Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arrogantes Rettungs-/Pflegepersonal
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Hui, trifft gerade beides auf mich zu (wenn man ein Auge etwas zudrückt). Gut werden wir nie zusammen arbeiten.
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen (Niere zählt als Ausnahme).
Aber Vorsicht, humorlose Menschen mag ich auch nicht ;-)
Absolute Arrhythmie
16.03.2011, 12:32
Also ich als Schwester auf ITS kenne es nicht, dass jemand von der Pflege in Pause geht wenn der Arzt zB nen ZVK legen will.
Die Pause wird dann verschoben, und wir machen auch oft keine Pause. Allerdings finde ich es netter, wenn der Arzt mir vorher sagt, dass er gern nen ZVK legen würde, denn dann kann man sich absprechen, ne Art "Termin" ausmachen, und ich kann das in meinen Schichtablauf einplanen.
Im besten Fall hab ich dann nämlich, wenn der Arzt kommt, schon alles gerichtet, hab nen neues System fertig, alle Medis neu aufgezogen, der Patient liegt gut im Bett und der Doc braucht nur noch seinen Job machen und den ZVK versenken.
Generell ist das Verhältnis zwischen Ärzten und Pflege auf meiner ITS sehr gut. Wir haben viele sehr erfahrene Pflegekräfte, die den oft jungen, unerfahrenen Ärzten auch mal unter die Arme greifen.
Wenn dann allerdings doch mal ein arroganter Schnösel zu uns kommt, dann wird das für den kein Zuckerschlecken, das muss ich zugeben.
Denn die Pfleger haben oft 3 Jahre Grundausbildung plus 2 Jahre Fachweiterbildung plus 20 Jahre Berufserfahrung, die müssen sich mMn auch von jemandem der frisch aus dem Studium kommt nicht blöd kommen lassen.
Das merken solche Ärzte (sie sind ja auch selten ;)) aber schnell, und selbst die kommen dann nach ein paar Wochen gut klar.
Insgesamt kann man sagen: wie man in den Wald hinein ruft, so schallt er heraus.
Wer respekt vor mir und meiner (vor allem körperlich harten) Arbeit hat, der kann auch von mir Respekt erwarten.
Wer meint, ich sei nur ein ungelernter Arschabwischer, der braucht keine Hulfe meinerweits zu erwarten.
Btw, ich bin zwar "nur" (haha) Schwester, aber Abi hab ich auch. Das Argument ist also sowas von hinfällig :P
Also immer schön darauf schauen wie man sich selbst verhält, und wenn doch mal jemand wirklich blöd ist, dann liegt das wahrscheinlich einfach an dieser Person und kann einem egal sein.
Zum Thema der Raucherpausen:
In meiner alten Klinik wird es seit einiger Zeit so gehandhabt, dass sich die Raucher offiziell abmelden und diese Zeit dann nacharbeiten müssen. Und da die werten Damen (es waren ausschließlich die Arzthelferinnen in der Ambulanz, sonst gibt es da keine Raucher) mindestens einmal pro Stunde auf und davon waren (mittlerweile wohl laut Aussagen ehemaliger Kollegen deutlich weniger :-D), bin ich sehr :-dafür
ehemalige Userin 24092013
16.03.2011, 19:02
Raucherpausen sind immer wieder ein hitziges Diskusionsthema. Mein Arbeitgeber hat das Rauchen mittlerweile offiziell untersagt und wer denn dringend seine Zichte braucht, der muss das eben nacharbeiten oder es gibt Minusstunden.
Als Exraucherin hab ich das damals natürlich net so eng gesehen, wenn ich mal eben raus bin und andere meinen ITS Patienten hüten mussten und das teilweise in nervige Mehrarbeit ausarten konnte.
Die Raucher waren mal einfach net gern gesehen.
Aber wie ist es nun mit noch stillenden Müttern?
Da war das so überhaupt kein Thema, wenn sie sich mal für 30 min von der Abteilung verpisst haben, um die Flaschen aufzufüllen.
Ich finde das gehört genauso gestrichen.
Im Endeffekt gehts ums Prinzip: "andere (die weder trauchen, noch stillen...) müssen in der Zeit die Arbeit des fehlenden Mitarbeiters regelmässig mitmachen." und das geht so net.
Der AG ist allerdings dazu verpflichtet, stillenden Müttern diese Zeit zu geben.
Und ehrlich, ich finde nicht dass man Rauchen und Stillen vergleichen kann..
Bei Stillpausen ist es zumindest in Deutschland gesetzlich so geregelt, dass bei Vollzeittätigkeit die Mutter 2x45 mindestens als Stillpausen zugestanden bekommen muss, wobei auch Abpumpen als Stillen gilt. Diese Zeit darf nicht als Pause gewertet werden. Ich gebe Dir, Kaddel, aber völlig Recht, dass es so positiv man auch die Stillförderung betrachten mag eigentlich nicht gerechtfertigt sein kann, an einem acht Stundentag zwei Stunden (90min Stillen + 3min normale Pause) zu fehlen und den Kollegen die Mehrarbeit zuzumuten und das ganze mit vollen Bezügen.
Ich bin auch kein fanatischer Stillbefürworter (für mich persönlich eher das Gegenteil) aber ich finde es dennoch in Ordnung, Müttern diese Zeit zu geben. Es geht ja hier nicht um eien Suchtbefriedigung... Zumal es in der Realität nicht sehr viele gibt die dieses Angebot annehmen (zumindest kenne ich keine Mutter die wieder arbeiten gegangen ist und noch monatelang das Kind gestillt oder abgepumpt hat).
ehemalige Userin 24092013
16.03.2011, 19:28
Und ehrlich, ich finde nicht dass man Rauchen und Stillen vergleichen kann..
In beiden Situationen verlässt man die Abteilung. In beiden Situationen bin ich für die Arbeiten der fehlenden zuständig und mache sie zusätzlich. Ob man sich nun die Lunge asphaltiert oder dem mütterlichen Dasein fröhnt - das ist Wurscht.
Wenn jeder regelmässig 30 Minuten verstopft auf dem Klo hockt, dann wird dieser Mensch auch ganz schnell nen Weichmacher von mir bekommen ;-).
Ich finde man kann sehr wohl in der Mutterschutzzeit alles abgestillt haben.
Entweder arbeite ich mit Kräften die zu 100% einsetzbar sind oder sie sollen daheim bleiben.
(Gilt übrigens auch für die MA, die am Morgen schon ankommen mit dem Spruch; Du mir gehts heut net gut, kann ich den leichtesten Patienten haben und keinen weiteren Eintritt dazu? Da arbeite ich lieber mit weniger MA, die sind aber alle zu 100% einsetzbar).
...In beiden Situationen bin ich für die Arbeiten der fehlenden zuständig und mache sie zusätzlich. Ob man sich nun die Lunge asphaltiert oder dem mütterlichen Dasein fröhnt - das ist Wurscht...
Das ist so erbärmlich... Du gibst tatsächlich die Schuld für Dein Problemchen der stillenden Mutter? Es ist die Aufgabe Deines Chefs diese Probleme zu lösen, wende Dich an den (wenn Du Dich traust). Die Stillpause ist ein gesetzlch verankertes Recht und nichts wozu man sich "verpisst"... das ist genau die Art zu denken für die man sich in Grund und Boden schämen sollte... sowas kotzt man nicht in ein Forum, sowas behält man für sich...
Flemingulus
16.03.2011, 21:32
Das ist so erbärmlich... Du gibst tatsächlich die Schuld für Dein Problemchen der stillenden Mutter? Es ist die Aufgabe Deines Chefs diese Probleme zu lösen, wende Dich an den (wenn Du Dich traust). Die Stillpause ist ein gesetzlch verankertes Recht und nichts wozu man sich "verpisst"... [ab dann folgten gar eruptive, emotionale Expurgationen, die man lieber nicht in ein Forum entleeren sondern für sich behalten sollte]
Also, dass täglich 90 Arbeitsminuten pausenunwirksam mit Stillen/Abpumpen verbracht werden dürfen, kann ich fast net glauben... in der zeitlichen Größenordnung hätte das für mich als Kollegen ganz deutlichen Verpiss-Charakter - Gesetz hin oder her.
Ich korrigiere, habe mich eben verlesen: zweimal eine halbe Stunde, bei mehr als acht Stunden Arbeit täglich dann die 45min zweimal.
Also, dass täglich 90 Arbeitsminuten pausenunwirksam mit Stillen/Abpumpen verbracht werden dürfen, kann ich fast net glauben... in der zeitlichen Größenordnung hätte das für mich als Kollegen ganz deutlichen Verpiss-Charakter - Gesetz hin oder her.
Erst denken, dann tippen! Das ist gedacht als STILLpause, das beinhaltet, dass die Stillende sich vom Arbeitsplatz weg zum Aufenthaltsort der zu stillenden Person begeben muss... da sind 45min garnichts... Ihr tut mir einfach nur leid...
Rettungshase
16.03.2011, 21:39
Das ist so erbärmlich... Du gibst tatsächlich die Schuld für Dein Problemchen der stillenden Mutter? Es ist die Aufgabe Deines Chefs diese Probleme zu lösen, wende Dich an den (wenn Du Dich traust). Die Stillpause ist ein gesetzlch verankertes Recht und nichts wozu man sich "verpisst"... das ist genau die Art zu denken für die man sich in Grund und Boden schämen sollte... sowas kotzt man nicht in ein Forum, sowas behält man für sich...
Ich fürchte, füreinander einzutreten ist eine Marotte von früher, die heute nur noch von wenigen praktiziert wird.
@F.
Ich nehme an du hattest noch keine Milch in den Brüsten die du abpumpen musstest oder :))) ??
@Gnuff
Ja Stillpause oder eben "Abpumppause"
ehemalige Userin 24092013
17.03.2011, 05:01
... sowas kotzt man nicht in ein Forum, sowas behält man für sich...
Nee finde ich nicht. Ausserdem: nicht überall sind Stillpausen gesetzlich verankert.
Gott sei Dank kenn ich genügend Mütter, die sehr viel Wert aufs Stillen legen, dies jedeoch in der Arbeitszeit ebenso unmöglich finden oder meine erbärmliche Meinung teilen ;-).
Absolute Arrhythmie
17.03.2011, 10:33
Die Ansicht das Schwangerschaft oder gar Elternschaft eine Krankheit sind, ist ja leider weit verbreitet.
KoelnerMedizin
17.03.2011, 11:50
Sollten wir das Rauchen nicht einfach als vermeidbare Arbeitsunterbrechung und das Stillen als eben unvermeidbare A. darstellen, so wären doch alle fein aus dem Schneider?
Flemingulus
17.03.2011, 12:13
Erst denken, dann tippen!
Derartige Prozesse führt man erfahrungsgemäß lieber parallel durch (sofern das die Kapazität hergibt). Wenn Du Deine Aufwallungen natürlich in anenzephalem Modus zu Tastatur bringst, macht das den Diskurs etwas einseitig.
Für alle anderen: Ich bestreite natürlich nicht, dass frau ihrem Nachwuchs stillenderweise etwas Gutes tut und selbiges total förderungwürdig ist. Für die anfallende Arbeit ist es aber vollständig wurscht, ob der Ausfall einer Kollegin für 2 x 30 min bzw. 2 x 45 min nun durch ein so positives Ereignis wie eine Stillpause oder aber meinethalben durch eine hartnäckige Verstopfung oder mangelnde Lust zustande kommt. Man kann so jemanden dann als Arbeitskraft nicht "voll" zählen.
Und zu Rettungshases Stichwort "für einander eintreten": dieser Ausdruck ist nach meinem Verständnis bidirektional.
... Ihr tut mir einfach nur leid...
Wen genau möchtest Du jetzt beleidigen?
Die Niere
17.03.2011, 19:58
Wen genau möchtest Du jetzt beleidigen?Vielleicht lassen wir alle einfach mal die persönlichen Anfeindungen und emotionalen Ausbrüche weg und diskutieren auf sachlichem Niveau.
lg, niere, mod
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