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Alzheimer
09.01.2009, 21:55
Leidenschaft und Empathie sind da fehl am Platz
Empathie sollte man schon aufbringen um Pat. menschlich zu behandeln (Pat. als Menschen und nicht als Krankheitsbild wahrnehmen). @ Medianab
Auch mitfühlen sollte ein Arzt können, aber nicht mitleiden. Es ist sicher alles eine Frage der Def.
Meinen Beruf übe ich gern aus und mit großem Interesse, aber ich opfere mich nicht auf. Im Dienst freue ich mich über jede Stunde schlaf und morgens würde ich liebend gern ausschlafen. Ich fände Arbeitszeiten von 10- 14 Uhr toll, aber davon kann man nicht leben.
@Mebahel
Du solltest nicht Medizin studieren. Deine Äußerungen klingen wie ein Sektenguru :-meinung.
mejakru30
09.01.2009, 22:08
Oh je, bei Seite 4 oder so habe ich aufgegeben, weil ich die Aufregung gar nicht verstehe. Diese Abi-Sache ist was Eigenes- wenn man weiss, man will Medizin studieren, kann man sich auf den Allerwertesten setzen- nur manchmal erkennt man eben erst spät, dass man das will. Und klaro ist Leidenschaft dabei- aber es ist eben doch nur ein Beruf, und garantiert sind auch Flugbegleiter leidenschaftlich dabei. Nur eben nicht immer. Wenn man nur noch kotzend (sorry) zum Arbeiten geht, sollte man sich das überlegen, aber ist es nicht normal, einfach mal die Schnauze voll zu haben? Und genervt zu sein? Läuft man als Leidenschaftlicher die ganze Zeit mit nem verklärten Grinsen durch die Klinik? *shiver*
So, mit aller Leidenschaft, derer ich fähig bin- ein Glas Merlot für mich!
Alzheimer
09.01.2009, 22:11
geändert
little_lunatic
10.01.2009, 00:03
ich glaub diese ganze leidenschaft vs ichhassees geschichte ist so ne typische mediziner sache. kein elektrotechniker, bäcker, abbiegelichtsounddesigner oder florist würde da soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo eine große sache draus machen. und die hälfte derer die hier groß und laut posaunen und fanfaren brillieren lassen ins eine oder andere extrem sollten sich einfach mal überlegen was sie denken würden wenn das hier ein postbotenforum wäre...
Job (britisch [ˈdʒɒb], amerikanisch [ˈdʒɑːb], deutsch [ˈdʒɔp] oder umgangssprachlich [ˈʒɔp]) bezeichnet [...] einen Arbeitsplatz, eine Stellung, eine berufliche Tätigkeit, eine (vorübergehende) einträgliche Beschäftigung zum Zweck des Gelderwerbswenn man den ganzen glitzerbunten feenstaub wegnimmt bleibt nämlich genau das. leidenschaft kann man sich nicht aufs brot schmieren und geld allein macht nicht glücklich :-nix
edit: wikipedia:
Leidenschaft (gesteigert, aber als Begriff abkommend: Inbrunst) ist eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion. Sie umfasst Formen der Liebe und des Hasses, wird aber auch für religiösen, moralischen oder politischen Enthusiasmus benutzt und beschreibt die intensive Verfolgung von Zielen von beispielsweise Kunstliebhabern, Sammlern oder von Tierfreunden. Im ursprünglichen Sinn schwingt immer der Beilaut von etwas Zerstörerischem mit. Im heutigen Alltagssprachgebrauch wird das Leiden schaffende jedoch oft verdrängt. Mittlerweile hat Leidenschaft eher eine positive Konnotation.
Buecherwurm
10.01.2009, 00:46
Ich glaube allerdings, dass für Mediziner da andere Gesetze gelten als für Postboten etc. Beruf kommt von Berufung und ich für meinen Teil sehe Medizin als mehr an als einen reinen Broterwerb. Dann hätt ich BWL machen sollen und irgendwann Managerin mit viel Geld werden. Ist ein blöder Vergleich, aber beispielsweise ein Pastor würde sich auch nicht auf das Postboten-Thema reduzieren lassen. Klingt wahrscheinlich merkwürdiger als ich es meine, mir fiel kein anderer Vergleich ein. Ich will uns keinesfalls eine göttliche Mission zuschreiben. Ich gehöre auch nicht zu denen, die immer schön daher reden, dass sie Medizin nur machen, um Menschen zu helfen. Für mich spielt auch das Interesse eine riesen Rolle, weil es so ein tolles Fach mit tausend Facetten ist.
Es ist mal wieder recht typisch, dass für viele hier die Note so viel ausmacht. Gleich auf der ersten Seite las ich: "Ich kannte keinen, der fleißig und bemüht war und sein Abi nur mit 2 gemacht hat". Da kam mir mit Verlaub die Galle hoch, das hat mich ziemlich geärgert. Ich für meinen Teil habe einen Schnitt von 1,9 und bin da trotzdem stolz drauf, da ich in der Oberstufe sehr viel mit mir zu tun hatte und dann froh war, meine Noten überhaupt noch so in den Griff zu kriegen. Bin ich deswegen eine schlechte Medizinstudentin? Nein, und ich finde nicht, dass das wirklich was aussagt. Niemand hat das Recht aufgrund der Noten andere groß zu beurteilen! Vielleicht macht es einen Unterschied, wie gut die Leute dann im Studium mitkommen, aber es entscheidet nicht über die Fähigkeiten als Arzt! Ich kenne genug Mitstudenten, die ja ein ach so tolles Abi gemacht haben aber menschlich nun wirklich nicht gerade Prachtexemplare sind. Und ich persönlich würde lieber zu einem Arzt gehen, der sein Studium mehr schlecht als recht gemeistert hat und dafür andere Qualitäten hat als zu dem Überflieger, der vielleicht ein kleines arrogantes Würmchen ist. Das sagt meiner Meinung nach alles nicht viel aus! Ich fände es besser wenn bei der Auswahl der Bewerber ein bisschen mehr auch die Menschen zählen würden.
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 08:51
Ich glaube allerdings, dass für Mediziner da andere Gesetze gelten als für Postboten etc. Beruf kommt von Berufung und ich für meinen Teil sehe Medizin als mehr an als einen reinen Broterwerb. Dann hätt ich BWL machen sollen und irgendwann Managerin mit viel Geld werden. Ist ein blöder Vergleich, aber beispielsweise ein Pastor würde sich auch nicht auf das Postboten-Thema reduzieren lassen. Klingt wahrscheinlich merkwürdiger als ich es meine, mir fiel kein anderer Vergleich ein. Ich will uns keinesfalls eine göttliche Mission zuschreiben. Ich gehöre auch nicht zu denen, die immer schön daher reden, dass sie Medizin nur machen, um Menschen zu helfen. Für mich spielt auch das Interesse eine riesen Rolle, weil es so ein tolles Fach mit tausend Facetten ist.
Es ist mal wieder recht typisch, dass für viele hier die Note so viel ausmacht. Gleich auf der ersten Seite las ich: "Ich kannte keinen, der fleißig und bemüht war und sein Abi nur mit 2 gemacht hat". Da kam mir mit Verlaub die Galle hoch, das hat mich ziemlich geärgert. Ich für meinen Teil habe einen Schnitt von 1,9 und bin da trotzdem stolz drauf, da ich in der Oberstufe sehr viel mit mir zu tun hatte und dann froh war, meine Noten überhaupt noch so in den Griff zu kriegen. Bin ich deswegen eine schlechte Medizinstudentin? Nein, und ich finde nicht, dass das wirklich was aussagt. Niemand hat das Recht aufgrund der Noten andere groß zu beurteilen! Vielleicht macht es einen Unterschied, wie gut die Leute dann im Studium mitkommen, aber es entscheidet nicht über die Fähigkeiten als Arzt! Ich kenne genug Mitstudenten, die ja ein ach so tolles Abi gemacht haben aber menschlich nun wirklich nicht gerade Prachtexemplare sind. Und ich persönlich würde lieber zu einem Arzt gehen, der sein Studium mehr schlecht als recht gemeistert hat und dafür andere Qualitäten hat als zu dem Überflieger, der vielleicht ein kleines arrogantes Würmchen ist. Das sagt meiner Meinung nach alles nicht viel aus! Ich fände es besser wenn bei der Auswahl der Bewerber ein bisschen mehr auch die Menschen zählen würden.
gefällt mir gut, was du geschrieben hast
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 09:01
ich glaub diese ganze leidenschaft vs ichhassees geschichte ist so ne typische mediziner sache. kein elektrotechniker, bäcker, abbiegelichtsounddesigner oder florist würde da soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo eine große sache draus machen. und die hälfte derer die hier groß und laut posaunen und fanfaren brillieren lassen ins eine oder andere extrem sollten sich einfach mal überlegen was sie denken würden wenn das hier ein postbotenforum wäre...
wenn man den ganzen glitzerbunten feenstaub wegnimmt bleibt nämlich genau das. leidenschaft kann man sich nicht aufs brot schmieren
Zitat:
Job (britisch [ˈdʒɒb], amerikanisch [ˈdʒɑːb], deutsch [ˈdʒɔp] oder umgangssprachlich [ˈʒɔp]) bezeichnet [...] einen Arbeitsplatz, eine Stellung, eine berufliche Tätigkeit, eine (vorübergehende) einträgliche Beschäftigung zum Zweck des Gelderwerbs
Sorry, aber was willst du ( da du dich ja dagegen ausgesprochen hast, in das ein oder andere Extrem zu verfallen) uns den nun mit deinem Vergleich des Arztberufes mit dem eines Postboten sagen? Wenn du - wie ich an Hand deines Vergleiches vermute - sagen wolltest, dass es nur ein Job zum "(vorübergehenden) Gelderwerb" ist, dann finde ich, dass du mit dieser Meinung genau zu denen gehörst, die in das eine Extrem verfallen.
"Berufung" ist so ein großes Wort. Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht, weil er mich interessiert, ich meine, dass er mir Spaß macht und ich mich dafür geeignet fühle. Trotzdem fühle ich mich nicht dazu "berufen", d.h., ich bin nicht dazu geboren, Ärztin zu werden, sondern es war meine persönliche Entscheidung, diesen Beruf zu erlernen und wahrscheinlich könnte ich in anderen Berufen eine ebenso gute oder schlechte Leistung erbringen und anderen Arbeiten könnten mir ebenso viel oder wenig Spaß (je nachdem was und welche Tagesform ich habe) machen. Nein, ich bin nicht dazu berufen, Ärztin zu sein und trotzdem macht es mir (meistens) Spaß.
Und ich glaube, dass sich ein Priester mehr zu seinem Beruf berufen fühlt (einfach, weil dazu der Glaube und die Lebenseinstellung erforderlich sind) - trotzdem haben aber auch Priester Tage, an denen sie keine Lust auf ihre Arbeit haben, an ihrem Glauben zweifeln und sich überhaupt nicht wohl fühlen. Ist halt in jedem Beruf so. ;-)
LG,
Ally
little_lunatic
10.01.2009, 14:10
Sorry, aber was willst du ( da du dich ja dagegen ausgesprochen hast, in das ein oder andere Extrem zu verfallen) uns den nun mit deinem Vergleich des Arztberufes mit dem eines Postboten sagen? Wenn du - wie ich an Hand deines Vergleiches vermute - sagen wolltest, dass es nur ein Job zum "(vorübergehenden) Gelderwerb" ist, dann finde ich, dass du mit dieser Meinung genau zu denen gehörst, die in das eine Extrem verfallen.
nö----
Linda.1001
10.01.2009, 14:28
in den Thread einwerf:
Ein wenig Leidenschaft beflügelt den Geist,
zu viel löscht ihn aus.
Henri Stendhal (1783 - 1842)
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 16:12
nö----
o.k. ----
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 16:14
in den Thread einwerf:
Ein wenig Leidenschaft beflügelt den Geist,
zu viel löscht ihn aus.
Henri Stendhal (1783 - 1842)
kannste mal sehen , hat also schon vor zweihundert Jahren die Leute beschäftigt, das Thema Leidenschaft
Also, was viele schon gesagt/ geschrieben haben...geht mir auch so: mir macht der Job zwar wirklich Spaß (vielleicht noch, vielleicht auch später noch? das weiß ich nicht), aber ich könnte m.E. viele andere Berufe ähnlich gut machen...
Mit Leidenschaft könnte ich glaub ich eher einem meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Reisen plus Reiseberichte plus Photos -> wäre ein super Job für mich, wenn ich dafür Geld bekommen würde :-) so mach ichs halt nur für mich und laß meine Freunde ein bißchen teilhaben, wenn sie wollen...
Dann sind wir halt wieder bei dem, was auch andere gesagt haben, Hobbys geht man mit Leidenschaft nach, beim Job sollte man eher damit haushalten, sonst ist man ganz schön schnell auf, aber der Nervkram, den man von vielen Seiten erlebt hilft ganz gut dabei, daß man nicht allzu sehr in allem aufgeht bzw. auch gern zur (bzw. zu dieser) Arbeit geht, aber noch lieber dann wieder nach Hause :-))
Kackbratze
10.01.2009, 17:38
Der Sex-Teil war ja noch interessant, aber jetzt wo es wieder um "die Krone der Schöpfung" geht mit "Berufung", "Leidenschaft", "lieber ein guter Mensch als ein schlechter Arzt" und Co bleibt wieder nur die Tatsache, dass es eine Diskussion um ein Thema ist, bei dem die Leute, die bisher nur "in/vor der Lehre" sind die radikalsten Ansichten und Ideen haben und mit der Realität nochnicht konfrontiert worden sind.
:-meinung
Allerdings! Auch wenn sich das altklug anhört, am besten sprechen wir uns nach einiger Zeit im Berufsleben, dann darf jeder berichten, wie leidenschaftlich er noch bei der Sache ist...
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 18:03
mit der Realität nochnicht konfrontiert worden sind.
:-meinung
höre ich da etwa neid? lass uns doch noch ein bisschen unsere studienzeit genießen
und wenn viele von uns studenten auch schon so frustriert wie einige jungärzte hier im forum wären, mensch dann wär das doch nicht zum aushallten
papiertiger
10.01.2009, 18:35
Wo?
Also entweder meine Wahrnehmung ist sehr selektiv oder deine :-))
Autolyse
10.01.2009, 18:59
[...]
und wenn viele von uns studenten auch schon so frustriert wie einige jungärzte hier im forum wären, mensch dann wär das doch nicht zum aushallten
Falsch, das wäre dem Geduldsfaden der Mitmenschen äußerst zuträglich.
Ehemaliger User 05022011
10.01.2009, 19:17
Falsch, das wäre dem Geduldsfaden der Mitmenschen äußerst zuträglich.
hä, versteh ich nicht, du wünscht, dass wir auch schon so frustriert sind wie einige jungärzte hier im forum? warum soll das den geduldsfaden von anderen zuträglich sein?
Kackbratze
10.01.2009, 19:49
höre ich da etwa neid? lass uns doch noch ein bisschen unsere studienzeit genießen
Oha, ich bin ja als Arzt geboren auf Grund meiner leidenschaftlichen Berufung...Studium kenne ich nicht....
Und das Mittel der Diskreditierung (Stichwort: "Frustration") mag im Deutsch-LK und in der Politik funktionieren, aber es lenkt trotzdem nicht davon ab, das ich Recht habe.
Und ausserdem ist die Unterstellung schlicht falsch.
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