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Salatsultan
20.08.2022, 06:42
Naja, dieselbe Schärfe die andere Gewerkschaften zeigen, von Verdi bis zu IG-Metall....

Dieselbe Schärfe und derselbe Duktus, den die Arbeitgeber in der VKA-Tarifrunde gezeigt haben und auch jetzt zeigen.

Leider zeigt die Geschichte um den Entlastungstarifvertrag in NRW doch sehr gut, dass man nur dann seine Forderungen durchsetzen kann, wenn man bereit ist, lange und ausgiebig dafür zu streiken.

Ich finde, nach so einer Auftaktrunde, wie oben beschrieben, sollte der MB sagen:"Schönen Dank. Wir sehen, dass ihr uns und die Verhandlungen nicht ernst nehmt. Wir streiken jetzt erstmal einen Tag und sehen uns dann wieder."
Immer noch keine Änderungen nach einem Tag Streik? -Dann halt als nächstes eine Woche usw...

Ich finde, man kann ruhig mal ein bisschen Druck machen. Gerade auch, wenn die Gegenseite ein lächerliches Angebot macht.

Versteh ich ja, aber es ist noch eine Verhandlungsrunde terminiert. Wenn die TdL sich nicht bewegt wird es dann auch die entsprechenden Maßnahmen geben. Bisher ist der MB keinen Millimeter von seinen Forderungen abgewichen, ich persönlich halte das relevanter als aggressive Kommunikation als initiales Stilmittel in der öffentlichen Kommunikation. Aber die Geschmäcker sind verschieden, alles hat seine Zeit. Nur ein initial aggressives auftreten mit einer 8,9% Forderung kann auch schnell einen gesellschaftlichen Backlash verursachen durch entsprechende mediale Steuerung.

Wenn es zur Eskalation kommt freu ich mich wenn dann auch alle entsprechene mitziehen (und nicht nur die Anästhesien die Kliniken lahmlegen). Das ist dann das Mittel was die dann angebrachten scharfen Worte mit Substanz unterfüttert.

Endoplasmatisches Reticulum
20.08.2022, 10:35
Bisher ist der MB keinen Millimeter von seinen Forderungen abgewichen, ich persönlich halte das relevanter als aggressive Kommunikation als initiales Stilmittel in der öffentlichen Kommunikation.
Das ist das Mindeste. Nachgeben tut man quid pro quo, nicht in Hoffnung auf ein Entgegenkommen.


Nur ein initial aggressives auftreten mit einer 8,9% Forderung kann auch schnell einen gesellschaftlichen Backlash verursachen durch entsprechende mediale Steuerung.
Das sehe ich anders. Die Arbeitgeber feuern aus allen Rohren gegen die Ärzteschaft und instrumentalisieren vom Hippokratischen Eid™ über angebliche fehlende Solidarität der Ärzte gegenüber anderen Gesundheitsbranchen und der gesamten Bevölkerung angesichts der Inflation bis hin zum Ukrainekrieg alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Ja, ich schmeiße hier die Argumente verschiedener Tarifrunden und Parteien zusammen. Aber der Punkt ist: Die Arbeitgeber betreiben mit ihren Äußerungen nichts als mediale Meinungsmache. Auffallend viele Argumente und Vorwürfe der Arbeitgeber zielten bislang am Sachthema vorbei gezielt auf einen Charaktermord der Ärzteschaft in der Gesellschaft ab.

Aggressiv heißt hier im Kontext keinesfalls, absurde Forderungen zu stellen oder die TdL böswillig zu beschimpfen. Aber gerade wenn das Ziel des MB ist, uns nicht ins mediale Kreuzfeuer zu stellen, sollte man doch vielleicht auch mal ein paar Gegenargumente mit scharfer Zunge formulieren und diese Travestie als das entlarven, was sie ist. Einfach nur "enttäuscht" da stehen und die Gegenseite weitgehend alleine das öffentliche Bild zeichnen lassen, zeugt für mich nicht von Verhandlungsstärke.

dissection
20.08.2022, 13:25
Das sehe ich anders. Die Arbeitgeber feuern aus allen Rohren gegen die Ärzteschaft und instrumentalisieren vom Hippokratischen Eid™ über angebliche fehlende Solidarität der Ärzte gegenüber anderen Gesundheitsbranchen und der gesamten Bevölkerung angesichts der Inflation bis hin zum Ukrainekrieg alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Ja, ich schmeiße hier die Argumente verschiedener Tarifrunden und Parteien zusammen. Aber der Punkt ist: Die Arbeitgeber betreiben mit ihren Äußerungen nichts als mediale Meinungsmache. Auffallend viele Argumente und Vorwürfe der Arbeitgeber zielten bislang am Sachthema vorbei gezielt auf einen Charaktermord der Ärzteschaft in der Gesellschaft ab.


Absolut, man kann sich bei den Aussagen der Arbeitgeberseite nur wundern. Ihnen ist a) klar, dass sie dreist popularisieren, b) die Ärzte, die meist halbwegs intelligent sind weiter gegen sich aufbringen mit ihren tumben Ausagen c) sie null ad hoc argumentieren. Hier werden in öffentlichkeitswirksamen Verhandlungen offensichtlich falsche Behauptungen und Täuschungen vorgebracht, die nicht an uns gerichtet sind oder zum Dialog mit uns dienen sollen. Sie sind vielmehr an Medien und Berichterstatter gerichtet, deswegen auch Schlagworte wie Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation. Nur unter diesen billigen Scheinargumenten lassen sich die unverschämten Aussagen rechtfertigen.

Beispiele:
"Ärzt*innen muss vor Start in's Berufsleben klar sein worauf sie sich einlassen(, ergo ist jede Forderung inkrementeller Verbesserungen hinfällig)". "Eine Anpassung der Kompensation von Nachtdiensten in monetärer Hinsicht oder zusätzlichen Urlaubs muss aktuell kategorisch abgelehnt werden" (z.B. bei mir im Wechselschichtdienst auf ITS im vierten Weiterbildungsjahr beträgt die "Vergütung" aktuell um die 4-5 € pro Nachtstunde).
Addressat hier also wieder nicht die Ärzteschaft, sondern das Publikum (welches die Ärzte ja mit ihren Steuergeldern bezahlt!11): raffgierige Ärzte kriegen mal wieder den Hals nicht voll, dabei würde bei den Kompensationen unserer Wochenend-, Feiertags- und Nachtarbeit jedee unqualifizierte Hilfskraft oder z.B. auch Handwerker das Weite suchen. Leider dennoch: beim durchschnittlichen deutschen Bürger wird man so Gehör finden, denn Ärzte waren ja auch schon zur Pandemie die Überbringer unpopulärer Ansichten, sprachen von Dingen wie Impfflicht etc.

:-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz :-kotz

freak1
21.08.2022, 09:03
Da hat der MB absolut das Heft in der Hand, mal öffentlich zu zeigen, was ein Assistenzarzt pro Nachtarbeitsstunde bekommt oder wie der Durchschnittslohn insgesamt aussieht.

Holthusen
21.08.2022, 11:00
: raffgierige Ärzte kriegen mal wieder den Hals nicht voll, dabei würde bei den Kompensationen unserer Wochenend-, Feiertags- und Nachtarbeit jedee unqualifizierte Hilfskraft oder z.B. auch Handwerker das Weite suchen. Leider dennoch: beim durchschnittlichen deutschen Bürger wird man so Gehör finden, denn Ärzte waren ja auch schon zur Pandemie die Überbringer unpopulärer Ansichten, sprachen von Dingen wie Impfflicht etc.


Raffgierige Ärzte aus Sicht der Bevölkerung? Hier müsste die Bevölkerung unterscheiden lernen
a) der Assi, der nach Tarif arbeitet unter 100k, quasi den Hauptteil der Arbeit leistet, der quasi keine Lobby hat
b) Niedergelassene Fachärzte mit Gehältern um 400k oder auch mehr mit der besten Lobby
c) Angestellte Fachärzte (egal ob MVZ, Oberarzt, Chef) mit Gehältern zwischen 120k-400k mit guter Lobby

Mein (noch) Chef im niedergelassenen Bereich ist z.B. >12 Wochen im Jahr im Urlaub und um 14 Uhr aus der Tür, während er zwischen 08:30 und 09:00 (je nach Verkehrssituation) anfängt. Für unangenehme oder uninteressante Krankheitsfälle kann er sich seine angestellten Ärzte leisten. Sämtliche Verwaltungsarbeit (wie Briefe&Co, Abrechnung) übernehmen MFAs. Die Arbeitsweise ist auf Maximalgewinn ausgerichtet: Alles was die Kasse zahlt, wird gemacht. Die Lobby hat beim EBM Katalog ganze Arbeit geleistet. Die KV (GKV) und die PKVs haben offensichtlich genug Mittel zu verteilen. Wenn ich ehrlich sein soll: Das ist einfach viel zu gut und üppig bezahlt für die anfallende Arbeit.

Ich habe auch Dienste gemacht im Krankenhaus als Assi oder auf Stationen gearbeitet oder auch in der Notaufnahme gearbeitet. Gerade die Dienste, wenn es ins 24h Format geht, sind schlecht bezahlt und belastend. Besser wäre es einen ordentlichen Nachtzuschlag/Zuschlag für Feiertags (momentan ein Witz) für Schichtdienst einzuführen, so dass man auf dasselbe Geld kommt wie 24h Dienste, so dass hier keiner mehr aus pekuniären darauf beharrt: Ich will lieber die 24h Dienste.
Tja und dass es bereits genug Geld im Gesundheitswesen gibt, habe ich ja gesagt. Gruppe b) und c) sind üppig alimentiert.
Aber gibt's dafür ne Assi-Lobby: Nö. Keiner interessiert sich für die Assis so richtig. Wenn überhaupt sehr halbherzig.

Nefazodon
21.08.2022, 11:14
Da hat der MB absolut das Heft in der Hand, mal öffentlich zu zeigen, was ein Assistenzarzt pro Nachtarbeitsstunde bekommt oder wie der Durchschnittslohn insgesamt aussieht.

Das Problem ist, das würde nicht ziehen. Zwar ist der Lohn von Assistenzärzten auf die Stunden gerechnet ein Witz, aber man muss bedenken, dass Ärzte insgesamt gesehen immer noch zu den Besserverdienenden gehören.

In Zeiten, in denen das Geld so knapp wird wie jetzt und in denen einige Menschen in Existenznöte geraten werden, werden die Leute nur auf das Gesamtbrutto schauen und sagen, dass Ärzte es noch gut haben und still sein sollen.

Außerdem hab ich auch schon erlebt, dass Patienten durch den Begriff "Assistenzarzt" verwirrt werden und davon ausgehen dass man sich noch in Ausbildung befindet, was im Glauben dieser Leute einen niedrigeren Lohn rechtfertigt....

Versteht mich nicht falsch. Ich finde auch, dass die Arbeit, vorallem in den Diensten, zu schlecht bezahlt wird und dass es Zeit für eine Erhöhung von 8% oder mehr wird, alleine für den Inflationsausgleich.
Nur glaube ich, dass der MB Probleme haben wird, das der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Ich glaube eher, der MB sollte sich in der Argumentation auf die Belastungen durch die Coronapandemie konzentrieren.

Holthusen
21.08.2022, 11:48
Das Problem ist, das würde nicht ziehen. Zwar ist der Lohn von Assistenzärzten auf die Stunden gerechnet ein Witz, aber man muss bedenken, dass Ärzte insgesamt gesehen immer noch zu den Besserverdienenden gehören.

In Zeiten, in denen das Geld so knapp wird wie jetzt und in denen einige Menschen in Existenznöte geraten werden, werden die Leute nur auf das Gesamtbrutto schauen und sagen, dass Ärzte es noch gut haben und still sein sollen.


Gerade, wenn man die Niedergelassenen, Chefärzte und AT-Oberärzte/Fachärzte mit in den Topf "Ärzte" wirft.
Mies bezahlt und eine erhebliche Belastung sind die Dienste in 24h Form und Rufbereitschaft im Krankenhaus. Gerade weil sie in vielen Fällen nicht ihrer vorgesehenen Form (max. 50% Arbeitsbelastung im Dienst, "Arbeit" als Ausnahme in der Rufbereitschaft) entsprechen. Aber das wurde doch immer nur bedingt zum Thema gemacht.



Außerdem hab ich auch schon erlebt, dass Patienten durch den Begriff "Assistenzarzt" verwirrt werden und davon ausgehen dass man sich noch in Ausbildung befindet, was im Glauben dieser Leute einen niedrigeren Lohn rechtfertigt....


Nun du wirst es nicht durchsetzen können, dass Assis FA-Gehälter beziehen. Wo man ansetzen sollte, sind die Dienste. Ein heikles und schwieriges Thema.
Diese Begrifflichkeit ist wieder ein Thema für sich. Eigentlich hat man einen voll ausgebildeteten Arzt vor sich mit 6 Jahren Studium und nicht eine Grüßaugust/Kaffeetante. Den Begriff "Assistenz", der auf Kaffeezubereitung/Kopieren schließen lässt, stammt aus nicht allzulang entfernter grauer Vorzeit und lässt sich leider nicht ersetzen in den Köpfen. Die Diskussion geht >20 Jahre. Der ganz offensichtliche demütigende-herabsetzende Begriff wird auch konsequent weitergenutzt und verharmlost. In den Logbüchern und WB-Ordnungen hat man vor ca. 10 Jahren angefangen ihn durch den sperrigen Begriff "Arzt in Weiterbildung" zu ersetzen. Die meisten Opas / 50+ Leute, aber auch jüngere "konservative" Leute aus den Chefetagen und ihr Anhang verwenden ihn weiter in Stellenausschreibungen, Briefen, Webseiten, weil es "immer so war". Veränderung und Konservativ schließen sich allein schon von der Begrifflichkeit aus. Das ist auch alles immer mit Arbeit und Anstrengung verbunden.

dissection
21.08.2022, 14:11
b) Niedergelassene Fachärzte mit Gehältern um 400k oder auch mehr mit der besten Lobby
c) Angestellte Fachärzte (egal ob MVZ, Oberarzt, Chef) mit Gehältern zwischen 120k-400k mit guter Lobby

Mein (noch) Chef im niedergelassenen Bereich ist z.B. >12 Wochen im Jahr im Urlaub und um 14 Uhr aus der Tür, während er zwischen 08:30 und 09:00 (je nach Verkehrssituation) anfängt. Für unangenehme oder uninteressante Krankheitsfälle kann er sich seine angestellten Ärzte leisten. Sämtliche Verwaltungsarbeit (wie Briefe&Co, Abrechnung) übernehmen MFAs. Die Arbeitsweise ist auf Maximalgewinn ausgerichtet: Alles was die Kasse zahlt, wird gemacht. Die Lobby hat beim EBM Katalog ganze Arbeit geleistet. Die KV (GKV) und die PKVs haben offensichtlich genug Mittel zu verteilen. Wenn ich ehrlich sein soll: Das ist einfach viel zu gut und üppig bezahlt für die anfallende Arbeit.


Welche Fachrichtung machst du denn bzw worauf beziehst du dich? 200 - 400k erscheint mir etwas sehr hoch gegriffen bzw als die top 5 % der Ärzteschaft maximal. Ein angestellter Leiter im MVZ bekommt keine 200k, ein normaler Uniklinik-OA niemals und ein hier im Forum tätiger Münchner interventioneller Kardiologe in Gemeinschaftspraxis kommt da auch nicht ran. Einige wenige erfolgreiche Niedergelassene mit mehreren Sitzen in bestimmten Fächern vielleicht.

Holthusen
21.08.2022, 15:11
Tja das ist auch so ein Problem, anstatt mal ordentlich über Geld zu reden und Gehälter öffentlich zu machen, wird das alles im "Geheimen" gehalten, obwohl sich die Gehälter aus Kassenbeiträgen/Steuern ergeben.
Aktienunternehmen veröffentlichen auch die Vorstandsbezüge. Wieviel % genau jetzt 200-400k bekommen, weiß keiner, möglich ist es jedoch (siehe die Artikel, die öffentlich im Internet zugänglich sind und naja man redet ja auch untereinander). Auch als Oberarzt sind Gehälter >200k möglich, entsprechende Expertise vorausgesetzt. Und das ist nicht nur in Deutschland so, sondern in einer Vielzahl von Ländern. Und bevor das Argument kommt: Ach die müssen ja noch Gerätschaften abbezahlen und ständig modernsieren. Der Reinertrag bleibt je nach Gusto zu guten Teilen erhalten insbesondere bei alten "Möhren" , die schon abbezahlt sind und es "auch noch tun". Kann ja jeder für sich selbst entscheiden, was zu modernsieren ist und was nicht solange die Hersteller noch Support und Wartung gewährleisten. In der Regel modernsiert man nicht komplett, sondern nur in Teilen, kaufmännisch gedacht "nur das nötigste". Trotzdem wird man da immer viele Klagen hören, es würde kaum was übrig bleiben: Die Klage ist seit jeher der Gruß des Kaufmanns.

Ich beziehe mich auf folgende Artikel:
https://www.healthrelations.de/gehalt-facharzt-wie-viel-verdient-der-praxisinhaber/
Hier wird der Reinertrag genannt Personal und Sachkosten wurden bereits abgezogen, lediglich Kredite für die Praxis*übernahme, Versicherungs- und Vorsorgebeiträge bleiben. Der Kredit ist möglicherweise schon abbezahlt nach 10 Jahren. Somit bleiben lediglich Versicherungs- und Vorsorgebeiträge.
Natürlich ist die Höhe des Ertrags auch davon abhängig wieviele PKV Patienten gibt es, wie gut man seine Steuererklärung macht, wie ist das Einzugsgebiet, wie kommerziell wird die Medizin in Graubereichen betrieben, was kann da jeder für sich mit seinem Gewissen vereinbaren. Maximal vorteilhaft ist da natürlich eine Gebrauchtwagenhändlermentalität, die auf maximalen Profit aus ist und es nicht so genau mit der Wahrheit nimmt: "Super Auto, wie neu, zum Sonderpreis, nie Probleme gehabt, Verkauf aus Altersgründen" (In Wirklichkeit Unfallauto, mit 400.000 km, Kilometerstand verändert, 3. Hand, etwas aufgemöbelt und frisch lackiert)
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/08/16/durchschnittlicher-reinertrag-einer-arztpraxis-liegt-bei-258-000-euro
https://www.praktischarzt.de/magazin/wie-viel-bleibt-aerzten-netto-gewinn-ist-nicht-gleich-reinerloes/

Hier der Artikel bzgl. AT-Oberarzt. Das ganze richtet sich natürlich auch nach Expertise und Nachfrage. Der Artikel stellt das ganz gut dar.
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/jobwechsel-und-gehalt/aussertariflicher-vertrag-fuer-oberaerzte-info

Und als Chef verdient man auch nicht schlecht, ohne sich die Hände mit Diensten schmutzig mache zu müssen.
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/gehalt-als-chefarzt-das-koennen-sie-verdienen

Coxy-Baby
21.08.2022, 17:19
@Holthusen: Einkommenssteuer dürfte aber auch nochmal ganz gut reinhauen vom Reinertrag oder ?
Und der Frage wo du als was arbeitest bist du ja auch Mal wieder geschickt ausgewichen .....

Holthusen
21.08.2022, 18:14
Je nach Steuersparmodell...

Dissection klagte darüber, dass in der Bevölkerung es den Begriff "raffgierige Ärzte" gibt. Man sollte also von der Bevölkerung Differenzierung verlangen zwischen nachrangigen Krankenhausärzten und anderen Gruppen.


Im nahezu unbezahlten PJ habe ich das auch Mal mit einem Patienten diskutiert, der meinte ja sie verdienen ja dafür später viel und wie ungerecht das Leben sei...

Thomas24
23.08.2022, 15:27
Das sehe ich anders. Die Arbeitgeber feuern aus allen Rohren gegen die Ärzteschaft und instrumentalisieren vom Hippokratischen Eid™ über angebliche fehlende Solidarität der Ärzte gegenüber anderen Gesundheitsbranchen und der gesamten Bevölkerung angesichts der Inflation bis hin zum Ukrainekrieg alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Ja, ich schmeiße hier die Argumente verschiedener Tarifrunden und Parteien zusammen. Aber der Punkt ist: Die Arbeitgeber betreiben mit ihren Äußerungen nichts als mediale Meinungsmache. Auffallend viele Argumente und Vorwürfe der Arbeitgeber zielten bislang am Sachthema vorbei gezielt auf einen Charaktermord der Ärzteschaft in der Gesellschaft ab.


Das übliche Vorgehen- ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Hartmut Möllring als Verhandlungsführer der Länder seinerzeit unseren Streik einfach für beendet erklären wollte mit der Argumentation, die TDL hätte ja jetzt einen gültigen Tarifvertrag mit Verdi geschlossen, der würde einfach auch für uns Ärzte gelten. Punkt...:-keks Chapeau, das zeugt von Chuzpe. Hat sich aber stark verkalkuliert der gute Mann, denn danach ging die Streikbereitschaft erst richtig los. Wir wollten einen arztspezifischen Tarifvertrag und eben nicht mehr mit Verdi in einem Boot sitzen, vor allem weil Verdi, über Jahre hinweg bewiesen hat, dass Sie gerne bereit waren, die Interessen der zahlenmäßig nicht stark vertretenen Akademiker in ihren Reihen immer gerne zu opfern bereit gewesen ist...



Raffgierige Ärzte aus Sicht der Bevölkerung? Hier müsste die Bevölkerung unterscheiden lernen
a) der Assi, der nach Tarif arbeitet unter 100k, quasi den Hauptteil der Arbeit leistet, der quasi keine Lobby hat
b) Niedergelassene Fachärzte mit Gehältern um 400k oder auch mehr mit der besten Lobby
c) Angestellte Fachärzte (egal ob MVZ, Oberarzt, Chef) mit Gehältern zwischen 120k-400k mit guter Lobby

Mein (noch) Chef im niedergelassenen Bereich ist z.B. >12 Wochen im Jahr im Urlaub und um 14 Uhr aus der Tür, während er zwischen 08:30 und 09:00 (je nach Verkehrssituation) anfängt. Für unangenehme oder uninteressante Krankheitsfälle kann er sich seine angestellten Ärzte leisten. Sämtliche Verwaltungsarbeit (wie Briefe&Co, Abrechnung) übernehmen MFAs. Die Arbeitsweise ist auf Maximalgewinn ausgerichtet: Alles was die Kasse zahlt, wird gemacht. Die Lobby hat beim EBM Katalog ganze Arbeit geleistet. Die KV (GKV) und die PKVs haben offensichtlich genug Mittel zu verteilen. Wenn ich ehrlich sein soll: Das ist einfach viel zu gut und üppig bezahlt für die anfallende Arbeit.

LOL, wer kennt Sie nicht, die üppigst bezahlten Fach/Oberärzte und Niedergelassenen, mit ihrer extrem guten Lobby...
Die eine GOÄ auf dem Stand von 1996 (!!!) haben und seit Jahren Steigerungen unterhalb der Inflationsrate erfahren, während die Kosten für Personal, Mieten, EDV, sonstige Auflagen etc. natürlich ebenfalls auf dem Stand von 1996 eingefroren geblieben sind. DSGVO, IT, KIM, QM etc. verursachen ja gar keine Kosten :-keks.

Floatender Punktwert im EBM? Kein Problem- wir rechnen ja zu einem Festpreis ab, dessen Wert ja bereits im Vorhinein feststeht und nicht erst 2 Quartale später... :-slap Mengenbegrenzung, Budget, Regresse, Richtlinien und Prüfziffern- alles kein Thema im echten Leben, nur Hetze aus der rechten Springer Presse- denn das Gesundheitssystem ist ja ein unerschöpfliches Füllhorn *gefaelltmirnicht*

Typisch deutsch. Anstatt untereinander solidarisch zu sein, wird auf die ach so gut alimentierten Kollegen mit dem Finger gezeigt "aber denen geht es viiiieeel zu gut" (immerhin ist die Niederlassung eine der wenigen Exit Perspektiven für die Kollegen nach ihren Klinikjahren- also sollte man mit Hinblick auf die eigene Zukunft doch daran interessiert sein, dass die Konditionen außerhalb der Klinik halbwegs interessant bleiben, anstatt auf das halbsozialistische Mangelverwaltungsniveau in Punkto materiellen und zeitlichen Ressourcen, Personal, IT, Wertschätzung und Vergütung der Kliniken herabzusinken. Aber man schießt sich wohl selbst gern in den eigenen Fuß?).

Da lob ich mir die Franzosen. Als in den 80 und 90ern massive Verschlechterungen für Klinikärzte drohten, haben die Kollegen mit den Niedergelassenen gesprochen- wir machen dicht. Übernehmt ihr unsere Aufgaben mit? Haben Sie. Das Ergebnis: die Kliniken haben geschlossen, sowohl die Niedergelassenen als auch die Kliniker haben an einem Strang gezogen, die Reformideen der Regierung mussten wieder einkassiert werden.

Aber nein, in Deutschland spielen wir ja lieber "Teile und Herrsche" zwischen den Sektoren. Die Kliniker zeigen mit dem Finger auf die Niedergelassenen, die Assistenten auf die Oberärzte, die Fachärzte auf die Hausärzte und umgekehrt, die Humanmediziner auf die Zahnis usw., usw... Und der feine Herr daCapo/Gp1000/Holthusen macht bei diesem Spiel auch immer fleißig mit und zeigt mit seinen Fingern anklagend auf die -seiner Ansicht nach- überbezahlten Kollegen. Ihr wisst schon, die wegen ihrer geilen Lobby eine GOÄ von 1996** haben- und den direkten Draht ins Gesundheitsministerium. Und weil das ganze Berufsbild einfach so hochattraktiv ist, nehmen die Praxisgründungen/ Selbständigkeiten in vielen Fächern seit Jahren auch ab und die Angestelltenverhältnisse zu*
:-slap Einfach zum :-kotz

*Aussage kann Spuren von Fassungslosigkeit und Sarkasmus enthalten.

** Und weil die Kollegen so eine Mega. Gute. Lobby. haben wurde bei den GOÄ Verhandlungen 2020 und 2021 von Seiten der Politik und Kassen eins mal von vorneherein klargestellt: ihr lieben Ärzte könnt natürlich gerne eine neue GOÄ haben- nur die darf dann nicht mehr kosten, als die bisherige GOÄ (von 1996 eben). Ja, da lacht das Lobbyistenherz.

Holthusen
23.08.2022, 19:01
LOL, wer kennt Sie nicht, die üppigst bezahlten Fach/Oberärzte und Niedergelassenen, mit ihrer extrem guten Lobby...
Die eine GOÄ auf dem Stand von 1996 (!!!) haben und seit Jahren Steigerungen unterhalb der Inflationsrate erfahren, während die Kosten für Personal, Mieten, EDV, sonstige Auflagen etc. natürlich ebenfalls auf dem Stand von 1996 eingefroren geblieben sind. DSGVO, IT, KIM, QM etc. verursachen ja gar keine Kosten............................................ ............


Die Klage ist der Gruß des Kaufmanns.
Die Artikel von Ärzteblatt und Co. mit den Gehältern : s.o.


nehmen die Praxisgründungen/ Selbständigkeiten in vielen Fächern seit Jahren auch ab und die Angestelltenverhältnisse zu*


Ganz anderes Thema. Rendite-orientierte MVZ Ketten haben die größere Finanzkraft als ein Einzelkämpfer Klinik-Oberarzt oder Facharzt, der die Niederlassung anstrebt. Kein Wunder, dass es immer mehr Angestelltenverhältnisse gibt. Die Kassensitze gehen an die MVZ-Ketten.


zeigt mit seinen Fingern anklagend auf die -seiner Ansicht nach- überbezahlten Kollegen.

Da stehe ich zu. Hätte ich nicht gedacht, dass man im Gesundheitswesen in manchen Bereichen relativ gesehen so wenig arbeiten kann bei so gutem Verdienst. Im Krankenhaus brannte immer die Hütte angesicht von Überstunden, Personalmangel und wenig attraktiven Diensten. Darf man nicht mal mehr seine Meinung vertreten, die anderen offenkundig nicht passt?

Coxy-Baby
23.08.2022, 19:16
@Thomas24: Hut ab, dass du es wirklich noch versuchst auszudiskutieren....

Holthusen
23.08.2022, 19:38
https://www.healthrelations.de/gehalt-facharzt-wie-viel-verdient-der-praxisinhaber/
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/08/16/durchschnittlicher-reinertrag-einer-arztpraxis-liegt-bei-258-000-euro
https://www.praktischarzt.de/magazin/wie-viel-bleibt-aerzten-netto-gewinn-ist-nicht-gleich-reinerloes/
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/jobwechsel-und-gehalt/aussertariflicher-vertrag-fuer-oberaerzte-info
https://aerztestellen.aerzteblatt.de/de/redaktion/gehalt-als-chefarzt-das-koennen-sie-verdienen

OK ich geb's auf.
Die o.g. Gehälter sind wirklich extrem mies im Vergleich zu den Tarifgehältern der Kliniken mit ihren lukrativen Diensten. GOÄ auf dem Stand von 1996, Mengenbegrenzung, Budget, Regresse, Richtlinien und Prüfziffern werden es alles nur noch schlimmer machen.
Überhaupt wird immer mehr gekürzt werden und es wird immer alles unattraktiver.

DrSkywalker
23.08.2022, 20:33
Als niedergelassener Arzt hast du mindestens 12 Jahre Ausbildung hinter dir, hast dann in der Regel relativ teuer eine Praxis (kassensitz) gekauft oder neu gegründet.

Du hast einen extrem verantwortungsvollen Beruf, du bist Arbeitgeber für je nach Praxisgröße 5 bis 30 Angestellte, du unterschreibst jeden Tag 100 mal ein Dokument welches welches ich potentiell in den Knast bringen kann, du bist der Willkür der Politik ausgeliefert was Vergütung und Arbeitsweise angeht (dieses Jahr 8% Inflation, 0% honorarsteigerung durch die Kassen angeboten worden), du musst jede bürokratische Unsinnigkeit mitmachen, du kümmerst dich um Buchhaltung, Steuern, Abrechnungen, EDV.

Ach ja Patienten behandeln soll man ja auch noch, und zwar top fortgebildet, stets voll konzentriert und empathisch.

Warum zur Hölle sollte man das machen ohne nach einigen Jahren ein überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen?

Mal als kleines Beispiel :

Der Schornsteinfeger war gerade da, hat insgesamt 10 Minuten gebraucht, Rechnung über 70 €. Geht von Haus zu Haus natürlich, drei Häuser pro Stunde schafft er denke ich.

Die Heizung wurde gewartet von einem Gesellen, hat ca 50 Minuten gebraucht Rechnung 250 €. Ich mache einen Hausbesuch bei einem gesetzlich versicherten Patienten, wenn ich schnell bin und er um die Ecke wohnt 15 Minuten, meist mehr, Vergütung ca 25 € inkl Anfahrt.

SineNomine
23.08.2022, 20:52
Typisch deutsch. Anstatt untereinander solidarisch zu sein, wird auf die ach so gut alimentierten Kollegen mit dem Finger gezeigt "aber denen geht es viiiieeel zu gut" (immerhin ist die Niederlassung eine der wenigen Exit Perspektiven für die Kollegen nach ihren Klinikjahren- also sollte man mit Hinblick auf die eigene Zukunft doch daran interessiert sein, dass die Konditionen außerhalb der Klinik halbwegs interessant bleiben, anstatt auf das halbsozialistische Mangelverwaltungsniveau in Punkto materiellen und zeitlichen Ressourcen, Personal, IT, Wertschätzung und Vergütung der Kliniken herabzusinken. Aber man schießt sich wohl selbst gern in den eigenen Fuß?).

Seh ich anders, im Gegenteil sollten dann Kliniken eine Aufwertung erfahren, so dass nicht gefühlt jeder Assistent Fluchtttendenzen entwickelt. Dass der ambulante Sektor für die Mehrzahl attraktiver ist, ist ja kein Geheimnis. Ob das nun so sein sollte ist Stoff für eine andere Debatte, aber der größte Handlungsbedarf liegt wahrscheinlich aktuell tatsächlich in den Kliniken, was nicht im Umkehrschluss heißen soll, dass die Niederlassung ein Paradies wäre - letztlich geht es um den ganzen medizinischen Sektor an sich.


Da lob ich mir die Franzosen. Als in den 80 und 90ern massive Verschlechterungen für Klinikärzte drohten, haben die Kollegen mit den Niedergelassenen gesprochen- wir machen dicht. Übernehmt ihr unsere Aufgaben mit? Haben Sie. Das Ergebnis: die Kliniken haben geschlossen, sowohl die Niedergelassenen als auch die Kliniker haben an einem Strang gezogen, die Reformideen der Regierung mussten wieder einkassiert werden.

stimmt, aber da fehlt auf beiden Seiten der Blick über den Tellerrand und letztlich auch die Bereitschaft, im Zweifel auch mal da zu streiken, wo es weh tut (ein Streik mit der Anlündigung, dass die Versorgung selbstverständlich gewährleistet ist, ist ex ante beschränkt sinnvoll)

Holthusen
23.08.2022, 23:58
Warum zur Hölle sollte man das machen ohne nach einigen Jahren ein überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen?



Als niedergelassener Arzt hast du mindestens 12 Jahre Ausbildung hinter dir, hast dann in der Regel relativ teuer eine Praxis (kassensitz) gekauft oder neu gegründet.

Wenn du die Artikel liest, fällt dir auf, dass nicht bei Allgemeinmedizinern die hohen/überdurchschnittlichen Zahlen zu finden sind.



Du hast einen extrem verantwortungsvollen Beruf, du bist Arbeitgeber für je nach Praxisgröße 5 bis 30 Angestellte, du unterschreibst jeden Tag 100 mal ein Dokument welches welches ich potentiell in den Knast bringen kann, du bist der Willkür der Politik ausgeliefert


Gibt's auch andere Berufe wie Handwerker oder ein Friseurgeschäft mit ähnlichen Problemen/Verantwortung.
Naja und in den Knast: Da muss es schon sehr hapern mit der Behandlungsqualität.




Der Schornsteinfeger war gerade da, hat insgesamt 10 Minuten gebraucht, Rechnung über 70 €. Geht von Haus zu Haus natürlich, drei Häuser pro Stunde schafft er denke ich.

Die Heizung wurde gewartet von einem Gesellen, hat ca 50 Minuten gebraucht Rechnung 250 €. Ich mache einen Hausbesuch bei einem gesetzlich versicherten Patienten, wenn ich schnell bin und er um die Ecke wohnt 15 Minuten, meist mehr, Vergütung ca 25 € inkl Anfahrt.

Schau dir mal das Gehalt von Schornsteinfegern an. Soviel ist es nicht.


Das übliche Vorgehen- ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Hartmut Möllring

Ja stimmt an den errinnere ich mich auch CDU-Mitglied. Damals war CDU/FDP Regierung, komisch, dass die für Assis unter TV so wenig tun wollten. Ist ja nochmal gut gegangen.



Mega. Gute. Lobby. haben wurde bei den GOÄ Verhandlungen 2020 und 2021 (...)Ja, da lacht das Lobbyistenherz.

Ja dann direkt mal bei Montgomery und Henkel beschweren, bestimmt total einflusslos. Diese GOÄ und die Privatpatienten, soll sich überhaupt nicht lohnen und wird immer schlimmer. Das wäre aber auch angebracht angesicht der geringen Vergütungen, die man in Artikeln zu lesen bekam.Wer sitzt eigentlich im Bewertungsausschuss für die geltenden EBM ? Natürlich nur Patienten- und Kassenvertreter, damit es kosteneffizient bleibt. Selten so gelacht.
Wie gesagt: Die Klage ist der Gruß des Kaufmanns. Hier haben wir für diesen Satz ein gutes Beispiel.

DrSkywalker
24.08.2022, 06:20
Wenn du die Artikel liest, fällt dir auf, dass nicht bei Allgemeinmedizinern die hohen/überdurchschnittlichen Zahlen zu finden sind.

Du beziehst dich auf einen Artikel, ich bin Niedergelassener und weiß, was verdient wird und was nicht, sowohl bei den Hausärzten als auch beim Rest.




Gibt's auch andere Berufe wie Handwerker oder ein Friseurgeschäft mit ähnlichen Problemen/Verantwortung. Handwerker machen wichtige Arbeit, aber alleine die Tatsache, dass du ärztliche Tätigkeit mit Handwerkern und Friseuren (die übringes auch HandwerkerInnen sind) vergleichst, sagt einiges über dich aus.


Naja und in den Knast: Da muss es schon sehr hapern mit der Behandlungsqualität. Du kannst nicht lesen bzw vielmehr möchtest du nicht lesen, sondern erscheinst mir wie ein frustrierter Troll, der hier seine Mischung aus Besserwisserei und Weltschmerz zu verarbeiten sucht. Schade eigentlich, also für dich.





Schau dir mal das Gehalt von Schornsteinfegern an. Soviel ist es nicht. Es geht ja auch nicht um den Schornsteinfeger, sondern um den Schornsteinfegermeister, der 10 Schornsteinfeger ansgestellt hat. Was der wohl verdient. Aber auch das willst oder kannst du nicht verstehen.

Ich werde jedenfalls ab sofort nur noch meinen Hund füttern und nicht mehr den Troll.

Holthusen
24.08.2022, 07:38
Handwerker machen wichtige Arbeit, aber alleine die Tatsache, dass du ärztliche Tätigkeit mit Handwerkern und Friseuren (die übringes auch HandwerkerInnen sind) vergleichst, sagt einiges über dich aus.

Du kannst nicht lesen bzw vielmehr möchtest du nicht lesen, sondern erscheinst mir wie ein frustrierter Troll, der hier seine Mischung aus Besserwisserei und Weltschmerz zu verarbeiten sucht. Schade eigentlich, also für dich.

Ich werde jedenfalls ab sofort nur noch meinen Hund füttern und nicht mehr den Troll.

Wenn man keine Argumente hat, wird man persönlich (ohne einander zu kennen (!) und beleidigt. Schwach.

Es ging hier darum, warum in der Gesellschaft und auch unter Patienten der Frust der nachrangigen Ärzte im Klinik-TV nicht verstanden wird und sie generell als raffgierig und arrogant dargestellt werden. Was daran liegt, dass der einfache Patient alle Ärzte in einen Topf wirft oder sich rausredet mit: Ja später verdienen sie dann mehr und haben bessere Arbeitsbedingungen.
Wenn ich mir dein Verhaltens- und Ausdrucksweise anschaue, kann man die Vorurteile der Patienten durchaus nachvollziehen.