Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Die Stimmung nach dem „Hammer“

Erfahrungen der ersten Examenskandidaten

Jan-Peter Wulf

„Wie Kaugummi“ ziehe sich das Beantworten der Fragen hin, so ein weiterer Examenskandidat, „insbesondere, wenn einem das Fach nicht liegt (bei mir z.B. Ophtalmologie), ist es nur nervend. Besonders anstrengend sind die zunehmend langen Texte zu Einzelfragen, z.B. Neurologie und Psychiatrie.“ Letztere Auffassung teilt ein Kommilitone: „Die langen Fallbeispiele sind anstrengend, da zuerst ein zweiseitiger Text gelesen, verstanden und verarbeitet werden muss. Zu jedem Fallbeispiel gibt es rund 12-15 Fragen. Was hingegen angenehm ist: Zu den Bildbeilagen gibt es auch Referenzwert-Tabellen für Kinder und Erwachsene.“

Viele Fallbeispiele verlangen Facharzt-Wissen
Neben der Länge der Aufgaben ein häufiger Kritikpunkt: Viele Fallbeispiele gingen schon in den Bereich des Facharzt-Wissens. Sie wurden im Vergleich zum Pretest als schwieriger und komplexer eingestuft: „Im Pretest waren es allgemeine Erkrankungen, die anhand der Fälle abgefragt wurden. Im Examen hat man eher die seltenen Erkrankungen abgefragt.“ „Man kann man sich schon die Frage stellen, welchen Sinn es macht, an einem Prüfungstag mehr als zehn Prozent der Fragen zu einer einzigen Erkrankung, z.B. dem Morbus Perthes, zu stellen. Facharzt-Niveau und Vokabeltest!“
Ergänzend merkt eine Studentin an: „Leider wurden wir Erstteilnehmer in unserem Studium nicht auf dieses fächerübergreifende und komplexe Denken vorbereitet, das hier abgefragt wurde.“

Tipps für die Nächsten

Welche Tipps haben die Studenten, die es hinter sich haben, für diejenigen, die beim nächsten Mal wissen müssen, wo der „Hammer hängt“?
„Möglichst viele Fragen klicken, um ein breiten Überblick zu bekommen. Keine Fächer aus dem 1. Stex lernen – die kamen nicht vor!“ Ebenfalls wird vom reinen Auswendiglernen alter Fragen abgeraten: „Bloß nicht! Es kommen so gut wie keine Altfragen dran.“ Ein anderer Teilnehmer ergänzt: „Die altbekannten Schlüsselwörter gibt es natürlich immer noch, aber es muss vor allem die Theorie sitzen.“ Nicht überraschend: Das Kreuzen ist und bleibt Zentrum der Vorbereitung. „Vor allem sollte man rechtzeitig mit dem Kreuzen anfangen – und dann kreuzen, kreuzen, kreuzen!“ Wobei aber nach Aussage eines Kandidaten zu beachten ist: „Wichtig ist, dass ihr zuerst kreuzt und dann nachlest. So könnt ihr euren aktuellen Wissenstand überprüfen.“
Für die Fallbeispiele wird geraten, Krankheiten bildlich zu begreifen: „Neben dem Auswendiglernen von Termini und wichtigen Namen sollte man sich künftig mit viel Fantasie die gleichen Patienten ausmalen, die auch in den letzten Jahren geprüft worden sind. Es wird helfen, die Krankheitsbilder zu visualisieren, eine Idee dafür zu entwickeln, welches Symptom durch welchen Umstand bedingt sein kann und was man im Allgemeinen und gerade im Speziellen tun wird.“

Surftipp

Visualisierung der Krankheitsbilder für die Fallbeispiele

„Merkt euch die klinischen Bilder! Das ist das A und O!“, rät ein Kommilitone für diesen Abschnitt der Prüfung.
Darüber hinaus wird betont, sich auf die Prüfung stärker als beim alten Modell auch mit Fallbüchern vorzubereiten. Und das nicht nur für die zu lösenden Fallbeispiele: „Selbst in den Einzelfragen wurden viele Fallbeispiele aufgeführt. Fall- oder Frage-Antwort-Bücher haben mir da sehr geholfen.“
Für die Lektüre raten viele Teilnehmer, die Lernzeit zu nutzen, die sich mit dem PJ überschneidet. So berichtet eine Teilnehmerin: „Meist war ich am Ende des Arbeitstages zu geschafft, um noch konzentriert zu kreuzen. Da ist es sinnvoll, Bücherstudium zu betreiben!“ Zu guter Letzt wird, bei aller Intensität, an der das Hammerexamen sicher nicht verloren hat, auch zum Durchatmen geraten: Neben „regelmäßigen Pausen“ und „festem Tagesplan mit Freiräumen“ sollten die Examenskandidaten der Zukunft „auch mal freie Tage einplanen“ und nicht vergessen, „was man außerhalb des Lernens sonst so gerne macht!“
Weiter
auf Seite

 

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn 1996-2011