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Ehemaliger User 05022011
14.01.2009, 21:39
Stalker sind auch leidenschaftlich bei der Sache die sie tun...

Glaubst du wirklich, dass das Leidenschaft ist, was sie antreibt oder nicht eher verletzte Eitelkeit, Egoismus, ungenügende Sozialkompetenz, gestörte Persönlichkeit e.c. ?

John Silver
14.01.2009, 23:22
Ist doch egal. Wichtig ist, daß dieses "Ärzte aus Leidenschaft"-Geschwafel in schnulzige Seifenopern gehört, die seltsamerweise als "Arztserien" bezeichnet werden, nur weil die Bauerntheater-Deppen in weißen Kitteln herumlaufen. Es ist zwar m.E. übertrieben, die Leidenschaft als etwas Negatives darzustellen; es ist aber auch zweifellos dumm, die Leidenschaft dermaßen verklärt in alle passenden und unpassenden Ecken zu stopfen und eine Tätigkeit an der Leidenschaft zu messen, mit der die Tätigkeit ausgeführt wird. Auf die Leidenschaft kommt es eben nicht an.

Ehemaliger User 05022011
15.01.2009, 08:37
daß dieses "Ärzte aus Leidenschaft"-Geschwafel in schnulzige Seifenopern gehört, die seltsamerweise als "Arztserien" bezeichnet werden,

wie so seltsamerweise ? Da in diesen Arztserien nicht gesungen wird, ist es doch folgerichtig, dass de nicht Arztopern sondern Serien genannt werden

Hoppla-Daisy
15.01.2009, 08:56
Und wieder einmal beweist Khiri ihr ungeheures Wissen...

Die Ursprünge der Soap Opera (http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenoper)

Eine meiner Lehrerinnen in England erzählte uns seinerzeit, dass auf diese Weise auch eine berühmte englische Seife namens "Pears" beworben wurde.

Ehemaliger User 05022011
15.01.2009, 09:07
Und wieder einmal beweist Khiri ihr ungeheures Wissen...

Die Ursprünge der Soap Opera (http://de.wikipedia.org/wiki/Seifenoper)

Eine meiner Lehrerinnen in England erzählte uns seinerzeit, dass auf diese Weise auch eine berühmte englische Seife namens "Pears" beworben wurde.

und du deine Humorlosigkeit

Hoppla-Daisy
15.01.2009, 09:08
Nö, eher meine Resignation....

Evil
15.01.2009, 09:52
und du deine Humorlosigkeit
Achso, Deine Beiträge sind nicht ernst gemeint, das ändert natürlich alles :-))

Kackbratze
15.01.2009, 10:10
Glaubst du wirklich, dass das Leidenschaft ist, was sie antreibt oder nicht eher verletzte Eitelkeit, Egoismus, ungenügende Sozialkompetenz, gestörte Persönlichkeit e.c. ?

Und weil es ein Arzt ist, ist es automatisch etwas Anderes?

DeKl
15.01.2009, 10:13
natürlich. ärzte sind heilig. die leuchten auch alle immer so. naja, ich zieh mir jetzt jedenfalls mal was an und geh duschen

Hoppla-Daisy
15.01.2009, 10:17
natürlich. ärzte sind heilig. die leuchten auch alle immer so. naja, ich zieh mir jetzt jedenfalls mal was an und geh duschen
Du bist verwirrt vom Lernen. liebste "Deki" :-))

alley_cat75
15.01.2009, 12:51
Falls das hier irgendwen interessiert, ich bin zwar eine leidenschaftlose Ärztin, aber eine humorvolle Mitleserin. :-))


ja, ja die Lesekompetenz die wird -wie man hier im Forum leider oft feststellen muss - in vielen Bundesländern nicht ausreichend während der Schulzeit ausgeprägt...

äh, ja und nicht nur die Lesekompetenz, sondern auch die Orthographie- und Satzzeichenkompetenz muss in manchen Bundesländern außerordentlich leiden...


hätte ich an Deiner Stelle auch nicht, denn Sachsen ist ja erst seit neuestem bei den Spitzenreitern und erst seit dem letzten Jahr auf Platz eins, Deine Abizeit dürfte etwas länger zurück liegen ( also nicht mit falschen Federn schmücken!)


so'n Quatsch, dass schließt sich gegenseitig aus, wenn Du das noch nicht gemerkt hast, dann weißt Du nicht, was richtig leidenschaftlicher Sex ist - tut mir leid, aber das musste ich jetzt hier mal schreiben, obwohl mir und sicher auch anderen Dein ständiges Sexgeschwafel eigentlich auf die Nerven geht.

Rechtschreibung mangelhaft, aber immerhin guten Sex haben. Das bringt die Welt voran. Und jetzt kommt meine Lieblingsabkürzung:


...nicht eher verletzte Eitelkeit, Egoismus, ungenügende Sozialkompetenz, gestörte Persönlichkeit e.c. ?

E. c. - wofür steht das? European commission? Electronic cash? Excellence center (sicher nicht)? Educational consulting (eher das)? Bitte Khiri, kläre mich auf! :-party

alley_cat75
15.01.2009, 12:54
Wer sich ordentlich reinkniet, schafft einen guten Abi-Schnitt, auch ohne eine sonderlich herausragende Intelligenz. Und ein solcher Schüler wird sich dann auch als Student reinknien und es auch schaffen. ... Dann wird uns unter anderem auch das seltsame Leidenschafts-Geplapper erspart, mit welchem diese Diskussion angefangen hat. Die vielzitierte Leidenschaft ist nichtig. Einen guten Arzt erkennt man nicht an irgendwelchen leidenschaftlichen Zügen. ... Das denken nur romantisch verklärte Grünschnäbel, ... Ein schlechter Arzt kann aber durchaus mit Leidenschaft dabei sein.

Toll, wirklich gut formuliert! Gefällt mir. :-meinung

Pauker
15.01.2009, 14:16
Einen guten Arzt erkennt man daran, daß er in der Lage ist, in kurzer Zeit alle notwendigen Informationen zu sammeln, Zusammenhänge zu erkennen, richtige Schlußfolgerungen zu machen und die richtige Vorgehensweise zu wählen.
(.....)
Ein schlechter Arzt sammelt Informationen, sieht aber keine Zusammenhänge; deswegen entgehen ihm wichtige Informationen; deswegen macht er falsche Schlußfolgerungen; und deswegen wählt er auch eine falsche Vorgehensweise. Du hast es IMHO perfekt auf den Punkt gebracht.

Und genau diese Fähigkeiten (möglichst schnell Informationen zu sammeln und deren Relevanz zu beurteilen, Zusammenhänge zu erkennen und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen) braucht man auch für 14 oder 15 Punkte. Die Eins plus oder die glatte Eins ist auch mit noch so viel Fleiß, Ausdauer und Nachhilfe nicht zu erreichen (zumindest in den Naturwissenschaften), wenn man diese Fähigkeit nicht besitzt.

An den Aufgaben aus dem Anforderungsbereich III ( Problemlösendes Denken und anspruchsvoller Transfer) kann man in den Naturwissenschaften sehr gut erkennen, ob ein Schüler über diese Fähigkeit verfügt. Unsere Schüler nennen solche Aufgaben übrigens sehr treffend die Einserbremse. (Für die Aufgabenstellung in anderen Fächern kann ich das nicht beurteilen.)

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb Schülern, die einen Abischnitt unter 1,5 anstreben, von naturwissenschaftlichen Leistungskursen abgeraten wird.



@alley cat: Um noch einmal auf Deine Frage nach den immer besser werden Notendurchschnitten zurück zu kommen:

Früher (vor > 20 Jahren) machten Aufgaben aus dem Anforderungsbereich III noch 20 bis 30 Prozent der Bewertungseinheiten aus (jedenfalls an meiner damaligen Schule). Dadurch war es extrem schwierig, eine Eins oder eine gute Zwei zu schaffen. Die Anteile aus dem Anforderungsbereich III sind im Laufe der Zeit immer weiter gesunken und liegen schon lang nur noch bei ca. 10 Prozent. Dadurch kann man heute auch ohne Leistungen aus diesem Bereich auf eine knappe Eins (13 Punkte) kommen.

Gleichzeitig mit dem Sinken der Ansprüche aus dem Anforderungsbereich III ist der Anspruch für die Note "ausreichend" gesunken. Als ich noch Berufsanfänger war hieß es, mit ausschließlicher Wiedergabe im Unterricht behandelter Sachverhalte dürfe die Note "ausreichend" nicht erreicht werden. Das gilt schon sehr lang nicht mehr. Heute kann man das Abitur auch mit ausschließlich Leistungen aus dem Anforderungsbereich I (einfache Reproduktion) bestehen.

Shakespeareslady
15.01.2009, 15:03
@alley: "du" darf man weiterhin gross oder klein schreiben. Im Übrigen frage ich mich, ob das Ironie ist, oder ernst gemeint, mit so etwas jetzt anzufangen...´?! :-( Da hätte man auch Deutschlehrerin werden können.

John Silver
15.01.2009, 16:01
Das Einzige, was mich persönlich an dem ganzen Abi-Noten-Kram stört, ist die Tatsache, daß die NC-Grenze oft, wie beispielsweise heutzutage, viel zu niedrig liegt. Ein Abi von 1,5 ist eine hervorragende Leistung; auch ein 1,8-er Abi ist nicht zu verachten. Mit solchen Noten aber muß man unter aktuellen Bedingungen bereits mehrere Wartesemester in Kauf nehmen. Das ist m.E. nicht angemessen, insbesondere angesichts der Tatsache, daß die Abinoten verschiedener Bundesländer, und oft genug auch verschiedener Schulen aus demselben Bundesland nicht gut vergleichbar sind.

Autolyse
15.01.2009, 16:25
Das Einzige, was mich persönlich an dem ganzen Abi-Noten-Kram stört, ist die Tatsache, daß die NC-Grenze oft, wie beispielsweise heutzutage, viel zu niedrig liegt. Ein Abi von 1,5 ist eine hervorragende Leistung; auch ein 1,8-er Abi ist nicht zu verachten. Mit solchen Noten aber muß man unter aktuellen Bedingungen bereits mehrere Wartesemester in Kauf nehmen. Das ist m.E. nicht angemessen, insbesondere angesichts der Tatsache, daß die Abinoten verschiedener Bundesländer, und oft genug auch verschiedener Schulen aus demselben Bundesland nicht gut vergleichbar sind.
Aber auch nur, wenn ich unbedingt zu Hause wohnen möchte, wenn ich bereit bin quer durch Deutschland zu ziehen, dann stellt das kein Problem dar.

qwert
15.01.2009, 16:37
Das Einzige, was mich persönlich an dem ganzen Abi-Noten-Kram stört, ist die Tatsache, daß die NC-Grenze oft, wie beispielsweise heutzutage, viel zu niedrig liegt.

Was ganz offensichtlich daran liegt, daß immer mehr Leute ein gutes Abitur machen. Nur gut zu sein, reicht aber für eine schnelle Zulassung zum Medizinstudium nicht. Bei einigen Aussagen von Wartesemestlern könnte man glatt denken, der NC würde willkürlich gesetzt werden. Als ich Abi gemacht habe (übrigens in Bayern), hatten die meisten einen Durchschnitt zwischen 1,5 und 1,8. Das war nichts besonderes. Daher sollte sich auch keiner einbilden, er wäre mit diesem Durchschnitt über alle Maßen besser geeignet als andere. Es ist halt nur gut, nicht sehr gut.

Miss
15.01.2009, 17:03
Nö, eher meine Resignation....
:-))

so ähnlich geht es mir auch, was soll man auch dazu sagen? :-nix Khiri möchte sich gerne mitteilen, lassen wir sie (?) halt...

Pauker
15.01.2009, 17:47
Das Einzige, was mich persönlich an dem ganzen Abi-Noten-Kram stört, ist die Tatsache, daß die NC-Grenze oft, wie beispielsweise heutzutage, viel zu niedrig liegt. Ein Abi von 1,5 ist eine hervorragende Leistung; auch ein 1,8-er Abi ist nicht zu verachten.Das sehe ich auch so. Hatte auch bereits in dem Mutterthread dieses Threads einiges geschrieben. Deshalb hier nur noch ein paar Anmerkungen zur prognostischen Relevanz der Abinote für das Medizinstudium bzw.die späteren Fähigkeiten als Arzt:

Die wichtigste intellektuelle Voraussetzung, die man unbedingt erfüllen muss, um ein fachlich kompetenter Arzt zu sein, hast Du ja bereits genannt:


Einen guten Arzt erkennt man daran, daß er in der Lage ist, in kurzer Zeit alle notwendigen Informationen zu sammeln, Zusammenhänge zu erkennen, richtige Schlußfolgerungen zu machen und die richtige Vorgehensweise zu wählen.Ich kann zwar nur für die Naturwissenschaften sprechen, aber Du kannst davon ausgehen, dass ein Schüler, der da 14 oder 15 Punkte hat, die von Dir genannten intellektuellen Voraussetzungen, die man benötigt, um ein fachlich guter Arzt zu sein, erfüllt. (Über seine soziale Kompetenz sagt es natürlich nichts aus.)

Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass ein Schüler, der keinen Abischnitt unter 1,5 hat, diese Voraussetzungen nicht erfüllt.

Das erfolgreiche Bearbeiten der Aufgaben zum problemlösenden Denken ist zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für 14 oder 15 Punkte, denn die schafft ein Schüler nur, wenn er außer der anspruchsvollsten Aufgabe ("Einserbremse") auch alle anderen Aufgaben so gut wie fehlerfrei bearbeitet hat, und dafür muss er im Prinzip den gesamten Unterrichtsstoff im Kopf haben und wiedergeben können.

Es gibt immer wieder Schüler, die zwar die schwierigsten Aufgaben perfekt bearbeiten, aber in Klausuren nicht über eine Drei hinauskommen, weil sie sich zwar aktiv am Unterricht beteiligt und auch alles verstanden haben, aber für die Klausur nichts getan haben und deshalb ein Defizit an Faktenwissen haben.

Anders gesagt: Weder Genie allein noch Fleiß allein reicht in den Naturwissenschaften für 14 oder 15 Punkte. Es muss eine Kombination aus beidem sein.

Dieses Problem ist in der Biologie noch größer als in Chemie und Physik. In Chemie und Physik muss man relativ wenig auswendig lernen, wenn man alles verstanden hat.
In der Biologie kann ein Schüler einerseits zwar genial im Problemlösen sein, wenn er aber andererseits bei einer der Aufgaben, in denen ganz einfache auswendig zu lernende Fakten reproduziert werden sollen, passen muss, hat er schon um die (gute) Eins gebracht. Da landet er schnell bei "nur" 12 oder 13 Punkten, obwohl er die intellektuellen Voraussetzungen, die an einen Medizinstudenten und an einen fachlich guten Arzt gestellt werden, sehr wohl erfüllen würde.

Deshalb finde ich es übrigens sehr richtig, dass im AdH und auch schon bei der Auswahl für die Zulassung zum AdH an manchen Unis die Fächer, in denen man das Abi gemacht hat, berücksichtigt werden.
Und ganz besonders gut finde ich es, dass man an einigen Unis mit naturwissenschaftlichen Abifächern Vorteile hat.:-D

Edit.:

Ach ja: Ich finde, man sollte die Zulassung zum Medizinstudium nicht nur von der Abinote, sondern auch von einem Deutschtest abhängig machen. :-))

Ehemaliger User 05022011
15.01.2009, 17:52
@alley: "du" darf man weiterhin gross oder klein schreiben. Im Übrigen frage ich mich, ob das Ironie ist, oder ernst gemeint, mit so etwas jetzt anzufangen...´?! :-( Da hätte man auch Deutschlehrerin werden können.

Danke Shakespeareslady !

Oder haben wir alley nur nicht richtig verstanden und sie wollte ihren Hinweis in diesem Sinne verstanden wissen:

"Wie der gut gewählte Bilderrahmen dem Gemälde schmeichelt, so erhöht die Respektbekundung “Du”, “Dein”, “Dir”, “Dich” sowie “Sie”, “Ihr” und “Ihnen” natürlich auch den gut formulierten Inhalt eines Briefes; jedenfalls bei Adressaten mit sensiblen Empfindungen für Sprache und Ton" (Quelle: Stil-Tipps von Uwe Fenner),
wollte uns also nur ganz dezent darauf hinweisen, dass sie erwartet, dass wir den Junggötterärzte hier im Forum etwas Respekt entgegenbringen und damit anfangen sollten, indem wir hier zukünftig bei ihnen "Du" "Dein" e.c. genrell groß schreiben