sich bei Colitisschub dachte: Ich ess mal nix mehr. Wenn ich nix ess, muss ich auch kein Insulin mehr spritzen. 4 Tage später war er dann - ansprechbar und orientiert - mit diesen Werten bei uns)

- RR von 330/190 mmHg. Invasiv gemessen und noninvasiv bestätigt. Patient zur Carotis-TEA, kam nach Stroke aus der Neurologie, und da hat man sich offenbar gedacht: Patient hat OP, Patient muss nüchtern sein, also bekommt er mal seine antihypertensive Vierfachkombi in relevanter Dosis trotz anderslautender Prämedanordnung und Nachfrage seitens des Patienten nicht *seufz*

- Und heute dann IL6 nach dem dritten "dann verdünnen sie es bitte noch weiter" ans Labor von bisher >11.000. Mal schauen, wo dann morgen der Wert nach der vierten Verdünnung ist.

Eilika
14.11.2010, 19:13
Hilf mir beim Krea... wir hatten letzte Woche einen auf der IPS mit einem Krea von 2800 umol/l. Und das war ein rein postrenales Problem und nach drei Tagen hatte der ein normales Krea... fans ich verblüffend!!

Sebastian1
14.11.2010, 19:28
Wären ~2000 µmol/l. War auch bei Blasentamponade postrenales ANV.

Flemingulus
14.11.2010, 21:34
- Und heute dann IL6 nach dem dritten "dann verdünnen sie es bitte noch weiter" ans Labor von bisher >11.000. Mal schauen, wo dann morgen der Wert nach der vierten Verdünnung ist.

Als Marker für was bestimmt man IL6? Sepsis? Wird das heutzutags ;-) standardmäßig bestimmt?

Jemine
14.11.2010, 21:47
Und heute dann IL6 nach dem dritten "dann verdünnen sie es bitte noch weiter" ans Labor von bisher >11.000. Mal schauen, wo dann morgen der Wert nach der vierten Verdünnung ist.

Da geht einem ja das MTA-Herz auf... Warum verdünnen die das nicht selber weiter, sondern warten bei solchen Werten erst auf die Anweisung? :-???

Sebastian1
14.11.2010, 21:47
Ja, ist ein Sepsismarker. Vorteil ist - im Gegensatz zB zum CRP - die sehr kurze Halbwertzeit. Relevant hohe Werte gehen doch sehr häufig mit relevanten Infektionen oder Komplikationen einher.