Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rekordwerte
ehemalige Userin 24092013
10.04.2012, 17:31
Ui ich hab sowas schon mal bei 230 bpm gesehen. Der Mann war wandern, auch jederzeit ansprechbar....nur auf dem Berg war ihm beim Aufstieg ein wenig übel, so dass er sich setzen musste und andere Wanderer ihm was zu Essen gaben....Übelkeit bei leichtem Hypo oder so ;-). Nachdem es mit der Liftabfahrt net besser wurde, die Luft dafür aber knapper haben sie ihn mit dem RD auf die ITS gebracht, dort sass er ganz fröhlich im Bett und staunende Weisskittel standen drumrum....
Absolute Arrhythmie
10.04.2012, 17:38
Hmm, vor wenigen Wochen erst hab ich einen Patienten erlebt dems "irgendwie nicht so gut ging" (richtig schlecht aber auch net...), am Monitor sah man dann flotte 200 bpm. Mit dem Patienten konnte ich mich die ganze Zeit über adäquat unterhalten, der wurde nur langsam nervös als dann irgendwann das innerklinische Notfallteam anrückte...
Aber 280, das ist echt wahnsinn :)
Leelaacoo
10.04.2012, 18:27
Wir hatten mal am Monitor 300/min....Pat. wach, aber dyspnoeisch...blöd nur, dass die Überwachung die T-Wellen in einer etwas ungünstigen Ableitungen mitgezählt hat ;-) Der hatte eine Re-entry-Tachykardie mit 150/min...also wars zwar nicht echt, aber die zahl sah schon beeindruckend aus...
LG lee
Sebastian1
10.04.2012, 19:16
In diesem Fall war's echt. Ich hätte mir mal den Ausdruck des EKG kopieren sollen, denn das ist ja wirklich bei der oligosymptomatischen Situation schon fast unglaubwürdig...
Mangels Adenosin auf dem NEF habe ich runtertitriert, das hat ganz gut funktioniert bis wir in der Klinik waren. Ich hatte aber bereits dazu angesetzt, dem Patienten zu erklären, dass er gleich in Analgosedierung kardiovertiert werden wird, als das Beloc ankam und ihn auf deutlich geschmeidigere 150 runterbremste, und das kann ein Mittvierziger präklinisch ja auch mal ein bisschen aushalten.
Ich bin ja bei hämodynamisch stabilen Rhythmusstörungen sehr geneigt, die Leute in die Klinik zu fahren und da ein geordnetes Procedere zu fahren, statt präklinisch in Aktionismus zu verfallen, der ja auch mal nach hinten losgehen kann, aber mit 280 hätte ich ihn sicher nicht quer durch die Stadt gegondelt sondern wie gesagt elektrisch kardiovertiert.
Achja, das ganze am ehesten als Holiday Heart, so wie es sich bis dahin darstellte.
In der Klinik gab's dann noch mehr Beloc und dann sprang er in einen geschmeidigen 100er SR.
surfsmurf
15.04.2012, 05:17
Gerade bei uns aufgenommen: Ältere Dame mit Calcium von 1.00 mmol/L (Referenz 2.15-2,55), Albumin korrigiert 1.04. Etwas müde, verlangsamt und fragl. mit Epi-Anfall. QTc 570ms. P.S. Trousseau-Zeichen positiv!!!!
teletubs
15.04.2012, 06:11
Ach wir hatten schon asymptomatische Leute mit einem albuminkorrigiertem Ca mit 0,7mmol/l (Ref-Wert wie bei euch).
Neulich eine Patienten mit einem Natrium von knapp 108mmol/l (Ref > 132mmol/l) gehabt. Und gestern eine mit einem nicht messbarem pCO2 in der ABGA -> ist allerdings verstorben.
hottentotte
16.04.2012, 21:08
NTproBNP 58000 pg/ml
Geschlagen, und zwar mit ~250.000 pg/ml. Kind mit dil. Cardiomyopathie.
Ach wir hatten schon asymptomatische Leute mit einem albuminkorrigiertem Ca mit 0,7mmol/l (Ref-Wert wie bei euch).
Neulich eine Patienten mit einem Natrium von knapp 108mmol/l (Ref > 132mmol/l) gehabt. Und gestern eine mit einem nicht messbarem pCO2 in der ABGA -> ist allerdings verstorben.
Na von 108 mmol/l (Ref > 136) kann ich auch anbieten, sogar mehrfach :) Irgendwie können unsere Alten manchmal unglaublich viel ab.
Beeindruckend fand ich auch den HBa1c von 19,? %. Der Zucker war wohl schon länger hoch :)
Jau, einen solchen HbA1c-Wert habe ich auch schon gesehen, oder minimal drunter, ich glaube 18,x%. Gepaart mit dem RR von irgendwas um 240mmHg systolisch konnte ich dann bei dem desaströsen Fundusbefund auch nicht entscheiden, wer von beiden die ganzen Blutungen etc. wohl verursacht hat :-D
Leelaacoo
20.04.2012, 20:29
Na von 108 mmol/l (Ref > 136) kann ich auch anbieten, sogar mehrfach :) Irgendwie können unsere Alten manchmal unglaublich viel ab.
Beeindruckend fand ich auch den HBa1c von 19,? %. Der Zucker war wohl schon länger hoch :)
Ich glaub, ich hatte es schon mal gepostet: Natrium 101 mmol/l...die gute Dame hat sich mit Wasser "intoxikiert"..hat für eine Anfallsserie gereicht, wurde aber ohne Folgen überstanden (zumindest körperlich...frag mich, ob man die Patientin immer noch fixieren muss, damit sie nicht an einen Wasserhahn kommt...).
LG Lee
dreamchaser
22.04.2012, 09:22
Wir hatten mal ein Natrium von 98 mmol/l als Niedrigstes - der Maximalwert lag bei 167 mmol/l (ohne iatrogene NaCl-Zufuhr bei einer psychiatrischen Pat. - die ist nie unter 150 mmol/l gekommen).
Leelaacoo
22.04.2012, 09:32
Mal ne off-topic-Natrium-Frage: ab welchem Wert (jetzt reiner laborwert, ohne Symptome) legt ihr Pat. auf die ITS...bei uns gibts nen OA, der ab unter 125 mmol/l alle auf ITS legen will..ich halte das für ein wenig überzogen, zumal symptomfrei und ja häufig Diuretikabedingt oder eben Verdünnung bei psychogener Polydipsie...und ein ITS-Bett ist dann auch futsch. Habt ihr da Vorgaben?
LG Lee
Bei uns laufen besonders ältere Pat. gerne mal mit Werten unter 120 mmol/l herum, psychopharmakabedingte SIADH. Die bekommen dann dreimal täglich Salztabletten, weiter nichts.
dreamchaser
22.04.2012, 10:12
Ich mach es abhängig von Wert und Klinik, gibt keinen absoluten Cut-off. Wenn jemand komplett durch den Wind ist und das Natrium sehr niedrig, dann ist die Sache ja klar, dass die Hyponatriämie symptomatisch ist und der Pat. gehört auf ITS. Aber bei 120 mmol/l ohne Symptome oder 125 mmol/l würde ich den nicht auf ITS legen.
NTproBNP 58000 pg/ml
Geschlagen, und zwar mit ~250.000 pg/ml. Kind mit dil. Cardiomyopathie.
Wow :eek: Ich war bei 55.000pg/ml schon schwer beeindruckt.
Gerade im Nachtdienst habe ich einen Rekord-BZ erlebt:
129 mmol/l (ref <7,6mmol/l)
Kontrolle nach Spülen des arteriellen Zugangs mit NaCl 0,9%: 121 mmol/l, kapillär 123mmol/l
Wir legen auch nur abhängig von der Klinik auf ITS, gern halt vorher auch IMC. Da haben wir dann auch kürzlich nen 118 Natrium mit symptomatischem Anfall gut hinbekommen ohne ITS. Wenn wir alles < 125 auf ITS legen würden, müssten wir da noch mal ordentlich Betten ausbauen.
Bei uns laufen besonders ältere Pat. gerne mal mit Werten unter 120 mmol/l herum, psychopharmakabedingte SIADH. Die bekommen dann dreimal täglich Salztabletten, weiter nichts.
Ich hatte in unserer psychiatrischen Institutsambulanz auch eine Pat. übernommen, die ein Na von 123 mmol/l hatte (Carbamazepin war schuld). Sowohl sie als auch ihr Vorsorge-bevollmächtigter Ehemann verweigerten eine stationäre Aufnahme. Was will man machen? Aufgeklärt, Salzkapseln verschrieben, Carbamazepin reduziert und nach ein paar Wochen war wieder gut.
Salzkapseln sind bei unsren OAs ziemlich verpönt...
Mit welcher Begründung? Sie müssen natürlich vernünftig dosiert sein. Aber ohne würden wir teilweise unsere Hirntumor-Kinder mit zerebralem Salzverlust-Syndrom nie nach Hause kriegen...
Differenzialdiagnose
26.04.2012, 20:04
Wow :eek: Ich war bei 55.000pg/ml schon schwer beeindruckt.
Gerade im Nachtdienst habe ich einen Rekord-BZ erlebt:
129 mmol/l (ref <7,6mmol/l)
Kontrolle nach Spülen des arteriellen Zugangs mit NaCl 0,9%: 121 mmol/l, kapillär 123mmol/l
Wow, da muss das Blut ja fast Sirup sein.
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