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alley_cat75
03.07.2007, 16:39
Bei dem kann man sogar sein Wunsch-Netto eingeben und sich das bafür benötigte Brutto-Gehalt ausrechnen lassen:

Ich brauche keinen Link, denn meine Lohnabrechnung tut es auch. Ich habe 3800 Brutto im ersten Jahr und komme damit auf besagte 2200 Euro netto. Ob Du das glaubst oder nicht, ist mir ziemlich schnuppe. Selbstverständlich steht es Dir frei, Dich an Diskussionen zu beteiligen und alle Aussagen anzuzweifeln. :-top

Übrigens haben wir kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld...

alley_cat75
03.07.2007, 16:45
@alley: Wenn alles Schei*e is, was wir so sagen. Vielleicht kannst Du dann mal Deine Meinung explizit kundtun. Du findest alles OK wie es ist, Du findest es oberlässig so sauviel Asche zu machen, Dir is die Kohle eh egal, solang es mal für ein Wurstbrot reicht...

Gute Zusammenfassung meiner Meinung! Und nein, ich kann Eure Argumente nicht nachvollziehen, da es bei mir eben für bedeutend mehr als ein Wurstbrot reicht. Ich habe ein Haus, ein Auto, Hobbies, fahre zweimal im Jahr in den Urlaub und für ein Kind wäre auch noch gut Geld da. Meinen Kollegen geht es genauso. Keiner jammert, auch nicht Freunde/Bekannte, die in anderen Häusern arbeiten.

Kathibaby
03.07.2007, 16:53
Also ein wenig erstaunt bin ich schon über ein Gehalt von 3800 Euro im Osten. Ich habe im ersten WBJ sage und schreibe 2922 Euro brutto im Osten bei einer 40h Woche. Wenn der neue Tarifvertrag durch ist, sind es 3200 brutto, aber dafür ohne Jahressonderzahlung und mit einer besseren Bezahlung der Dienste durch den Sonn- und Feiertagszuschlag und die Anhebung der Bezahlung um 10% für die Dienststufe C. Wo arbeitest Du denn alley? Ich glaube, da will ich auch hin :-love .

alley_cat75
03.07.2007, 17:33
Jedenfalls nicht bei Helios. ;-)

okulix
03.07.2007, 17:37
Ich habe 3800 Brutto im ersten Jahr und komme damit auf besagte 2200 Euro netto. Ob Du das glaubst oder nicht, ist mir ziemlich schnuppe.
:-))

Bei Gehaltsangaben und Anzahl der Liebhaber wird immer gelogen. :-meinung
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=522969&postcount=57

Kathibaby
03.07.2007, 20:11
Jedenfalls nicht bei Helios. ;-)

Dann tippe ich mal dass Du in der Helios-"Uniklinik" arbeitest, eine andere Heliosklinik im Osten fällt mir nämlich nicht mehr ein ;-)

Muriel
03.07.2007, 20:14
Sie sagte doch extra, NICHT bei Helios

Kathibaby
03.07.2007, 20:37
Sie sagte doch extra, NICHT bei Helios
Ähm ja, genaues Lesen hilft manchmal :-sleppy . Dann hab ich leider keinen Tipp mehr :-( .

Medimatze
03.07.2007, 20:44
Ich habe ein Haus, ein Auto, Hobbies, fahre zweimal im Jahr in den Urlaub und für ein Kind wäre auch noch gut Geld da. Meinen Kollegen geht es genauso. Keiner jammert, auch nicht Freunde/Bekannte, die in anderen Häusern arbeiten.

Also das kann ich nicht glauben. Wie willst Du denn ein Haus haben? Wenn, dann hat es die Bank. Du kannst nicht so viel verdient haben, dass Du schon ein Haus besitzt. Ich selbst verdiene mehr als 2300 netto und meine Frau kommt auf 1600euro netto. Wir können uns kein Haus leisten. Wir bekommen nicht einmal ein Kredit für ein Haus der einigermaßen menschlich wäre. Ohne Grundkapital bekommst Du nichts mehr von der Bank. Ich jammere trotzdem über mein Gehalt. Ich habe letzten Monat 230 Stunden gearbeitet.

habichnicht
03.07.2007, 21:29
Vielleicht hat Alley cat geerbt oder bei Wer-wird-Millionär 500 000 Euro gewonnen?;-)

Mein Kumpel, der Diplomingenieur, hätte auch gerne ein Haus mit Garten für seine vierköpfige Familie, aber einen Kredit für ein Haus könnten sie sich höchstens leisten, wenn auch seine Frau voll arbeiten würde. Das dürfte aber etwas schwierig werden mit zwei Kindern unter drei Jahren und einem Vater, der morgens um sieben zur Arbeit geht und abends gegen acht zurück kommt. Aber demnächst soll es ja mehr Krippenplätze geben.....

Christoph_A
03.07.2007, 22:08
Na kommt, laßt euch doch nicht immer gleich provozieren-woher will eine Erst Jahres Assistentin denn ein Haus haben, hmm? Selbst wenn sie 2200 Euro netto auf dem Gehaltszettel hat-was mit Diensten ja nicht ungewöhnlich ist-zum Abzahlen und gut Leben reicht das sicher nicht. Ihr wisst doch alle, aus welcher Ecke das kommt........ :-keks
Bin jetzt im dritten jahr und verdien mit Diensten und Notarzt auf dem Papier nicht sooo übel, aber man muß ja auch bedenken, wie viele Stunden man arbeitet und was für eine Nachtschicht im Endeffekt bleibt. Da besteht schon noch viel Aufholbedarf.

habichnicht
03.07.2007, 22:18
Selbst wenn sie 2200 Euro netto auf dem Gehaltszettel hat-was mit Diensten ja nicht ungewöhnlich ist- Sie hat ausdrücklich gesagt, das sei ohne Dienste.


Ihr wisst doch alle, aus welcher Ecke das kommt........:-))

jemand
03.07.2007, 22:28
Na kommt, laßt euch doch nicht immer gleich provozieren-woher will eine Erst Jahres Assistentin denn ein Haus haben, hmm? Selbst wenn sie 2200 Euro netto auf dem Gehaltszettel hat-was mit Diensten ja nicht ungewöhnlich ist-zum Abzahlen und gut Leben reicht das sicher nicht. Ihr wisst doch alle, aus welcher Ecke das kommt........ :-keks
Bin jetzt im dritten jahr und verdien mit Diensten und Notarzt auf dem Papier nicht sooo übel, aber man muß ja auch bedenken, wie viele Stunden man arbeitet und was für eine Nachtschicht im Endeffekt bleibt. Da besteht schon noch viel Aufholbedarf.


Wenn man schon ein Haus/Wohnung hat, dann sind 2200 EUR zum Einstieg schon ok...

Ich hab's: Am besten rauf mit der Erbschaftssteuer und zwar drastisch und damit dann die Gehälter entlasten. Das wäre ein Beitrag zur Chancengleichheit und zur Leistungsgesellschaft und wir hätten am Ende alle mehr auf unserem Gehaltszettel stehen...
:-meinung

Friedchen0811
04.07.2007, 09:31
Ich fange jetzt an zu arbeiten und werde wohl auch so ca. 2000 netto incl. Diensten bekommen. Mein Mann arbeitet schon seit sieben Jahren (nicht als Arzt) und bringt ungefähr gleich viel mit nach Hause. Für unsere nächste Wohnung werden wir 650€ Kaltmiete zahlen, nochmal 200 drauf, und wir könnten ein Haus abbezahlen.
Das ganze letzte Jahr hat mein Mann uns alleine ernährt, weil es von zu Hause und vom Bafög-Amt kein Geld mehr für mich gab. Trotzdem haben wir gut gelebt, zwei Bausparverträge weitergeführt, eine Wohnung und ein Auto unterhalten. Mein Gehalt bleibt also wirklich zum Leben und Sparen für die Zukunft (Haus, Kinder).
Ich weiß auch, dass die Zeiten, in denen man als Arzt der reichste Mann im Dorf war und das einzige Auto fuhr vorbei sind. Und irgendwie wurmt es mich auch, dass ich sieben Jahre studieren musste, um jetzt auch nicht mehr zu bekommen als mein Mann, der sich nie den Hintern am Schreibtisch platt gesessen hat.
Ich denke, ob einem das Gehalt ausreichend erscheint, hängt auch immer davon ab, was man von zu Hause mitbekommen hat. Meine Eltern hatten nie viel Geld, mein Vater war Alleinverdiener und trotzdem haben meine Eltern ein Haus gebaut und abbezahlt. Dass es lange Zeit zum Teil der Bank gehörte ist doch klar. Andernfalls hätten sie Miete zahlen müssen, jetzt gehört ihnen das Haus. Wir Kinder und auch meine Eltern haben in dieser Zeit auf einiges verzichten müssen, trotzdem sind wir auch in den Urlaub gefahren und so. Meine Mutter mußte gut haushalten und das kann sie bis heute sehr gut und ich glaube, vieles davon hat sie mir übertragen ;-)

habichnicht
04.07.2007, 10:04
Ich denke, ob einem das Gehalt ausreichend erscheint, hängt auch immer davon ab, was man von zu Hause mitbekommen hat. Da stimme ich Dir zu. Die Ansprüche, die man stellt, hängen auch davon ab, wie man aufgewachsen ist. Wir hatten zuhause auch nicht viel Geld, und ich bin es auch gewohnt, sehr sparsam zu leben.

Aber nochmal: Darum geht es hier gar nicht. Es geht um die Wertschätzung von Arbeit und die Wertschätzung von Wissen. Das ist ein Thema aus der Soziologie.

Christoph_A
04.07.2007, 14:40
Es sagt keine, daß man als doppelverdienender Haushalt ohne Kinder nicht gut leben kann, sogar in ner sauteuren Stadt wie hier in München. Doch sollte man immer bedenken, wieviel arbeiten wir für unser Geld, wieviel ein Lehrer, ein Chemiker, ein Jurist-und wir werden erkennen, daß, obwohl unterm Strich plus minus 400 Euro wohl derselbe Wert steht, wir mit Abstand den niedrigsten Stundenlohn, die meisten Überstunden, die größte Verantwortung und die unregelmäßigsten Zeiten haben. Und dagegen muß man vorgehen, auch, wenn manche Forderungen als unverschämt gebrandmarkt werden. Wenn wir für jede Arbeitsstunde, die wir ableisten, einfach nur unseren Grundstundenlohn erhalten würden, dann hätte jeder von uns hier nen 1000er mehr aufm Konto und darum geht es mir, nicht um absolute Zahlen, häuser, teure Autos, Fernreisen etc. Das geht hier rein um gerechte Bezahlung für knallharte Arbeit! :-dafür

test
04.07.2007, 15:05
Es sagt keine, daß man als doppelverdienender Haushalt ohne Kinder nicht gut leben kann, sogar in ner sauteuren Stadt wie hier in München. Doch sollte man immer bedenken, wieviel arbeiten wir für unser Geld, wieviel ein Lehrer, ein Chemiker, ein Jurist-und wir werden erkennen, daß, obwohl unterm Strich plus minus 400 Euro wohl derselbe Wert steht, wir mit Abstand den niedrigsten Stundenlohn, die meisten Überstunden, die größte Verantwortung und die unregelmäßigsten Zeiten haben. Und dagegen muß man vorgehen, auch, wenn manche Forderungen als unverschämt gebrandmarkt werden. Wenn wir für jede Arbeitsstunde, die wir ableisten, einfach nur unseren Grundstundenlohn erhalten würden, dann hätte jeder von uns hier nen 1000er mehr aufm Konto und darum geht es mir, nicht um absolute Zahlen, häuser, teure Autos, Fernreisen etc. Das geht hier rein um gerechte Bezahlung für knallharte Arbeit! :-dafür

Ich wäre mir zwar nicht so sicher, dass wir mit dem Stundenlohn wirklich die schlechtesten sind aber gründsätzlich kann ich dem nur zustimmen, für bezahlte Überstunden und angemessen bezahlte Dienste gilt es sicherlich immer noch sich einzusetzen. In den Tarifverträgen steht das ja grundsätzlich schon drin aber die Umsetzung in der Praxis sieht leider anders aus.
Was meiner Meinung nach jedoch langsam etwas übertrieben rüber kommt ist, nach einem höheren Grundgehalt zu schreien, denn bei tatsächlichen (es gibt auch Ärzte, die wirklich nicht mehr arbeiten) als 42 bzw 40h sind 3600 (ab 2008 3700) und 3420 keine schlechten Einstiegslöhne.
Alle die mehr arbeiten sollen das natürlich bezahlt bekommen, das steht aber auch so im Tarifvertrag, wenn es an der lokalen Umsetzung scheitert, muß wohl versucht werden dagegen vor zu gehen, was sicher nicht einfach ist. :-nix

Christoph_A
04.07.2007, 15:42
@ test: Naja, das Grundgehalt ist nach dem Streik schon rauf-nur leider gibt es dafür kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr, also relativiert sich das Ganze dann wieder etwas.
Was die Umsetzung der Rahmenbedingungen betrifft, so klafft da zwischen Anspruch und Realität oft ne deutliche Lücke-ist ja auch etwas schwer, mit zu wenig Personal nen Schichtdienst zu fahren. Personalaufstockung hats fast nirgendwo gegeben, da das von den Verwaltungen blockiert wird, also bleiben nur Überstunden-die werden jetzt zwar alle dokumentiert und aus Kostengründen als FZA gegeben, den man aber au Bestzungsgründen nicht antretetn kann-hier beisst sich also die Katze dezent in den Schwanz. Bleibt nur das Einklagen-ein wahrlich unappetitlich langer Prozess ( kannst mir glauben, wir haben das erst hinter uns gebracht ), an dessen Ende irgenwie auch nur ein unbefriedigendes finanzielles Ergebnis steht.
Wie man es dreht und wendet, der Patient Arztgehalt krankt immer noch an allen Ecken und Enden.

Friedchen0811
04.07.2007, 21:28
Wenn wir für jede Arbeitsstunde, die wir ableisten, einfach nur unseren Grundstundenlohn erhalten würden, dann hätte jeder von uns hier nen 1000er mehr aufm Konto und darum geht es mir, nicht um absolute Zahlen, häuser, teure Autos, Fernreisen etc. Das geht hier rein um gerechte Bezahlung für knallharte Arbeit! :-dafür

Da gebe ich Dir natürlich recht, ich hatte die Diskussion vorher etwas anders aufgefasst. Zur Zeit ist meine Empörung über nicht vergütete Mehrarbeit noch recht klein, da ich ja noch nicht mal angefangen habe, das wird sich dann wohl auch noch ändern :-)) Wie gesagt, ich finde es auch befremdlich, dass mein Mann in einem Nicht-Akademiker-Beruf genauso viel verdient wie ich. Natürlich hat er sich auch schon sieben Jahre für den Staat abgeschuftet, hat zum Teil 96 Wochenstunden und dann immer die Gefahr, ins Ausland zu müssen... Trotzdem hat er für die letzten sieben Jahre Arbeit Geld bekommen, ich habe wirklich fleißig und sehr diszipliniert studiert, Nebenjobs gehabt, eine Doktorarbeit gemacht und dafür keinen Cent gesehen (außer für den Nebenjob natürlich), zu der Zeit lagen Kommilitonen auf Malle am Strand...:-???
Egal, der Betrag, den ich Ende August bzw. Ende September auf meinem Konto haben werde, wird der größte sein, den mein Konto je gesehen hat. Darauf freue ich mich erstmal und nach drei Monaten melde ich mich dann mal und lasse auch Frust ab :-keks

alley_cat75
05.07.2007, 09:54
Wie gesagt, ich finde es auch befremdlich, dass mein Mann in einem Nicht-Akademiker-Beruf genauso viel verdient wie ich. Natürlich hat er sich auch schon sieben Jahre für den Staat abgeschuftet, hat zum Teil 96 Wochenstunden und dann immer die Gefahr, ins Ausland zu müssen... Trotzdem hat er für die letzten sieben Jahre Arbeit Geld bekommen,...

Das ist ja alles schön und gut, aber ich finde bei diesen Vergleichen sollte man nicht vergessen, welche Perspektiven Nicht-Akademiker haben. Klar verdient ein guter Handwerker genauso viel, wie ein Assi im 1. Jahr, aber der Lohn des Handwerkers wird sich in den nächsten 30 Jahren nicht ändern. Und wird der besagte Handwerker seinen Job in der gleichen Art und Weise fortführen können wie bisher? Schon mal einen 60jährigen Fliesenleger gesehen? Und ich möchte diesbezüglich gleich mal auf die Lokführer verweisen - nach 30 Jahren Dienst bei der Bahn gehen die mit mickrigen 1500 Euro netto heim. Mensch, die haben`s gut und wir Studierten so schlecht... :-wand

Danke übrigens Friedchen für Deinen Beitrag über Lebensansprüche. :-meinung Da ich meinen Hauskredit an meine Eltern abbezahle und nicht an die Bank, darf ich es mein Eigentum nennen... ABER: ob ich nun 700 Euro Kaltmiete zahle oder 1000 Euro für einen Bankkredit - :-nix - ein Haus ist also durchaus drin, auch im 1. Jahr. Vielleicht nicht in München-Grünwald... Wobei wir wieder bei den Lebensansprüchen wären...

Dass Überstunden grundsätzlich bezahlt werden sollen, entspricht ganz meiner Meinung. Aber wie gesagt, mit dem ärztlichen Grundgehalt meiner Klinik bin ich mehr als zufrieden. Und ich arbeite nach wie vor nicht bei Helios. :-)) Das sind Ausbeuter und Verbrecher. :-meinung