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Rettungshase
13.03.2011, 18:33
Außerdem finde ich es befremdlich, wenn man im RD gemeinsam im Straßengraben im Dreck einen Pat. versorgt und sich dabei siezt.
100% Zustimmung!
Außerdem geht ein "Würden Sie mal bitte die Intubation richten?" (zumindest ich neige im Rahmen des Siezens sowieso zu höflicheren Floskeln; vielleicht geht es anderen ähnlich) erheblich umständlicher über die Lippen als ein "Mach mal (bitte) die Intubation fertig.".
Interessant wird das ganze doch erst, wenn man vor z.B. fünf Jahren in einem KH gearbeitet hat, wo man mit einem OA zu tun hatte, den aber alle noch geduzt haben.
Dieser OA verschwindet plötzlich von der Bildfläche und man selbst Jahre später auch und man trifft sich plötzlich in einem anderen KH wieder.
Der OA ist mittlerweile CA geworden und wird dort vom Personal gesiezt - völlig ok. soweit.
Man selbst war mit diesen EX OA - jetzt CA aber mal per DU und man begrüsst sich also mit den Worten: "ja wir kennen uns doch noch von da und da."
CA: " Ja genau."
Was macht man denn nun? Du? Sie - wie alle anderen auch?
Irgendwie meide ich die direkte Anrede aktuell (was zwar recht gut funktioniert aber immer umständliche Vorüberlegungen braucht....) wobei mir das ein oder andere Mal im "Schuss der Arbeit" dann doch schon mal das Du "rausgerutscht?" ist....hmm.
Komisch sowas.
Also, wenn er ein Problem mit dem Du hat, wird er das schon sagen, was in meinen Augen ein Armutszeugnis wäre. Wenn ich mit Leuten per Du bin, dann ändere ich das nicht, weil ich/er/sie plötzlich in einer anderen Funktion vor mir steht. Ich hatte das mal: einen Assitenten im PJ kennengelernt, jahrelang per Du gewesen und dann wird er OA und erzählt mir auf'm Flur, dass ich ihn doch jetzt besser siezen sollte. Nun ja, was soll ich sagen, ich bin ja einfach strukturierter anästhesiologischer Sauerländer. Ich habe freundlich gegrinst und ihn weiter geduzt. Hat er dann auch eingesehen...
Die Niere
13.03.2011, 19:21
Mag ich gar nicht (aber ich mag auch die Hamburger nicht ;-)).
Da find ich das bayerische "Du" (Anrede erfolgt als Sie, im Gespräch wird schonmal auf Du umgeschaltet) sympathischer :-)DU magst ja sowieso niemanden...
Alzheimer
13.03.2011, 19:56
@ Kaddel Ich würde die betreffende Person unter vier Augen fragen wie es gehandhabt werden soll. Mein jetziger Chef wird von manchen älteren Pflegekräften auch geduzt, da er als OA in den KH angefangen hat und ihnen das Du angeboten hatte. Die OÄ duzen ihn übrigens auch.
Viele meiner RD-Kollegen waren Idioten oder arrogante Säcke
Ich kann ungefähr 95% der RD'ler, die unsere Notaufnahme beliefern, nicht ausstehen :-wow Es gibt einige wenige, die ihre Grenzen kennen und sich auch so verhalten. Die meisten maschieren rein wie John Wayne und führen sich auf wie die großen Retter :-kotz
Ich kann ungefähr 95% der RD'ler, die unsere Notaufnahme beliefern, nicht ausstehen... und das liegt unter Garantie auschliesslich an denen...
Es gibt einige wenige, die ihre Grenzen kennen... Kennst Du Deine?
:-)) you made my day!! und gar nicht so unwahre aussage - für jeden! retter, arzt und pfleger.
Kann gut sein, dass die mich auch nicht leiden können. Ich geb mir auch keine Mühe, gemocht zu werden. Die machen ihren Job, ich mach meinen.
Kann gut sein, dass die mich auch nicht leiden können. Ich geb mir auch keine Mühe, gemocht zu werden. Die machen ihren Job, ich mach meinen.
Deiner Aussage nach machen 95% von denen ihren Job schlecht und ich frage mich eben ob Du das wirklich beurteilen kannst/solltest?
Wenn ich mir hier so einige Aussagen durchlese, verstehe ich die Welt nicht mehr. Man beklagt sich, dass die bösen Pfleger / Rett.-Sanis / Assis / wer auch immer ganz schrecklich sind und immer arrogant, intregant oder schlecht sind.
Ich handhabe das immer so: ich maße mir nicht an, die Leute zu beurteilen,wenn ich nicht weiß, wie sie arbeiten. Wenn jemand hier über die Scheiß-Krankenwagenfahrer meckert, sollte er mal ein paar Wochen auf so eine Karre gehen. Ich glaube, danach redet man auch anders. Das gleiche gilt für die Klinik: Wenn ich natürlich nach meiner Abendvisite zu den Intensivschwestern gehe und grinsend verkünde, dass der Patient ja HEUTE nacht unbedingt mal abführen muss und deswegen JETZT Movicol, Dulcolax und einen Schwenkeinlauf kriegen muss, sollte ich mich nicht wundern, dass ich einen "leicht" schweren Stand habe und die Sympathien deutlich gegen Null gehen.
Sieht die betreffende Schwester aber dann, dass man um 23Uhr statt ins Bett mit ihr in das Zimmerchen gehe, weil sonst niemand Zeit hat und das geflutete Intensivbett incl. Patient wieder mit auf Vordermann bringe, dann weiß ich im Gegenzug aber auch, dass ich morgens auf eine "gemachte" Station zurückkomme. Und die Pflege weiß, dass ich auch weiß, was sie leistet und mit nicht zu Schade bin, mitzumachen. Außerdem glaubt man gar nicht, was man in diesen Zeiten so alles mitbekommt...
Das gleiche gilt im Rettungsdienst: Wenn man da auch mal den Patienten mit runterschleppt oder die Trage hochbockt und nicht direkt im NEF verschwindet um ein Protokoll zu schreiben, dann wird man auch auf die Wache zum Grillen und gemütlichen Zusammensein eingeladen, wo man die Kollegen(!!!) auch mal ganz anders kennenlernen kann.
Einfach mal drüber nachdenken. Könnte alles so einfach sein!
stennadolny
13.03.2011, 22:11
Warum will der Deutsche immer die gleichgeschaltene Volksgemeinschaft ? :-wow
Pflege und Rettung machen ihr Ding, ich meines. Habe seltenst erlebt, daß mir Pflege bei irgendeiner Sache geholfen hat, im Gegenzug wird aber Riesenhaftes vom Arzt erwartet.
Daß man in jener Zeit, wo man Hand anlegen könnte, sich auch mal schlicht Gedanken über Pat. in aller Ruhe machen kann, also schlichtweg Arzthirn einschalten, dürfte den "Handwerkern" etwas entgangen sein.
Und: Im Rettungsdienst sind genügend Möchtegern-Emergency-docs, denen eben das Zeug zum Abi sehr wohl (und aus gutem Grunde) fehlt. Keine Wertung, aber eine Tatsachenfeststellung. Denen wird schon zur Not gezeigt, wer der Arzt ist, wenn es sein muß.:-top
Wenn ich mir hier so einige Aussagen durchlese, verstehe ich die Welt nicht mehr...
ich hätte es nicht besser schreiben können. Manchen Menschen scheint es enorm schwer zu fallen einzusehen, dass Medizin ein Team-Job ist und dass ein gutes Klima nicht einfach vom Himmel fällt...
Warum will der Deutsche immer die gleichgeschaltene Volksgemeinschaft ? :-wow
Häh? Wie meinen?
Pflege und Rettung machen ihr Ding, ich meines. Habe seltenst erlebt, daß mir Pflege bei irgendeiner Sache geholfen hat, im Gegenzug wird aber Riesenhaftes vom Arzt erwartet.
Dann könnte es natürlich sein, dass Dir aus einem bestimmten Grund noch nie geholfen wurde. Mit Deiner Einstellung hätten Dich in meinem alten Haus die Pflegenden der Intensiv aber sowas von auflaufen lassen!!! Weißt Du eigentlich, wie oft man Nachts wegen ärztlichen Aufgaben angerufen werden kann? Z.B. wegen Beatmungseinstellungen? Mich hat in vielen Jahren KEINE Schwester nachts gestört, weil ein CO2 mal etwas zu hoch / zu niedrig, etc. war. Wenn ich Nachts rausgerufen wurde, dann weil wirklich ein Notfall anlag. Aber frag mal den Kollegen, der sich, wie Du, wie die Axt im Walde benommen hat. Der morgens 1 Stunde früher aufstehen durfte, weil z.B. Blutentnahmen eine ärztlich Tätigkeit sind... :-)) :-))
Daß man in jener Zeit, wo man Hand anlegen könnte, sich auch mal schlicht Gedanken über Pat. in aller Ruhe machen kann, also schlichtweg Arzthirn einschalten, dürfte den "Handwerkern" etwas entgangen sein.
Oh entschuldigung! Ich hatte gedacht, dass nicht nur Windoof95 Multitasking beherrscht. Wenn ich in einer Notfallsituation mal kurz eine Auszeitnehme, um zu überlegen, sagt KEINER was! Aber Dir scheint ja wirklich jedesmal ein Zacken aus der Krone zu brechen, wenn Du mal etwas nicht ärztliches tust.
Und: Im Rettungsdienst sind genügend Möchtegern-Emergency-docs, denen eben das Zeug zum Abi sehr wohl (und aus gutem Grunde) fehlt. Keine Wertung, aber eine Tatsachenfeststellung. Denen wird schon zur Not gezeigt, wer der Arzt ist, wenn es sein muß.:-top
Und was willst Du uns jetzt damit sagen? Das die Nichtabituristen alle doof sind? Und wenn Du denen zur Not schon zeigst, wer der Arzt ist, dann tun die auch nur noch das, was der Arzt ihnen sagt! Dann können die nämlich auch ganz schnell auf ganz stur schalten und Dienst nach Vorschrift machen. Viel Spaß dabei!!!
Rettungshase
13.03.2011, 22:46
Häh? Wie meinen?
Ich habe es so verstanden, dass der Arzt um Einiges über dem oft nicht zum Abitur (Habt ihr euch mal im Jahrgang nach dem Abitur umgesehen? Die waren nicht alle so überaus klug wie man es gern sehen würde...) befähigten Rettungsvolk stehen soll, aber vielleicht hat es ja auch etwas ganz Anderes zu bedeuten. Ich bin gespannt.
Für mich ist mein Notarzt im Idealfall der primus inter pares, der Erste unter Gleichen.
Ebenso begegne ich und die meisten meiner RD-Kollegen den übrigen Ärzten mit dem gebotenen Anstand, ohne gleich auf die Knie zu fallen. Klar gibt es Ausreißer, aber welche Berufsgruppe ist schon unfehlbar?
Eigentlich steht doch der Patient im Mittelpunkt unserer Bemühungen, aber bei manchen scheint das eigene Ego den Blick aufs Wesentliche zu verdecken. Traurig...
Mondschein
13.03.2011, 23:13
Sieht die betreffende Schwester aber dann, dass man um 23Uhr statt ins Bett mit ihr in das Zimmerchen gehe, weil sonst niemand Zeit hat und das geflutete Intensivbett incl. Patient wieder mit auf Vordermann bringe, dann weiß ich im Gegenzug aber auch, dass ich morgens auf eine "gemachte" Station zurückkomme. Und die Pflege weiß, dass ich auch weiß, was sie leistet und mit nicht zu Schade bin, mitzumachen. Außerdem glaubt man gar nicht, was man in diesen Zeiten so alles mitbekommt...
Dazu möchte ich sagen, dass ich das auch so handhabe, wenn ich Zeit habe. Aber ich möchte anmerken, dass da durchaus auch eine verschobene Wahrnehmung der Pflege auffällig ist... Wenn ich gefragt werde, ob ich kurz mit hinlangen kann (lagern, hochruschten etc.), dann sag ich so gut wie nie nein, 2 Minuten Zeit hat man ja auch auf ITS meist. Aber wenn ich mal was wirklich dringend und jetzt sofort will (und das hat ja dann in der Regel medizinische Konsequenzen, sonst drängel ich ja nicht), hör ich öfter mal "ich geh jetzt erst mal in Pause, machen wir dann später". Und ich will jetzt um Gottes Willen niemandem seine Pause absprechen, nur wenn man dann halt z.B. den wichtigen ZVK erst später legen kann, selbst seit 10 h nix gegessen hat und dann schlussendlich mal wieder mit 2 Überstunden aus nem Dienst rausgeht, ist es halt blöd, und ich hab das Gefühl, dass das durch das sehr strenge Schichtsystem der Pflege und die unterschiedlichen Schichtwechselzeiten überhaupt keiner wahrnimmt.
Wenns stressig ist und notfallmäßig, ist es ja eh so, dass derjenige das Zeug herrichtet, der Zeit hat, egal, ob jetzt der Arzt oder der Pfleger, da gibts dann auch kaum Hierarchien und jeder, der ne Hand frei hat, hilft mit. Wenns nicht grad notfallmäßige, aber halt trotzdem dringende Sachen sind, wird auf mein Zeitmanagement (das für die adäquate Versorgung ALLER Patienten ja auch nötig ist, mal unabhängig von Bedürfnissen wie Toiletten- oder Essenspausen ;)) allerdings häufig null Rücksicht genommen...
Wie geht ihr damit um? Ansprechen hilft im Einzelfall, aber die angesprochene grundsätzliche Wahrnehmung der Problematik ohne jedes Mal neue Diskussion und Erklärung der Prioritäten scheint sich nicht zu ändern.
Sonst bzgl. du und Sie: Kollegen und dauernd anwesende Pflege werden mit du angesprochen, geht gar nicht anders, ist so üblich auf unseren Stationen. Manchmal fänd ich Sie auch nicht schlecht, ich hab schon das Gefühl, dass manches dann sachlicher und respektvoller abläuft. Oft sag ich zu fremderen Pflegekräften (Dienst auf anderer Station oder so) auch "ihr", also "Könnt ihr mal das und das...", find ich etwas neutraler als du/Sie, ist so ein Mittelding, weil man niemanden konkret anspricht, sondern so in den Raum rein. Alle, die ich zwar oft seh, aber mit denen ich nicht so direkt zusammenarbeite, siez ich aber und da bin ich auch konsequent, falls ich mal geduzt werde, antworte ich mit Sie und stell mich grundsätzlich auch erst mal mit Nachnamen vor (z.B. KG und sowas). Weiß nicht, ob die das zu distanziert oder gar arrogant finden, beschwert hat sich noch keiner. Ich bin aber auch privat jemand, der auch ungefähr Gleichaltrige, mit denen man nix näheres zu tun hat (klassisches Beispiel Kellner in ner Bar oder so) eher siezt, auch wenn sie einen mal bei der Bestellung duzen. Ich bin da etwas altmodisch.
DU magst ja sowieso niemanden...
Das stimmt nicht! Ich mag nur die Hamburger und die Schweizer und stennadolny nicht :-D
DICH mag ich, denk an die Kirsche :-))
Deiner Aussage nach machen 95% von denen ihren Job schlecht und ich frage mich eben ob Du das wirklich beurteilen kannst/solltest?
Ich habe nicht gesagt, dass sie ihren Job schlecht machen (was allerdings auch vorkommt, aber davon habe ich nicht geredet). Ich habe nur gesagt, dass ich sie nicht leiden kann.
@ Lava
Allgemein finde ich sollte man auch nicht zu starke Gefühle gegenüber Leuten haben, die man nicht wirklich kennt...
Ich ertappe mich selbst auch oft genug dabei, dass ich denke "Was ein Ar..." und dabei kenne ich sie/ihn nicht wirklich.
Natürlich muss man kein großes Kennenlernen mit den RDlern durchführen wenn man dazu keine Zeit etc. hat. Aber gleich zu sagen, dass man 95 % nicht leiden kann.. Und es ist schon was dran, dass man das als Gegenüber durchaus merkt und dann selbst auch nicht unbedingt gewillt ist, freundlich zu sein.
Ich kann ungefähr 95% der RD'ler, die unsere Notaufnahme beliefern, nicht ausstehen ... Es gibt einige wenige, die ihre Grenzen kennen und sich auch so verhalten. Die meisten maschieren rein wie John Wayne und führen sich auf wie die großen Retter ...
Ich habe nicht gesagt, dass sie ihren Job schlecht machen (was allerdings auch vorkommt, aber davon habe ich nicht geredet). Ich habe nur gesagt, dass ich sie nicht leiden kann.
Jemand der rein kommt und sich wie John Wayne aufführt macht seinen Job schlecht... "die meisten" bezieht sich ja wohl eindeutig auf die 95%...
Vorurteile sind was Feines... wenn man nicht versucht über den eigenen Schatten zu springen, wird sich nie etwas ändern. Ich hatte nie derlei Probleme und das ohne meine eigene Meinung oder Überzeugung über Bord zu werfen. Respekt und Anerkennung bekommt man nicht mit der Approbation verliehen, die muss man sich hart erarbeiten. Das scheint sich aber gerade bei uns Ärzte noch nicht wirklich herumgesprochen zu haben...
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