Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweitstudium SS2012



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 [8] 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19

medizininteressiert
12.12.2011, 15:37
Arebitslos im Sinne von arbeitslos gemeldet. Da reichen zwei Jahre - allerdings wird einen das Arbeitsamt dann auch stressen in den zwei Jahren, zu Recht wie ich meine. Eine Musikerin hatte haufenweise (mehr als 2 Jahre) Orchester-Absagen, war auch o.k. Am Ende ist das wirklich nur etwas für Studenten aus Berufen mit sehr schwierigem Arbeitsmarkt.

Allerdings und das verstehe ich an dem Beispiel nicht. Es gibt das Wort "Umorientierung". Dann muss man eben als Musiklehrer/in arbeiten bzw. eine Umschulung machen. Warum wird sowas vom Arbeitsamt nicht gefordert und stattdessen die Orchesterabsagen als ausreichender Grund angesehen? Entnehme ich dem "Am Ende ..." folgendes: Studiert man ein sogenanntes "brotloses Studium" hat man gute Chancen auf eine Zweitstudienbewerbung?

LotF
12.12.2011, 15:51
Natürlich muss man arbeitslos gemeldet sein. So wie ich es immer verstanden habe, muss man eben auch in den medizinischen Bereich wollen. Die 4 Punkte gibt es ja für die berufl. Gründe und da reicht es nicht sich einfach unerfolgreich zu bewerben, sondern der Grund für den misslungenden Erfolg sollte eben darin liegen, dass man ohne med. Wissen keine Stelle bekommt. Wie gesagt, so ist mein Wissensstand, folglich kann ich Herzkasperls Beispiel auch nicht ganz nachvollziehen.

Miss_H
12.12.2011, 16:02
Natürlich muss man arbeitslos gemeldet sein. So wie ich es immer verstanden habe, muss man eben auch in den medizinischen Bereich wollen. Die 4 Punkte gibt es ja für die berufl. Gründe und da reicht es nicht sich einfach unerfolgreich zu bewerben, sondern der Grund für den misslungenden Erfolg sollte eben darin liegen, dass man ohne med. Wissen keine Stelle bekommt. Wie gesagt, so ist mein Wissensstand, folglich kann ich Herzkasperls Beispiel auch nicht ganz nachvollziehen.
Das mit der Musikerin war hier im Forum. Und sie war nicht arbeitslos gemeldet und die Absagen haben ausgereicht. Dabei war es egal, dass es nichts mit Medizin zu tun hat. Es ist aber bestimmt keine Alternative jetzt 2 Jahre absichtlich arbeitslos zu sein, sondern ergibt sich eher (z.B. durch Schwangerschaft und anschließender Arbeitslosigkeit).

LotF
12.12.2011, 16:08
Miss_H, ja die Dame hatte ich auch noch im Hinterkopf und ich mich muss meine Aussage revidieren, nachdem ich mir die Fallgruppe nochmal im Merkblatt durchgelesen habe: ein med. Zusammenhang wird da in der Tat nicht gefordert. Ich frage mich allerdings, wie man seine Arbeitslosigkeit nachweist, ohne arbeitslos gemeldet zu sein... aber nungut.

Traverso
12.12.2011, 20:55
Wenn ich mich mal zu Wort melden darf... Ich war das mit dem Musikstudium und den erfolglosen Bewerbungen. Ich war nie arbeitslos gemeldet. Ich habe für hss lediglich die Absagen auf die Bewerbungen bzw. die Bestätigungen der Unternehmen, dass ich mich beworben hatte und nicht eingeladen worden bin, gesammelt. Dabei habe ich auch Absagen benutzt, die mir von den Unternehmen erst auf Nachfrage zugeschickt wurden und wo die Bewerbung auch schon länger zurücklag. Wichtig ist, dass man sich beworben hat und nicht eingeladen wurde bzw den Job nicht bekommen hat. Die Begründung selbst umfasste nicht mehr als eine knappe Seite mit der Umschreibung des Sachverhalts.
Man muss also nicht sein Arbeitslosigkeit nachweisen, sondern nur, dass man im studierten Beruf keine Arbeit hat. Hss wird nicht fragen warum man denn keine Umschulung gemacht hat. Ob man in ähnlichen Gebieten gearbeitet hat ( wie ich als Musiklehrerin) ist für Hss nicht relevant.

LotF
12.12.2011, 21:05
nein, darfst du nicht! :P

Aber Traverso, das heißt du warst eigentlich auch nie arbeitslos, sondern hast als Musiklehrerin gearbeitet und hast dich "nur" erfolglos in anderen Bereichen der Musik beworben? Nun hat das aber mit dem Platz geklappt?

Herzkasperl
13.12.2011, 11:44
Aber Traverso, das heißt du warst eigentlich auch nie arbeitslos, sondern hast als Musiklehrerin gearbeitet und hast dich "nur" erfolglos in anderen Bereichen der Musik beworben? Nun hat das aber mit dem Platz geklappt?

Genau DAS war der große Aha-Moment im Frühjahr... Zitat:"Hätte ja nie gedacht, dass mir das Forum etwas bringt." oder so ähnlich :-)

LotF
13.12.2011, 11:45
ah, nicht schlecht :)

Herzkasperl
13.12.2011, 16:52
http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=62817&p=1015167&viewfull=1#post1015167

Man kann mal die threads der letzten paar Jahre durchstöbern, wenn man an HSS vorbei möchte :-) Mir hat es geholfen...

Willen_braucht_man..
14.12.2011, 17:56
was für eine traurigkeit einen erfassen kann, wenn man in der u-bahn fährt und einem zwei medizinstudenten gegenüber sitzen, die sich über ihre vorlesungen unterhalten....

LotF
15.12.2011, 10:01
Positiv denken, immerhin kannst du Ubahn fahren ;)

Willen_braucht_man..
15.12.2011, 10:25
was nützt das u-bahn fahren, wenn der weg nicht zur charite führt...

Trianna
15.12.2011, 11:56
@ LotF

:D

medizininteressiert
17.12.2011, 16:35
Man muss also nicht sein Arbeitslosigkeit nachweisen, sondern nur, dass man im studierten Beruf keine Arbeit hat. Hss wird nicht fragen warum man denn keine Umschulung gemacht hat. Ob man in ähnlichen Gebieten gearbeitet hat ( wie ich als Musiklehrerin) ist für Hss nicht relevant.

Müssen die Bewerbungen im in deinem Fall musikalischen Bereich erfolgen? Weil ein Informatiker könnte sich dann auf x Stellen als Pilot bewerben und keine Einladung bekommen.


Dabei habe ich auch Absagen benutzt, die mir von den Unternehmen erst auf Nachfrage zugeschickt wurden und wo die Bewerbung auch schon länger zurücklag.

Du hast also bewusst diese Absagen gesammelt?

Miss_H
19.12.2011, 17:20
Müssen die Bewerbungen im in deinem Fall musikalischen Bereich erfolgen? Weil ein Informatiker könnte sich dann auf x Stellen als Pilot bewerben und keine Einladung bekommen.

Du hast also bewusst diese Absagen gesammelt?

Also die erste Frage ist ja wohl mal überflüssig oder nicht? Natürlich hat sie sich im musikalischen Bereich beworben!

Sie hat keine schriftlichen Absagen bekommen, weil es in dieser Branche nicht üblich ist. Deshalb hat sie dann nachträglich um eine schriftliche Absage gebeten.

LotF
19.12.2011, 17:50
so überflüssig ist die Frage nicht. Wenn ich als Informatiker in einer Firma arbeite (ein Nachweis der Arbeitslosigkeit wird ja anscheinend nicht gefordert) und mich 2 Jahre lang erfolglos als Tanzlehrer bewerbe (es hat ja bisher eben niemand gesagt, dass man sich in seinem Berufsfeld bewerben muss), könnte man ja so an zusätzliche Punkte kommen. Natürlich klingt das absurd - ist es in meinen Augen aber auch, dass man die Punkte bekommt, wenn man offensichtlich einer Beschäftigung nachgeht. Ansonsten verlangt HSS ja auch jeden Fitzel beglaubigt nachgewiesen...

Traverso
19.12.2011, 20:12
Doch, man muss sich in seinem Berufsfeld bewerben. In meinem Fall habe ich mich bundesweit auf Stellen-Ausschreibungen in Orchestern beworben. Orchestermusiker ist meine offizielle Berufsbezeichnung nach meinem Erststudium. Da ich freiberuflich gearbeitet habe, kam eine Meldung als arbeitslos beim Arbeitsamt für mich nie in Frage. Meine freiberufliche Arbeit war aber die eines Musikpädagogen, und das ist definitiv ein ganz anderer Studiengang. Heißt nicht, dass jemand, der meins studiert hat nicht unterrichten kann, aber Diplom-Musikpadagoge bin ich nicht.
Heisst also, dass man nicht als Tanzlehrer arbeiten kann, wenn man Informatik studiert hat. Die Absagen müssen auf Jobs sein, die dem Studium entsprechen.
Übrigens habe ich nur sonstige berufliche Gründe angegeben.
Viel Erfolg allen, die es versuchen. Aber Vorsicht! Dieses Studium ist kein Zuckerschlecken und ganz und gar nicht gemütlich. Ist aber trotzdem besser als vorher.

LotF
19.12.2011, 20:23
das war jetzt auch kein Vorwurf an dich Traverso. Mich wundert eben nur, dass HSS bspw. Beglaubigungen von Verdienstabrechnungen verlangt, aber um zu ermitteln, ob die berufl. Situation erheblich verbessert werden kann, ist es für HSS unerheblich, dass man wärend der Bewerbungszeit nicht arbeitslos war. Dafür ist für mich egal, ob man nun in seinem Studiumsfeld arbeitet oder nur in einem naheliegenden. Denn wenn ich mich mit einer guten Geschäftsidee selbstständig mache, egal was ich studiert habe, und damit ein heiden Geld verdienen würde, also kurz gesagt: wirtschaftlich sehr gut gestellt bin, aber trotzdem nebenbei von irgendwas Absagen bekomme, wird mir eigentlich von HSS eine berufliche Besserstellung durch das Medi-Studium attestiert und das kann ja eigentlich nicht sein.

Herzkasperl
21.12.2011, 09:00
Ja, das sehe ich (erstmal) auch so. Zumal die berufliche Situation nach dem Medizinstudium nicht unbedingt besser sein muss... ABER

Hintergrund ist: Grundsätzlich hat jeder mit Abitur das gleiche Recht auf Studien seiner Wahl (u.a. Art. 1 GG). Ausnahmen müssen präzise sein und bedürfen einer Rechtfertigung, die auch dem Einzelfall Stand hält. Eine Ausnahme lautet: Jeder hat nur einmal das Recht auf ein Studium, also keine Zweitstudien. Begründung: Das eine Studium reicht, um dem Grundsatz der freien Berufswahl (auch GG) genüge zu tun. Und jetzt beginnt für den Gesetzgeber das Problem: Die Ausnahme hält nur Stand, wenn es Ausnahmen von der Ausnahme gibt. Also: Für MKG reicht bspw. ein Studium nicht, daher Ausnahme von der Ausnahme. Und noch so eine Ausnahme von der Ausnahme ist eben, wenn die freie Berufswahl am Arbeitsmarkt scheitert - dann kann der Gesetzgeber eben nicht mehr so einfach darauf verweisen, dass ja mit dem einen Studium alles paletti sei.

Mein Grundsatz lautet: Der Staat sollte allen mit Abi freie Studienwahl lassen - wir zahlen schließlich genug Steuern (ich zumindest....).

sodbrennen
21.12.2011, 09:58
Aber man kann doch auch ohne Probleme Absagen im eigentlichen Beruf (nicht unbedingt als Tanzlehrer) sammeln und nebenbei ganz normal arbeiten. Man muss doch nur genügend viele Bewerbungen wegschicken, auch wenn man eigentlich keinen Job sucht. Ein paar sagen doch immer ab. Daher wundert es mich auch, dass man keine Meldung als Arbeitsloser benötigt. :-nix