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Den Leuten gefällt es hier - Interview

Susi und Denis sind die neuen Koordinatoren für den Famulantenaustausch der bvmd

Interview mit Susanne Martens und Denis Gutmann

Wie war euer Weg vom ersten Kontakt mit der bvmd zum NEO?

Die nationale Karriere läuft meistens so, dass du ein, zwei, drei Jahre lokal arbeitest und dann gewählt wirst. Hierarchiestufen gibt es auf dem Weg zum NEO nicht.

Susi: 2009 war ich zum ersten Mal mit zum LEO-Wochenende in Münster, wo sich die „Exchange Officers“ der einzelnen Unis treffen. Vorher habe ich lokal ein bisschen was gemacht.

Bei dem Treffen habe ich alles erklärt bekommen, wie der lokale Austausch funktioniert usw. Dann bin ich erst mal selbst ins Ausland gefahren. Wieder in Deutschland habe ich die Datenbank mit den Erfahrungsberichten koordiniert. Im Herbst 2010 habe ich mit Denis und anderen Leipziger Studenten das Trikont in Leipzig organisiert. Um internationale Luft zu schnuppern, durfte ich nach Spanien zum "European Regional Meeting" fahren. Und ich habe gemerkt, dass mir das gefällt.

Denis: Ich habe im ersten Semester bei der bvmd angefangen, im zweiten dann richtig. Susi war ja letztes Jahr schon Datenbankkoordinatorin und hatte Kontakt zu den damaligen NEOs. Letztes Jahr haben wir gemeinsam das Trikont organisiert. Da saß ich mit Susi auf der Couch und sie meinte, „wir lassen uns als NEOs wählen.“ Die Wahl war im Mai bei der MV in Halle. Ich war vorher noch nie auf einer MV und hatte noch nie Kontakt mit jemandem vom Vorstand. Wir wurden aber tatsächlich gewählt und ab Oktober sind wir für ein Jahr NEOs.

Man braucht eigentlich nur Motivation und Ideen. Motivation vor allem, und Zeitmanagement. Ich bin im 4. Semester und damit ziemlich jung. Ich finde es aber gut, wenn man so früh anfängt. Wenn man merkt, dass es einem gefällt, kann man ziemlich viel machen. Die alten NEOs kommen jetzt zum Beispiel ins PJ, die haben dann nicht mehr viel Zeit. Deshalb: so früh wie möglich teilnehmen, und schauen ob dir das Spaß macht. Denn es macht Spaß. Es ist ja ein Hobby. Naja, ein bisschen mehr als ein Hobby …

Bis 1990 wäre nicht einmal ein Austausch zwischen Köln und Leipzig möglich gewesen ...

Das stimmt. Die IFMSA gibt es aber schon seit 60 Jahren. Der Austausch geht also auf eine lange Tradition zurück, denn er war eine der ersten Arbeitsgruppen der IFMSA. Bei einem Treffen in Münster war zum Beispiel ein NEO aus den 60er Jahren da. Das war schon damals alles rein studentisch organisiert.

Was wünscht ihr euch für eure Amtszeit?

Ich wünsche mir, dass noch mehr Studenten aus Deutschland einen Austausch machen. Dass mehr Leute in den Lokalvertretungen aktiv sind. Gar nicht mal mit den administrativen Sachen, sondern in der Betreuung der Incomings. Mal mit denen trinken gehen, mal kickern, sie zu alltäglichen studentischen Aktivitäten mitnehmen … Das macht deren Aufenthalt schöner und macht auch selbst Spaß. 

Ich wünsche mir, dass mehr Leute in die osteuropäischen Länder und allgemein in unbekanntere Länder gehen und was Neues ausprobieren. Wenn man die Berichte liest, ist die Betreuung dort super, sowohl durch die Ärzte als auch durch die Studenten. Die freuen sich einfach riesig, dass ein deutscher Student sich für sie interessiert. Die sind so motiviert, einem was zu zeigen und haben oft viel mehr „drauf“ als wir, sowohl theoretisch, als auch praktisch. Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg bei eurem Studium und bei der bvmd.
Susi muss los. Sie fährt in die Stadt zu einem Abendessen mit den 10 Incomings, die gerade in Leipzig sind.

Das Gespräch mit Susi und Denis führt Nina Dalitz (MEDI-LEARN Redaktion). Deine lokale bvmd-Gruppe erreichst du unter [email protected].
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