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Äh, wie ist das mit Geschiedenen? Weiß das jemand? Ich mein, mittlerweile kann ich mir ALLES vorstellen! Ansonsten müsste ich bis dahin ggf. einen geeigneten Aspiranten finden :-))
Scheißegal, hauptsache nicht Ex-kommuniziert...
Und ganz ganz früher wurdest Du als Katholik auch dann entlassen, wenn Du erneut geheiratet hast...
Ob DAS allerdings noch der Fall ist, das kann ich mir höchstens noch für die Hocheifel und Aachen vorstellen:-))
Hypnos (noch! unverheiratet)
Ist halt die alte Leier:
Es arbeiten viele Ungläubige an kirchlichen Häusern. Leider bleiben viele Menschen aber aus rein praktischen Gründen Kirchenmitglied, so daß es wohl immer so sein wird, daß ehrliche Ungläubige (sprich: aus der Kirche ausgetreten) keine Chance auf eine Stelle haben, während lügende "Gläubige" die Stelle bekommen, weil sie auf dem Papier konfessionell gebunden sind.
Damit habe ich durchaus ein Problem und finde es völlig verlogen.
Aber die Diskussion wurde schon x-mal geführt. Solange genügend Leute bei dem Kirchenzugehörigkeitskrampf mitmachen, wird sich nichts ändern.
Ich habe NICHTS gegen ehrlich gläubige Personen. Aber dieses "Kirchenmitgliedbleiben aus praktischen Gründen" stößt mir übelst auf.
Muß ich dann in der Konsequenz als gläubiger Christ meine Stelle an einem öffentlich-rechtlichen Haus räumen, damit die verprellten Atheisten ein Anrecht auf eine konfessionslose Stelle haben???
Tut mir leid, dieser Argumentation kann ich nicht folgen.
Relaxometrie
04.06.2008, 17:34
Muß ich dann in der Konsequenz als gläubiger Christ meine Stelle an einem öffentlich-rechtlichen Haus räumen, damit die verprellten Atheisten ein Anrecht auf eine konfessionslose Stelle haben???
Ich weiß nicht, warum Dich mein Posting zu einer solchen Schlußfolgerung kommen lässt :-nix
Denn das, was Du beschreibst, habe ich weder geschrieben, noch ist mir eine solche Forderung jemals in den Sinn gekommen.
Meine Lebensgefährtin arbeitet in einem christlichen Haus. Sie hatte gerade ihren dritten 1-Jahresvertrag, als sie schwanger wurde. Der Vertrag wurde prompt nicht verlängert, Folge: Finanzielle Einbussen sowohl vor als auch während des Mutterschutzes (letzteres richtet sich nach dem letzten Gehalt). (BTW: So lassen sich die sog. Kündigungsschutzgesetze natürlich auch umgehen). Auf der anderen Seite hängt dann das christliche Leitbild im Patientenflur. Da kann ich nicht so viel essen wie ich kotzen möchte. Diese christliche Heuchelei kann mir gestohlen bleiben.
Habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, dass ich wahrscheinlich aus dem Verein austreten werde, sobald die beruflichen und sonstigen Nachteile überschaubar sind. Auf Dauer kann ich das mit meinem Gewissen nämlich nicht mehr vereinbaren.
John Silver
04.06.2008, 21:07
------
Was ist, wenn man Buddhist ist?
Christoph_A
04.06.2008, 21:55
Wie schon in anderen, ähnlichen Threads gepostet-ob Buddhist, Hindu, Moslem, Shintoist oder Christ-ist egal, Hauptsache Du glaubst etwas.
@ John Silver: Geh mal wieder etwas vom Gas runter, ganz so schlimm ists ja nu auch nicht-arbeite jetzt schon mehrere Jahre an nem kirchlichen Haus und ich werde sicher nicht mehr oder weniger ausgebeutet, als meine Kollegen an den städtischen Häusern oder der Uni. Und zumindest die Diakonie in Bayern hat ja auch schon auf die Gehaltsentwicklung in D reagiert-die anderen werden, aufgrund des Marktdrucks, sicher bald nachziehen, da regt sich eh schon was.
Der Praktikant
05.06.2008, 04:57
Wie weist man denn nach, daß man einer Glaubensgemeinschaft angehört, die halt etwas exotischer ist, stellen ja nun nicht alle nen Taufschein aus, oder? Gelten eigentlich nur Religionen, die als Glaubensgemeinschaft in D anerkannt sind? Was ist zum Beispiel mit Scientology? Frag das jetzt völlig wertfrei: in USA oder auch Italien, Schweden, Australien gilt Scientology als staatlich anerkannte Glaubensgemeinschaft, in Deutschland (und vielen anderen Ländern) jedoch nicht. Kann mir nicht vorstellen, daß das völlig egal ist, welcher Religion man angehört. Was ist mit Sachen wie Voodoo oder anderen sogenannten "Naturreligionen", oder wird dann doch unterteilt in "echte" und "unechte" Religionen.
Ich halte persönlich diese Sache mit "Tendenzbetrieben" auch für fraglich. Man kann da Zivi machen, da interessiert die Religion niemanden, PJ darf man da auch machen und man schmückt sich dann doch ganz gerne mit dem Titel Akademisches Lehrkrankenhaus einer weltlichen Uni und läßt sich so entweder Geld oder Stellen zukommen und das Geld der nicht kirchlichen Patienten nimmt man auch gerne, aber der Arzt muß halt dem "kirchlichen Weltbild" entsprechen. In USA gibt es auch viele Krankenhäuser mit kirchlichen Träger, die teilweise auch sehr reich sind und Spitzenleistung liefern (Methodist-Hospital Texas), die haben seltsamerweise aber gar keine Probleme Ärzte einzustellen, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören oder ist das bei den Amis nen anderer Gott, der das halt nicht so eng sieht wie der in Deutschland :-nix
Und das Argument, man werde nicht gezwungen dort zu arbeiten, mag bei der Ärzteknappheit zur Zeit stimmen, zeugt für mich aber eher davon, daß es scheinbar keine logischen Argumente für diese "Tendenzbetriebe" gibt, oder ich versteh sie nicht. Beim Ärztestreik war ja auch das Argument zu hören "man zwingt euch ja nicht als Arzt zu arbeiten, wenn ihr mit dem niedrigen Gehalt nicht einverstanden seid". :-angel
Nemesisthe2nd
05.06.2008, 08:06
es geht um glauben, mesch wie kommst du drauf, da logisch argumentieren zu können :-))
@Nob: da mußt du mal bei der Personalabteilung nachfragen. Als ich mich damals für die Ausbildung zum Krankenpfleger beworben hatte, wollte ein katholisches Krankenhaus eine Mitgliedsbescheinigung einer christlichen Amtskirche (also die, die auch Kirchensteuer einziehen dürfen).
Kackbratze
05.06.2008, 13:25
Es gibt in jedem kirchlichen KH quasi eine "schwarze Liste". Da sind dann die Glaubensgemeinschaften drauf, die auchnicht eingestellt werden.
Bei mir in der Gegend gibts so 2-3 extrem orientierte Christengruppen die auch aggressiv Bekehren, die sind z.B. auch nicht "gerne gesehen" im KH.
Doktor_No
05.06.2008, 14:56
wo ist eigentlich euer problem? wenn einem die regeln in einem kirchlichen haus nicht passen, bewirbt man sich eben woanders...
es ist übrigens nicht egal, was man glaubt, in evangelischen/katholischen konfessionellen häusern wird ein christlicher glauben erwartet.
ich habe selbst mal in einem kirchlichen haus gearbeitet, sooooo schlimm war das beileibe nicht, und wie hier schon erwähnt: der markt regelt letzlich die spielregeln...
wo ist eigentlich euer problem? wenn einem die regeln in einem kirchlichen haus nicht passen, bewirbt man sich eben woanders...
Das Problem ist, dass sich das kein anderer Arbeitgeber erlauben könnte und die Kirche da vom Staat ein Sonderrecht bekommt, was in einem weltanschaulich neutralem Staat höchst problematisch ist.
Das Problem ist, dass sich das kein anderer Arbeitgeber erlauben könnte und die Kirche da vom Staat ein Sonderrecht bekommt, was in einem weltanschaulich neutralem Staat höchst problematisch ist.
Dann starte doch ne Revolution! :-sleppy
Kackbratze
05.06.2008, 17:14
Was Du nicht verändern kannst, kannst Du nur begrüssen.
Es ist immer die Gleiche und es regen sich immer die gleichen Leute mit den gleichen Ideen darüber auf.
Wo ist das Problem? Wenn die Einstellungsvorraussetzungen vorher schon klar sind, braucht man sich im Zweifelsfall da nicht zu bewerben.
Andere Arbeitgeber schreiben einfach nur "danke, wir haben uns für wen Anderes entschieden" und geben auch keine Erklärung warum.
Aber das ist total okay....selbst wenn der Chef die Bewerber aussortiert hat, weil er rassistisch und frauenfeindlich ist...aber er hats nicht offen gesagt, damit ist es wieder total okay....aber die böse Kirche, die klar sagt, was der Bewerber haben soll ist toal böse....oder wie soll ich das verstehen?
Was Du nicht verändern kannst, kannst Du nur begrüssen.
Es ist immer die Gleiche und es regen sich immer die gleichen Leute mit den gleichen Ideen darüber auf.
Wo ist das Problem? Wenn die Einstellungsvorraussetzungen vorher schon klar sind, braucht man sich im Zweifelsfall da nicht zu bewerben.
Andere Arbeitgeber schreiben einfach nur "danke, wir haben uns für wen Anderes entschieden" und geben auch keine Erklärung warum.
Aber das ist total okay....selbst wenn der Chef die Bewerber aussortiert hat, weil er rassistisch und frauenfeindlich ist...aber er hats nicht offen gesagt, damit ist es wieder total okay....aber die böse Kirche, die klar sagt, was der Bewerber haben soll ist toal böse....oder wie soll ich das verstehen?
:-meinung
Letztlich ist Kirchenkritik ja auch sehr En Vogue :-D
Relaxometrie
05.06.2008, 17:29
Kirchliche Krankenhäuser sind reine Wirtschaftsbetriebe, die Gewinn machen wollen. Das christliche Gedankengut wird aus scheinheiligen Gründen mit ins Spiel gebracht, spielt aber tatsächlich nicht die geringste Rolle.
Solange man kostenlos arbeitet, z.B. als PJler, ist man willkommen. Will man Geld, ist man nur noch akzeptabel, wenn man vorgetäuscht, oder aus echter Überzeugung, zu einer der gewünschten Religionen gehört.
Das ist ein derart zweizüngiges Spiel, daß ich nicht im Geringsten verstehe, wie man das gut finden oder rechtfertigen kann :-nix
Hier kommen wir also wieder zur Finanzierungsfrage. Da sich die Häuser überwiegend aus Geldern finanziert, die kirchenzugehörigkeitsunabhängig eingetrieben werden (Krankenkassenbeiträge, Landeszuschüsse), ist es in keinster Weise einzusehen, daß die Spielregeln der Mitarbeitereinstellung zu 100% von pseudoreligiösen Argumenten bestimmt werden.
Kirchliche Krankenhäuser sind reine Wirtschaftsbetriebe, die Gewinn machen wollen. Das christliche Gedankengut wird aus scheinheiligen Gründen mit ins Spiel gebracht, spielt aber tatsächlich nicht die geringste Rolle.
Solange man kostenlos arbeitet, z.B. als PJler, ist man willkommen. Will man Geld, ist man nur noch akzeptabel, wenn man vorgetäuscht, oder aus echter Überzeugung, zu einer der gewünschten Religionen gehört.
Das ist ein derart zweizüngiges Spiel, daß ich nicht im Geringsten verstehe, wie man das gut finden oder rechtfertigen kann :-nix
Hier kommen wir also wieder zur Finanzierungsfrage. Da sich die Häuser überwiegend aus Geldern finanziert, die kirchenzugehörigkeitsunabhängig eingetrieben werden (Krankenkassenbeiträge, Landeszuschüsse), ist es in keinster Weise einzusehen, daß die Spielregeln der Mitarbeitereinstellung zu 100% von pseudoreligiösen Argumenten bestimmt werden.
Dafür braucht man im Falle eines Voll-Versagens der an und für sich sinnvollen Therapie nicht lange auf den Seelsorger warten:-))
Letztlich ist Kirchenkritik ja auch sehr En Vogue :-D
Genau das dachte ich auch eben
el_corazón
05.06.2008, 17:41
Was ist zum Beispiel mit Scientology?
....
Man kann da Zivi machen, da interessiert die Religion niemanden...
Ich war als Zivi an einem großen katholischen Haus - ist glaub ich sogar das größte in Deutschland - und da musste ich unterschreiben, dass ich nicht Scientology angehöre und ich hätte kein Atheist sein dürfen. Bezweifle mal stark, dass man als Scientologe an einem kirchlichen Haus in Deutschland genommen wird.
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