Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Out and Proud - Der LesBiTransSchwule-(Single&Co)-Thread
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MissGarfield83
06.05.2014, 12:31
Bei uns wirds wohl erst nach dem Facharzt aktuell - vorher wirds halt doch etwas schwierig, da meine Liebste doch in einem recht begehrten kleinen operativen Fach angefangen hat. Danach ist einfach alles etwas entspannter. Wie schauts bei dir aus McDübel ?
SchützenSchlumpf
06.05.2014, 12:31
Später mal. Und selbst wenn ich fragen darf?;-)
Wie läuft denn das jetzt sinnvollerweise eigentlich ab? Also, wie ne IVF funktioniert, meine ich jetzt nicht ;-) Aber durch diese Unterhaltsanspruchsgeschichte der Kinder gegenüber Samenspendern stelle ich mir das Procedere rein rechtlich mittlerweile etwas schwierig vor. Oder wird das gerade mal wieder medial aufgebauscht? Sind ausländische Samenbanken da anderen Gesetzen unterworfen oder könnten rein theoretisch einem Spender einer z.B. englischen Bank gegenüber auch Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden?
MissGarfield83
06.05.2014, 17:04
Schweden und Dänemark haben da eine sehr liberale Politik wie man so von Bekannten hört - da kriegt man Spende + Kinderwunschbehandlung wenn man dafür zahlen kann. Ob diese Spender auch Unterhaltspflichtig wären weiss ich nicht - aber für uns ist das wenn kein Thema. Double income als Ärztinnen ist ja eigentlich doch ausreichend oder? Oder man macht es wie Bekannte von uns, die sich ein schwules Pärchen gesucht haben und jetzt eine glückliche Mama-Mutti-Papa-Papi Familie mit süßer Tochter sind. Bei uns gibt es vielleicht noch eine Lösung - aber die ist wohl privat ;)
Klar, kann man ja auch ob in in vitro oder auch in vivo sozusagen das Ganze mit Bekannten durchziehen. Die grundsätzlichen Ansprüche ohne "richtige" Vaterschaft bestehen ja dennoch irgendwie. Und genau so ein Szenario, wie Du es beschreibst (double income, kein Bedarf, da mehr holen zu wollen) ging ja auch vor ein paar Jahren mal durch die Presse, als ein vor der Befruchtung abgeschlossener Notarvertrag für nichtig erklärt wurde, als die Mütter stellvertretend fürs Kind vom Vater dann irgendwann doch etwas haben wollten. Die Argumentation, das Kind erhebe die Ansprüche und kein Elternteil könne dies an dessen Statt nicht in Anspruch nehmen bzw "ausschlagen", verstehe ich zwar, doch führt dies sicherlich zu erschwerterer Mutterschaft lesbischer Paare. Ich jedenfalls würde als Mann bei dieser Rechtslage keine Samenspende machen, auch wenn ich an sich voll dahinter stünde. Doofe Situation insgesamt
Wie schauts bei dir aus McDübel ?
Kinderwunsch ist phasenweise vorhanden, ja. Denke dann vermehrt darüber nach. Aber wenn ich es realistisch betrachte, dürfte für mich der Zug wohl abgefahren sein.
kartoffelbrei
09.05.2014, 22:02
Oder man macht es wie Bekannte von uns, die sich ein schwules Pärchen gesucht haben und jetzt eine glückliche Mama-Mutti-Papa-Papi Familie mit süßer Tochter sind.
Ui, kannst du das genauer ausführen oder sind das zu private Details? Mich würde interessieren
a) wo die Tochter wohnt (geteiltes Sorgerecht oder alle Eltern in einer WG?)
b) wie das auf dem Papier bezüglich der Elternschaft geregelt ist. Macht für das Kind zwar erstmal keinen Unterschied, aber das kann bestimmt sehr hässlich werden, falls sich ein Pärchen trennt oder die beiden Pärchen zerstreiten...
Ich weiß, ich bin da sehr neugierig... :-blush
Kinderwunsch ist phasenweise vorhanden, ja. Denke dann vermehrt darüber nach. Aber wenn ich es realistisch betrachte, dürfte für mich der Zug wohl abgefahren sein.
Manche Frauen sind noch sehr lange fruchtbar, einfach mal testen lassen, bis Ende Vierzig teilweise.
In Schweden und anderen Ländern erfährt das Kind bis zum 18. Lebensjahr nicht, wer der Spender ist und Ansprüche sind vom Gesetz aus ausgeschlossen.
Die skandinavischen Länder haben teilweise komische Regeln zu IVF, z.B. darf man nur einen Embryo transferieren und Singlefrauen dürfen nicht behandelt werden. Alles ist nicht fortschrittlich da.
MissGarfield83
21.06.2014, 18:53
Ui, kannst du das genauer ausführen oder sind das zu private Details? Mich würde interessieren
a) wo die Tochter wohnt (geteiltes Sorgerecht oder alle Eltern in einer WG?)
b) wie das auf dem Papier bezüglich der Elternschaft geregelt ist. Macht für das Kind zwar erstmal keinen Unterschied, aber das kann bestimmt sehr hässlich werden, falls sich ein Pärchen trennt oder die beiden Pärchen zerstreiten...
Ich weiß, ich bin da sehr neugierig... :-blush
Also soweit ich weiss machen die Wochenreglungen - das Kind ist eine Woche bei den einen und dann eine Woche beim anderen Paar. Ist halt auch ne Absprachesache und wird nicht sehr starr gehandhabt. Weihnachten wird dann halt dem Kind zuliebe zusammen gefeiert. Wie die das genau mit dem Sorgerecht handhaben weiss ich nicht. Jedenfalls beides von Aussen her sehr stabile Beziehungen ...
@thread : Die CSD Saison ist eingeläutet - mal Butter bei die Fische - wer von euch geht hin und wenn ja im Zug oder nur zum zuschauen ?
@thread : Die CSD Saison ist eingeläutet - mal Butter bei die Fische - wer von euch geht hin und wenn ja im Zug oder nur zum zuschauen ?
Nö. Bin nicht dabei. Du denn?
MissGarfield83
22.06.2014, 10:55
Hab im Oktober Examen - daher geh ich nichtmal zuschauen ;)
Ich habe mir mittlerweile endlich "Freier Fall" angeguckt - und war richtig enttäuscht. Alles war irgendwie mies, von den Dialogen und Handlungen über die Schauspielleistung bis zum Schluss. Schade um das vergeudete Potenzial.
Habs auch endlich geschafft, mir diesen Film mal anzusehen und fand ihn eigentlich recht gut gemacht. Konnte gut nachempfinden, wie beschissen so eine Situation sein muss/ist...und zwar für alle Beteiligten.
Kennt jemand von euch den Film "Sharayet - Eine Liebe in Teheran"?
Auch hier hat es mMn keinen negativen Einfluss, dass man lediglich Untertitel hat, da das alles in OmU ist. Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich mitten in der Akzeptanz-Phase. Hat mir wahnsinnig geholfen - es war der erste Film, den ich damals geguckt habe wo es ein F/F-Pärchen gab.
So, wie ich den Thread hier interpretiere muss ich mir also nicht so viele Sorgen machen, als homosexuelle Ärztin weiterkommen zu können? Ich versuche momentan, etwas über das Thema herauszufinden... Irgendwo ist die Angst schon da, dass man nur auf die Sexualität reduziert wird und negativ auffällt - egal, was man fachlich leistet...
Nochmal zur Diskriminierung im Alltag: Ich würde sagen, die Situation ist in Ordnung. Meistens. Es gibt IMMER dumme Kommentare, auch von Freunden, bei denen ich nicht geoutet bin. Das Alter hat nicht unbedingt was mit dem Horizont was zu tun, habe ich leider gemerkt... *seufz*
Ich wurde z.B. schon mal auf der Straße angesprochen, von einem Mann (um die 30), als ich mit einer lesbischen Freundin unterwegs war. Also, nicht meine Freundin, d.h. wir haben kein Pärchen-Verhalten an den Tag gelegt, aber sie hatte eben ein sehr deutliches Armband... und dann kam der Mann auch schon, erzählt uns, dass das nicht in Ordnung sei, dass wir Gottes' Strafe zu erwarten hätten etc. - mitten in der Stadt, also kein Dorf oder sowas... Großstadt.
*milkakuh*
06.07.2014, 19:41
@Cudlyff: Passend zum Thema http://www.youtube.com/watch?v=4xpKRmbdnwo
Danke für den Link, habe mir die Sendung mal angeguckt.
Ich kam aber nicht umhin, mich zu wundern, wie zufrieden die Partnerin dieser Ärtztin mit dem Ganzen war. Es kam meiner Meinung nach so rüber, als ob sie das alles nicht so prickelnd fände. Lag es an der Tatsache, dass sie gefilmt wurde? Es wurde auch nicht gesagt, ob sie ihren Job aufgegebn hat, damit die Ärztin ihre Praxis aufbauen kann - es sah jedoch so aus. Könnte Unzufriedenheit stiften in der Beziehung... Wie auch immer, das geht etwas am Thema vorbei, denke ich.
Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass sie in einer ländlichen Gegend und vorwiegend mit Patienten, die einer älteren Generation - welche gemeinhin auch andere, konservativere Werte vetritt - angehören, keine größeren Probleme erfahren hat. Auch hier natürlich wieder die Frage, inwieweit die Sendung die Realität wiedergeben kann: wer würde vor laufender Kamera schon einen verbalen Angriff auf die Protagonistin der Doku führen? Von meinen Erfahrungen geprägt und ausgehend bezweifle ich ein bisschen, dass das wirklich so glatt abläuft und nicht zumindest der ein oder andere kritische Blick und Kommentar aufgrund bzw. über ihre(r) Lebensweise aufkommt.
Komplett anderes Thema: Wie sieht es bei euch mit CSDs aus? Habt ihr Erfahrungen damit und geht ihr dieses Jahr (wart bereits?) auf einen(m)?
Ich fand es sehr interessant zu sehen, dass sie in einer ländlichen Gegend und vorwiegend mit Patienten, die einer älteren Generation - welche gemeinhin auch andere, konservativere Werte vetritt - angehören, keine größeren Probleme erfahren hat. Auch hier natürlich wieder die Frage, inwieweit die Sendung die Realität wiedergeben kann: wer würde vor laufender Kamera schon einen verbalen Angriff auf die Protagonistin der Doku führen? Von meinen Erfahrungen geprägt und ausgehend bezweifle ich ein bisschen, dass das wirklich so glatt abläuft und nicht zumindest der ein oder andere kritische Blick und Kommentar aufgrund bzw. über ihre(r) Lebensweise aufkommt.
in der Gegend, in der meine Großmutter lebt, hat jetzt auch ein homosexueller Arzt eine Landarztpraxis übernommen. Bisher habe ich zu dieser Tatsache nichts negatives gehört. Obwohl die Praxis fast ausschließlich von "älterer Landbevölkerung" frequentiert wird. Deren einziges Problem ist die Tatsache, dass eben ihr geliebter Hausarzt jetzt weg ist und sie sich mit "dem Neuen" auseinandersetzen müssen. Allerdings stammt dieser Arzt auch aus der Gegend und ist viele Leute schon von Kind an bekannt, vielleicht bringt das nochmal einen Bonus.
Viele stören sich aber auch einfach nicht daran, wenn es nicht "ihr" Problem ist. Meiner Großmutter hat die Homosexualität ihres eigenen Sohnes durchaus zu schaffen gemacht aber die ihres Hausarzt interessiert sie kein bisschen.
Ich fand ja dieses Dauergrinsen der Ärztin fast schon irgendwie nervig :-wow :-oopss Naja...
Habe ich eigentlich schon mal gesagt, wie verdammt anstrengend es ist, bi zu sein ^^
Im Moment ist es mal wieder schlimm :D
ehemaliger User_11062015
07.08.2014, 18:14
Habe ich eigentlich schon mal gesagt, wie verdammt anstrengend es ist, bi zu sein ^^
Im Moment ist es mal wieder schlimm :D
:-meinung
'saisonale Stimmungsschwankungen' :-))
Ja, ich glaube ich bin im Sommerhormonrausch oder sonst was ^^ Und "Gefahr" lauert halt nunmal prozentual deutlich mehr :D
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