Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FAQ - Berufseinstieg als Assistenzarzt
EntenFreundin
05.01.2013, 02:53
Sind denn alle, die an der Küste leben, pauschal "Hanseaten" oder nur die, die in "echten" Hansestädten leben ?
Wenn letzteres der Fall ist kommt die Bezeichnung "Hanseat" im Anschreiben vielleicht auch nicht so gut an wenn die Klinik in keiner "echten" Hansestadt liegt, sondern nur in der Nähe.
Ich würde das einfach allein aus der Tatsache raus erwähnen, dass jemand, der wieder zurück in seine Heimat geht, dort vermutlich auch vor hat, länger zu bleiben. Fände ich als Chef jetzt keinen ganz verkehrten Hinweis. Man muss ja keinen kompletten Absatz darüber schreiben wie sehr man Hamburg mag. "Studiert habe ich in xy und möchte als alter Hanseat nun doch gerne wieder zurück in meine Heimat". Sitzt da ebenfalls ein gebürtiger Hamburger/whatever wird es ihm eventuell ein Lächeln entlocken, im schlimmsten Fall nimmt er es einfach nur zu Kenntnis. Verlieren kannst du dabei imo nichts.
UweWoellner
09.01.2013, 11:04
Nochmal eine andere kurze Frage: Im Tarifvertrag des Marburger Bundes stehen 4 Entgeldgruppen (I-IV) und dazu dann verschiedenen Gehaltsstufen (1-6). Was bedeuten diese Entgeldgruppen bzw. wofür stehen die?
Sowas steht doch im Tarifvertrag drin. Es bietet sich natürlich an, diesen auch mal zu lesen. :-nix
Gruppe 1 sind Ärzte, Gruppe 2 Fachärzte, Gruppe 3 Oberärzte und Gruppe 4 leitende Oberärzte. Die Stufen ergeben sich aus der Dauer der Tätigkeit.
Ehemaliger User 20130505
10.01.2013, 16:19
Man könnte auch Stralsunder sein, um mal die wichtigste Hansestadt zu nennen!:-))Stralsund ist höchstens die zweitwichtigste Hansestadt, denn die wichtigste ist zweifellos Buxtehude. :-D
Ich habe eine Frage an euch zu Teilzeitstellen bei Berufsanfängern (Neurologie):
Dank Suchfunktion (v.a. das: http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=62242&page=2&highlight=Teilzeit) brauchen wir nicht bei Null anzufangen (weitere Meinungen freuen mich natürlich :) ). Meine Motivation für eine Teilzeitstelle wäre eine andere akademische Aktivität, die der klinischen Neurologie nicht unmittelbar nahesteht, aber diese dennoch bereichern könnte (schräg ausgedrückt, ich weiss, wollt es aber allgemein halten :)) und der ich gerne noch eine Zeit lang nachgehen möchte. Würdet ihr die Möglichkeit einer Teilzeitstelle beim Vorstellungsgespräch ansprechen, oder wird das nicht gerne gehört? (Ins Anschreiben habe ich das bisher nicht aufgenommen)
Seid ihr der Meinung, dass eine Teilzeitstelle einarbeitungstechnisch an größeren Kliniken/Unikliniken überhaupt sinnvoll ist? Falls ja, "wieviel %" wären eurer Ansicht nach in der Neuro "angemessen". Dem Link habe ich an einer Stelle entnommen, dass 60% und 75% (war Gyn) vorkommen.
Danke euch!
@ par: Ich denke schon, dass man einen Wunsch nach Teilzeitstelle im Vorstellungsgespräch ansprechen muss. Bei mir war es zb so, dass es nur das Vorstellungsgespräch gab und etwas später ohne weiteres Gespräch der Vertrag ins Hause geflattert kam. Da stand dann drin 100% Arbeitszeit usw. Das heißt, man müsste es ja im Gespräch schon mitteilen. wenn sie nach einer Vollzeitkraft suchen, werden sie vielleicht nicht ganz begeistert sein... aber du kannst es ja gut begründen mit einer fachlich relevanten Nebentätigkeit.
Zu deiner Frage, ob das sinnvoll ist, kann ich nichts sagen.
Danke dir, Medi85, für deine Antwort
wenn sie nach einer Vollzeitkraft suchen, werden sie vielleicht nicht ganz begeistert sein... aber du kannst es ja gut begründen mit einer fachlich relevanten Nebentätigkeit.
Genau das meine ich! Ich kann davon ausgehen, dass es sich bei allen Stellen um Vollzeitstellen handelt und bei Zwei würde ich lieber Vollzeit arbeiten, als gar nicht und da hab' ich halt Sorge, mir Chancen zu verbauen allein, weil ich eine Teilzeitstelle (wieviel %?) anspreche. Und wenn ich erwähne, dass ich noch eine Nebentätigkeit habe, habe ich widerum Sorge, dass sie davon ausgehen, dass ich nur halbherzig Assistenzärztin sein werde und das ist ganz sicher NICHT der Fall!! Und zwei Jahre später zu Beginnen als Berufsanfängerin finde ich auch irgendwie nicht sinnvoll?!
Als Berufsanfänger finde ich eine Teilzeitstelle nicht sinnvoll. Weder für dich als "Aus/Weiterzubildender" noch für die Abteilung. Dauert ja doch ein bisschen, bis man sich halbwegs freigeschwommen hat und Teilzeit dauerts noch länger. Mein Chef hat kürzlich ner Bewerberin abgesagt, die sonst Super gewesen wäre. Die wollte aus "härteren" Gründen Teilzeit arbeiten (Familie).
Ansprechen muss man es im Bewerbungsgespräch auf jeden Fall. Sonst gibts am End für beide Seiten unangenehme Überraschungen.
Als Berufsanfänger finde ich eine Teilzeitstelle nicht sinnvoll. Weder für dich als "Aus/Weiterzubildender" noch für die Abteilung. Dauert ja doch ein bisschen, bis man sich halbwegs freigeschwommen hat und Teilzeit dauerts noch länger
Ich muss sagen, dass mein Verstand irgendwo doch ähnlicher Ansicht ist. Könntest du denn schätzen, ab wann Teilzeitarbeit sinnvoll wäre? Hängt wahrscheinlich auch von der Vertragsdauer (befristet, über gesamte Weiterbildungszeit, etc... wird gerade in einem anderen Assi-Thread diskutiert) ab; ich will niemandem in der Zeit mit Überraschungen kommen;
Ach, das ist gerade wirklich schwierig :(
Ansprechen muss man es im Bewerbungsgespräch auf jeden Fall. Sonst gibts am End für beide Seiten unangenehme Überraschungen. sollte ich es in den beiden Fällen nicht ansprechen (aus Zweifel, zu verunsichern und dann gar nicht genommen zu werden), werde ich mich auch gerne an die Vollzeitarbeit halten und versuchen alles andere in der "Freizeit" zu erledigen (wird natürlich ganz viel sein :heul:)
Meine persönlichen Erfahrungen sind folgende: Wenn im Stellenangebot explizit 40h ausgeschrieben sind, dann bist du mit dem Wunsch nach TZ oft raus. Ich habs jeweils im Anschreiben erwähnt, was bringt es mir, zu einem Gespräch zu wackeln, wenn ich mit der Arbeitszeitgestaltung eh nicht mithalten kann.
Von wegen Einarbeitung: Auch als Berufsanfänger kann man in TZ einsteigen, es kommt auf den Chef an und den Willen, flexible oder andere Arbeitszeitmodelle in seiner Abteilung anzubieten. Ich hatte überhaupt gar keine Probleme in der Einarbeitung, sie hat auch nicht länger gedauert. Und für die Abteilung: da muss sie mit klarkommen, dass vlt jemand sechs statt vier Wochen Einarbeitung braucht.
Teilzeit ist in anderen Bereichen völlig usus, es gibt sogar einen REchtsanspruch darauf, nur hat in der Medizin noch immer wenig umdenken stattgefunden.
dreamchaser
19.01.2013, 20:52
Oder du gibst an, dass du langfristig gerne Teilzeit arbeiten würdest, aber ggf. zur bessern Einarbeitung für die ersten Monate Vollzeit arbeiten kannst.
Eine Freundin von mir hat in einer Neuro-Reha mit 75% angefangen und dann ca. 4 Monate später auf 60% reduziert (2 kleine Kinder). Das hat gut geklappt.
Meine persönlichen Erfahrungen sind folgende: Wenn im Stellenangebot explizit 40h ausgeschrieben sind, dann bist du mit dem Wunsch nach TZ oft raus. Ich habs jeweils im Anschreiben erwähnt, was bringt es mir, zu einem Gespräch zu wackeln, wenn ich mit der Arbeitszeitgestaltung eh nicht mithalten kann. Ich würde halt in zwei beiden Fällen Vollzeit vorziehen und durchziehen, weil ich mir die Stellenzusage nicht dadurch verbauen möchte.
Oder du gibst an, dass du langfristig gerne Teilzeit arbeiten würdest, aber ggf. zur bessern Einarbeitung für die ersten Monate Vollzeit arbeiten kannst.
Klingt vernünftig (ich will ja auch nicht bis zu meinem Lebensende Teilzeit arbeiten, sondern "nur" über ein Jahr lang)
Auch als Berufsanfänger kann man in TZ einsteigen, es kommt auf den Chef an und den Willen, flexible oder andere Arbeitszeitmodelle in seiner Abteilung anzubieten. Ich hatte überhaupt gar keine Probleme in der Einarbeitung, sie hat auch nicht länger gedauert. Und für die Abteilung: da muss sie mit klarkommen, dass vlt jemand sechs statt vier Wochen Einarbeitung braucht.
Die Frage lässt sich also nicht einfach allgemeingültig beantworten; ich werde überlegen, wie ich meine Prioritäten legen werde. Danke euch :-)
schmapie
22.01.2013, 16:58
Ich hatte heute ein echt gutes Vorstellungsgespräch und kann mir vorstellen da anzufangen. Ich gehe am Freitag hospitieren.
Was kann man denn die Assistenten fragen ohne dass es doof rüberkommt? Nach Arbeitsklima? Überstunden? Ich würde natürlich schon gerne wissen ob all das was der Chef verspricht auch eingehalten wird.
Hey schmapie, das klingt doch schonmal super. :) Hab mal als PJlerin danebengesessen als die Assis mit einem Hospitanten gesprochen haben. Die haben dem eigentlich alles freiwillig erzählt, sowohl positiv als auch negativ. Wenn du also das Gefühl hast, dass du da wen sitzen hast, der offen ist, dann würd ich den ruhig alles fragen. Immerhin haben die auch irgendwann mal angefangen und brauchten diese Informationen. Würd schon nach Arbeitsklima fragen, wie viele Überstunden die so etwa im Monat machen, wie die verrechnet werden, wie die Dienstbelastung so ist und so weiter. Wenn du es nachher erst rausfindest und dann kündigst haben weder die noch du was davon. Ich drück dir die Daumen! :)
Juweelchen
25.01.2013, 09:18
Hallo zusammen,
wollte mal fragen wie eure Erfahrungen mit den Initiativbewerbungen sind. Ich hab bis jetzt von 5 Initiativbewerbungen nur eine Antwort bekommen, dass die im Moment nix haben, aber sich für das Interesse bedanken. Von den anderen keine Rückmeldung!
Ist das so Usus? Soll ich bei jedem anrufen, ob die Bewerbung angekommen ist und ob die in nächster Zeit eine Stelle haben? Gestern hatte ich ein VG (Bewerbung auf Stellenangebot, Innere, Großstadt, katholischer Träger). Sollte mir überlegen wann ich hospitieren möchte, ansonsten hat der CHef irgendwie keine Fragen gestellt und ich hatte das Gefühl meine Bewerbung hat er auch nicht gelesen. Also alles irgendwie nicht so prickelnd...wie war/ist die Bewerbungsphase denn bei euch gelaufen?
Also ich habe Ende Oktober 7 Initiativbewerbungen weggeschickt, davon bekam ich direkt zwei Absagen und 5 mal per Post die Aussage, dass sie zur Zeit keine Stelllen frei haben, meine Unterlagen aber gerne behalten und schauen, ob sich etwas ergibt... Die Antworten kamen nach 1-6 Wochen.
Also generell finde ich die Stellensituation trotz angeblichen Ärztemangels nicht so entspannt, vor allem sind kaum Stellen ausgeschrieben...
Morbus2k3
25.01.2013, 11:33
Bei mir waren es im November drei Initiativbewerbungen und eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, alles in der Inneren, in bzw rund um eine Großstadt in NRW. Innerhalb von einem Tag bis 1 1/2 Wochen nach Bewerbung kamen telefonische Antworten, es folgten vier Vorstellungsgespräche. In drei Abteilungen habe ich hospitiert, schlussendlich kamen vier Zusagen.
Ich glaube es hängt neben Fach und geographischer Lage auch halt sehr stark davon ab, ob die entsprechenden Abteilungen grade zufällig was frei haben. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es kurz nach einem Examenshalbjahresgang zu einer Welle von Bewerbungen kommt, je näher es zum nächsten Examen kommt, desto weniger werden die Bewerbungen.
EntenFreundin
25.01.2013, 11:42
Um sich etwas Geld und Arbeit zu sparen kann man auch alle in Frage kommenden Kliniken anmailen oder anrufen ob sie gerade eine freie Stelle haben, und denn nur die anschreiben, von denen eine positive Rückmeldung kommt. So mache ich es mittlerweile.
Ich weiss ja nicht, wo ihr euch beworben habt, aber in Großstädten isr das oben beschriebene so in etwa die normale Quote bei 6 Initiativbewerbungen.
Manche Chefs mögen es halt lieber zu gucken wie die Leute ins Team passen als sie irgendwas zu fragen; da würd ich erstmal nichts drauf geben, sondern die Hospitation abwarten.
Ich bewerbe mich auch schon relativ lange und mittlerweile sogar in unterschiedlichen Fächern, und ich seh auch nicht so viel vom Ärztemangel.
Ich glaube der besteht nur in bestimmten Fächern und in ländlichen Regionen.
Und wenn man kein Innere machen möchte und nicht in der totalen Provinz leben, denn siehts nicht mehr so gut aus.
Und in den provinziellen Regionen erleben die das glaub ich so oft, dass die immer die Anfänger abbekommen, die in der Stadt nichts gefunden haben und die denn nach 1-2 Jahren wieder gehen, dass sie denn gleich lieber die Osteuropäer nehmen, die so froh sind eine Stelle in Deurschland zu haben, das sie denn auch bleiben.
schmapie
26.01.2013, 13:22
Ich habe am Freitag in einer Abteilung hospitiert, die mich nehmen würden, und ich möchte eigentlich da hin. Jetzt habe ich am kommenden Donnerstag noch ein Vorstellungsgespräch. Habe von dieser Abteilung bisher so gemischte Sachen gehört und ich kann mir nicht vorstellen dass es da besser sein soll als da wo ich Freitag war.
Was würdet ihr machen? Kann ich am Montag das Vostellungsgespräch noch absagen? Oder wäre das zu unhöflich? Aber so vergeude ich ja vermutlich seine und meine Zeit...
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