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examenservice123
27.11.2021, 00:44
Guten Morgen,

bin auf der Suche nach Erfahrungen hinsichtlich attraktiver Stellen (elektronische Arbeitszeiterfassung, geregelter! Rotationsplan, optimalerweise elektronische Patientenakte und natürlich nette Kolleginnen und Kollegen 😉) im Bereich der Inneren Medizin (führend Hämato-Onko / Gastro) in und um Stuttgart.

Arbeite aktuell an einem Schwerpunktversorger in Westdeutschland und werde aufgrund familiärer Gründe ins schöne Stuttgart ziehen. Mehrjährige Berufserfahrung besteht (hauptsächlich Innere – keine Fachärztin).

Nach erster Recherche wäre ich insbesondere an Erfahrungsberichte zu den nachfolgenden Kliniken interessiert (sofern zufällig dort beschäftigte Kolleginnen und Kollegen mitlesen sollten – Erfahrungsberichte auch gerne per PN)

- Sindelfingen / Böblingen
- Robert-Bosch-Klinikum-Stuttgart
- Diakonie-Klinikum Stuttgart
- Marienhospital-Stuttgart
- Katharinenhospital-Stuttgart
- Klinikum Ludwigsburg

Freu mich auf zahlreiche Rückmeldungen. Schönes Wochenende!

Matzexc1
27.11.2021, 06:58
Guten Morgen,

bin auf der Suche nach Erfahrungen hinsichtlich attraktiver Stellen (elektronische Arbeitszeiterfassung, geregelter! Rotationsplan, optimalerweise elektronische Patientenakte und natürlich nette Kolleginnen und Kollegen ��) im Bereich der Inneren Medizin (führend Hämato-Onko / Gastro) in und um Stuttgart.

Arbeite aktuell an einem Schwerpunktversorger in Westdeutschland und werde aufgrund familiärer Gründe ins schöne Stuttgart ziehen. Mehrjährige Berufserfahrung besteht (hauptsächlich Innere – keine Fachärztin).

Nach erster Recherche wäre ich insbesondere an Erfahrungsberichte zu den nachfolgenden Kliniken interessiert (sofern zufällig dort beschäftigte Kolleginnen und Kollegen mitlesen sollten – Erfahrungsberichte auch gerne per PN)

- Sindelfingen / Böblingen
- Robert-Bosch-Klinikum-Stuttgart
- Diakonie-Klinikum Stuttgart
- Marienhospital-Stuttgart
- Katharinenhospital-Stuttgart
- Klinikum Ludwigsburg

Freu mich auf zahlreiche Rückmeldungen. Schönes Wochenende!

Schalte mal deine pn frei.

Willkommen im Süden, zu den meisten Häusern kann ich dir nur Infos aus 2-3 Hand geben was ich nicht möchte.

Das Klinikum in Ludwigsburg kenne ich ein bisschen aktueller, u.a. arbeite ich an einem Haus das zur selben Holding gehört.
Mein Kenntnisstand:
-elektronische zeiterfassung, teilweise Probleme mit Mitarbeiterparkplätzen, zwischen dem Chef der gastro(sehr guter Endoskopiker) und der Geschäftsführung hat es mehr als einmal gekracht wie gut die Stimmung ist kann ich dir im Moment nicht sagen.
Letztes Jahr gab es einen anonymen Brandbrief an den Marburger Bund, grund war offenbar das seitens der geschäftsführung zur Überstundenvermeidung aufgerufen wurde
https://www.bietigheimerzeitung.de/inhalt.brief-zu-den-verhaeltnissen-im-krankenhaus-ludwigsburg-anonyme-vorwuerfe-gegen-klinik.c7e04d5f-d102-4166-a9dc-3163269b42e0.html
Ludwigsburg selbst:
Schöne Stadt. Im Umland sind die Mieten noch bezahlbar, trotz der Lage im Stuttgarter Speckgürtel. Wenn du dich mehr nördlich von Stuttgart orientieren willst würde ich dir eher raten einen Blick hierhin zu werfen.

Allgemein Stuttgart:
Verkehrstechnisch schwierig(Rush hour mit jede Menge Stau), die Wohnungsmiete im zentralen Bereich ist enorm es lohnt sich etwas außerhalb zu suchen. Die Öffis sind durchaus gut aufgestellt, vom Freizeitwert etwas besser als Ludwigsburg

voland
27.11.2021, 09:41
Gelöscht aus Gründen der Privatsphäre.

Maria10
27.11.2021, 10:44
Guten Tag,
ich bin auf der Suche nach Krankenhäuser Abteilung innere medizin im Raum NRW, Hessen (Frankfurt),Süddeutschland.Ich habe schon 2,5 Jahre Erfahrungen.
Was mir wichtig sind:gute Arbeitsbedingungen, nicht viele Dienste und Überstunden, geregelter Rotationsplan, nette Kollegen.
Vielleicht hat jemand von euch schon Erfahrung mit dem Sankt Katharinen- Krankenhaus in Frankfurt?
Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könnt.
Liebe Grüße
Maria

][truba][
27.11.2021, 14:52
@Voland.
Vielleicht mal den User Mathematicus anschreiben. Siehe 5 Posts vor deinem.

mbs
27.11.2021, 21:41
@ Leucovorin:
Hatte schon Angebote, zwei aus der Kardiologie und eins aus der Gastroenterologie. Leider gibt es dort überall 24h Dienste. Sonst hätte ich das in der Gastroenterologie wahrscheinlich schon genommen. Weiß nur nicht ob da noch was frei ist.
(Ich suche deshalb nach kürzeren Dienstintervallen weil ich dieses Jahr eine Diagnose bekommen habe mit der ich nachts oder länger am Stück eigentlich gar nicht mehr im Dienst sein sollte - was ja einer der Gründe ist warum ich aus der Klinik weg will, aber dafür bräuchte ich eben noch dieses verdammte eine Jahr Innere Medizin)

Pflaume
28.11.2021, 15:57
Es gibt vereinzelt Geriatrien und Rehakliniken, in denen die Dienste ganz oder zum Teil von Dienstärzten angeschlossener Akuthäuser oder durch externe Dienstärzte (gegen Honorarbasis) geleistet werden. Für 1 Jahr Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin sollte das reichen. Könnte mir vorstellen, dass vielleicht auch einzelne Abteilungen für Strahlentherapie internistische Weiterbildungsermächtigung ohne Nachtdienst-Belastung anbieten können.

Abgesehen davon gibt es eine Menge Notaufnahmen im 3-Schicht-System mit internistischer Weiterbildungsermächtigung. Wenn es nur darum geht, *lange* Dienste zu vermeiden, und nicht darum, Nachtarbeit zu vermeiden, dann wäre das ja auch möglich. Da lernt man auf jeden Fall auch einiges, was man später in der Allgemeinmedizin-Praxis brauchen kann.

mbs
28.11.2021, 18:07
Gilt ein Job in der Notaufnahme als "stationäre Innere Medizin"? So wird es ja in der hier gültigen WB-Ordnung gefordert. Vieles dort ist ja auch ambulant. Und wie sieht es mit Rehakliniken aus? Dachte immer es müsste irgendwas in der Akutversorgung sein.

Pflaume
28.11.2021, 19:58
Kurze Antwort: Ja, Notaufnahme und Rehakliniken gelten üblicherweise als stationär. Es muß nicht Akutversorgung sein. Eine Menge Allgemeinmediziner haben ihre Weiterbildungszeit Innere komplett in einer Rehaklinik oder Geriatrie absolviert.

Lange Antwort: Für dein Bundesland und deine Weiterbildungsstätte mußt du es selbst überprüfen. Es gibt in jeder Weiterbildungsordnung einen Paragraphen "Begriffsbestimmung" o.ä., ziemlich am Anfang der Weiterbildungsordnung. Da sind solche Dinge definiert. In meinem Bundesland steht da z.B.:

Der stationäre Bereich umfasst Einrichtungen, in denen Patienten aufgenommen und/oder Tag und Nacht
durchgängig ärztlich betreut werden; hierzu gehören insbesondere Krankenhausabteilungen,
Rehabilitationskliniken und Belegabteilungen.
Bei den Weiterbildungsbefugnissen kann man in den Fächern, bei denen nach ambulant und stationär unterschieden wird, in der Übersicht der Ärztekammer auch sehen, ob die Weiterbildungsermächtigung "stationär" oder "ambulant" gilt. Es müssen jeweils im Zeugnis alle Weiterbildungsermächtigten, die in dieser Befugnis gemeinsam aufgeführt wird, auch gemeinsam unterschreiben.

Es gibt jedenfalls schon Möglichkeiten, ohne lange Dienste 1 Jahr Weiterbildung in Innerer Medizin zu machen. Einfach mal rumfragen. Reine Beleg-Krankenhäuser, in denen Leute sich operieren lassen können und von Assistenzärzten vor- und nachbetreut werden, und Psychosomatische Kliniken haben auch oft 1 Jahr oder sogar noch mehr stationäre Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin. Insbesondere in psychosomatischen Kliniken und Rehakliniken ist es auch so, dass man selbst dann, wenn man Dienste machen muß, da immerhin regelmäßig schlafen kann. Ich war 1 Jahr als Assistenzarzt in einer Rehaklinik, reine Kardio-Reha, nur 150 Patienten, keine Notaufnahme, keine Ambulanz. Gab da zwar lange Dienste (am Wochenende 24 h, unter der Woche 32 h), aber ich bin in ca. 50 Diensten nur 8x nachts geweckt worden. Neurologische Frühreha ist ein anderer Schnack, da gibts auch nachts mehr zu tun, und in größeren Rehakliniken mit über 300 Patienten gibts auch unruhigere Nächte. Ich glaube, ich habe irgendwo sogar mal eine reine ernährungsmedizinische Privatklinik mit Weiterbildungsermächtigung Innere gesehen. Da pennt man nachts doch garantiert auch, oder es gibt nur eine Rufbereitschaft.

Ich kenne auch zwei Fälle, wo Weiterbildungs-Assistenten ausschließlich im Tagdienst im Akutkrankenhaus eingestellt worden sind aus (nachvollziehbaren) gesundheitlichen Gründen. Ein Ex-Arbeitgeber von mir hat eine Kollegin, die nicht nachtdienstfähig war, immerhin befristet für 6 Monate im Tagdienst eingestellt, damit sie wenigstens ein bißchen Zeit sammeln kann und es trotzdem keinen Knatsch mit den anderen Assistenzärzten gibt. Man muß eben rumfragen, dann ergeben sich schon Möglichkeiten, wenn es einfach nur darum geht, die Zeit vollzukriegen. Bei meinem derzeitigen AG hassen die internistischen Assistenzärzte die Spätdienste (8 h) und die Wochenend-Dienste, weil sie ihnen gefühlt das Sozialleben kaputt machen, und kloppen sich um die Nacht-Bereitschaftsdienste, weil die relativ gut bezahlt werden. Wenn da einer kommt und sagt, er macht mehr Spätdienste im Monat als die anderen, könnte ich mir gut vorstellen, dass man auch vom Nachtdienst freigestellt wird und sich sogar noch alle freuen.

Man kann entweder zuerst in kleinen Kliniken suchen und hoffen, dass die personell verzweifelt genug sind, oder in größeren Kliniken und hoffen, dass die ja mehr Assistenten haben, die sich die Dienste teilen, und somit einer, der keine Dienste macht, eher zu stemmen ist. So etwas wechselt ja auch je nach unterschiedlichen Zeitpunkten. Wenn grad mehrere schwanger sind und keine Dienste machen, ist es schwieriger, als wenn gerade alle vorhandenen Assistenten Dienste machen, aber man dringend noch einen zusätzlichen Kopf bräuchte, der tagsüber die Arbeit wegschafft, notfalls auch ohne Dienste zu machen.

Wichtig ist darauf zu achten, dass man es auch mit der Ärztekammer abcheckt, falls man vor hat, an mehreren Häusern, die nicht vollständige Weiterbildungsermächtigung in Innerer Medizin haben, seine Zeit zusammen zu sammeln. Meine Ärztekammer würde es zum Beispiel nicht akzeptieren, 24 Monate Weiterbildung in Innerer Medizin zu sammeln, indem man zweimal an Kliniken arbeitet, die jeweils nur 12 Monate Weiterbildungsermächtigung in Basisweiterbildung + Facharztweiterbildung Innere Medizin haben. Es reicht aber, wenn man ein Jahr an einer Weiterbildungsstätte war, die irgendwas zusätzlich hat, also 2 Jahre Basis-Weiterbildung Innere oder noch Weiterbildung in Kardiologie oder so. Mit der Ärztekammer sollte man auch abklären, ob im Zeugnis zwingnd stehen muß, dass man Bereitschaftsdienste abgeleistet hat, damit die Zeit anerkannt wird.

Falls deine Erkrankung Typ-1-Diabetes ist, dann würde ich allerdings empfehlen, auch nirgends zu arbeiten, wo man grundsätzlich Nachtdienst machen kann, aber dabei pennt. Das bringt den zirkadianen Rhythmus trotzdem durcheinander, und nachts aufstehen (so selten es ist) sowieso.

aerztinwerden
29.11.2021, 22:21
@Relaxometrie
Ich kann dir keine PN mehr schreiben, hast du das deaktiviert? LG!

ckm38
03.12.2021, 09:57
Hey,

ich suche eine Stelle in der Neurologie in München; bzw. viel mehr Erfahrungsberichte und Empfehlungen der Münchner Häuser. Insbesondere vom Neuro-Kopf-Zentrum an der TU habe ich bisher wenig gehört.
Kurz zu mir: Ich habe mich während des Studiums und der Examina nicht mit Ruhm bekleckert, insgesamt bin ich mit ner 3 raus. Dafür Forschungserfahrung aus dem Erststudium mit Publikationen. Über Tipps, Anregungen, etc. würde ich mich freuen =)

mbs
03.12.2021, 19:31
@ ckm38: Was ich so von dem Fach mitgekriegt habe dürftest du dir die Stelle aussuchen können. Die Examensnote interessiert keinen Menschen.
Welche Klinik für dich am besten ist hängt davon ab was dir wichtig ist, worauf es dir konkret ankommt, und das ist ja auch für jeden anders. Hast du überlegt zu hospitieren? Auch der Eindruck kann täuschen, aber wenn man wo anfängt geht man auch mit einem besseren Gefühl rein wenn man schon ein paar Leute kennt und einen ungefähren Eindruck hat.

@ Pflaume: Das Problem sind Krampfanfälle unklarer Genese - allein sechs Stück in eineinhalb Jahren, eben durch viel Stress innerhalb kurzer Zeit und Schlafentzug getriggert. Glücklicherweise war noch keiner davon in einem Dienst, aber bei den bisherigen Ergebnissen und der Frequenz ist es nur eine Frage der Zeit bis das auch mal passieren wird. Deshalb will ich ja aus der Klinik raus, was in meinem jetzigen Fachgebiet nicht geht. Für Allgemeinmedizin müsste ich eben noch ein Jahr Innere Medizin "überleben", also ein ziemlich stressiges Fach, aber ich wüsste dass ich nach dem einen Jahr definitiv aus der Klinik raus kann da nur die Zeit und nicht irgendwelche Zahlen im Logbuch relevant sind (bzw man selbige in dem Fall auch ambulant sammeln könnte).
Alternativ denke ich auch an Betriebsmedizin - der präventive Bereich interessiert mich sehr, berate auch gern. Und in dem Fach wird nicht dezidiert Innere Medizin gefordert sondern nur 24 Monate in der unmittelbaren Patientenversorgung, und das wäre bei einem chirurgischen Fach ja der Fall.
Management oder Geschäftsführung wäre eigentlich meine erste Wahl, aber ich fürchte dass es extrem schwer ist da reinzukommen. Muss vermutlich erst einen ökonomischen Aufbaustudiengang machen, hab da aber leider zum WS die Bewerbungsfrist verpasst.

Pflaume
06.12.2021, 05:08
@mbs: Etwas in der Art hatte ich vermutet, wobei du dann ja im Grunde gar keine Dienste machen kannst. Du darfst einfach nie alleine für Patienten verantwortlich sein. Ich weiß von mindestens 2 Leuten, die aus genau dem Grund ausschließlich im Tagdienst in der Inneren eingeteilt worden sind. Mit diesem ehrlichen Grund im Hintergrund sollte es schon möglich sein, eine derartige internistische Stelle für 1 Jahr zu finden; entsprechende Tips habe ich weiter oben ja schon gegeben.

Auf der anderen Schiene ggf. weitere Behandlungsmöglichkeiten deiner Erkrankung eruieren. Du schreibst unklare Genese, was natürlich auch eine psychische Genese nicht ganz ausschließt.

In Management oder Geschäftsführung zu wechseln ist angeblich zumindest in sehr großen Kliniken gar nicht so schwierig. Vielleicht muß man da dann auch noch einen MBA machen, aber grundsätzlich scheint das Entscheidende zu sein, da in irgendein Projekt reinzukommen oder Leute zu kennen. Ich habe das selbst nie versucht, aber in meinem Doktorandenseminar waren einige Leute, die mit der Geschäftsführung im Rahmen ihrer Promotion irgendwie zu tun hatten, und die sagten immer, wenn man da als Arzt irgendwie rein will, wird man wahrscheinlich mit offenen Armen empfangen, weil die meisten Ärzte auf so etwas keine Lust haben. Krankenkassen haben auch ab und zu Stellen für Ärzte ausgeschrieben; in deinem Bereich sucht glaube ich die AOK ab und zu, kannst dich da mal erkundigen. Krankenkassen schreiben ab und zu in ihre Stellenanzeigen gern rein, was sie alles wollen, am liebsten Facharzt oder was weiß ich, müssen am Ende aber regelmäßig nehmen, was sie an Ärzten überhaupt kriegen können, insbesondere die AOK, die zahlt nämlich zwar nicht ganz schlecht, aber nicht vergleichbar mit Facharzt-Gehalt. Gibt bei Krankenkassen SEHR unterschiedliche Stellen mit auch sehr unterschiedlichen Gehältern. Wenn man das machen will, sollte man sich erst mal umschauen, und ich würde grundsätzlich erst mal andere Wege ausloten. Hier am Krankenhaus war neulich eine Stelle als Ärztlicher Mitarbeiter im Medizincontrolling ausgeschrieben, für die Verhandlungen mit dem MDK und so. Gibt immer wieder Möglichkeiten - man muß sich umschauen, sehr viel rumfragen und was finden, was zu einem paßt. Gerade in die Richtung kommt man wahrscheinlich am ehesten durch Kontakte knüpfen, nachfragen, Referenzen an was, worauf man auch Lust hat.

Ansonsten Facharzt Hygiene mal überlegen? Transfusionsmedizin vermutlich auch eher nicht. Studienarzt vielleicht oder andere ärztliche Forschungsstellen.

_calendula_
06.12.2021, 08:35
Transfusionsmedizin ist (je nach Stelle) durchaus nicht ohne Stress.
Dienste gibt es (je nach Arbeitgeber) auch.

Wie bereits geschrieben - in die GF wächst man bei Interesse hinein. Noch vor dem FA und ohne MBA.

Colourful
06.12.2021, 17:03
Mit unklaren Krampfanfällen kannst du wirklich keine Dienste machen. Das ist unverantwortlich und zwar dir und den Patienten gegenüber.
Ich würde da auch versuchen ein ehrliches Gespräch zu suchen und mich befristet im Tagdienst anstellen zu lassen. Da wo ich bisher gearbeitet habe, gab es immer auch Altassistenten oder Fachärzte im Stationsdienst, die keine Dienste gemacht haben. Und in irgendeiner Reha/Geriatrie sollte das schon gehen.
Bei uns in der neurologischen Reha allerdings auch eher nicht, aber wie Pflaume schon geschrieben hat; in der Frühreha geht es nachts teilweise auch ab.

freak1
06.12.2021, 19:01
Falls deine Erkrankung Typ-1-Diabetes ist, dann würde ich allerdings empfehlen, auch nirgends zu arbeiten, wo man grundsätzlich Nachtdienst machen kann, aber dabei pennt. Das bringt den zirkadianen Rhythmus trotzdem durcheinander, und nachts aufstehen (so selten es ist) sowieso.

Warum sollte ein T1 Diabetes ein Problem für Dienste darstellen? Sowohl mit Pumpe als auch mit Pens ist das eigentlich kein Problem (mit Nachtdiensten bekommt man zusätzlich auch automatisch die Pumpe genehmigt, da Schichtdienst eine klassische Indikation für CSII ist). Durch die heute standardmäßig eingesetzten CGMs hast du permanent deine Werte im Blick und kannst frühzeitig reagieren. Ich hab meine ersten Dienste noch ohne CGM und nur mit Pens gemacht und das war teilweise echt kacke, weil man die Unterzuckerungen im Stress erst spät gemerkt hat. Seit CGM und insbesondere seit CGM+CSII ist das überhaupt kein Problem mehr. Für stundenlange Interventionen braucht man ein bisschen Erfahrung (z.B. sollte man der MTRA oder OP-Schwester vorher erklären, wie sie die Werte am Handy einsehen kann), aber wenn es hart auf hart kommt tritt man halt 5min ab und kippt sich 'ne Cola runter und weiter gehts. :-nix

Pflaume
07.12.2021, 19:44
Es ist heutzutage bei Typ-1-Diabetes mit der richtigen Ausrüstung sicher kein Problem mehr, Unterzuckerungen zu vermeiden. Das Durcheinander im Cortisol-Haushalt und den Mahlzeiten, das der Schichtdienst mit sich bringt, sind für einen Typ-1-Diabetiker trotzdem noch schädlicher als für enen Normalgesunden. Man nimmt einfach leichter zu, die Insulinresistenz verändert sich, man schläft schlechter selbst wenn man schläft und so weiter. Machbar ist es, aber jemandem, der eh schon Typ 1 Diabetes hat, würde ich das nicht zusätzlich zumuten wollen. Ich kenne durchaus Leute, die mit Typ 1 Diabetes Dienste gemacht haben und Dienste machen, aber ich finde das unangebracht. Je unruhiger die Nachtdienste sind, desto mehr.

mbs
10.12.2021, 23:58
Danke für eure Ratschläge - das Problem ist nur ein anderes. Schlafentzug kann ja so einiges triggern - nicht nur Unterzucker bei Diabetikern.

_calendula_
21.12.2021, 13:27
Dann ist noch die Frage, die du für dich beantworten musst, ob nur Schlafentzug triggert, oder auch in der Nacht 1x geweckt zu werden, oder allgemein Stress. Und was für dich Stress bedeutet.

Hans007
22.12.2021, 23:13
Hallo, ich bin aktuell auf der Suche nach einer Nephrologie Weiterbildungsstelle. Sind ja relativ selten ausgeschrieben, weiß jemand wie so die aktuelle Stellensituation in den Großstädten ist?