Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FAQ - Berufseinstieg als Assistenzarzt
Ich hoffe inständig, dass jeder Notarzt ein grob disloziertes OSG direkt auf der Straße reponiert. Das ist essentiell, verhindert schwere bleibende Schäden und ist noch dazu technisch einfach. Wird auch genauso so gelehrt. Von einer Berufsanfängerin ohne jegliche Erfahrung kann man das natürlich nicht erwarten. Ich hätte mich an deiner Stelle auch maximal zurückgehalten, spätestens 10-15 min später ist ja regelhaft ein Notarzt da.
Mal davon abgesehen, viele Notärzte hätten halt eine Analgosedierung gemacht und den Patienten in die Unfallchirurgie gefahren. Du glaubst ja nicht, dass da ein gelernter Anästhesist oder Internist da mal schnell eine Reposition auf offener Straße macht.
Bei einem Sprunggelenk hoffentlich schon. Das wird hier (zurecht) von Notfallsanitätern erwartet. Ist auch wie gesagt wirklich kein Hexenwerk.
Der Rettungssanitäter kann sich das schon wünschen und diesen Wunsch artikulieren. Aber wenn man es sich nicht zutraut muss man es nicht machen.
Anders verhält es sich bei Notärzten oder so. Da gibt es die sogenannte Garantenstellung. Aber wer keine Ahnung von Ketanest hat, sollte es nicht spritzen.
Und @DA1994: auch bei dir gilt, dass du dir viel wünschen darfst. Aber nicht alle Wünsche werden erfüllt. Ich hab alle reponiert und dann reponiert in eine Vakuumschiene gepackt. Ein luxiertes OSG in die Klinik bringen grenzt an Kunstfehler, kommt aber vor.
Nefazodon
24.01.2025, 16:07
Ich hab auch mal ne Frage: Nutzt ihr Rezeptblöcke für Privatrezepte? Wenn ja, wo habt ihr die bestellt? Beim Ärzteverlag kann man nur Stückzahlen von 1000+ bestellen, das ist mir zuviel...
Ich hab auch mal ne Frage: Nutzt ihr Rezeptblöcke für Privatrezepte? Wenn ja, wo habt ihr die bestellt? Beim Ärzteverlag kann man nur Stückzahlen von 1000+ bestellen, das ist mir zuviel...
Ich habe einfach den kostenlosen von MediClubProfessional angenommen.. ist sogar mit Name drauf und Farbe kann man auch auswählen. :)
Lose Rezepte beim Rezeptorverlag hatte ich meine letzten. 250 Stück für 15 Euro gesamt. Nicht personalisiert natürlich aber ich hab nen Stempel.
Oder onlineprinters, da ist die Mindestabnahmemenge für personalisiert 50 Blöcke, das geht aber ab 10 Blatt pro Block für ca 40 Euro.
Lose Rezepte beim Rezeptorverlag hatte ich meine letzten. 250 Stück für 15 Euro gesamt. Nicht personalisiert natürlich aber ich hab nen Stempel.
Oder onlineprinters, da ist die Mindestabnahmemenge für personalisiert 50 Blöcke, das geht aber ab 10 Blatt pro Block für ca 40 Euro.
Ist das ein privater Stempel, den man sich auch irgendwo anfertigen kann oder einer aus der Klinik?
Privat (natürlich?). Gibt viele Adressen online
Es muss ja nach AMVV mein Name, Berufsbezeichnung, Adresse und Telefonnummer auf dem Rezept draufstehen.
Wobei ich ehrlich gesagt bis jetzt nur im engsten Familienkreis Rezeptiert habe.
Hat jemand eine Idee, was für eine Art Minijob man machen könnte, wenn man die Approbation schon hat, aber noch mit der Doktorarbeiten beschäftigt ist?
Bürgergeld bekomme ich leider nicht, trotzdem ist es mit 1500€ monatlich knapp.
Studentenjobs gehen ja nicht mehr, Minijob bei Rewe etc die lehnen einen auch ab sobald die die Qualifikationen sehen.
Hast du es denn auch wirklich probiert bei einem Supermarkt?
Kann mir nicht vorstellen, dass die einen deshalb nicht nehmen.
Hast du es denn auch wirklich probiert bei einem Supermarkt?
Kann mir nicht vorstellen, dass die einen deshalb nicht nehmen.
Konnte ich mir tatsächlich auch nicht vorstellen bekam aber die Rückmeldung überqualifiziert..
Aber vielleicht sollte ich es nochmal woanders probieren. Das Problem ist halt die wissen wahrscheinlich dass sie einen einarbeiten man dann aber nur sehr kurze Zeit da sein wird.
Mir fehlen halt nur noch ein paar Daten bevor die Tabelle dann in die statistische Auswertung gehen könnte, und da halte ich es irgendwie für dumm das jetzt noch abzubrechen auch wenn ich mich gegen eine Uni Karriere entschieden habe :/
..ich habe mal eine Frage zum Bewerben.
Ich möchte zu 80% den Facharzt für Allgemeinmedizin machen. Dazu möchte ich aber u.a Erfahrungen in der Neurologie und der Psychiatrie mitnehmen.
Wenn ich mich nun auf eine Stelle in diesen beiden Fächern bewerbe, muss ich dann sozusagen offenlegen dass ich eig.. Allg.Med machen will? Denn das schmälert natürlich die Chancen erheblich, da die ja dann Wissen, dass man nicht länger als 1 Jahr bleibt.
Oder kann ich mich auch einfach bewerben und so tun als würde ich halt das Fach machen wollen und dann nach einem Jahr gehen?
Ich frage mich aber wie es dann mit dem Logbuch ist, da ich ja dann das Logbuch für Allg.Med brauche und der Chef/Chefin mir ja das dann nicht abzeichnen würde bzw ja auch der Vertrag dann nicht auf Allg.Med läuft.
Wie ist hier die richtige Vorgehensweise?
fritzline
28.03.2025, 09:39
Das hängt ganz stark von der Region ab. In manchen Bereichen gibt es auch extra so Verbünde, wo man Rotationen in verschiedene Bereiche in einer Klinik organisiert bekommt. Einfach mal googeln, vielleicht auch nach Kompetenzentrum Allgemeinmedizin, die können sicher auch weiterhelfen. In manchen Kliniken wirst du mit der Aussage "eigentlich will ich Allgemeinmedizin machen" vermutlich keine Stelle bekommen und in manchen Bereichen sind sie einfach froh über ein, zwei Jahre Unterstützung. Allgemein ist der Vorteil, wenn du von Anfang an mit offenen Karten spielst, dass du auch vermehrt die Sachen kennenlernen kannst, die in der Allgemeinmedizin wichtig sind. Das gilt insbesondere auch für Fächer wie z.B. Chirurgie, wo die allgemein verhasste Ambulanz für angehende Allgemeinmediziner:innen ganz attraktiv ist.
Wie lange würdet ihr warten bis ihr neue Bewerbungen absendet?
Also zb man hat sich an 2-3 Stellen beworben, wie lange "gibt" man denen Zeit für Rückmeldung bevor man weiter sucht?
Ich hätte persönlich gesagt so eine Woche vielleicht?
Wie lange würdet ihr warten bis ihr neue Bewerbungen absendet?
Also zb man hat sich an 2-3 Stellen beworben, wie lange "gibt" man denen Zeit für Rückmeldung bevor man weiter sucht?
Ich hätte persönlich gesagt so eine Woche vielleicht?
Ich habe am Anfang meiner "Bewerbungsodyssee" auch ca. 1 Woche gewartet bis ich andere Bewerbungen abgeschickt habe. Mittlerweile schicke ich Bewerbungen dann ab, sobald ich ein spannendes Stellenangebot gefunden habe - ohne auf die Rückmeldung Anderer zu warten.
Seit Ende letzten Jahres habe ich meine Approbation und habe bisher immer noch kein passendes Stellenangebot gefunden. Das ist alles sehr unbefriedigend...
Ich habe mal eine andere Frage: Wenn ich z. B. ambulant in der Allgemeinmedizin starte und dann das Fach wechseln will, ist das wirklich so einfach möglich? Oder muss man dann z. B. die IPAM-Förderung zurückzahlen, weil man nicht in der Allgemeinmedizin bleibt?
Hatte tatsächlich gestern eine Hospitation und habe die Stelle auch angeboten bekommen. Kleineres haus, leider konnte ich nur 2 Assistenten kennenlernen, waren aber freundlich. Stimmung wirkte okay, abseits des üblichen System-Frusts. Personalmangel wohl aktuell ziemlich gravierend, dafür immerhin Teilzeit Modelle möglich, was ja nicht überall so ist und evtl die Überstunden kompensiert.
Das einzige was mich eigentlich beunruhigt ist: nach 12 Wochen, davon 6 Wochen Einarbeitung auf Intensiv macht man die Nachdienste auf Intensivstation. Tagsüber sind da ganz normal Fachärzte, nachts dann eben der Assistent. Ich frage mich nun natürlich als Berufseinsteiger, inwiefern das für mich machbar sein soll? ich habe ja null intensivmedizinische Erfahrung, weder in Intubation (wobei man das wohl noch recht schnell gelernt bekommt) aber auch nicht in Katecholamingabe, Trachealkanülenmanagement etc.
Würdet ihr die Stelle ablehnen?
Nudelsalat20
23.05.2025, 13:29
Ich würde sie trotzdem annehmen. Und versuchen das Beste draus zu machen und wenn's wirklich gar nicht geht parallel bewerben. Auch Horrorerfahrungen sind Erfahrungen und bringen dich weiter
Relaxometrie
23.05.2025, 14:28
"Stimmung wirkte okay" vs "Personalmangel wohl aktuell ziemlich gravierend": das passt überhaupt nicht zusammen und wird, mal richtig hinter die Kulissen geblickt, auch nicht so sein. Also das mit der guten Stimmung.
Intubation schnell lernen? Witzig. Natürlich lernt man recht zügig, den "einfachen Atemweg" zu intubieren. Man braucht aber immer Plan B für den "komplizierten Atemweg". Und da kann es ratzfatz seeeehr unangenehm werden, wenn der Ton des Pulsoxymeters zügig immer tiefer wird.
(at)Nudelsalat: „Horrorerfahrungen“, die einen auch „weiterbringen“? Auf Kosten der Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und Deines Seelenfriedens, oder wie?
Nudelsalat20
23.05.2025, 15:38
Liebe Zilia,
Horrorerfahrungen definiert jeder auch anders. Vielleicht jeden Tag 2 Überstunden oder viele Patienten usw.. heisst nicht gleich dass die Patienten weg sterben wie fliegen. Außerdem (!) ist die stellenstituation aktuell echt scheisse. Es ist besser etwas schlechtes als gar nichts zu haben. Und mit bisschen Berufserfahrung nehmen sie einen auch lieber als einen blutigen Anfänger den sie alles bis ins kleinste Detail noch erklären müssen.
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