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Fino
09.12.2007, 15:16
Bei der ganzen Diskussion um die "Richtigkeit" dessen, was im schriftlichen Physikum abgefragt wird, darf man auch nicht vergessen, dass die Dame ihr Physikum zu einer Zeit abgelegt hat, als man noch mit dem Mündlichen einen schriftlichen Fehltritt ausgeleichen konnte. Und seltenst werden in mündlichen Prüfungen ausschließlich Fitzeldinger abgefragt. Es hätte also durchaus mal möglich sein können, eine 2 mündlich zu machen.
Ja genau. Und wie schon gesagt, scheitert man nicht an Chemie und Physik, sondern eher daran, dass es durch die Bank hinweg hapert. Aber selbst mit 3 fehlgeschlagenen Physika haette sie immer noch die Moeglichkeit gehabt, ins Ausland zu gehen oder einen anderen medizinischen Beruf anzustreben.

docmoechtegern
09.12.2007, 15:19
Ich glaub, die Dame hat "nur" die Approbationsurkunde gefaelscht. An den Staatsexamina hat sie nicht teilgenommen, eben weil sie nichts in Richtung Physikumszeugnis (weder echt noch gefaelscht) vorzulegen hatte.Im Spiegel steht das so:
[Zitat=SPON]


....Die staatlichen Prüfungen lässt sie notgedrungen aus: Im Landesprüfungsamt würde auffallen, dass sie längst exmatrikuliert ist. Klar ist jedoch: Ohne Staatsexamen kann sie sich nirgends bewerben. [....] Im November 2002 schiebt sie deshalb alle Bedenken und Skrupel beiseite. Innerhalb weniger Stunden fälscht sie sämtliche erforderlichen Prüfungsunterlagen und Examenszeugnisse: Sie kopiert heimlich die Originalurkunden eines befreundeten Arztes, überklebt Daten und Noten mit weißem Papier, setzt ihren Namen und andere Noten ein und kopiert erneut - fertig. Sie hat den Weg in die Kriminalität genommen......

test
09.12.2007, 15:21
Ich glaub, die Dame hat "nur" die Approbationsurkunde gefaelscht. An den Staatsexamina hat sie nicht teilgenommen, eben weil sie nichts in Richtung Physikumszeugnis (weder echt noch gefaelscht) vorzulegen hatte.

Ich glaube sie hat auch Examenszeugnisse gefälscht um sich zu bewerben. Stand in nem Artikel drin, den ich mal dazu gelesen habe.
Sie hätte sich ja sowieso auch mit gefälschten Zeugnissen nich zu einer Prüfung anmelden können, da das LPA ja die 3 Fehlversuche bereits gespeichert hat, denke ich. Aber für die Bewerbungen hat sie sie schon gefälscht, soweit ich das mitbekommen habe.

EDIT: da war ich wohl etwas langsam

Muriel
09.12.2007, 15:23
wenn man die Uni wechselt, muss man hoffentlich also die Originale vorlegen, ja? Ich mein, sonst wäre das ja der einfachste Weg gewesen. Einfach mal eben gefälschtes Physikumszeugnis vorlegen in Kopie, anderes LPA und alles ist gut...

docmoechtegern
09.12.2007, 15:24
Ich glaube sie hat auch Examenszeugnisse gefälscht um sich zu bewerben. Stand in nem Artikel drin, den ich mal dazu gelesen habe.
Sie hätte sich ja sowieso auch mit gefälschten Zeugnissen nich zu einer Prüfung anmelden können, da das LPA ja die 3 Fehlversuche bereits gespeichert hat, denke ich. Aber für die Bewerbungen hat sie sie schon gefälscht, soweit ich das mitbekommen habe.Jedenfalls steht es dort so:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,521129-2,00.html

Doctöse
09.12.2007, 15:26
wenn man die Uni wechselt muss man hoffentlich also die Originale vorlegen, ja? Ich mein, sonst wäre das ja der einfachste Weg gewesen. Einfach mal eben gefälschtes Physikumszeugnis vorlegen in Kopie, anderes LPA und alles ist gut...
*räusper* Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man bei einem Uniwechsel das Originalzeugnis vorlegen muss.
Fragt sich, ob die Leute in den Studiendekanaten immer so wissen, wie ein Original auszuschauen hat.

Weltbester_Karlsson
09.12.2007, 16:33
Warum Körperverletzung? Weil die Einwilligung der Patienten in die Behandlung unwirksam ist, diese bezog sich auf die Behandlung durch einen approbierten Arzt
Ich denke das ist hier jedem klar.

Dass sie körperliche Schäden angerichtet habe, hat doch keiner behauptet.
Nein, aber wenn die Justiz ihr Handeln als Körperverletzung sieht, und ich vermute mal nicht nur als fahrlässige, sondern als vorsätzliche, je nach Auffassung von Staatsanwalt und Richter vielleicht noch aus niederen Beweggründen (Erlangung eines persönlichen Vorteils) und das Ganze gleich in x-tausend Fällen, steht sie vor dem Gesetz bald auf einer Stufe mit einer Massenmörderin (man verzeihe mir die kleine Übertreibung). Sicherlich wird man einwenden, das hätte sie sich vorher überlegen müssen, doch was wissen wir über ihre wahren Beweggründe? Nichts, wenn wir ehrlich sind. Alles Wissen über diesen Fall beziehen wir aus einem polarisierenden Spiegel-Artikel.

Noch einmal: es fordert niemand die Abschaffung von Prüfungen. Aber ich halte es für bedenklich die Kompetenzen eines Menschen an seinen Prüfungsleistungen festzumachen.

docmoechtegern
09.12.2007, 17:24
Du scheinst einen anderen Spiegelartikel gelesen zu haben als ich.

Weltbester_Karlsson
09.12.2007, 17:54
Du scheinst einen anderen Spiegelartikel gelesen zu haben als ich. Ich kann in dem , was dort steht, nichts von dem hinein interpretieren, was Du vermutest:
Ich interpretiere nichts hinein und ich stelle auch keine Vermutungen an. Ich denke an die juristischen Konsequenzen, welche sich aus dem Vorwurf "Körperverletzung in x-tausend Fällen" ergeben, von dem in dem Artikel die Rede ist: siehe dazu mein Posting von heute, 17:33 Uhr. Falls das jemandem unlogisch erscheinen sollte, möge er bitte protestieren.

Und nein, ich sagte nicht man werfe ihr vor sie habe körperliche Schäden angerichtet, sondern die Anklage werde auf Körperverletzung lauten. Bitte, das ist ein Unterschied! Und ja, ich habe verstanden, dass sich der Vorwurf "Körperverletzung" unmittelbar aus dem Umstand ergibt, dass sie nicht als rechtmäßig approbierte Ärztin gehandelt hat. Wie gesagt, juristisch gesehen steht sie damit auf einer Stufe mit einer Gewaltverbrecherin, obwohl wahrscheinlich niemand beurteilen kann, ob sie in ihrer Funktion als "Ärztin" tatsächlich jemandem Schaden an Leib und Leben zugefügt hat. Das finde ich das Tragische an der ganzen Sache und deswegen tut mir die Frau ein wenig leid, obwohl sie ja aufgrund ihres Fehlverhaltens selbst Schuld ist an ihrer Misere.

funny
09.12.2007, 17:56
Krasse Frau. Ich will nicht wissen, wie sie sich gerade so fühlt. Ist sie jetzt eigentlich total selbstbewußt, weil sie das alles so konsequent durchgezogen hat (zu dem ganzen Wahnsinn gehört ja schon so etwas wie Mut). Oder ist sie so dermaßen ohne Selbstbewußtsein, dass sie damals das Scheitern im Physikum nicht offiziell machen konnte? Was soll sie denn (nach dem Gefängnis) beruflich machen? Angeblich hat sie schon einige Angebote von Verlagen oder Pharmafirmen :-)
:-heul

Ob sie noch in Ungarn studieren könnte?

Kroetenkopf
09.12.2007, 17:59
Noch einmal: es fordert niemand die Abschaffung von Prüfungen. Aber ich halte es für bedenklich die Kompetenzen eines Menschen an seinen Prüfungsleistungen festzumachen.
Prüfungsleistungen geben ein Mindestniveau an. Wer das Physikum beim 3. Versuch nicht schafft kann im Verhältnis zu den anderen Studenten nicht besonders kompetent sein. Darüber hinaus hast du Recht.

McBeal
09.12.2007, 18:03
Was ich menschlich echt schade finde ist, dass sie auch ihre Mitmenschen angelogen hat. Schade für sie, dass sie so wenig Vertrauen und Mut hatte, ihr Scheitern einzugestehen. Und andererseits fies von ihr, die eigene Familie und Freunde (wenn sie denn welche hat(te)) anzulügen. Nein, das macht man nicht.

Und zum Thema Mitleid: Mir tut jeder Leid, der durchs Physikum fällt und ich wünsche es niemandem, dass es ihm passiert - ob ein- oder mehrmals. Aber dazu nicht zu stehen und dann auch noch vorsätzlich und bei vollem Bewusstsein, etwas Unrechtes zu tun, Urkunden zu fälschen - nein, da hört mein Mitleid auf.

LG,
Ally

Christoph_A
09.12.2007, 18:57
Solche Menschen haben viel verdient,aber nicht Mitleid. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was mutig daran ist, sich selbst dabei zu belügen, daß man etwas nicht kann. Das ist feige und egoistisch, sonst nix. Die Stelle hat sie sich mit gefälschten Zeugnissen eines Kollegen, also mit falschen Federn erschlichen. Daß die betreuende Uniklinik natürlich jetzt, um noch weiteren Schaden zu vermeiden, diese Person zur kompetenten und guten Ärztin macht, ist aus deren Sicht nur verständlich, sollte aber nicht allzu ernst genommen werden.
Was das Physikum betrifft, so muß man sagen, daß es hart it, klar, aber jeder von uns ist auch durch dieses Stahlbad gegangen und ob ich jetzt Fakten auswendig lerne oder verstehe, sei jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, daß man unter dem Strich über dem Strich steht :-))
Auch klar ist, daß gerade ein bestandenes Physikum noch nicht viel über die Qualitäten als Arzt aussagt. Wohl aber über Grundtugenden, die man für den späteren Beruf benötigt. Disziplin, Druckfähigkeit und die Gabe, auf den Punkt Topleistung abrufen zu können.
P.S.: Weil ich das grad vorher gelesen habe, ich wollte die Hamburger nicht wegen der Schlamperei angreifen. Nur hat die Uniklinik ja nicht den großen subjektiven Ruf, den der Spiegel jetzt drangehängt hat.......

Weltbester_Karlsson
09.12.2007, 19:06
Was das Physikum betrifft, so muß man sagen, daß es hart it, klar, aber jeder von uns ist auch durch dieses Stahlbad gegangen und ob ich jetzt Fakten auswendig lerne oder verstehe, sei jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, daß man unter dem Strich über dem Strich steht :-))
Auch klar ist, daß gerade ein bestandenes Physikum noch nicht viel über die Qualitäten als Arzt aussagt. Wohl aber über Grundtugenden, die man für den späteren Beruf benötigt. Disziplin, Druckfähigkeit und die Gabe, auf den Punkt Topleistung abrufen zu können.
Klare und wahre Worte, die sehr einleuchten. Vielen Dank dafür. :-)

daredevil
10.12.2007, 22:00
Grundtugenden?????
Ohne Sinn und Verstand hauptsächlich irrelevante Fakten auswendig lernen,
wie ein blödes Schaaf darauf zu hoffen, dass man letztendlich über dem Strich steht, auch wenn einem der Sinn und Zweck der Fragen verborgen bleibt?
"Da muss man eben durch...haben doch alle Anderen auch machen müssen...war doch schon immer so..." Bravo!
So zieht man sich das stereotype homogene Arbeitstier Arzt gross!
Buckeln, ohne Fragen zu stellen, zu allem Ja und Ahmen sagen? Herzlichen Glückwunsch, ein weitere Kollege der sich einreiht, überholte und einfach dumme Strukturen zu stützten und zu bewahren!

PS:Tugend:(Herk.: taugen im Sinne einer allgemeinen Tauglichkeit, lat. virtus, griech. ἀρετή, arete) Fähigkeit und innere Haltung, das Gute mit innerer Neigung (d. h. leicht und mit Freude) zu tun.

Doctöse
10.12.2007, 22:25
Schon richtig, dass im Physikum viel Mist abgefragt wird. Es wird sogar immer mistiger, wenn ich mir die neuesten Physika anschaue. Aber man kann sich zumindest auf den IMPP-Fragestil einstellen. Das ist genauso blödsinnig, aber vielleicht eine kleine Hilfe, den Mist irgendwie hinzubekommen.
Die Frage ist, ob und wann sich da was ändern wird, man sieht ja, was uns die neue AO gebracht hat :-kotz

Mal abgesehen von Sinn und Unsinn des Physikums...am Ende muss es zumindest eine Prüfung geben. Aber es wird immer diskutiert, dass das Ergebnis einer Prüfung nichts über die Qualität als Arzt aussagt. Das fängt ja schon bei der Abidiskussion an und setzt sich über jedes Zeugnis fort. Nur, was soll man denn machen? Das Studium ohne Prüfung abschließen? Es geht hier ja erst mal nicht um die Note, sondern nur ums nackte Bestehen.

Wir sind doch keine Germanisten und schnitzen uns eine Magisterarbeit, nachdem wir über 11 Semesterwochenstunden geweint haben. Irgendwo müssen wir Leistung zeigen und Wissen abprüfen lassen. Dass die im Rahmen des Physikums vielleicht nicht gerade eine Wissens-Kür ist, sollte klar sein.
Immerhin haben einige Unis Modellstudiengänge und nehmen nicht am Physikum teil. Finde ich im übrigen eine gute Sache, auch wenn ein Uniwechsel dadurch erschwert wird.
Eine Umstrukturierung ist nötig. Aber das System ist da über die Jahre so flexibel wie ein Stahlträger und leider entscheiden immer Leute darüber, die keine Ahnung von der Materie haben. :-keks

Fino
10.12.2007, 22:44
Grundtugenden?????
Ohne Sinn und Verstand hauptsächlich irrelevante Fakten auswendig lernen,
wie ein blödes Schaaf darauf zu hoffen, dass man letztendlich über dem Strich steht, auch wenn einem der Sinn und Zweck der Fragen verborgen bleibt?
"Da muss man eben durch...haben doch alle Anderen auch machen müssen...war doch schon immer so..." Bravo!
So zieht man sich das stereotype homogene Arbeitstier Arzt gross!
Buckeln, ohne Fragen zu stellen, zu allem Ja und Ahmen sagen? Herzlichen Glückwunsch, ein weitere Kollege der sich einreiht, überholte und einfach dumme Strukturen zu stützten und zu bewahren!

PS:Tugend:(Herk.: taugen im Sinne einer allgemeinen Tauglichkeit, lat. virtus, griech. ?????, arete) Fähigkeit und innere Haltung, das Gute mit innerer Neigung (d. h. leicht und mit Freude) zu tun.


Ohne Sinn und Zweck war mein Studium inhaltlich ganz sicher nicht, und wie ein "bloedes Schaf" habe ich auch nicht aufs Bestehen gehofft, sondern dafuer erfolgreich gearbeitet.
Gebuckelt habe ich auch nicht, und meine Uni hat stets zu kritischem Denken eingeladen - es gab sicher Ausnahme-Profs, aber die bestaetigen ja bekanntlich die Regel.
Deutschland ist ein freies Land - es ist jedem ueberlassen, sich fuer ein Medizinstudium zu entscheiden oder auch nicht, gezwungen wird niemand dazu. Wem das nicht passt, darf sich beruflich gerne anderweitig orientieren.

P.S:Rechtschreibung:
die Faehigkeit, Woerter korrekt schriftlich zu verwenden.

Gruss
Fino

daredevil
10.12.2007, 23:08
touché! ;o)

der ewige kampf gegen die tastatur...scheint auch Dir nicht fremd zu sein...

Mein Kommentar bezieht sich natürlich nicht auf ein ganzes Studium (insbesondere nicht auf Deines) und mitnichten möchte ich über das Engagement mir gänzlich unbekannter Personen urteilen!
Jedoch ging mir die Äusserung zuweit, das Physikum als Prüfung in der Form wie wir es kennen, würde zur Herausbildung von Grundtugenden führen!

PS: freies Land...unbebaut?? Deutschland ist EIN freies Land...zumindest theoretisch

Christoph_A
11.12.2007, 08:15
@ daredevil: Erst mal danke für den netten Vergleich mit den Schafen, werd mich bei Zeiten erkenntlich dafür zeigen.
Was den Sinn des Physikums angeht, so wird da, wie schon tausendmal vorher erwähnt, ziemlich viel sinnentleertes abgeprüft, aber eben auch einiges, das durchaus für das spätere Studium/Beruf wichtig ist-ohne fundierte Grundlagen in Physiologie oder Anatomie wird man es auch in der Klinik schwerhaben. Sieht man ja auch daran, daß die Leute, die im Physikum schlecht waren, meist ( ja, es gibt Ausnahmen, ja, kenn auch selber solche Leute ) auch in den Staatsexamina nicht bei den Besten zu finden waren.
Nun leben wir aber in einer Leistungsgesellschaft-und wie soll man objektiv einen Leistungsvergleich erbringen, wenn nicht durch Prüfungen? Sollen wir alle als Arzt zulassen und vielleicht den Patienten entscheiden lassen, wer dann nach 2 Jahren weitermachen darf?
Wie Fino schon sagte-dies ist ein freies Land und wenn jemand nicht Medizin machen will, dann soll er es nicht machen. Wenn er es aber machen will, dann muß er sich auf die Spielchen des ImPP einlassen. Ist ja auch später so-Du wirst in Deinem Job noch tausendmal Dinge tun, die Du schwachsinnig findest, Dein Chef aber nicht und sie daher tun. Da kann man sich auch nicht hinstellen und sagen-nur,weil alle das tun, mach ich das aus Prinzip nicht.
Was die Grundtugenden betrifft-es ist nun mal genau das, was das Physikum und auch die Examina bestehbar macht-Du brauchst Disziplin ( insbesondere Dir selbst gegenüber ), Leistungsbereitschaft, Ausdauer und mußt auf den Punkt Topleistung birngen, alles was Dir später im Beruf auch weiterhilft. Und ohne harte Prüfungen, wird man nie das Wissen in den Kopf bekommen, das man später braucht.

Kroetenkopf
11.12.2007, 19:54
Jedoch ging mir die Äusserung zuweit, das Physikum als Prüfung in der Form wie wir es kennen, würde zur Herausbildung von Grundtugenden führen!
Stimmt. Man kann ja gerade im Stern lesen, dass es genau zum Gegenteil führt.:-top

Was den Sinn des Physikums angeht, so wird da, wie schon tausendmal vorher erwähnt, ziemlich viel sinnentleertes abgeprüft, aber eben auch einiges, das durchaus für das spätere Studium/Beruf wichtig ist-ohne fundierte Grundlagen in Physiologie oder Anatomie wird man es auch in der Klinik schwerhaben.
Man muss dem Physikum natürlich zu gute halten, dass es eine überblicksprüfung ist. da können nicht ausschließlich berufsbezogene fragen kommen. schließlich ist das medizinstudium keine berufsausbildung.

Wenn er es aber machen will, dann muß er sich auf die Spielchen des ImPP einlassen. Ist ja auch später so-Du wirst in Deinem Job noch tausendmal Dinge tun, die Du schwachsinnig findest, Dein Chef aber nicht und sie daher tun. Da kann man sich auch nicht hinstellen und sagen-nur,weil alle das tun, mach ich das aus Prinzip nicht.
das ist ein totschlagargument. das könnte man genauso schreiben, wenn die situation umgekehrt wäre und jemand nicht wollte, dass das physikum abgeschafft wird.